Habt ihr Bedenken euren Urlaub in arabischen Ländern zu buchen?
-
-
Moin,
wir fliegen in den nächsten Tagen nach Ägypten und haben keine Bedenken.
Noch nicht...
Vorhersagen kann man wohl schwer treffen, wenn man sich mit den politischen Gefügen in diesen Ländern nicht wirklich gut auskennt.Ich lass mich überraschen...
-
Mein Bruder war letzte Woche in Marokko und war von dem Land begeistert. Es wird von einem sehr modernen König regiert, und hat ein, für Nordafrika sehr gutes Sozialsystem und allgemeine Schulpflicht etc. Von Unruhen , die aus Tunesiern überschwappen konnten, war nichts zu bemerken. Ganz im Gegenteil, sehr nette Menschen, die Händler natürlich etwas aufdringlich, aber im Rahmen, schöne alte Städte, schöne Strände. Er peilt das Land sicherlich noch einmal für einen Urlaub an.
Ich werde defenitiv Äggpten im nächsten Winter anfliegen und freue mich darauf, habe auch keinerlei Bedenken. Aber das muss jeder für sich entscheiden, einer ist vielleicht risikobereiter oder sorgloser als der Andere.,
gruß ruth -
@aurelia, die Eingangsfrage stellte mein Mann vor zwei, drei Tagen auch. Und er meinte, er würde im Moment auf gar keinen Fall nach Ägypten fahren wollen. Ich meinte daraufhin, wenn du so argumentierst darfst du auch nicht in die Türkei fahren.
Ganz blöde Situation.
Eigentlich wollte ich ja mit drei Freundinnen, für eine Woche nach Ägypten fliegen. So richtig weiß ich jetzt gar nicht, ob ich da mit machen soll oder nicht. Noch dazu, wäre das meine erste Ägyptenreise überhaupt. -
...ich würde es in erster Linie auf die ± touristischen Länder der Maghreb- und Maschrek-Staaten beziehen. Die Golfstaaten werden hiervon sicherlich nicht so sehr betroffen sein, was die möglichen bzw. bereits stattfindenden Demonstrationen anbelangt...

-
Unser Ägypten-Urlaub wurde bereits im Herbst 2010 gebucht, da war von irgendwelchen Unruhen noch keine Rede.
Jetzt warten wir ab und beobachten.
Ein Großteil der Bevölkerung Tunesiens hat vielleicht auch nicht ganz so stark vom Tourismus gelebt, wie beispielsweise die Ägypter.
Unruhen hat es bei politischen Unstimmigkeiten aber auch in Europa gegeben; denken wir nur mal an die Krawalle in Frankreich oder Griechenland. Daran ist bei uns in Deutschland nicht zu denken...
-
Man wird abwarten müssen. Schaffen es die Tunesier nach freien Wahlen eine wirklich neue Regierung ins Amt zu berufen, und es wird ganz ernsthaft ein demokratischer Prozess in Gang gesetzt, dann wird es wichtig sein zu beobachten, ob und wie das wirklich bei der Bevölkerung ankommt. Nicht die Demokratie alleion sondern handfeste Veränderungen im normalen Leben. Und ob sich das Leben jetzt schnell normalisiert,also keine Demonstrationen oder Schiessereien.
Die arabische Welt wird das aufmersam beobachten. Geht das gut werden sich ähnliche Bestrebungen entwickeln. Von daher sehe ich auf Sicht von 6 Monaten keine Probleme, z.B. nach Ägypten zu reisen. Auch wenn man in den Touristenzentren wahrscheinlich immer weit ab vom "Schuss" sein wird, es betrifft aber auch das dortige Personal, die fast immer auch in den Zentren wie Kairo u.a. Familien haben, und entsprechend sensibilisiert sind.
Es ist und bleibt aber auf jeden Fall ein Pulverfass. Die Despoten dort wissen sicher ganz genau: so wie es war kann es nicht weitergehen. Bin gespannt, wie sie auf die Situation "nach Tunesien" reagieren werden.
Gruss Gabriela
PS: wir fliegen morgen für 2 Wochen nach Ägypten, und zwar ohne jedes Bauchgrimmen.
-
Die Lage in Ägypten ist momentan sicher nicht so prekär wie in Tunesien kurz vor den Unruhen. Aber wirklich stabil war die Lage in Ägypten in den letzten Jahrzehnten nie, nicht umsonst regiert Mubarak das Land von Anfang seines Antritts an bis heute im Ausnahmezustand, den er mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder verlängert. das macht er bestimmt nicht, weil er das so schön findet. Dazu kommen immer wieder mal Terroranschläge, aber auch das ist hinreichend bekannt. Wer also letztes Jahr nach Ägypten flog oder das dann schon geplant hatte, findet einen unveränderten Status Quo vor und sollte eigentlich keinen zusätzlichen Grund haben, an seinen Reiseplänen zu zweifeln.
Dass die Wahrscheinlichkeit, dass es in der Region schneller mal knallen kann als beispielsweise in Norwegen, müßte spätestens seit den Unruhen in Kenya bekannt sein.In einem Beitrag fiel auch der Name der Türkei. Will man die Türkei einbeziehen, ist sie sicher momentan mit der stabilste Staat in diesem Reigen, zudem ist sie kein islamischer Staat.
Aber um zu sehen, wie schnell nicht nur die Luft brennen kann, muss man gar nicht so weit schweifen. In Frankreich hat es in den letzten Jahren auch oft Unruhen gegeben, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in Tunesien. Ich glaube nicht, dass dadurch die Urlauberzahlen an der Cote d'Azur massiv zurückgergangen sind. -
Bei allem Respekt:
in Tunesien ( und später möglicherweise in anderen arabischen Ländern ) geht es um eine Kehrtwendung um 180°. Da soll ein ganz anderes Land mit total anderen Rechtsformen entstehen.
Das kann man doch beim besten Willen nicht mit Unruhen in Frankreich vergleichen, wenn dort Jugendliche demonstrieren oder Gewerkschaften aus ihrer Sicht gegen eine Willkür des Staates protestieren, mit welchen Mitteln auch immer.
Tut mir leid, der Vergleich mit Frankreich ist inakzeptabel.
Gruss Gabriela
-
Rodriganda wrote:
In einem Beitrag fiel auch der Name der Türkei. Will man die Türkei einbeziehen, ist sie sicher momentan mit der stabilste Staat in diesem Reigen, zudem ist sie kein islamischer Staat.das war ich.

Der Bezug war:
Ein Staatschef der sich nach aussen hin zwar "weltmännisch gibt". Im innersten aber eine (ich sag mal) ganz andere Rolle spielt.
Erdogan träumt von arabisch-türkischer Weltmachthier
Man spürt in den Touristikzentren in er Türkei, zwar nichts von seiner totalitären Art, aber die hat man in Tunesien unter Ben Ali ja auch nicht bemerkt. Für uns Europäer war Ben Ali, ein moderner Politiker.
So kann man sich täuschen. -
@gabriela_maier
Nein, der Vergleich ist nicht unangebracht. Dort gab es auch randalierende Horden, Schießereien, angezündete Autos etc. Allerdings glätten sich die Wogen dort schneller als in einem Land wie Tunesien.
Als Besucher eines Landes/einer Stadt möchte ich allerdings nicht in solche Schlachten hineingeraten, weder in neuerliche Straßenschlachten wie in Athen und auch nicht am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg. -
@Metrostar
Und bei einem Städtetrip auch nicht in die Straßenschlachten von Paris.
@gabriela_maier
Man kann die politische Situation der Länder nicht vergleichen - OK.
Aber ich gehe mal davon aus, dass du noch nicht in eine Straßenschlacht geraten bist ?
Komischerweise galt mein erster Gedanke meinem in der Nähe geparkten PKW (wie bekomme ich ihn dort unbeschadet raus?) und der zweite weniger den Demonstranten als den schon recht bedrohlich wirkenden Sicherheitskräften. -
Hallo,
in Tunesien ist eine kleine Lawine losgetreten worden, Freiheit statt Dikatur,
inwieweit es noch auf andere Länder übergreift, hängt sicher von der weiteren
Entwicklung ab.
Ich bin kein ' überängstlicher ' Reisetyp, würde derezeit keine Reise in diese
Reiseziele buchen, weil ich kein gutes Geld zahlen will um mich möglicherweise
in Gefahr zu bringen, zwar gibt es viele Gefahren vielerorts aber wenn ich / man
sich darauf einstellen kann, vermeide ich diese ! -
Na dann berichte doch mal, welche "sicheren" Länder Du bevorzugst.
Sicherheit gibt es nirgends auf der Welt. Es gibt nur vertraute und unvertraute Verhältnisse, auf die man falsch oder richtig reagieren kann.
Dass Du Dich zu Hause sicher fühlst, hängt einzig und allein daran, dass Du alles kennst und glaubst, die Kontrolle darüber zu haben, was um Dich rum passiert.
-
Lugansk, was sollen Deine Worte aussagen, sofern sie überhaupt etwas aussagen sollen?
Am schlimmsten rechnen? Dort? Wieso?
Billig? Was ist billig?
Sicher? Welche Länder?
Teuer? Was?Ein posting ohne irgendwelche Grundlagen abzugeben kann jeder, eine vernünftige Erklärung und Begründung offensichtlich aber nicht.

