Kreuzfahrtschiff Costa Concordia verunglückt
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Lt. NTV und Aussage des Kapitäns, sei er zufällig ins Rettungsboot gefallen. Wenn das Ganze nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.
LG
reiselilly -
sorry Tommy, hatte ich glatt überlesen

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Cliffideo wrote:
Ich möchte nicht wissen, wie das Medienecho ausfällt, wenn der stolze Flugkapitän eines Airbus A380 einen Überflug in 100m Höhe über sein Heimatdorf veranstaltet, um seine Familie oder Freunde zu grüßen.
Wie man dem Presseecho entnehmen kann, ist dies in der Kreuzfahrt (hoffentlich nur bei Costa) in den letzten Jahren durchaus üblich gewesen.
Ich bin mal auf die Erklärung der Reederei gespannt, die dies jahrelang geduldet hat..Für mich gehört die Reederei, neben dem Kapitän, auf die Anklagebank. Sie haben dieses Unglück in Kauf genommen. Aber wie es meistens so ist, der Kleine Mann wird "gehängt" und die Grossen kommen davon.
Zitat repariert! -
Überflüssiges Zitat entfernt
Dem stimme ich zu. Es ist für mich einfach unverständlich, warum da von Costa niemand gehandelt hat. Ich hoffe inständig, dass es bei anderen Reedereien nicht so ist. Naja: Falls Costa nicht rechtlich belangt wird, werden sie hoffentlich wenigstens an den Buchungszahlen merken, dass sie richtig Mist verzapft haben. :?
LG. melli -
soedergren wrote:
Hier mal ein ganz interessanter Artikel des (schweizer) Tagesanzeigers, der quasi mal die "andere Seite" zu Wort kommen lässt: http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/schiffsunglueck/Hostess-berichtet-von-ruepelhaften-Passagieren/story/12980898?dossier_id=1249Schön, dass auch mal die Gegenseite zu Wort kommt. Dasselbe haben auch Bekannte unserers Sohnes berichtet, die auf dem Unglücksschiff waren! Sie haben die Lage schnell und richtig erkannt und sind zu viert an Land geschwommen.
Und wenn ich dann noch so etwas lese, wird mir schlecht!
Ich zitiere eine neue Bewertung:
"Die vorgeschriebene Sicherheitsübung wurde nur sehr unzureichend durchgeführt. Es wurde nicht bemerkt, dass wir nicht an der Übung teilgenommen haben.Nebenkosten sind viel zu teuer."
Hat man nicht auch eine Eigenverantwortung? Die eigene Dummheit kann man doch nicht der Crew anlasten... -
Naja, Fakt ist ja, das für die Passagiere die in Civitavecchia zugestiegen sind, noch gar keine Rettungsübung stattgefunden hatte. Diese sollte am Samstag erfolgen (was ja durchaus üblich ist). Da kann man in diesem Falle nun keinem Passagier die Eigenverantwortung in die Schuhe schieben.
Über die Crew vermag ich nicht zu urteilen, Fakt ist aber das der Kapitän das Schiff zu nah an die Insel manövriert hat, aus welchen Gründen auch immer und somit die Katastrophe zu verantworten hat. Ich kann mir nicht vorstellen das die Reederei jemals genehmigt hat, den vorgegebenen Mindestabstand nicht einzuhalten.
Am meisten schockierte mich allerdings das vorhin (gegen 16.10 Uhr veröffentlichte, ntv) KOMPLETTE Telefongespräch zwischen Schettino und dem Hafenmeister, bisher gab es ja nur Auszüge . Unglaublich das so einer Memme das Leben von 4200 Menschenleben in der Hand lag.
Allen Angehörigen der Opfer und natürlich auch denjenigen die das Debakel miterleben mussten mein Mitgefühl. -
Völlig richtig rosa...
...das ändert aber nichts an den mutmaßlichen(!!!...noch ist nichts bewiesen!) Umständen die zu diesem Unglück überhaupt erst geführt haben.
Der Mannschaft aber Vorwürfe zu machen ist reichlich daneben.
Es stellt sich die Frage, was die Crew anders hätte machen sollen!?!
Es gibt übrigens Versuchsreihen, in denen (allen Ernstes!) der Gebrauch von Schusswaffen zur Kontrollgewinnung über in Panik geratene Menschen untersucht (und empfohlen!) wird.
Wenn das dann für einige Touris die jetzt über die Crew herziehen eine "Alternative" gewesen wäre..."na bitte"! -
naja also ich kenns halt von Aida, da hat man als neuer Gast schjon beizeiten ne Info wann die Rettungsübung stattfindet. Wo man sich einfinden muss steht innen ander Kabinentür und auf der Weste drauf. Dort steht auch die Kabinen Nummern drauf und eben diese Nummern werden von den jeweils abgestellten Offizieren in einer Liste abgehkt. Somit würde zumindest bei Aida auffallen wenn jemand fehlt. Inwieweit das dann nach verfolgt wird, weiß ich nicht.
Aber mir als Passagier sollte schon daran gelegen sein an dieser Übung die nun wirklich nicht lange dauert teilzunehmen. Die die nicht teilnehmen und die dann im NOtfall nicht wissen wohin, sind selbst schuld. -
die die nicht teilnehmen, wissen nicht was sie tun.
sie stehen anderen iim weg rum, blockieren wege, laufen rum wie aufgescheuchte hühner (noch mehr als die die bei den übungen waren) und sind letztlich auch mit daran schuld, wenn der ein odere andere passagier es nicht schafft sein leben zu retten.
ich verweise auf einen thread von vor ein paar monaten wo über dieses thema diskutiert wurde.
wenn so jemand - wenn klar wäre er hätte die übung geschwänzt - in meinem wege stünde und mich, meine familie oder andere behindern würde, würde ich ihn eigenhändig über bord schmeissen. -
Dazu müsste erstmal eine Übung stattfinden, um zu wissen was man tut.
Ausserdem sollte jeder wissen, gerade wenn man zum erstenmal an Bord eines solchen Riesenliners geht, wie schwer die Orientierung in den ersten Stunden ist. Da kann in der Kabine hängen was will an Rettungsanweisungen.
Ich sage mal klipp und klar, z.B. als ich zum ersten Mal an Bord der Liberty Ots war, ich bin die ersten zwei Tage ständig in irgendwelche falschen Richtungen gelaufen, wenn ich nicht auf die Schildchen hätte schauen können. Nur anscheinend war ja auch noch ein Stromausfall auf der Concordia, da war nichts mehr mit Hinweisschildern lesen.
Nach wie vor, ich halte den Kapitän für eine echte Memme. Entsetzlich.Erst auf Grund setzen und hat sich dann fein an Land geräkelt während das Chaos am laufen war, das ist unverzeihlich. -
Kapitän und Rederei ist lt. vorl. Tatsachen in der Pflicht, aber der Crew Vorwürfe zu machen, halte ich auch nicht für angemessen. In solch einer Paniksituation, wo man nur noch über eine Seite des Schiffes evakuieren kann, soviele Menschen an Land zu bringen, stelle ich mir in der Tat sehr schwierig vor, dazu noch, wenn die eigentl. Verantwortlichen bereits das weite gesucht haben.
Wie heißt der Richterspruch (von Otto Walkes mal so schön abgewandelt)
Im Zweifel für den Angenagten
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Habe ich in meinem vorletzten Posting ja erwähnt Holginho.
Mich wunderte nur das dieser Thread jetzt so in die Richtung kippt, das die Passagiere selber schuld sind an diesem Debakel.
Das ist meines Erachtens (und nicht nur meines) nicht der Fall. Die Leute waren in Mega-Panik, mit Recht. Es fehlte die Koordination die normal vom Kapitän übernommen werden sollte, aber der hat sich ja nunmal fein aus dem Staub gemacht.
Signore Kapitano hat gegen 1 Uhr nachts mit der Hafenmeisterei telefoniert, da war er längst an Land. Luftbilder mit Infrarot der Hubschrauber der italienischen Küstenwache belegen das um 4 Uhr morgens immer noch hunderte von Menschen auf dem Dampfer rumkrabbelten und versuchten eine Rettungsinsel zu erreichen und niemand war dort der sich auskennt. Viele alte Leute, Familien mit Kleinkindern, Rollstuhlfahrer etc. . Schlimm. -
Sorry dobabba, dann hast Du mich vielleicht verstanden und/oder ich mich falsch/missverständlich ausgedrückt.
Ich sage keinesfalls das die Passagiere selbst schuld hatten - nur darf m.E. nicht zwangsläufig der Umkehrschluß lauten "Die Crew hat versagt und Schuld!".
Nach den bisherigen Kenntnisse hat der Kapitän "brutalste" Fehler begangen und das Unglück verursacht - ob es wirklich so war, werden Zeit und Untersuchungsergebnisse zeigen!
Und nochmal, was hätte die Crew angesichts der sich in Panik befindlichen Menschenmassen denn anders machen sollen? Ist in solchen Situationen erstmal ein gewisser Punkt/gewisse Grenzen überschritten, ist mit rationalem Verhalten (auf beiden Seiten nichts mehr zu machen ... und auch nicht mehr damit zu rechnen)
Ich möchte mal wissen (nein, natürlich nicht!) was hier los wäre, wenn die Crew um "Ruhe in den Haufen zubringen" von Schußwaffen Gebrauch gemacht hätte.
Und ja, ich habe schließe mich in gewissem Maße rosa79 an:
Passagieren die in solchen Situationen noch fotografieren und filmen (wahlweise auch twittern bzw. auf facebook posten) kann man getrost eine "Untersuchung" bei einem Fach-Arzt empfehlen...zumindest aber jegliches Anrecht auf Beschwerden gegenüber der Crew absprechen! -
Einen Fach-Arzt brauchen auch Die,die sich heute erst aus Deutschland gemeldet haben :? .
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ich möchte nochmals auf die Eignung zum Kapitän eines solch großen Schiffes eingehen.Ich weiß z.B. sehr genau, wie gnadenlos die psychologischen Auswahlverfahren bei Lufthansa sind, bevor man eine Ausbildung als Pilot machen darf, und diese Schulung geht das ganze Berufsleben weiter.
Auf einer KF mit NCL, hatten wir das Glück eine kleine Führung durch den "anderen Teil " des Schiffes zu machen, wo ja immerhin auch über 1000 Mann Besatzung leben. Es wurde sehr genau auf die alle 14 Tage stattfinden Notrettungsübungen für die Mannschaft eingegangen. Alle, vom deutschen Guestrelation Manager bis zum letzen Bügler in der Wäscherei müssen daran teilnehmen. Die Koordination und letztendlich die Verantwortung liegen aber im beim Kapitän, oder dessen Stellvertreter.
Bei NCL gibt es keine Galadinners oder Käpitänsdinner, wo derselbige als Operettenfigur für die Touris herhalten muss. Vielleicht verwechselt da der eine oder andere Kapitän, dieser Schettano, auf alle Fälle, seine verantwortungsvolle Aufgabe, mit dem eines "Traumschiffskapitän", der dann natürlich ganz zufällig in eine Rettungsinsel fällt, schließlich muss er ja gerettet werden, damit die Story weitergeht.
Diese Tragödie ist letztendlich auf schweres, menschliches Versagen zurückzuführen, da, denke ich muss ein Umdenken bei manchen Reedereien bezüglich der Schulung und ständigen Weiterbildung ihrer Führungskräfte stattfinden.
Meine ganz persönlichen Gedanken...... -
@martinagans
..........es wird sich nichts ändern. Eine Zeitlang wird noch diskutiert und es wird dann genauso laufen wie vorher.
So ist es doch überall mit allem. Die Politiker machen es uns doch vor