Unser täglich Brot gib uns heute........
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Brot - das klang mal nach schönen Düften und Gefühlen. Doch damit ist es aus und vorbei.
Inzwischen dominieren Industrie-Teiglinge unserenBrotkonsum.
Brot, das ist ein altes Wort und es hat in Deutschland seinen eigenen Klang. Mit Brot verbinden wir die Bilder mehlbestäubter Handwerker, die uns schon vor Sonnenaufgang Gutes tun, es geht um schöne Düfte und Gefühle, um Ofenwärme und sogar um kulinarischen Stolz, denn Brot, das weiß jedes Kind, gibt es in Deutschland in Hunderten Varianten, von weiß bis schwarz, dazu Brötchen, die auf tausend Namen hören, es könnte alles so schön sein.
Ist es aber nicht in unserer hyperindustrialisierten Welt.Für mich wird es fast jeden Monat schwieriger noch eine vernünftige Semmel, ein gut schmeckendes Brot, oder ein Crossaint zu kaufen welches keine Sägespäne enthält. Die kleinen, alteingesessenen Bäckereien schließen eine nach der anderen. Die Preise sind verdorben und die Geschmacksnerven der Verbraucher anscheinen schon lange.
Kauft ihr auch diese billig Teiglinge von den Großbäckereien die so vielversprechende Namen haben wie "Wiener Feinbäckerei" oder Kamps&Co ?
In diesem Sinne - guten Appetit!
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Zum Glück gibt es bei uns auf dem Land noch genügend kleine Bäckereien, wo man noch
"Handwerkerware" bekommt, dafür natürlich auch ein kleineres Sortiment als in einer Filiale einer Großbäckerei. Für das Tagesgeschäft nutze ich allerdings auch gerne die Vorteile eines eigenen Heißluftbackofens, um mit nicht vorgebackenen Teiglingen jederzeit "just in time" auf die gerade vorhandene Nachfrage zu reagieren. Glaub mir eins, der Geruch ist wie in einer richtigen Bäckerei. Gerade bei den Anbietern von Teiglingen gibt es grosse Unterschiede in Qualität und Preis. Wie in allen Bereichen der Wirtschaft hat wirkliche Qualität ihren Preis. Vom Geschmack wird jeder Laie merken, ob ein "billiger" oder qualitativ hochwertiger Teigling verwendet wird. Einen wirklichen ökonomischen Nutzen kann ich nur in dem Sinne verbuchen, weil die Wegwerfquote" geringer ist, als wenn ich mich ins Blaue hinein mit frischen Backwaren aus der Landbäckerei eindecken würde, die ich dann bei schlechtem Besuch nicht verkaufen kann. Insgesamt kommen in unserem Geschäft aber viele Produkte aus regionaler Produktion zum Einsatz, eine gesunde Mischung aus Tradition und Neuzeit spricht für unsere seit über 20 Jahren anhaltende Erfolgsgeschichte. LG Marcel -
Holginho wrote:
Ich habe das große Glück "direkt um die Ecke" eine ganz, kleine, alteingesessene Bäckerei zu finden, die garantiert noch selbst backt......und genau da gehe ich jetzt hin

Eine schönen Guten Morgen allen!
das Glück habe ich auch ,am Brot messe ich die Gesellschaft die meisten Menschen wissen gar nicht mehr wie Brot schmecken könnte weil die meisten einfach krankhafte Geizhälse sind ich weiss wovon ich spreche hatte ich doch vor 400 Jahren die Lehre als Bäcker Konditor abgeschlossen und bereits damals begriffen das man mit den paar Moneten nicht mal ne Meersau durchbringen kann geschweige eine Familie.
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Gerade in Bayern bzw. Franken haben wir schon oft sehr gutes Brot bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle kleinen Bäckereien verschwunden sind und nur noch Massenware zu bekommen ist. In unserem Ort (NRW) gibt es noch 2 Bäckereien. Dort gibt es Ware aus fertigen Backmischungen, aber auch sehr leckere Brotsorten nach eigenem Rezept. Beide Bäckereien haben mehrere kleine Filialen, iin denen das Brot verkauft wird. Im Gegensatz z.B. zu unserem Nachbarland Holland, wo man häufig nur zähe "Gummibbrötchen" und pappiges Weißbrot bekommt, können wir nicht meckern.
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Es mag sein dass Du dir das nicht vorstellen kannst, aber Tatsache ist, dass in unserem Ort im letzten Jahr 3 alteingesessene Bäckereien geschlossen haben.
Dafür dürfen wir uns nun über 3 Kettenbäckereien "freuen". Über die Qualität deren Backwaren ist eigentlich jedes Wort zu viel, aber billig sind sie halt.
Was die Mädels die einem nun die tiefgefrorenen Teiglinge in den Ofen schieben und nachher als "frische" Backwaren verkaufen verdienen kann sich auch jeder vorstellen. Wenn ich eine Semmel für 19 Cent verkaufe kann ich meinem Personal mit Sicherheit keinen angemessenen Lohn zahlen.
Ich denke irgendwas läuft falsch.......Konnte ich noch vor einem Jahr in der Früh mit dem Radl oder zu Fuß zum Bäcker um die Ecke muss ich nun leider 3 km mit dem Auto fahren.
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Hi,
viele Bäcker arbeiten zudem mit Fertigbackmischungen. Da ist so allerhand drin, was eigendlich nicht in einem Brötchen sein muß z.B. Lactose. Macht Brötchenkrusten schön braun ohne das diese süß schmecken.
Backe selber oder gehe zum Bio Bäcker und zahle gerne 60 Cent für ein Brötchen, dass dann aber auch richtig satt macht und prima schmeckt und sich sogar noch einen Tag aufheben läßt und noch immer schmeckt.Gruß
Minusgrad -
Bei uns schließen leider auch immer mehr Bäckereien und die großbetriebe nehmen zu. Habe aber das Glück noch zwei handwerkliche Bäcker in der Nähe zu haben, die auch noch Gebäckstücke haben die in den Großbäckerein schon längst durch Muffins und Co. ersetzt wurden. Da zahl ich gerne mehr dafür. Es schmeckt einfach besser.
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Es stimmt, die kleinen Landbäckereien verschwinden immer häufiger aus dem Ortsbild. Aber es gibt sie noch. Dort kaufen wir auch ein, denn das industrielle Pappbrot schmeckt uns auch nicht. Die besten Brotsorten haben wir in der Fränkischen Schweiz gefunden. Dort gibt es in den Dörfern noch Steinbacköfen und das Brot ist ein Gedicht. Davon kann ein Bäcker sicher nicht leben, diese Brote sind nur ein Teil in seinem Sortiment.
@Dirk, 3 km bis zum nächsten gescheiten Bäcker geht ja noch so einigermaßen. Wenn's auch zu weit ist, um morgens zu Fuß mal eben frische Brötchen zu holen.Bei den Metzgern sieht es übrigens ähnlich aus. Fleisch kaufe ich nie im Supermarkt, sondern immer nur bei unserem einheimischen Metzger, der noch selbst schlachtet und das Vieh von umliegenden Bauernhöfen bezieht. Kurze Transportwege, weniger Stress für die Tiere und bessere Qualität des Fleisches.
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Bei uns kommt beides auf den Tisch bzw. in den Brotkorb, je nach Laune oder wieviel Geld ich gerade im Geldbeutel habe

Für den täglichen Bedarf "Wiener Feinbäckerei" oder ähnlich oder auch mal frisch gebackene Teiglinge von der Tankstelle.
Zum Genießen mit guter Wurst oder Käse, dann ebenfalls vom Käseladen oder guten Metzger, gerne vom Handwerksmeister, der super Brot/Brötchen/Stücken u. Kuchen backt. Für den muss ich leider auch einen weiteren Weg in Kauf nehmen :?
Von den 19-Cent-Brötchen-Läden kauf ich aus Prinzip nichts, da dort (wie Dirk bereits beschrieben hat) das Personal besch... bezahlt wird und sonst überhaupt keine guten Bäcker mehr existieren können.
Im Moment kauf ich 1-2 x die Woche frisches Steinofenbrot vom Weihnachtsmarkt, das ist super lecker, leider auch fast doppelt so teuer wie die "Feinbäckerei"-Ware.Ihr müsst aber auch bedenken, dass es genügend Menschen gibt, die sich teuere Lebensmittel heutzutage nicht mehr leisten können. Da können wir froh sein, dass wir nicht dazu gehören.
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Dirk-1708 wrote:
Kauft ihr auch diese billig Teiglinge
Die Menschen tun es und einige von ihnen müssen es auch !!
Und nicht nur bei Brot- und Backwaren oder Fleisch und Co. - überall !Hin und wieder passiert es mir, dass ich im SB-Warenhaus vorm Eierstand stehe und Menschen in ihrem Verkaufsverhalten beobachte.
Vorab muss ich sagen - habe ich ja auch schon oft geschrieben - dass ich grosser Fan von Bio-Artikeln bin bzw. echtes Bio, was ich direkt aus meinem elterlichen Heimatdorf mir besorge (also Kartoffeln, Gemüse und Obst aus eigenem(elterlichen) Anbau und hausgeschlachtete Wurst/Fleisch vom Kumpel bis hin zu frisch erlegtem Wild).
Und so eine "Direktbeschaffung" muss nicht unbedingt teurer sein, nur leider hat nicht Jeder das Glück, wie ich.
Also, am besagten Eierstand kaufe ich meine Packung Bio-Eier.
Dann schaue ich anderen Kunden zu und die Meisten greifen nicht zu den Bio-Packungen, sondern schauen erstmal auf die Preise ! Und kaufen dann letzlich diese billigeren Packungen.
Und der Fülle des sonstigen Warenkorbes nach, muss ich schlussfolgern, das bei diesen Leute keine grosse Not herrscht !!Von daher habe ich den Glauben an die Masse der Menschen verloren, dass sie bewusst einkaufen und dafür auch mehr bezahlen - Hauptsache billig !
Wie ich aber oben schrieb, gibt es viele Menschen, die können garnicht anders.
Aber um die geht es jetzt garnicht - es geht um die Masse der Bürger.
Und solange da immer nur "Geiz ist geil" zählt, kann ich und einige andere User hier sonstwas für Geld für handwerklich produzierte Lebensmittel ausgeben, den ehrlichen Bäckern, Fleischern und Co. wird´s auf Dauer nicht helfen.Schade eigentlich !
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"...Und so eine "Direktbeschaffung" muss nicht unbedingt teurer sein, nur leider hat nicht Jeder das Glück, wie ich..."
Yep, so "alte Bande" sind immer hilfreich.

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Hi,
habe letztens gehört, dass Japaner 25% ihres Gehaltes für essen ausgeben. Sie essen sich auch nicht satt, sondern glücklich
Gruß
Minusgrad -
....also, 'nen Backofen hat so ziemlich jeder in seiner Einbauküche....
...Rezepte (auch regionaltypische) gibt's (auch im Net) massenweise....
kopfkratz
...warum backt Ihr nicht selber (ist einfacher als man denkt, und das erspart dann sowas wie: ich kenne da einen, der jemanden kennt, und der backt ...)
(...mach' ich auch, und eigentlich gehört dazu nichts anderes als die Zutaten, zwei Hände und 'n Backofen...)

