Abenteuerurlaub in Südamerika
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Hallo und Guten Tag zusammen.
MeinKumpel und Ich sind zur Zeit dabei einen Urlaub zu planen. Wir habenuns überlegt das es nicht so der klassische Strandurlaub mittypischen Stadtbesichtigungen sein soll sondern eher in die RichtungAbenteuer/Aktivurlaub gehen soll. Wir haben da an so ne Amazonas Touroder eine Reise durch Peru gedacht. Wird haben uns da noch nichtendgültig festgelegt vielleicht habt Ihr alten Reiseprofis dadraußen ein paar gute Tipps für uns

Um was es uns auchgeht ist einen Reiseanbieter zu finden der in der Beziehung "seriös"ist. Man kennt das ja man Tippt " Abenteuerurlaub Südamerika"ein und man wird von sehr vielen Anbietern überhäuft von dehnen mannoch nie etwas gehört hat. Logisch wenn man bis jetzt nur mitNeckermann oder Alltours in den Urlaub geflogen ist. Hat irgendwervon euch schon mal bei so Anbietern wie zb "Aventura Do Brasiloder " Visitperutour" gebucht und kann mir da etwas zusagen oder mir vielleicht Anbieter empfehlen ??
Ich bedanke mich für eure Tipps schonmal im voraus undwünsche ein Schönes Wochenende !
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Hallo Drfraggle
Deiner “Schreibe” entnehme ich, dass du noch im taufrischen Alter bist. Also beste Voraussetzung, um Südamerika möglichst auf eigene Faust zu bereisen. Abenteuer und Aktivität sind vorprogrammiert. Wenn es aber unbedingt ein Reiseanbieter sein soll -- empfehle ich “Globetrotter.ch & Co” die behilflich sind bei individual Reisen oder organisierten Reisen in Kleinstgruppen.
Mein Tipp:
Schaut mal im Südamerika Forum in die Threads: Venezuela aktuell -- William aus Kolumbien stell sich vor -- und Reisebericht Perurundreise Inti Raymi 2008. Ich habe in diesen Threads auch einige Erlebnisberichte und Tipps abgegeben. Nebst interessanten Infos werdet ihr leider auch Schauermärchen von ängstlichen “Touris” zur Kenntnis nehmen müssen. Lasst euch aber nicht verunsichern. Südamerika ist in jeder Beziehung immer wieder eine Reise wert.Und noch etwas -- Spanischkenntnisse sind von Vorteil, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist. Ich wünsche dir und deinem Kumpel einen erlebnisreichen und abenteuerlichen Aufenthalt in dem Land, für das ihr euch entscheidet.
Gruß
Pesche -
Hallo und Guten Abend Pesche.
Ich danke Dir für für diesen netten Post den Du mir hinterlassen hast.Der war auf jedenfall Hilfreich!. Ich habe mir mal deine empfohlenen Threads durchgelesen und muss sagen das sich Peru als unser Favorit herauskristallisiert hat. Grade Landschaftlich muss das super sein. Brasilien könnten wir uns auch noch sehr gut vorstellen.
Dennoch habe ich noch 1-2 Fragen wo ich es superfinden würde wenn Du mir da weiterhelfen könntest.
Ich tue mich irgendwie relativ schwer mit der Reiseplanung. Wie bereist man so Länder am besten ?
Du schreibst etwas von eigener Faust. Wie darf ich das verstehen?. Flug buchen und den Rest dann vor Ort klären das heißt zb Hotels suchen ggf. Busse oder Inlandsflüge organisieren?Ich stelle mir das nicht so einfach vor hinterher checkt man irgendwo ein und am nächsten Tag fehlt Dir ne Niere
Und zum Thema Globetrotter.ch Ich verstehe diese Seite irgendwie nicht da kann man sich irgendwelche Bücher kaufen da sind Filialen in der Schweiz drin aber wie können mir die Kameraden bei der Planung helfen? Ich wette ich bin mal wieder total Blind und habe das offensichtliche übersehen

Schöne Grüße
DrFraggle -
Hallo Drfraggle
Deine Fragen möchte ich wie folgt beantworten:
Unter Reisen auf eigene Faust verstehe ich, dass sämtliche Trips im Gastland vor Ort geplant und gebucht werden. Transport mit Miet-Pkw, Flieger, Bus, Bahn oder Schiff/Fähre. Das gilt selbstverständlich auch für Übernachtung und Verpflegung. Mehr oder weniger geplante Reiserouten mit Stopps wo es gefällt. Hin und Rückflug ins Gastland mit Erst-Übernachtungen zwecks Anklimatisierung kann über ein Reisebüro oder selber via Internet gebucht werden. Diese Reiseart bedingt allerdings eine gewisse Flexibilität und es ist von Vorteil wenn man nebst Englisch über Grundkenntnisse der jeweiligen Landessprache verfügt.Wer sich das nicht zutraut, sollte ein auf Individualreisen spezialisiertes Reiseunternehmen kontaktieren. In Deutschland kenne ich mich nicht aus. In der Schweiz empfehle ich “Globetrotter Travel Service” mit rund 20 Filialen in der ganzen Schweiz. Die Reiseberaterinnen und Reiseberater bei Globetrotter haben alle mehrere Kontinente auf eigene Faust bereist und verfügen über ein riesiges Reise-Know-how. Pro Jahr bereisen diese Mitarbeiter im Auftrag ihres Arbeitgebers während 2-3 Monaten Länder rund um den Globus und bringen ihr Wissen auf den neusten Stand.
Für die Planung einer Reise kannst du diese Top-Spezialisten in der jeweiligen Filiale kontaktieren und mit ihnen in aller Ruhe mögliche Reiserouten, Transport- und Unterkunftsmöglichkeiten besprechen. Auf Wunsch organisieren dir diese Profis alles. Angefangen mit den notwendigen Visas, Impfungen, Flugreservationen, Hotelreservationen und sämtliche Transportreservationen im Gastland. Selbstverständlich kannst du auch nur einzelne Reservationen buchen und den Rest vor Ort selber organisieren. Auf solchen Reisen trifft man auf den Routen, im Bus, in der Bahn, im Flieger, auf dem Schiff/Fähre und in den Unterkünften immer wieder auf Gleichgesinnte, die dich mit Rat und Tat unterstützen. Zugegeben, auch wenn alles so organisiert wird, kann es Probleme geben und eine gewisse Flexibilität des Reisenden ist eine Voraussetzung.
Man kann allerdings eine solche Reise nie mit einer 08/15 Südamerikareise mit Reisebegleitung eines der bekannten Reiseunternehmen in Deutschland und der Schweiz vergleichen. Das muss man sich bewusst sein. Sonst kann das Ganze gewaltig in die Hose gehen. Aber eine solche Reiseart macht Spaß, vorausgesetzt man informiert sich vorgehend intensiv mit Hilfe von entsprechender Reiseliteratur für Individualreisende über das Gastland. Solche Reisen sind auch für mich, einem nicht mehr ganz taufrischen “Grufti”, immer wieder ein Erlebnis! Also, gute Reise und viel Vergnügen!
Gruß
Pesche -
Abenteuer-Urlaub?
Fahr nach Brasilien, moeglichst Rio. Wenn du das als Westler alleine
ueber die Strasse gehst, ist Abenteuer vorprogrammiert.Die bunten Gestalten dort gehen davon aus, dass du Geld bei dir
hast und stellen jetzt alle Ueberlegungen an, wie man da am besten
dran kommt.Ist doch ein tolles Abenteuer.....oder nicht?
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Klar Pluggy,
Ironiemodus an alles ********** da unten Ironiemodus aus
So dumme unqualifizierte Antworten helfen ganz bestimmt nicht weiter.
LG
Andrea -
Ich auch - sonst würde ich das auch nicht schreiben - wir haben dort gearbeitet und gelebt.
Überfallen wurden wir dagegen in dem idyllischen kleinen deutschen Städtchen Leichlingen, einfach so - zur falschen Zeit am falschen Ort - weshalb ich aber nicht behaupten würde, die Leichlinger sind hinter meinem Geld her.
Andrea
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Dass du das richtig verstehst - Andrea -. Alleine das Topic "Abenteuerurlaub in
Suedamerika" fordert doch schon zu solchen Reaktionen heraus.Ich glaube, der Reisende geht mit etwas Naiivitaet an das Ganze heran.
Eine Reise durch Suedamerika, vielleicht noch auf einem Bike alleine, ist doch nicht
wie eine Radtour durch die Lueneburger Heide. -
Wo steht denn, dass die alleine mit dem Rad loswollen? Die suchen doch einen seriösen Veranstalter für Südamerikareisen

Pesche zeigt einen Weg für einen Individualurlaub auf, aber auch er kennt sich bestens in Südamerika aus.
Wir haben in dem einen Jahr in Brasilien das beste für uns mitgenommen - liebenswerte, nette Menschen und gute Freunde, zu denen wir auch nach Jahren immer noch Kontakt haben. Alleine in den letzten zwei Jahren waren wir 5 Mal dort. Es gibt einige grundsätzliche Dinge , die man beachten muss, aber ansonsten - gerade im ländlichen Bereich - kann man sich ohne Angst bewegen.
Andrea
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@ pluggy
Dass hier mit Naivität umgegangen wird, glaube ich nicht. Eher das Gegenteil. Warum werden ganz normale Fragen zu einem Land gleich mit "Naivität" betitelt?
Als wir vor zwölf Jahren das erste Mal in Peru bzw. Mexiko waren, wären wir froh gewesen, wenn es damals schon dieses Forum gegeben hätte. Und wir hätten wahrscheinlich ähnliche Fragen gestellt.
Und jemanden einfach in den Mund zu legen er würde "alleine auf einem Bike durch Südamerika fahren" entzieht sich auch meiner Kenntnis.
Erstens wurde dies nicht explizit festgestellt und zweitens ist es heute durchaus üblich mit ´nem Fahrrad, in Etappen oder nicht, durch Südamerika zu fahren ohne dass einem etwas passiert.
fio -
Ich bedanke mich mal wieder bei Pesche für diesen doch sehr informativen Beitrag. So langsam sehe ich klarer Ich danke Dir

Du glaubst also ich wäre Naiv. Meinst Du im ernst das ich einfachso in ein fremdes Land fahre ohne mich gründlich darüber zu Informieren? Wieso habe ich wohl dieses Topic eröffnet? GENAU um Infos zu bekommen. Als ob ich b.z.w wir uns einfach auf ein Fahrrad setzen würden und quer durch Brasilien radeln würden... Klar Sicherheit spielt immer eine Rolle aber wenn man sich dementsprechend Informiert ist das kein Problem habe ich festgestellt.
Reiseveranstalter gibt es viele da brauche ich mir keine Gedankenmachen wie zb Jochen Schweizer der eine Tour durch den Regenwald in Brasilien anbietet. Aber nur weil man sich mal über individuelle Reisen informieren möchte muss man nicht gleich mit Ironie empfangen werden...
Viele Grüße
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Hallo DrFraggle,
Südamerika lässt sich meiner Meinung nach an besten individuell erkunden. Wir (meine Freundin und ich) waren in den letzten Jahren mehrmals in Südamerika. Mitte März fliegen wir nach Peru/Bolivien. Wir buchen lediglich immr den Hin- und Rückflug sowie die ersten 2-3 Übernachtungen von zu Hause. Den Rest (Übernachtungen, Busfahrten, Schifffahrten, Flüge) buchen wir vor Ort. Mittlerweile gibt es fast an allen Ecken (zumindest in Argentinien, Brasilien, Chile) an allen Ecken Internetzugang und in den Hotels kostenloses WiFi. Solange man sich angemessen verhält und alle Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt, ist es nicht gefährlicher als in Deutschland.
Viele Grüße
Sven -
Hab nochmal in den threat reingeschaut:
Hier meine Suedamerika-Erlebnisse:
Zeuge an der Copacobana, wie man einer aelteren Amerikanerin, die mit einem Mietwagen unterwegs war, alles, aber auch alles abgenommen hat.
Zwischen Rio de Janeiro und Sao Paulo, Zeuge wie ein Bus voll mit Touristen von 2 maskierten Maennern an einer Tankstelle in Minuten-Schnelle "gefleddert" wurde.
Abendspaziergang in Rio, man hatte mich schon gewarnt und ich hatte 1 Dollar-Noten auf Anraten eingesteckt, bin dann mindestens 2mal mit dem Messer bedroht worden, eine 1-Dollar-Noten reichte, dass man von mir abliess.
Caracas, auf dem Gemuesemarkt, ploetzlich eine wahnsinnige Schiesserei. Wir sind unter die Gemuesestaende gekrochen und haben gewartet, bis dass wieder Ruhe war.
Wir hatten keinen Abenteuerurlaub gebucht.........daher meine etwas "satirische" Antwort
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Hallo pluggy
Irgend etwas mache ich falsch. Ich bin kein Profi-Abenteurer. Ich habe lediglich längere Zeit in verschiedene Staaten Südamerikas gearbeitet, Baustellen besucht und tausende von Kilometern geschäftlich und privat mit einem Pkw zurückgelegt, in Grosstädten wie Caracas, Lima, Rio & Co Wochen verbracht, bin auch Nachts in den Städten allein und mit Geschäftsfreunden unterwegs gewesen und ich wage es fast nicht laut zu sagen: Ich wurde nie überfallen und ausgeraubt und ich war auch nie Zeuge von wilden Schiessereien.
Zugegeben, in den Medien wurde hin und wieder über solche Vorfälle berichtet, wie auch in unseren Breitengraden! Es vergeht auch bei uns keine Woche, ohne Schiessereien, Messerstechereien, Vergewaltigungen und Raub. Wenn du Pech hast, bist du zur falschen Zeit am falschen Ort. Gilt für Südamerika und fast nicht zu glauben auch für Deutschland und mein CH “Heimatländli”!
Lediglich die lieben Polizisten musste ich hin und wieder "Schmieren!" Schlecht besoldete Polizisten sind auch nur Menschen, die mit ihren Familien überleben wollen. Mein Tipp: Darauf bestehen, eine in der Regel unberechtigt aufgebrummte Busse sofort vor Ort zu begleichen. Für die bezahlte Busse (sprich Schmiergeld!) nie eine Quittung verlangen! “Märten” ist übrigens erlaubt! Auf meinen üblichen Einwand: “ich würde die Polizisten gerne auf ihren Posten begleiten und auf einer Bank wechseln, weil ich leider nur einen kleineren Betrag flüssig habe!” wurde nie eingegangen! Und ich bezahlte vor Ort ein verantwortbares Schmiergeld nach dem Motto: “Leben und Leben lassen!”

Pesche
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Von meinen Erlebnissen mit der brasilianischen Polizei koennte ich einen langen Artikel schreiben.
Man sagt ja, die thailaendische Polizei sei korrupt, habe ich aber noch nie festgestellt,
aber von der brasilianischen wurde ich echt bedroht und nur meine (gelogenen) Beziehungen zur deutschen Botschaft, mit der ich immer gleich telefonieren wollte, hat mit Schlimmeres erspart -
Hochachtung Pluggy, nach einem Jahr Daueraufenthalt in Brasilien (gewohnt haben wir genau mittig zwischen Rio und Sao Paulo, mindestens 15 WE in Rio, weiteren 5 Brasilienreisen in den letzten Jahren, ist uns niemand bekannt, der eine solche Serie an Verbrechen vorzuweisen hat.
Wovon ich weiß, ist ein Überfall auf "unseren" Supermarkt, einen Überfall auf die örtliche Bank und einem Kollegen meines Mannes wurde die Goldkette vom Hals gerissen.
Meine Erfahrungen mit der Polizei - mein Mann wurde wegen Fahren ohne Führerschein und Autopapiere festgesetzt (er hatte die Papiere nicht mit) und sollte 700 Real Geldstrafe zahlen - natürlich ohne Zeugen. Ich, die damals nur rudimentär die Sprache beherrschte, habe auf die Herren eingeredet wie eine Blöde (haben die wahrscheinlich auch gedacht) und konnte das Ganze auf 20 Real runterhandeln. Von diesem Tag waren das allerdings unsere Amigos.
Ein Freund von uns lebt seit 20 Jahren in Rio (jetzt in Niteroi) und arbeitet dort als Journalist; bei unserem letzten Besuch hat er uns über die seit einiger Zeit recht erfolgreichen Methoden der Regierung über die Verbrechensvermeidung erzählt, sehr interessant.
LG
Andrea
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Ich pflichte Andrea zu. Pluggi muss die Verbrechen geradezu anziehen. Liegt das vielleicht auch an Bluggi selber? Na, lassen wir das!

Wobei, es ist schon einiges passiert. Schlagzeilen in den vergangenen zwei Wochen in den Medien: Bankfiliale überfallen, Tankstelle überfallen, Supermarkt überfallen, Kiosk ausgeraubt, Messerstecherei vor der Disco, Schiesserei vor einem Lokal, Passant zusammengeschlagen und ausgeraubt! Zugegeben, in den letzten zwei Wochen sind mir keine Mord- und Vergewaltigungsdelikte zu Ohren gekommen. In den letzen Monaten sieht das aber ganz anders aus!

Ah, noch eine kleine Präzisierung: Diese Delikte habe ich nicht südamerikanischen Medien entnommen, sondern gelesen in meiner Tageszeitung in der ”sicheren” Schweiz.
Und jetzt auch noch etwas zu der bösen Polizei in Südamerika. In Venezuela haben sich nach der Bezahlung von Bussen, respektive einem angemessenen Schmiergeld, nicht selten freundschaftliche Beziehungen mit Ordnungshütern ergeben. Ich denke dabei dabei auch gemeinsame Geschäftsbeziehungen. Contrabando (Schmuggel) Spirituosen, die die Polizei Alkoholschmugglern abgenommen haben, erstanden wir zu günstigen Preisen. Eine echte Win-win Situation!
Pesche
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Wir sind vor einigen Jahren mit Ikarus in Peru gewesen. Das war super. Ist ein sehr guter Veranstalter, aber nicht ganz billig. Nach der Rundreise haben wir uns in Lima ein Auto gemietet und sind noch auf eigene Faust nach Süden gefahren. Allerdings in Lima Auto fahren erfordert starke Nerven. Wenn man das überlebt hat, geht es ganz gut. Unser Reiseleiter hat uns im Sheraton Lima ein Zimmer mit einem enormen Spezialrabatt besorgt. Er war auch sonst top. Habe mit Ikarus durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht. Waren mit denen noch auf Rundreis in der Türkei und Indonesien. Viel Glück.