Hotel war überbucht, Veranstalter Schauinsland
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Ende August 2005 war das von uns über Schauinsland gebuchte Hotel überbucht. Schauinsland , so die Reiselietung vor Ort, war im Vorfeld nicht informiert. Ort Alcudia auf Mallorca, Hotel Prinsotel la Dorada. Wir wurden in einem anderen Haus untergebracht, Playa Garden, das einen vergleichbaren Leistungsstandard aufwies, allerdings weit ab vom "Schuss" lag, mit wenig Deutschem Publikum und anderem Konzept als das von uns gebuchte Haus.
Wir haben uns die Situation vor Ort bestätigen lassen und nach Urlaubsende von Schauinsland nach offizieller Beschwerde eine Entschädigung erwartet. Wir waret nun schon 5 Wochen, hat jemand Erfahrung, wie lange Schauinsland für Beschwerdevorgänge benötigt.
Im Übrigen ist das La Dorada für bewusste Überbuchung bekannt. Uns ist vor 4 Jahren ähnliches passiert, allerdings wurden wir da nur für einen Tag ausquartiert. Dummerweise haben wir angenommen, dass dies einmalig war, was für ein Irrtum...
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War denn in der Beschwerde auch eine konkrete Forderung enthalten? Also ein Betrag in Euro oder Prozenten?
Beschwerden sollten eigentlich innerhalb von vier Wochen erledigt werden, in Hochsaisonszeiten sollte man hier zwei bis drei Wochen mehr Zeitrahmen geben. Aber dann mal nachfragen.
Gruß
Peter -
Danke für die Antworten,
mein erstes Schreiben wurde prompt bestätigt, dann tat sich nichts mehr, nach 4 Wochen habe ich wieder angefragt, bisher keine Reaktion, der Hinweis mit der Frist und auch der zu erwartenden Höhe der Entschädigung gefällt mir gut,
Danke Gruß
Ines -
Hallo Ines!
Wir haben dieses Erlebnis mit Neckermann Reisen gehabt. Tenerfiffa Südseite gebucht, Hotel übervoll und sollten auf die Nordseite verfrachtet werden. Darüber waren wir allerdings so erbost, dass wir einen rechten "Aufstand" dort gemacht haben. Wir liessen uns unser Geld noch auf der Insel wieder auszahlen und haben uns uns dann selbst um eine Unterkunft gekümmert. Ein kompletter Tag war natürlich versaut. Der restliche Urlaub hervorragend. Wir haben den Vorgang allerdings nicht weiter verfolgt, oder Entschädigung gefordert.
Wenn Du jetzt noch einmal schreibst, solltest Du unbedingt eine Frist setzen, ich denke 10 bis 14 Tage wären angemessen. Die Höhe der Entschädigung solltest Du sowohl in Prozenten, als auch der Summe angeben. Hierzu gibt es im Netz viele gute Hinweise über die Höhe der Entschädigung. Wenn Du einen Experten zu Rate ziehen möchtest, ohne dass es Dich etwas kostet, kann ich die Seite Wer-weiss-was empfehlen. Für jede Frage eine kompetente Antwort.
Ach ja, wir fliegen im Januar mit Schauinsland nach Fuerteventura...
Viel Erfolg und viele Grüße
Petra -
Hallo, mir ist dasselbe passiert, nur in der Türkei.
Gebucht im Januar (!), und nun 10 Tage vorher die Absage. Naja, wenigstens hatte ich noch die Möglichkeit zu stornieren, da das Ausweichhotel nicht dem entsprach was ich wollte und ja das ursprüngliche Hotel so früh gebucht hatte, weil es mir im letzten Jahr sehr gut gefallen hat.
Übrigens ein kurioser "Zufall": einen Tag vor der Mitteilung über die Überbuchung hatte ich per Mail im Hotel um die Reservierung eines bestimmten Zimmers gebeten... Wer weiß, hätte ich dies nicht getan hätte ich es wohl auch erst vor Ort erfahren.
Nimmt aber arg Überhand in den letzten Jahren, diese Überbuchungspraxis, eigentlich schade, denn als Kunde fühlt man sich nur noch veräppelt.
Wer ist eigentlich "Schuld" an diesen Überbuchungen? Fragt man das die Leute im Reisebüro, sind es immer die Hoteliers, aber sehen die nicht, dass sie sich damit einen Kundenstamm verprellen?
Oder sind es doch die Veranstalter - die ja dann selbiges erreichen?Ich verstehe es einfach nicht. Sind davon eigentlich eher Frühbucher betroffen, die entsprechend weniger bezahlen und so nicht so rentabel sind?
Sind wirklich ernst gemeinte Fragen, wenn ich in meinem Job immer wieder Sachen verkaufen würde, die es nicht gibt und der Kunde hinterher mit grüner statt mir blauer Farbe dastünde oder gar keine bekommt, ich glaub, ich wär arbeitslos...
Liebe Grüße
Hatti -
"Hatty" wrote:
Wer ist eigentlich "Schuld" an diesen Überbuchungen? Fragt man das die Leute im Reisebüro, sind es immer die Hoteliers, aber sehen die nicht, dass sie sich damit einen Kundenstamm verprellen?
Oder sind es doch die Veranstalter - die ja dann selbiges erreichen?Ich verstehe es einfach nicht. Sind davon eigentlich eher Frühbucher betroffen, die entsprechend weniger bezahlen und so nicht so rentabel sind?
Die Überbuchungen passieren fast ausschließlich durch das Hotel selbst: 10 Reiseveranstalter wollen das Hotel mit 100 Betten in ihren Katalog aufnehmen, jeder Veranstalter will aber 15 Betten haben. Da der Hotelier erst etwa vier bis sechs Wochen vor dem jeweiligen Ankunftstermin den tatsächlichen Verkauf* erfährt, gibt er allen 10 Veranstaltern die gewünschten 15 Betten (oder zumindest einen Teil). Es ist also von diesem Standpunkt aus egal, wie früh man bucht.
Nun verkaufen aber tatsächlich alle ihre Kontingente - dann ist das Hotel überbucht. Jener Veranstalter, der die größte "Macht" im Hotel hat, bekommt seine Betten, die anderen haben das Nachsehen.
- es wäre nicht verwaltbar, jede Woche jedem Hotel den Verkaufsstand zu melden. Natürlich melden Veranstalter besonders gute Auslastungen schon früher, aber da ja nicht alle Veranstalter gleich arbeiten, hat der Hotelier trotzdem nicht den tatsächlich verkauften aktuellen Stand frühzeitig parat.
Beide Seiten stehen immer stärker unter Druck, noch günstiger anzubieten, noch mehr zu verkaufen. Zwangshaftplichtversicherung (Insolvenz), Kerosinpreis-Schwankungen (siehe Urteil, dass Erhöhung teilweise rechtswidrig sind...) und andere kalkulatorische Maßnahmen lassen eigentlich dem Veranstalter keinen Spielraum ohne nicht deutlich Mehrkosten auf den Endpreis zu schlagen.
Die Hoteliers kämpfen sowieso schon seit längerem damit, Jahr für Jahr gleich wenig oder noch weniger für ihre Betten zu bekommen, wenn sie bei den Big Playern mit dabei sein wollen. Also haben auch die keinen Spielraum.
Somit sind leer bleibende Betten das teurere Übel und man wird wohl in Zukunft noch stärker mit Überbuchungen rechnen müssen. Theoretisch gesprochen machen es ja alle Hotels und kein Veranstalter kann alle Hotels raus schmeißen.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit wieder einmal erwähnen, dass die Mehrheit der Pauschalreisen 2004 nicht wirklich wesentlich teurer waren als in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends (klingt doch gut, oder?). Das heißt, beide Seiten hielten die Preise stets möglichst unten, um noch mehr Passagiere - Gäste zu bekommen.
Jetzt, sozusagen, auf "marktgerechtes Niveau" die Preise anzuheben, wäre wie die Faust aufs Auge und würde zehntausende Kunden wahrscheinlich vorübergehend von Urlaubsbuchungen abhalten (bei der Marktlage sowieso...).
Irgendwie errinnert mich diese Entwicklung an: Made in China anstatt Handarbeit in der Schweiz: Reisefachleute werden immer weniger (bezahlt...), die Riesenunternehmen werden von Bankern geleitet (siehe TUI: im Vorstand kein Mitglied mehr aus dem Reisebürosektor, nur Banker...) und das angestellte Personal schlecht bezahlt und schlecht ausgebildet.
Werden Privatgäste von den Hotels bevorzugt behandelt, weil man womöglich bei Ihnen einen höheren Zimmerpreis erlöst?
Beispiel:
Hotelpreis an privat: € 70.-- pro Person und Nacht
Hotelpreis für Gruppe: € 50.-- pro Person und Nacht
Hotelpreis an Reiseveranstalter mit großer Abnahme: € 30.-- pro Person und NachtWen würdest du mit offeneren Armen nehmen?
Das mag eine mögliche Begründung sein. Möglich wäre auch, dass die Hotels, die du privat buchst gar keine Verträge mit großen Reiseveranstaltern haben (oder nur kleine Bettenkontingente dort hat).
Gruß
Peter -
Hallo Ines,
bei Schauinsland ist das mit Mängeln so eine Sache. Du musst schon mehrmals nachfragen. Frist setzen nützt da gar nichts.
Bei uns waren mehrere Nachfragen erforderlich, um dann nach ca. 6 Monaten eine Antwort zu erhalten.
Mein Tip: Nie wieder Schauinsland!Petra
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Hallo Peter,
vielen Dank für deine ausführliche und einleuchtende Erklärung.
So ähnlich hatte ich mir das gedacht, aber wenn man dann selbst betroffen ist und immer mehr solche Fälle im Freundes/Kollegen/Familienkreis mitbekommt fragt man sich schon ob es nicht ein absolutes Roulette wird, wenn es egal ist, wann man bucht, damit sein Interesse und ja auch die Zufriedenheit mit dem Haus/dem Veranstalter demonstriert und dann so etwas passiert.
Da kann man ja gleich Bingo-Reisen buchen und auf viel Glück hoffen.
Naja, nun hab ich eine schöne Alternative gefunden, mir einen Traum erfüllt und denke einfach: man kann aus allem schlechten noch was gutes machen, man muss für sich selbst persönliche Konsequenzen ziehen und vielleicht ist es für mich (11 mal Türkei in 5 Jahren) die erhoffte und immer wieder vorgenommene Chance, mal was anderes von der großen Welt zu sehen.
In diesem Sinne
viele Grüße
Hatty -
"mosaik" wrote:
- es wäre nicht verwaltbar, jede Woche jedem Hotel den Verkaufsstand zu melden. Natürlich melden Veranstalter besonders gute Auslastungen schon früher, aber da ja nicht alle Veranstalter gleich arbeiten, hat der Hotelier trotzdem nicht den tatsächlich verkauften aktuellen Stand frühzeitig parat...
[/quote]
In diesem Zusammenhang ist ein Urteil (Az.: 504 C 909/05, Amtsgericht Hannover) interessant, das Gegenstand einer dpa-Meldung ist:
"Wenn das gebuchte Hotelzimmer nicht zur Verfügung steht, muß sich ein Pauschalurlauber nicht einfach in ein anderes Hotel umquartieren lassen, sondern kann sich selber ein Ersatzhotel suchen. Für die Kosten muß der Veranstalter aufkommen. In dem Fall hatte der Kläger ein Clubhotel in der Türkei gebucht. Als bei der Ankunft kein Zimmer frei war, zog der Kläger für die gebuchte Woche in ein selbst gewähltes Hotel. Das sei auch sein Recht gewesen, urteilte das Gericht."Was meinst Du, Peter, was geschehen würde, wenn alle Urlauber ganz konsequent danach verfahren würden? Was meinst Du, wie schnell aktualisierte Verkaufsstandsmeldungen plötzlich doch "verwaltbar" wären? Die Veranstalter würden notfalls in einer konzertierten Aktion die Hotels dazu zwingen. Es ist auch überhaupt nicht einzusehen, wo in Zeiten, in denen die ganze Welt miteinander vernetzt ist, die Schwierigkeiten liegen sollten.
So lange kein Druck seitens der Kunden ausgeübt wird, treibt man das Spiel "Überbuchungen" auf dem Rücken der Urlauber auf die Spitze. Da werden Urlauber vom Flughafen durch die Gegend gekarrt und erfahren erst am Hotel, daß dieses überbucht ist, obschon ein einfacher Anruf beim Hotel genügt hätte, das zu erfahren. Wo sind wir eigentlich?????? Was mutet man seinen Kunden eigentlich so alles zu??????
Ein Umdenken wird erst erfolgen, wenn die Kunden das nicht mehr mitmachen und sich entsprechend schadlos halten (s.o.).
- es wäre nicht verwaltbar, jede Woche jedem Hotel den Verkaufsstand zu melden. Natürlich melden Veranstalter besonders gute Auslastungen schon früher, aber da ja nicht alle Veranstalter gleich arbeiten, hat der Hotelier trotzdem nicht den tatsächlich verkauften aktuellen Stand frühzeitig parat...
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@ Salvamor
wie Du schon richtig erwähnt hast; erfuhr der Kunde erst bei Ankunft von #seiner# Überbuchung, in dem und auch nur in dem Fall ist Eigeninitiative-> sprich Kunde sucht sich vor Ort sein Hotel und stellt die Rechnung dem Veranstalter in Rechnung möglich.
Erfährt der Kunde aber schon vor Abflug, dass sein Hotel überbucht ist, gelten die AGB's des jew. Veranstalters mit der Option - kostenlose Umbuchung (ohne Erstattung etwaiger Mehrkosten) oder kostenloser Storno.Und ansonsten gilt: jeder Fall ist vor Gericht ein Einzelfall, der so ,oder so entschieden werden kann ( Individualrecht )
Gruss
Chiara -
Hallo, ich bins noch mal,
die Beiträge sind für mich interessant, ich habe Schauinsland noch einmal angeschrieben, bisher keine Reaktion, nun werde ich einen Rechtsanwalt bitten, ein Schreiben zu verfassen, langsam ist mir die "Schuldfrage" auch egal, die "Nichtreaktion" von Schauinsland finde ich nun genauso ärgerlich, wie die Überbuchung. Vor 4 Jahren haben wir nur eine Nacht in einem anderen Zimmer verbringen müssen und vom damaligen Veranstalter innerhalb von 2 Wochen für 4 Personen (Tjäreborg) 200DM Entschädigung bekommen, mal sehen was jetzt passiert
Gruß Ines
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"salvamor41" wrote:
"Wenn das gebuchte Hotelzimmer nicht zur Verfügung steht, muß sich ein Pauschalurlauber nicht einfach in ein anderes Hotel umquartieren lassen, sondern kann sich selber ein Ersatzhotel suchen....Vorsicht... der Text wurde ohne Kenntnis der Urteilsbegründung wiedergegeben: dem Kunden konnte oder wollte der Veranstalter keine gleichwertige Unterkunft anbieten. Erst dann darf er zur Selbsthilfe schreiten!!!!
--> Ankunft --> überbucht --> Abhilfeverlangen --> gleichwertig oder höherwertig ohne Mehrkosten --> nicht möglich --> Kunde sucht sich selbst!
Alles andere könnte heißen, dass er auf seinen Mehrkosten sitzen bleibt.
"salvamor41" wrote:
Was meinst Du, Peter, was geschehen würde, wenn alle Urlauber ganz konsequent danach verfahren würden? Was meinst Du, wie schnell aktualisierte Verkaufsstandsmeldungen plötzlich doch "verwaltbar" wären? Die Veranstalter würden notfalls in einer konzertierten Aktion die Hotels dazu zwingen....und erfahren erst am Hotel, daß dieses überbucht ist, obschon ein einfacher Anruf beim Hotel genügt hätte, das zu erfahren. Wo sind wir eigentlich?????? Was mutet man seinen Kunden eigentlich so alles zu??????
a) in einer konzertierten Aktion... die Veranstalter versuchen schon seit vielen Jahren mit Strafen, mit Herausnahme aus dem Katalog usw. Druck auszuüben - es finden sich immer wieder neue Dumme, die das Hotel buchen; es ändern in "guten" Hotels die Manager und im nächsten Jahr gibt's Ärger.
b) ein einfacher Anruf beim Hotel ... nicht böse sein, lieber Salvamor, aber erstens wird dir KEIN Hotel am Telefon die Wahrheit sagen, dazu sind die schon viel zu abgebrüht; zweitens stelle ich mir so eine Einkaufszentrale eines deutsche Reiseveranstalters vor: Freitag Abflug von 5.000 Passagieren Mitteleuropaweit --> wie viele Telefonate und Mitarbeiter sind da wohl notwendig???? Dann ist der Zuständige gerade nicht da, er wird es "gerne" prüfen, man möge doch noch mal anrufen...
Lieber Salvamor, heute wird eine Buchung einmal in die EDV eines Veranstalters eingegeben und dann nie mehr händisch angerührt: die Meldungen an die Hotels bzw. örtlichen Agenturen, der Ausdruck der Reiseunterlagen - alles wird meist ab 00 Uhr Mitternacht vollelektronisch durchgeführt.
Ich habe 1985 zum letzten Mal regelmässige Charterflüge nach Griechenland "händisch" abgefertigt, so mit Bleistift eintragen in Listen, Telex (wißt ihr, was das war?) schreiben mit Lochstreifen...
"salvamor41" wrote:
Es ist auch überhaupt nicht einzusehen, wo in Zeiten, in denen die ganze Welt miteinander vernetzt ist, die Schwierigkeiten liegen sollten....zum einen gibt es noch genügend Regionen auf der Welt, die zwar Urlaubsregionen sind, aber noch nicht über dermassen hochmoderne Kommunikation wie wir hier in Mitteleuropa verfügen.
Zum anderen müssen Daten verwaltet werden. Würde man wöchentlich Listen verschicken, müssten die ja von irgendwelchen Menschen an den Endpunkten bearbeitet werden. Das schaue ich mir dann in Tunesien am 12. Juli bei gut 40 Grad Hitze an, ob da wöchentlich Listen verglichen werden...Wenn das alles so einfach wäre, warum wurde es noch nicht umgesetzt?
Mir hat gerade erst vor wenigen Wochen ein gutes Hotel nicht auf mein Mail geantwortet. Auch nicht auf den Reminder und als ich anrief, meinte der Mensch dort, er hätte schon geantwortet, wenn was frei gewesen wäre. Weil aber nix frei war, wollte er auch nicht antworten. ... moderne Kommuniktion: auf's Mail --> sorry, fully booked? --> zu viel Aufwand bei xy Mails, Faxe pro Tag!
Klar, das Problem darf man nicht aus den Augen verlieren, aber so, wie man sich das als Außenstehender einfach vorstellt, funktioniert es ja offensichtlich nicht.
Gruß
Peter -
noch ein praktisches Beispiel:
Diese Woche habe ich rund 10 Gruppen zwischen 15 und 50 Personen. Jeden Tag rufen ein oder zwei Gruppenleiter, sie brauchen noch ein Zimmer mehr, ein Zimmer wird storniert, ein Name ist zu ändern beim Hotel und bei der Reiseversicherung, ein Heurigenbesuch kommt dazu, eine Stadtbesichtigung fällt weg usw. --> das verursacht seit Montag täglich zwischen ein und zwei Stunden Arbeit plus Mehrkosten durch notwendige Telefonate anstelle von Mails aus Zeitgründen.
Arbeit, die nicht mehr (zusätzlich) bezahlt wird (bzw. Ertrag bringt), weil die "Stückkosten" der Änderung höher liegen als der Ertrag dieser "Stückkosten". Bei Stornierung sogar noch Negativkosten...
Hätte ich täglich fünf Gruppen, wäre dies für eine Person aber nicht mehr verwaltbar. Also müssten mehr Mitarbeiter her. Die brauchen aber wieder mehr Umsatz, um rentabel zu sein. Mehr Umsatz macht wieder mehr Kleinarbeit wie oben beschrieben. So könnte kein Veranstalter, der mehrere MILLIONEN Passagiere jedes Jahr hat, arbeiten. Das wäre absoluter wirtschaftlicher Selbstmord.
Daher die komplette Automatisierung und Schematisierung.
Jeder "Ausbruch" aus diesem Korsett bringt zwangsläufig Unruhe und Fehler.
Die Tourismusmaschinerie ist zu gigantisch geworden als dass sie noch "mit einem Telefonat" oder "einem Mail" "überprüfbar" wäre!
Gruß
Peter -
Hallo zusammen,
gestern habe ich ein Hotelzimmer online bestellt und soll es nun bezahlen. Die so genannte "Reservierung" habe ich als Pdf per Mail gesandt bekommen. Muss das reichen oder habe ich Anspruch auf einen echten Sicherungsschein???
Gruss
Kathrin22 -
"Kathrin22" wrote:
Hallo zusammen,gestern habe ich ein Hotelzimmer online bestellt und soll es nun bezahlen. Die so genannte "Reservierung" habe ich als Pdf per Mail gesandt bekommen. Muss das reichen oder habe ich Anspruch auf einen echten Sicherungsschein???
Gruss
Kathrin22Wo hast Du denn gebucht? Wenn Du bei einem Hotelvermittler )z.B. HRS) gebucht hast, kriegst Du keinen. Dort musst Du nur eine Kreditkartennummer hinterlegen und bezahlst bei Abreise.
LG
Andrea -
Hallo ihr Lieben...
ich bin heute auch aus allen Wolken gefallen.... Habe vor ca. 3 Monaten ganz normal bei Dertour eine Reise in die Türkei ins Limak Lara Deluxe gebucht. jetzt,,,eine Woche vor ANreise bekomme ich eine Email dass das Hotel überbucht ist.
Der Witz ist, dass meine Eltern im Moment im Hotel sind, und sehr gute Stammgäste sind. Morgen spricht mein Vater mit der Rezeption ob sie nicht doch ein Zimmer für mich hätten. JEtzt frag ich mich, geht das denn
, dass wenn ich ein Zimmer bekommmen würde, dass Dertour dann das von mir bezahlte Geld doch dem Hotel überweist? ich hab ja keine Ahnung.... weiss da jemand Bescheid? Das blöde ist, wir wollten zusammen unseren Urlaub verbringen. Meine Eltern und ich. JEtzt soll ich in ein anderes Hotel. Das bringt mir ja gar nichts. -
Nimm sofort Kontakt mit dem Veranstalter auf und teile denen mit, dass du mit einer Umbuchung auf ein anderes Hotel nicht einverstanden bist, da für dich ausschlaggebend war, dich dort mit deinen Eltern zu treffen. Halte ferner fest, dass du, falls der Veranstalter den Vertrag nicht erfüllen kann vom Vertrag zurücktrittst und Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude fordern wirst.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass plötzlich doch noch ein Zimmer frei ist.
Wenn zusätzlich deine Elterrn mitteilen, dass nach Rücksprache mit dem Hotelmanagement eine Unterbringung deinerseits durchaus möglich ist, wird ein Urlaub mit deinen Eltern kein Problem mehr sein. Und wegen des Geldes mach dir mal überhaupt keine Sorgen. Du bist im Recht, der Veranstalter hat den vertrag gebrochen und du mußt, wenn du nicht willst, überhaupt keine Alternative annehmen. Eine gleichwertige Unterbringung ist uin deinem Fall nämlich nicht möglich, da du dieses Hotel gebucht hast, um mit deinen Eltern den Urlaub verbringen zu können. Wichtig ist, dass du dich nicht in´s Bockshorn von der anderen Seite jagenläßt, sondern deine Wünsche und Forderungen unmißverständlcih und klar zum Ausdruck bringst.
Dies ist natürlich keine Rechtsberatung, sondern nur meine ganz bescheidene private Meinung. -
Dir ist aber schon klar, dass deine private Meinung von der rechtlichen Situation abweichen kann, oder? Wie mir bekannt ist, verfügen Veranstalter in den Hotels über Zimmerkontingente und wenn die erschöpft sind, kann es dann mal schwierig werden, wenn das Hotel gut gebucht ist.
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@tina
Deinen Beitrag verstehe ich nicht. Was meinst du mit "von der rechtlichen Situation abweichen"?Doch etwa nicht, wenn die Kontigente erschöpft sind, wäre der RV aus seiner Vertragsverpflichtung
Sorry, aber da bist du ganz gewaltig auf dem Holzweg. Noch immer gilt, auch für RV der alte Rechtsgrundsatz "pacta sunt servanda", und wenn man das nicht kann/will muß man für die Verletzung geradestehen.