was verdienen die menschen in kenia?
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eigentlich will ich es wissen von jemanden aus deutschland der es als aussenstehender beobachtet hat.
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Jambo Simon,
der Barkeeper bekommt, wenn er gut mit den Gästen umgehen kann, von denen noch Trinkgeld. Das macht manchmal mehr aus als das Gehalt.
Aber im Prinzip hast du recht: Mit 6.000 KSH kannst du auch in Kenia keine Sprünge machen - nicht mal kleine. Miete, Strom, Wasser, Telefonkosten, evtl. Fahrtkosten und Lebensmittel, da ist spätestens am Monatsende nichts mehr übrig.Ein Matatufahrer muss erst einmal ca. 3.000 KSH am Tag für den Besitzer des Fahrzeugs einnehmen, plus Spritgeld. Das was dann übrig bleibt, teilt er sich mit dem "Schaffner". Da ist es kein Wunder, dass sie oft Touristen zu viel abknöpfen wollen und so viele Touren wie möglich fahren, z. T. total übermüdet oder nur Miraa kauend aufgeputscht.
Safari-Fahrer verdienen je nach Unternehmen zwischen 8.000 und 25.000 KSH im Monat, meist jedoch ca. 15.000 KSH. Das ist schon relativ viel was den Durchschnittsverdienst betrifft, gemessen an ihrer Leistung und Verantwortung jedoch zu wenig.
Wenn man also zufrieden war, sollte man gerade beim Trinkgeld für die Fahrer nicht geizen. Ich hab schon erlebt, dass manche Gäste nur 150 KSH pro Tag gegeben haben, einem Kofferträger aber 100 KSH für 3 Minuten. Da stimmt dann die Relation nicht. -
Jambo Simon,
so pauschal kann man Deine Frage nicht beantworten, zwischen 4000 und 8000 KSH liegt das Mittel was die einfachen Leute in Kenia verdienen.
Wenn Dein Bekannter arbeitet helfen sicher 20-50 Euro im Monat das es ihm etwas besser geht als dem Durchschnitt, arbeitet er nicht muß man fragen will er nicht oder bekommt er keine Arbeit.
Deswegen ist Deine Frage schwierig zu beantworten, auch weil man nicht weiß ob es Dir schwer fällt einfach mal so Euros nach Kenia zu überweisen, oder ob Du in der glücklichen Lage bist und nicht so auf den Euro schauen mußt.
LG Susi
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Jambo,
kann dem nur zustimmen - deine Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Wer in der tourismusnahen Branche arbeitet bekommt - je nach Tätigkeit und Kontakt zu den Touristen - auch Trinkgeld, mal mehr, mal weniger. Es gibt einige Hotels, die bei bestimmten Jobs, wo die Leute viel mit Touristen selber zu tun bzw. direkten Kontakt haben, bereits einen bestimmten "Trinkgeldfaktor" miteinkalkulieren und deswegen das Grundgehalt niedriger ansetzen.
Manche haben nur in der sogenannten Hochsaison einen Job, manche Hotels schließen in der Nebensaison, Safarifahrer haben auch Leerzeiten - für diese Zeiten bilden sich manche, aber eben auch nicht alle - Rücklagen.
Ich weiß nicht, inwieweit du als Tourist auch mal in kleinen Dukas gewesen bist oder mal in Märkten, wo die normalen Einheimischen selber einkaufen. Man bekommt einen kleinen Eindruck, was Grundnahrungsmittel für diese kosten.
Kleine Zimmer - kommt auf die Lage und die Ausstattung an. Sollte dein/e Bekannte/r bereits ein Zimmer haben, dann kannst du ja mal nachfragen.
Wie hat mal jemand zu uns gesagt: "Wir sind hier in Afrika, wir sind froh über alles, was wir bekommen".
Über die Jahre bekommt man auch mit, dass es viele gibt, die z.B. von Europa aus unterstützt werden, manche gewöhnen sich daran udn nutzen dieses System aus. Ich will hier nicht pauschalieren, wir haben nur über die Jahre schon so einiges mitbekommen. Letztendlich muss jeder für sich die Entscheidung treffen, was und wie er etwas macht.
Unsere Hilfe ist bei vielen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber auch steter Tropfen höhlt den Stein. Uns geht es gut, wir haben normalerweise ein Dach über dem Kopf, können zum Arzt gehen, wenn es uns nicht gut geht und Hunger ist für uns meist auch ein Fremdwort. Selbst wenn man sich mal über den Tisch ziehen lässt - was man meist erst später erfährt - was soll`s - es hilft ja alles nix mehr.
Es gibt viele, die schon mal für etwas zuviel bezahlt haben - na ja, abgehakt unter "Entwicklungshilfe".
Es gibt auch einige, die ihre Situation und unser Mitleid ausnutzen - und sich hinterher darüber sehr amüsieren, alles schon mitbekommen. Man darf da aber nix sagen, denn das will dann auch niemand hören.
Wie gesagt, man sollte nicht pauschalieren und das will ich auch nicht.
Man kann sich vorab über einige Dinge informieren - klär die aktuellen Gegebenheiten ab, wie schon geschrieben - hat dein/e Bekannte/r einen Job, wenn ja, warum nicht. Wo wohnt die Person, wie ist sie bisher über die Runden gekommen....
Viele Grüsse
Chrissy -
schauen muss ich schon aufs geld, die jobs die diese person hat will ich nicht akzeptieren, werde dann regelmässig monatlich 7000schilling überweisen, dass ist dann ein gutes "grundboden", eine gewisse sicherheit für diese person, gibt es nicht eine günstigere möglichkeit als westerunion?
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Hallo,
unsere Bekannten bezahlen zwischen 1000 und 2500 Ksh Miete für ein Zimmer, dazu kommen noch ca. 500 Ksh Stromkosten. Es geht natürlich auch wesentlich teurer, kommt immer auf die Gegend an. Mit 7000 Ksh kommt auch eine kenianische Familie schon über die Runden, wenn auch mehr schlecht als recht.
Hallo Chrissy, noch eine Frage: Weißt Du, wie Mpesa von hier aus funktioniert ?Muß man dazu in Kenia bei Mpesa registriert sein ?
Viele Grüße
cora88
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Jambo Simon,
also es tut mir leid, aber Deine Aussage den Job den Dein Bekannter hat kannst Du nicht akzeptieren, da fehlen mir einfach die Worte.
Weißt Du wie viele Menschen in Kenia froh wären überhaupt EINEN Job zu haben.
Mit der Überweisung von 70 Euro= 7000 KSH gewöhnt sich Dein Bekannter ganz schnell daran das es auch ohne Arbeit geht, und das kann ja nicht Sinn der Sache sein.
Am günstigsten ist eine Überweisung auf ein Konto einer Bank in Kenia, fraglich ist eben nur, ob Dein Bekannter eins einrichten kann?.
Hilfe soll immer Hilfe zur Selbsthilfe sein und mit einfachen Überweisungen ist keinem geholfen.
Gruß Susi
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"Nachtigall..... ... .... !!!"
Simon, ich kenne dich nicht und weiß daher nicht um deine Intention Geld schicken zu wollen...
Kennst du denn diese "Person" schon länger?
allein wenn ich "Western-Union" lese kräuseln sich mir die Nackenhaare... -
Hi Simon
Ich kann mich hier nur anschließen...ganz vorsichtig...ich hoffe das kommt jetzt nicht falsch rüber, aber 90 % der Kenianer juckt es nicht die Bohne ob wir Europäer einen Job "akzeptieren" oder nicht...die Hand aufhalten tun alle gerne, auch meist geschickt verpackt.
Du schreibst jung, ohne Schule etc. pp - Du überlegst 7000 Schillinge im Monat zu überweisen, hast Du auch mal drüber nachgedacht es sinnvoll in eine verdammte Schule zu stecken? Egal wie alt diese Person ist, zur Schule gehen kann man immer. Ich denke da muss von Grund auf was passieren, das Leben dieser Person muss sich ändern, und in meinen Augen wird es das nicht wenn ein Europäeur mit 7000 Schillingen im Monat daherkommt und diese Person ihr "Lotterleben" weiterführt.
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7000 KSH ist für manchen Kenianer der nicht arbeitet der Himmel auf Erden. Ein Teil der arbeitenden Bevölkerung geht sogar für die Hälfte einen Monat arbeiten.
Ganz ehrlich - auf die Dauer gesehen und für die Zukunft hilfst Du damit nicht, meiner Meinung nach ehr im Gegenteil. Lass' Dir von den Kenianern nicht das blaue vom Himmel erzählen!!! Und mache nicht den Fehler zu meinen jemanden zu "kennen" ohne dort gelebt zu haben. Ich denke dies ist selbst nach zig' Urlauben schier unmöglich!!!

