Tourismus in der Krise...?
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Etwas Tourismus-Krise muss es wohl doch geben; haben dieser Tage eine geänderte Reisebestätigung von alltours erhalten.
geplant:
Hinflug: 21.35 Uhr ab Berlin-SXF mit Sun-Express nach Antalya
Rückflug: 18.15 Uhr mit Sun-Expressgeändert:
Hinflug: 22.10 Uhr ab Berlin-SXF mit Sky Airlines nach Antalya
Rückflug: 18.15 Uhr mit Sun-Expressgenannter Grund: aus flugtechnischen Gründen (was auch immer das heißen mag
)Alternative mit etwas günstigeren Flugzeiten ist aber schon in Arbeit.
Wir lassen uns mal überraschen.
LG carofeli
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Ja, ganz klar:
Beispiel 1: Die Reiseagentur bei der ich meine Frühjahrsreise gebucht hatte ging 14 Tage vor Reisebeginn in Konkurs. Ich mußte die Reise noch einmal zahlen. Gut: Wenn eine Agentur nach 3, 4 Monaten Krise in Konkurs geht, dann war sie schon vorher am Limit.Beispiel 2: Es ist derzeit fast unmöglich eine Reise für Oktober zu buchen. Ich habs an die 10x mit den verschiedensten Destinationen probiert. Uberall die Auskunft: Mindestteilnehmerzahl noch nicht erreicht. Das hats die letzten Jahre kaum einmal gegeben.
Beispiel 3: Die europäischen Airlines (etwa Aua, Lufthansa) werfen Langstreckenflüge um mehr als ein Drittel billiger auf den Markt. Das kann nur Auslastungsgründe haben.
Uns Konsumenten könnte es ja recht sein. Das Reisen wird heuer (dank der günstigen Flüge) wohl um einiges billiger sein als die letzten Jahre. Aber nur dann, wenn wir überhaupt wo hinkommen...
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Die Leidtragenden in der Krise sind in erster Linie die Hoteliers. Die RV haben lange darauf hingearbeitet, das sie für "nachgeorderte" Kontingente andere Preise -in der Erwartung höherer Preise- als die Katalogpreise fordern dürfen. Wohlgemerkt: diese Überlegungen gab es schon lange vor der Krise. Jetzt passen sie sich der Marktsituation an und ändern die Taktik: die Preise ( in den immer noch gut laufenden Relationen ) bleiben, aber sie stocken ihre Kontingente -mangels Nachfrage- nicht auf. Das gilt auch für die airlines.
Bulgarien, Ägypten, ( auch Spanien, die Kanaren, die sonst sehr teuren Relationen ) überbieten sich mit Preisnachlässen. Wer nicht auf ein lieb gewordenes Urlaubsziel fixiert und flexibel ist, kann in diesem Jahr schon günstig Urlaub machen.
Auch in der Türkei sind in den Hotels Kapazitäten frei, Überbuchungen gibt es nicht, aber man kann halt nicht zu Fuss dorthin gelangen. Einige Hotels dort werden das meiner Meinung nach nicht überleben. Denn eines ist klar: nächstes Jahr wird es nicht besser sondern noch schlechter.
Gruss Gabriela
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Uns Konsumenten könnte es ja recht sein. Das Reisen wird heuer (dank der günstigen Flüge) wohl um einiges billiger sein als die letzten Jahre. Aber nur dann, wenn wir überhaupt wo hinkommen...
Bulgarien, Ägypten, ( auch Spanien, die Kanaren, die sonst sehr teuren Relationen ) überbieten sich mit Preisnachlässen.
Dann bin ich wohl zu blöde um diese zu entdecken oder ihr sprecht von Reisen/Hotels die ich auch für geschenkt nicht aufsuchen würde

Wir waren gestern am Flughafen, von wegen Billiger, von wegen Preisnachlässen, mitnichten.
Die Erklärung hierfür ist auch einfach: Es wurde nicht mehr soviel eingekauft und man händelt es wie die TUI bevor man Schnäppchenpreise anbietet verzichtet man lieber auf Marktanteile und gibt das Kontinent back! NIX ist mit billiger, günstiger, wenn nur im Einzellfall. -
Meine Erfahrungen mit Last Minute sind eigentlich in diesem Jahr positiv. Dachte auch, dass es aufgrund niedriger Kontingente keine wirklich Schnäppchen gibt. Dann hab ich für 322 Euro für meine Eltern eine Reise an die Türkische Ägais gebucht. 14 Tage, All inclusive, 4 Sterne-Clubanlage. Grundpreis der Reise lag laut Reisebestätigung bei 770 Euro.
Kostendeckend kann das ja nicht sein. Da vermute ich, dass die Auslastung wirklich katastrophal sein muss oder wie kommt so ein Preis bei einer Reise in den Pfingstferien zustande?
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Für die schlauen Finanzspezialisten hier:

Nicht von mir, aber passt hier gut rein.

Und vor allem interessant vom Verständnis her .Alles spielt sich in einem kleinen Dorf ab, das vom Tourismus lebt, ausser, dass es wegen der Krise keine Touristen mehr gibt. Die ganze Welt leiht der ganzen Welt um zu überleben. Mehrere Monate vergehen, miserabel. Schliesslich kommt ein Tourist, der ein Zimmer nimmt. Er zahlt es mit einem 100 Dollar-Schein. Der Tourist ist noch nicht auf sein Zimmer hochgegangen, da läuft der Hotelier zum Metzger, dem er gerade 100 Dollar schuldet. Der Metzger geht sofort los und bringt den Schein zum Bauern, der ihn mit Fleisch beliefert. Der Bauer, seinerseits, beeilt sich, seine Schulden bei der ***** zu bezahlen, der noch ein paar Absteigen schuldet. Die ***** führt die Sache zu Ende, indem sie sich zum Hotel begibt, um dem Hotelier das Geld zurückzuzahlen, das sie nicht bezahlte, als sie ein Stundenzimmer nahm. Als sie den 100-Dollar-Schein auf die Theke legt, nimmt der Tourist, der gerade dem Hotelier sagte, dass er sein Zimmer nicht mag und es nicht mehr wolle, seinen Schein und verschwindet.
Nichts ist ausgelegt worden, weder gewonnen, noch verloren, dennoch hat keiner im Dorf mehr Schulden, wer spricht von Krise??

Das vom Tourist war Kredit ?

Bitte um Interpretation

VG
oracle -
Ach ja, wenn es nur so einfach wäre

Nur leider ist in der Realität mindestens Einer dazwischen, der was für sich abzweigt. Da kommen lt. Beispiel nur noch 50 Dollar beim Hotelie an, der dann dem Gast (Steuerzahler) sagt, mehr ist nicht mehr da. Dafür gibts dann einen Hotelgutschein und sobald der Gast weg ist, wird geschlossen.

Jaja ich weis, ist ziemlich weit hergeholt. Gingen halt grad die Pferde mit mir durch.
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oracle wrote:
Bitte um Interpretation

Deine kleine Geschichte entbehrt der Realität. Wenn doch, solltest du uns das Dorf namentlich nennen.
Ich selbst war wieder mal auf Reisen. Auf dem Trip durch UK hatte ich wenig vorgebucht. "Kein Problem in der Vorsaison eine Unterkunft zu bekommen", dachte ich. Aber da lag ich völlig falsch. Für das Wochenende war es schwer, das oder die gewünschten Hotels zu bekommen. Und in der Woche von "Bankholiday"- da sind Schulferien - war es fast unmöglich, überhaupt eine ordentliche Unterkunft zu finden, so dass wir unsere Routenplanung verändern mussten.
Und die Restaurants? Die waren proppenvoll.
Kredit? Kann sein, dass die Leute sich das Geld geliehen haben. Aber bevor sie etwas zu trinken und zu essen bekamen, bezahlten sie vorher an der Bar, meist cash.
Und da sagen einige Leute, hierzulande, dass die Engländer pleite seien.
Nicht Lesen, sondern Reisen bildet.Gruß
hema -
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Hallo Leute!
Ich weiß dass hier niemand in die Kristallkugel schau'n kann, nichtsdestotrotz richte ich folgende Frage an euch und bitte um Tipps bzw. Anregungen. Und zwar werde ich die letzten beiden Augustwochen eine zweiwöchige Reise nach Griechenland antreten. Der momentane Preis der Reise beträgt etwas über 900 EUR. Was meint ihr - soll ich bereits jetzt buchen oder doch noch etwas zuwarten, in der Hoffnung dass der Preis eventuell noch sinkt?
Liebe Grüße & besten Dank im Voraus für eure Anworten.
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Hallo zusammen,
Wir wollen Ende Nov. wieso oft den deutschen Schmuddelwetter wieder für ne Woche entfliehen

Haben da die Kanaren wieder fest im Blick.Da fand ich doch bei HC das Iberostar Costa Calero auf Lanzarote über XNEC für 594E p.P.Fand ich gut,weil wir die Anlage kennen.Wollen aber noch warten auf die Hauptkataloge.Jetzt schau ich 3Tage später bei HC wieder rein,und da sind doch dieTermine(haben 1Wo Spielraum mit je 2 Verbindungen ab Stuttgart)und alle Arten von Zimmern schon ausgebucht...Als Laie kommt da bei mir kein Gefühl von Krise auf.Und obendrein fand ich es noch heftiger für Flugtag DI ab STR weniger zu bezahlen mit besseren Flugzeiten,wie SA mit 2 Tagen Urlaubseinbußen(Hinflug-14:35./Rückkflug 08:20...) -
nun nerve ich mich aber eine Runde ,da ist wirklich keine Krise in Sicht ,Marokko im September / Oktober in meinem Favoriten Hotel gibt es keinen einzigen Platz mehr.
was mich aber noch mehr nervt ,warum HC die nicht buchbaren Arangemente einfach löscht ,so muss ich mich von Angebot zu Angebot durchlesen.
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Hallo,
habe mir heute mal einen Winterkatalog für die Kanaren geholt und auch mal geblättert.
Da ist von Krise nicht wirklich eine Spur. Obwohl die Kanaren die letzten Jahre nicht das Topp-Reiseziel waren, haben die Preise angezogen. Da kann man nicht wirklich von Krise sprechen.
Gruß
Gerhard
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Hallo
Ja es stimmt, dass einige RV in der Schweiz bei den Buchungen im Rückstand sind. Aber das gab und gibt es alle paar Jahr mal wieder. Von den einzelnen Reisebüros ist aber zu erfahren, dass höherpreisige Reisen nach wie vor längerfristig gebucht werden, da man sich zu dem hohen Preis einfach das ganz bestimmte reservieren möchte. Was hingegen wegbleibt sind die eher günstigen Familienferien, da aufgrund solcher Zeitungsmeldungen so manch einer denkt, zu einem späteren Zeitpunkts günstiger zu fahren.
Aber die RV haben schon letztes Jahr die Kontingente für diesen Sommer/Herbst zurückgenommen und deshalb kann gar nicht so viel Last-Minute auf den Markt kommen.Finanzkrise kann ich in meinem Umfeld nach wie vor nicht erkennen. Auch nicht wenn ich im Supermarkt die übervollen Einkaufswagen sehe...
Gruss Markus
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Sie werden kommen, sind ja jetzt schon da.. ich hab das immer wieder geschrieben. Das Wort Lastminute ist was anderes. Es muss ja nicht unter dieser Vorgabe auf den Markt kommen.Lastminute wird eh vom Markt verschwinden, es ist gar nicht mehr zeitgemäss, bei den neuen technischen Möglichkeiten, die sich anbieten.
Die tagesaktuellen Preise machen das jetzt schon schleichend möglich. Zudem wird es Kurzfrist-Bonis in begrenzter zeitlicher Gültigkeit für die Kunden geben. Künstliche Verknappung, wie die Marketing Leute sagen.
Auch Flug-Kapazitäten sind schnell dazu gebucht, das ist kein Problem.
Gerade aus diesem Grund haben wir auch das Krisenzeit Schnäppchenzeit Forum eröffnet, für das uns derzeit sehr viel Veranstalter ihre Angebote direkt melden.
Juni und Juli waren bei den Reiseveranstalter recht gut gebucht, das brachte auch das GFK Panel heraus, das die FVW in der letzten Mai Ausgabe veröffentlicht hatte.
Rückstände gibts noch für- oh Wunder: August und September. Aber das geht jetzt über den Preis. Nur eben eher nicht unter der Fahne Lastminute, wie ich das oben geschrieben habe.
Da hilft nur eines für die Schnäppchenjäger: Auch die kleinen Veranstalter beobachten- gerade die Virtuellen gehen groß in Angriffsposition.Und die anderen können nicht anders, sie werden nachziehen! -
Das "PlusMinus" Magazin der ARD ( nicht im Verdacht besonders "branchenfreundlich" zu sein ) hat die Tage einen interessanten - und für deutsche Medien journalistisch-handwerklich halbwegs brauchbaren - Beitrag zum Thema gebracht.
Wer ihn verpaßt hat ... http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/2609866?
Besonders beachtenswert ist der gesprochene Text bei 5:16 - 5:26 min.
Viele Grüße.