WILMA Geschädigter - höhere Gewalt ?
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Hallo zusammen,
ich bin einer der Wilma (Hurricane Kategorie 4-5, ca. 250 km/h) -betroffenen Mexico-Urlauber und bitte um eine Einschätzung, ob es den Aufwand lohnt, sich mit dem Reiseveranstalter auseinanderzusetzen.
Hier kurz der Sachverhalt:
- gebucht waren 14 Tage Pauschalurlaub (1 Wo Rundreise, 1Wo Baden in AI-Hotel 4-5*)
- Rundreise alles ok, am Tag 7 abends Einchecken in Badehotel, am Tag 8 Evakuierung in Notunterkunft (Konferenzzentrum), dort für 48h Matratzenlager, herunterstürzende Deckenteile, tw. WCs außer Betrieb und überlaufend, etc.)
- Tage 10-12 wieder im normalen Zimmer, Hotelleistungen tw. stark eingeschränkt in Punkten Verpflegung, Pools, Animation, Strand
- Rückflug in Sondermaschine an Tag 13 (ein Tag vor Plan) "zwangsweise", dabei Abholung im Hotel 5 Uhr morgens, 5h Busfahrt zu Ausweichflughafen, dort 7h Wartezeit in wirklich überfülltem Warteraum im Stehen)
- Gepäck kam 1 Tag später zurück
Kurz gesagt, es war in der zweiten Woche ein ziemlicher Horror-trip, wobei zu sagen ist, daß wir unter den gegebenen Umständen (Wilma kam direkt über uns) durch DAS HOTEL relativ sicher untergebracht wurden und ordentlich versorgt wurden.
Die Organisation des REISEVERANSTALTERS jedoch war, unkoordiniert, schlecht bis nicht vorhanden oder zu spät. Von Urlaub oder gar Erholung konnte in der zweiten Woche natürlich keine Rede sein.Ich vermute, sie werden sich erstmal auf "höhere Gewalt" berufen, was ich teilweise verstehen kann.
Die konkreten Vorwürfe sind aber die nicht stattgefundene Evakuierung im Vorfeld (Wilma war 3-4 Tage vor dem Eintreffen bekannt), die stark eingeschränkten Leistungen (die nicht erbracht werden KONNTEN) danach und das Chaos um den Zwangsrückflug (2 Tage gar keine Info trotz Ankündigung, dann Abholung um 5Uhr morgens ohne Alternative und ohne Verpflegung).Was meint Ihr? Ist der Veranstalter zu Teilerstattungen verpflichtet, wird er u.U. aus Kulanz etwas machen oder wird nix dabei rumkommen außer netten Briefen?
Danke für Eure Meinungen bzw. Tipps !!
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Es gibt hier eine ganz klare rechtliche Regelung bei Wirbelstürmen:
Wirbelstürme fallen (noch) unter höhere Gewalt.
Bei höherer Gewalt können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Kunde ohne Frist den Reisevertrag kündigen. Das hieße, noch vor Beginn des Wirbelsturmes Abreise nach Deutschland.
In diesem Fall muss der Reiseveranstalter jene Kosten zurück zahlen, die er sich aufgrund der vorzeitigen Abreise erspart hat. Der Kunde hat keine Schadenersatzansprüche.Kündigt jedoch keiner der beiden Vertragspartner und der Kunde vollendet seinen Urlaub, hat er Ansprüche aus dem Titel Gewährleistung, nicht jedoch Schadenersatz.
Gewährleistung heißt, der Veranstalter muss den Urlaub aber dann auch so erbringen, wie versprochen. Kann er das nicht, weil Strand weggespült, Buffet nur mini ist usw. muss er dem Kunden anteilige weil Reisemängel Geld zurück zahlen.
Er kann sich in diesem Fall NICHT auf höhere Gewalt berufen!
Gruß
Peter -
Danke schon mal für diese erste Auskunft, das klingt ja ganz vielversprechend !
Dann mach ich mich mal an die Formulierung des Briefes.....Falls jemand noch einen guten Tip hat dafür (genaue Anspruchsgrundlage, ggf. Urteilsnummern etc.), bin ich sehr dankbar.
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@zwanzger
hallo.echt blöd, was du erlebt hast. aber sorry, willst du jetzt dem veranstalter an den karren, weil er dir während des hurrikans nur eingeschränkte auswahl an essen und animation geboten hat?
wenn ich dich richtig verstehe, hat er doch alles getan um euch dort raus zu holen, oder? und?als du gebucht hast, hast du da nicht gewusst, dass es hurrikan zeit ist?
also ich finde, sei froh, dass du heile wieder zurück gekommen bist -
So kommt ein trauriger Teufelskreis in Gang:
Der Reiseveranstalter leistet eine Zahlung, weil er es ggf. aufgrund der hiesigen Rechtssprechung tun muß. Die erstattete Summe wird beim Hotel in Regress genommen. Beim ohnehin durch den Hurrikan gebeutelten Hotel entstehen somit Gewinneinbußen. Diese Gewinne würden allerdings dringend benötigt, um die erforderlichen Reparaturen und Renovierungen durchzuführen.
Mögliche Folgen: Es wird am Personal und an den Gehältern gespart, was für einen guten Service nicht sonderlich förderlich ist. (Es ist nicht unüblich, daß ein Hotel bei finanziellen Engpässen erst einmal die Gehaltszahlungen einstellt. Die meisten Angestellten erhalten ohnehin ein sehr karges Gehalt und müssen davon ihre Familie ernähren und sich ggf. ein neues Häuschen bauen, weil das alte auch weggeweht wurde. Habe in Venezuela etliche "Hütten" in den "Ranchos" von Kellnerinnen, Rezeptionisten, etc. gesehen, die ich häufig auf dem Weg von einem Hotel ins nächste nach hause gebracht habe - weil si kein Geld mehr für den Bus hatten - und habe noch heute höchsten Respekt davor, wie sauber, adrett und diszipliniert sie stets im Hotel erschienen, um für den "reichen Gringos" (mit anderen Worten: Urlauber, die den durchschnittlichen Jahresverdienst eines Mindestlohnempfängers (Kellner, Putzfrau, Koch, etc,.) für 14 Tage Urlaub ausgeben können) jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Ich glaube kaum, daß in der Dom. Rep. bessere Lebensumstände herrschen).
In der nächsten Saison kann das Hotel teurer sein, um die Einbußen zu minimieren, nicht mehr existieren, oder nur notdürftig wieder zusammengeschustert sein - was wieder neue Reklamationen bringt, die das Hotel wiederum Geld kosten.Bei allem Verständnis dafür, daß ein Hurrikan im Karibik - Urlaub ungefähr so notwendig wie ein Wiener Schnitzel - aber bevor man Schadensersatzforderungen stellt, sollte jeder sich auch bemühen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Recht hin oder her - Reisen hat auch etwas mit sozialer Verantwortung zu tun und ich kann nur an jeden appellieren, seinen eventuellen Schadensersatzanspruch als Spende für Hurrikanopfer zu betrachten.
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Also,
schön, daß meine Anfrage jetzt einige Resonanz hervorruft, wenn auch durchaus kritische.
Ich bzw. wir haben uns länger überlegt, ob und wie wir den Brief an den VERANSTALTER formulieren sollen.
Ich habe in meinem ursprünglichen Beitrag deutlich zu machen versucht, daß wir mit dem HOTEL unter den genannten Umständen sehr zufrieden waren. Die Angestellten haben geackert wie die Wilden, um uns während dem Hurrican zu schützen und zu versorgen und danach möglichst schnell einen "50% Hotelbetrieb" wieder herzustellen, was wir sehr bewundert haben und auch in spontanen Geld-Sammlungen von uns und vielen anderen Gästen honoriert wurde.
Vielleicht sollte ich hinzufügen, daß wir schon bei der überstürzten Abreise dort beschlossen haben, erneut in das Hotel zu fahren, u.a. um die Angestellten "zu unterstützen" und weil es im Normalbetrieb einfach klasse war.
Das Problem an der Geschichte war eben die Unfähigkeit des Veranstalters, einerseits vorzusorgen (durch rechtzeitige Abreise oder Evakuierung in eine Stadt im Landesinneren) bzw. danach überhaupt irgendwelche Informationen zu erteilen (trotz gegenteiliger Ankündigung kam über 2 Tage gar nix) und dann auf einmal innerhalb von 10 Stunden (über Nacht) abreisen zu MÜSSEN, grade, als das Hotel wieder gut am laufen war. Dabei wurden wir unter Druck gesetzt mit der Aussage, wer nicht mitfliege, muß etwas unterschreiben, daß er den Veranstalter von allen Verpflichtungen freispreche, selbst den Rückflug organisiere etc.Daß es auch noch unsere Flitterwochen (und damit unserer teuerster Urlaub bisher) waren, ist zusätzlich ärgerlich für uns.
Daher unsere Überlegung, zwei Briefe zu schreiben, einen an die Zentrale der Hotelkette mit audrücklichen Danksagungen für die professionelle Betreuung in einer Ausnahmesituation - und einen weiteren an den Veranstalter mit einer Forderung.Denn nicht nur wir wussten, daß wir uns am Ende der Hurrican-Saison befinden, sondern natürlich auch der Veranstalter. Außerdem war Wilma 3-4 Tage vor dem Auftreffen auf Land bekannt und der Kurs ungeführ vorherbestimmt (siehe National Hurricane Center-Seite)
Wenn dann am Ende davon ein Teilbetrag herauskommt, ok.
Wie dieser dann verwendet wird (Spende oder nicht), sollte bitte jedem selbst überlassen werden. Wir wollen ihn eben wieder in den "Wiederholungsurlaub" investieren.Den erwähnten "Teufelskreis" kann ich nur in Teilen nachvollziehen, da alle Reiseveranstalter gegen solche Naturkatastrophen versichert sind (und es sich zudem auch um eine europäische Hotelkette handelt, so daß hier ebenfalls von einem guten Versicherungsschutz auszugehen ist)
Im übrigen finde ich die "Forderungen" aus meiner Situation heraus bei weitem "angebrachter" und nachvollziehbarer, als in der Vielzahl der anderen Beispiele in diesem Forum, oder bin ich da zu voreingenommen ?
Bin gespannt auf Reaktionen
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Hallo!
Ich muss mich da jetzt doch mal schnell zu Wort melden!
Wir sind auch auch "Wilma"-Opfer und mir tun wirklich die Mexikaner leid, denn denen wird nicht geholfen weiterzuleben. Für die Touristen wurde wirklich alles getan!
Nun mal zu unserer Situation:
Wir sind am 18.10.05 um 15:30 Uhr nach Cancun geflogen (im Flugzeug haben wir in der Zeitung gelesen, dass ein Hurrican erwartet wird). Glücklicherweise haben wir auch als erstes eine 5 Tage Rundreise gebucht und hätten dann im Anschluss noch 14 Tage Strandurlaub im 5* Hotel genießen können.
Die Rundreise haben wir planmässig durchgeführt und sind dann freitags im Hotel in Merida geblieben bis wir am Montag ausgeflogen wurde. Ich finde wirklich schrecklich was da passiert ist!!
Viel schlimmer finde ich allerdings, dass der Reiseveranstalter und Dienstag Nachmittag noch hat fliegen lassen obwohl schon bekannt war, dass der Hurrikan sehr stark wird und genau auf Cancun zusteuert. Spätestens am Flughafen hätte man uns informieren können. Man kann doch nicht schon die Leute aus Cancun ausfliegen und uns erst ein.....
Also wirklich dass ist mir unbegreiflich!
Für uns waren es leider auch die Flitterwochen.... hat wohl recht stürmisch begonnen...Also ich möchte wirklich keine Mexikaner ausnehmen um Gottes Willen, aber soll ich 5000 Euro für einen Urlaub bezahlen den ich fast nicht in Anspruch genommen habe???
viele Grüße vom
lustigmädel -
@lustigmädel
hallo. bei dri stellt sich der fall m.e aber auch ganz anders dar. du hast ja, wie bescrheiben, einen großen teil des programms gar nicht antreten können. bei deinem vorschreiber war das aber ganz anders. wenn ich ihn richtig verstanden habe, hat er die kompletten gebuchten tage gehabt, allerdings mit eingeschränktem service.aber eine frage hätte ich schon noch an dich: ihr wußtet doch, dass ein hurrikan kommt. wieso habt ihr denn nicht dem veranstalter gesagt, dass ihr die reise nicht antreten wollt????
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ich kann nicht für "lustigmädel" sprechen, aber wenn man wie ich (vor unserem Urlaub) noch keinen Hurrican mitgemacht hat, kann ich gut verstehen, daß man am Start der Flitterwochen NICHT von sich aus sagt: Nein, da bleib ich lieber zu Hause! Ich würde eher denken, das geht schon irgendwie gut, vielleicht dreht er doch noch ab, wird schwächer und so. Abgesehen davon, daß man eigentlich erwarten sollte, daß die Veranstalter besser informiert sind über die aktuelle Lage und eben die entsprechenden Maßnahmen einleiten bzw. eben nicht mehr die Leute einfliegen. Wenn sie es dann doch tun, wiegt man sich in "trügerischer" Sicherheit.
So zumindest hätte ich an Ihrer Stelle gedacht bzw. habe ich auch in den Tagen vor Wilma in Mexico gedacht.Zu meiner Situation kann ich noch ergänzen: Wir wurden einen Tag "zu früh" ausgeflogen. Nicht so schlimm, könnte man meinen, aber die drei Tage davor (nach Ende von 2 Tagen Hurrican) waren aber eben auch kein Urlaub. Man rennt permanent zur Rezeption auf der Suche nach (versprochenen) Informationen, die nicht kommen, man fährt per Taxi in der Gegend rum auf der Suche nach einer funktionierenden Telefonzelle bzw. Handynetz, um die Angehörigen in D zu benachrichtigen, die seit 4 Tagen nur Horrorbilder im TV sehen.
Letzten Endes war die gesamte zweite Woche betroffen, d.h. die Hälfte des Urlaubes. Wir waren also nicht so krass betroffen wie lustigmädel, aber dennoch signifikant, wie ich meine. -
@zwanzger
hallo. was mich generell nachdenklich stimmt, jetzt nicht speziell bei dir oder lustigmädel, ist die tatsache, dass scheinbar alle leute im urlaub ihr hirn ausschalten.
ich frage mich manchmal, ob die leute nicht denken können.
es wird in allen deutschen tv sendern vor hurricans gewarnt. und nur, weil mein gebuchter veranstalter mich trotzdem ins land fliegt, weil ihm geld verdienen wichtiger ist, kann ich doch nicht davon ausgehen, dass der sturm abdreht, oder??? sicherlich haben die veranstalter eine gewisse sorgfaltspflicht, aber deswegen kann ich doch nicht alles mit mir machen lassen. einen eigene willen habe ich doch trotzdem noch, oder?
und nachdem , was in den vergangenen jahren udn auch in den wochen vor wilma abgegangen ist, würde ich auch nicht denken :"das wird schon".
ich will nicht sagen, dass ihr selber schuld seid, aber eine gewisse teilschuld würde ich euch echt anlasten. -
@lexi:
ganz unrecht hast Du nicht (Hirn aus), ich wollte nur sagen, daß es in unserer (und vielleicht auch "lustigmädels"?) Situation (Flitterwochen, mit Abstand weitester und teuerster Urlaub des Lebens) DOPPELT schwer ist, quasi am Flughafen sich umzuentscheiden bzw. abzusagen.Man hat monatelang dafür geplant, gespart, gefreut etc. und dann soll man am Abflugtag nein sagen ? Allein die Scherereien, die man dann in diesem Moment wg. Rückabwicklung hat (wenns überhaupt geht) oder Umbuchung in ein unbekanntes Hotel/Zielort hat. In dieser Situation würde der Veranstalter ja genau darauf drängen, DOCH mitzufliegen, dann kommt der Zeitdruck dazu etc.
In so einer Situation kann ich Leute verstehen, die sich dann auf den Veranstalter verlassen, und ihn quasi entscheiden lassen.
Im Nachhinein hätte ich mich wahrscheinlich auch anders entschieden, wenn ich gewußt hätte, WIE schlimm es ist, sich in einem 5er Hurrican zu befinden, aber man muß alles erst einmal selbst mitmachen.....
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Hallo zusammen!
Also ich hab im Flieger in der Zeitung gelesen, dass ein Hurrican auf Yukatan zusteuert und dachte mir "Oje, naja so schlimm kann´s nicht sein, sonst würden die uns ja nicht fliegen lassen...."! Falsch gedacht!!!
HAbe ein Tag vorher auf der Seite des Auswärtigen Amtes sowie wetter.com geschaut ob alles in Ordnung ist (gerade wegen "Stan" und ob evtl. noch was im Anmarsch ist!) später habe ich dann gehört, dass es Mitreisende gab die z. B. ein Tag vor Abflug bei der Reisegesellschaft angerufen haben um zu fragen, ob es sicher ist momentan nach Mexico zu fliegen. Ihr wurde versichert dass alles in Ordnung sei! Selbst am Flughafen kurz vor dem Einchecken hat es wohl jemand in der Zeitung gelesen und sofort beim Reiseveranstalter angerufen, auch sie sind geflogen, zwar mit etwas Bauchgrummeln, aber man hat ihnen nicht abgeraten.Wenn mir ein anderes Angebot gemacht worden wäre, wär ich gerne wo anders hingeflogen und hätte wenigstens ein bißchen Urlaub und Strand gehabt.
Ich bin da der Meinung von Zwanzger, man sollte doch einen Reiseveranstalter vertrauen können, wenn man schon ins Ausland fliegt!
Und ganz ehrlich, ich wußte bis zum Abflug nichts von dem Hurrican sonst wäre ich bestimmt nicht geflogen! -
@lustigmädel
wie gesagt, ich möchte nochmal betonen, dass es mir nicht darum geht, zu sagen, es geschieht euch recht oder so. schadenfreude wäre hier unangebracht.
aber du wusstest nicht, dass du in ein hurrikan gefährdetes gebiet fährst???? nach - wie ihr schreibt - langen planungen und sparen und freuen leist man nicht einen reiseführer, in dem das drin steht?
gut, ich weiß von mir selber, dass ich rigoros bin und dass mir die leute erzählen können, im himmel sei jahrmarkt, aber ich wäre nicht mit geflogen.
denn wenn die gesellschaft euch vorgeschlagen hätte, euch am selben tag auf ein adneres "sichereres" ziel umzubuchen, hättet ihr das doch auch gemacht. und nur, weil die initiative von euch aus kommen soll, macht ihr es nicht??? -
natürlich wusste ich wo wir hinfahren. Im Reisebüro wurde uns gesagt dass die Hurrikansaison bis Ende Oktober geht im Normalfall(aber was ist in der heutigen Zeit noch normal) und da wir Mitte Oktober bis November geflogen wären, war das Risiko nicht mehr so hoch wie im September. Leider muss man heutzutage ein bißchen Risikobereitschaft zeigen, sonst kann ich gar nicht mehr auf die Straße ( es ist doch bekannt dass immer mehr übermüdet, alkoholisiert etc. Auto fahren!)
Im September gab es z.B. keinen Hurrikan der Mexiko bedroht hat. Hättest Du einen Urlaub abgesagt für etwas was evtl. gar nicht stattfindet? Es gibt Leute die sind an dem Tag abgereist an dem wir ankamen und hatten einen traumhaften Urlaub wärend der Hurrikanzeit. Tja wir hatten halt einfach Pech! Aber ich finde nach wie vor, dass man nicht Touristen in ein Land fliegen sollte, dass schon anfängt die Bewohner zu evakuieren!Wie gesagt, ich kann keine Initiative zeigen, wenn ich nicht weiß wofür!!! Ich bin mit dem Gedanken in den Flieger, dass ich die schönste Zeit meines Lebens verbringen werde!!!
Und noch eine letzte Frage:
Aus welchem Grund wärst Du nicht mitgeflogen, bzw. wusstest Du am 17.10. dass ein starker Wirbelsturm auf Yukatan zusteuert?? -
Hallo,
ich schalte mich einfach mal ein.
Ich hab mir jeden Tag Noaa angeguckt, da wir ja selbst Anfang November nach Mexiko fliegen wollten.
Wilma entstand buchstäblich in ca 3-4 Tagen über Jamaika aus dem Nichts.
Kein Mensch konnt erwarten, dass Wilma so stark wird.
Bis einen Tag vorher wurde die Zugbahn von Wilma noch so gedeutet, dass sie durch die Passage des Golf von Mexiko durchgeht. Da wusste man, ok, wenn Wilma nicht so stark ist, gibts mächtig Wind.
Aber...Wilma drehte von einer Stunde auf die andere Stunde Richtung Yucatan ab...da kann auch ein Reiseveranstalter nicht reagieren.
Übrigens wurden da schon alle Flüge stoniert.
Ich rief am Freitag an, wo Wilma noch mächtig am Wirbeln war.
Die Leute von TUI waren sehr hilfsbereit, ausser einer Tussi, die da noch meinte, der Hurrikan dreht ja nicht auf Yucatan zu..wo er bereits dort war *tze
Am Freitag wurde klar gesagt, es gehen erstmal keine Flüge raus, was aber mit den Urlaubern, die abfliegen wollen passiert, wissen sie selbst noch nicht, da vor Ort noch keine Beschreibung gekommen war.
Samstags rief ich nochmal an und es gab sofort grünes Licht zur Umbuchung!
TUI und alle anderen Reiseveranstalter haben einen Nachrichtenticker auf ihrer HP eingerichtet, wo stand, wann die ersten Maschinen nach Frankfurt und Co fliegen.
Es wurde denk ich sehr viel getan, das natürlich ein Betroffener in Mexiko nicht mitbekommen hat.
Die Nachrichten waren voll und es wurde tgl berichtet.
Es wurde sehr schnell reagiert. Ein Tag nach Wilma lief das volle Programm, dass es natürlich keine Düsenjets sein können, die mal in 2 Stunden in Mexiko sind, ist auch klar.
Auch wurde klar geschrieben, dass erstmal abgeklärt werden muss, ob man in Merida mit den Airbussen landen kann.
Auch schickte die TUI einen Jumbo nach Punta Cana, der da einfach auf grünes Licht wartete, bis er Leute aus Mexiko rausholen konnte.Soviel zu dem, wie ich es hier ganz genau verfolgt habe.
Es ist die Natur...ich hätte auch gedacht, es wäre der letzte Hurrikan gewesen, aber wie schnell Wilma über Jamaika zum Hurrikan wurde, ist erstaunlich.
Kaum 3-4 Tage.Kein Reiseveranstalter konnte damit rechnen, dass diese tropische Depression sowas wird.
Naja..wir hoffen natürlich, dass sich das Land wieder erholt und wir Mexiko bald wieder besuchen können.Gruss
Melly -
Hallo zusammen,
ich habe das starke Gefühl, wir waren im gleichen Hotel wie Zwanzger. Ich bin Euch für die vielen Tipps dankbar, denn auch wir haben uns lange Gedanken gemacht wie es mit einer eventuellen Rückerstattung aussieht. Der Brief ist nun Anfang KW 45 zum Veranstalter gegangen, bisher gab es keinerlei Reaktion.
Wir flogen am 18.10. nach Cancun, hatten dann noch den folgenden Tag im Hotel und am Donnerstag ging es ab in die Notunterkunft. Nach Wilma waren wir noch 2 Tage im Hotel, dann MUSSTEN wir Mexico verlassen, hatten also keine Möglichkeit zu bleiben. Von gebuchten 19 Tagen war ein einziger evektiver Urlaubstag dabei. Ich hoffe sehr, dass wir das Geld für die Tage zurückerhalten (Hin- und Rückflug haben wir ja in Anspruch genommen), die wir gar nicht mehr in Mexico waren, denn sonst wäre der Urlaub doch etwas teuer gewesen....
Vor allem: Am Tag vor Abflug Nachfrage beim Veranstalter 'Nein, kein Hurrican in Sicht'. Auch am Abflugtag wurde uns mitgeteilt, dass KEIN Hurrican im Anzug sei und wir beruhigt fliegen könnten. Der Veranstalter flog noch am Tag, als wir schon in der Notunterkunft saßen, Touristen nach Cancun. Hier kann man sich natürlich über die Eigenverantwortung Gedanken machen, generell finde ich das jedoch seitens des Veranstalters mehr als verantwortungslos. Sobald wir eine Reaktion auf unseren Brief erhalten sollte, gebe ich gerne Bescheid.
Übrigens: Was die Hotel-Angestellten leisteten, ist unbezahlbar!!! Das haben wir in unserem Brief ebenfalls vermerkt! -
@ alpendollar und zwanzger
Hallo!
Also wir haben gestern ein Schreiben von unsrem Reiseveranstalter bekommen, inkl. Scheck über die Leistung die wir nicht in Anspruch genommen haben, sprich: Reisepreis abzügl. der Rundreise die wir ja komplett gemacht haben.
Also wir sind damit mehr als zufrieden!!! Werden bei nächster Gelegenheit wieder nach Mexiko fliegen aber eins steht fest: Auf alle Fälle im Frühjahr, nicht das uns wieder einer kommt und sagt: Wer fliegt denn auch um diese Zeit nach Mexiko??Also ich hoffe ihr habt genauso viel Glück!
viele Grüße vom
lustigmädel -
Naja..wir hoffen natürlich, dass sich das Land wieder erholt und wir Mexiko bald wieder besuchen können.
Hallo, es war nicht der erste und sicher auch nicht der letze Wirbelsturm über Yucatan. Erholen wird sich Mexico in kürzester Zeit. ich würde mir selbst für Weihnachten keine Gedanken machen, wegen der Infrastruktur und Versorgungslage. Die Hotels ansich sind wenig/nicht beschädigt, Wasserpfützen werden beseitigt, weggespühlte Strände aufgeschüttet. Das alles dauert nur Wochen.
Ansonsten kann ein Wirbelsturm jederzeit zwischen Juni und November entstehen. Und das in der gesamten Karibik. Also, dürfte man für diesen Zeitraum überhaupt nicht buchen. Angefangen von Florida über Mexico, Jamaika, DomRep usw.
Umbuchen kann man leider auch erst, wenn ein Wirbelsturm wirklich eine Region betroffen hat, oder man bleibt auf den Kosten sitzen.
Lexilexi ... ich möchte dich sehen, 2 Tage vor Abflug, ob du deine Reise stornierst, oder ein neue Reise buchst ... AUF DEINE KOSTEN, denn der Veranstalter sieht zu diesem Zeitpunkt noch keine Veranlassung, zumal er dann ja die gesamte Region räumen müsste, da er ja nich weis, wo genau und ob der Wirbelsturm trifft.
Und dies müsste er so 30 mal im Jahr in der Saison machen.
Ich finde deinen Beitrag deshalb total daneben. -
Hallo Lustigmädel,
freut mich, dass Du großzügig entschädigt worden bist. Darf man fragen mit welchem Reiseveranstalter Du unterwegs warst?Petra