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Fotografieren im Urlaub

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Allgemeine Fragen
69 Beiträge 0 Kommentatoren 14.6k Aufrufe
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  • Cape100C Offline
    Cape100C Offline
    Cape100
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Fotografieren ist heutzutage fast zu einer Manie geworden. Wobei wohl meistens eher geknipst als fotografiert wird.

    Wie haltet Ihr es mit dem Fotografieren im Urlaub? Knipst Ihr oder fotografiert Ihr? Lichtet Ihr lieber Landschaften oder Personen ab? Achtet Ihr darauf, dass immer bekannte Personen auf dem Bild zu sehen sind, damit beim späteren Anschauen keiner einschläft? Oft kann man beobachten, dass Sehenswürdigkeiten und Landschaften schnell durchgeblättert werden, während man an Personen viel länger hängenbleibt. Sie machen das Foto erst individuell und damit spannender. In einem anderen Thread wurde behauptet, dass das gerne gemacht wird, um anderen nachzuweisen, dass man dort gewesen ist. Mit Hilfe von Facebook könnte man diesen Nachweis schnell mal um die Welt schicken und auch die ganze Welt dran teilhaben lassen. Ich meine jetzt die theoretische Möglichkeit, denn natürlich hat die Welt kein Interesse daran. Macht Ihr das aus dem Grund? Oder benötigt Ihr Dokumentationsmaterial, um Euer Leben vor Euch selbst zu legitimieren? Vielleicht ist es aber nur der momentane Zwang das Erlebte festzuhalten, um dann das Ergebnis für immer in der Versenkung verschwinden zu lassen.

    Durch das Fotografieren kann man auch viel verpassen, gerade wenn es um Augenblicke geht. Der Wal, der aus dem Wasser springt, ist mit der Kamera vor dem Gesicht sicherlich nicht mal halb so beeindruckend, als wenn man ihn pur erlebt. Ihn zu riechen, ihn zu spüren ist viel intensiver. Ein laienhaftes Wal-Foto kann das Erlebnis selbst nicht ersetzen. Es taugt nicht einmal als Erinnerungsstütze, denn intensive Erlebnisse bleiben für immer im Kopf – auch ohne Foto. Selbst Landschaften wirken auf Fotos oft langweilig und man kann sich im Nachhinein gar nicht erklären, warum man sie überhaupt fotografiert hat. Die entscheidenden Dinge im Leben lassen sich halt nicht ablichten. Das zu glauben ist eine Illusion. Oder?
     
    Cape100

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    • Rhodos-PeterR Offline
      Rhodos-PeterR Offline
      Rhodos-Peter
      Verwarnt Gesperrt
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Hallo Cape100,
       
      vielleicht ist Deine Frage passender im HC-Fotografieforum und nicht bei den "Allgemeinen Fragen" aufgehoben? Im Reiseforum Fotografie, Unterwasserfotografie, kann man sich über Fotografie/Unterwasserfotografie und Filmen austauschen und gerne Tipps dazu geben,
       
      Gruß Peter

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      • Cape100C Offline
        Cape100C Offline
        Cape100
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Hi Peter,
         
        es geht mir nicht um den Austausch von Foto-Tipps. Es geht mir eher um die "Philosophie" des Fotografierens. Aber wenn die Administratoren meinen, es ist in dem Fotografieforum besser aufgehoben, können sie es gerne dahin verschieben.
         
        Gruß

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        • chriwiC Offline
          chriwiC Offline
          chriwi
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Verschieben wär schad'. Liest doch kaum jemand im Foto-Unterforum.

          Cape100 wrote:
          Knipst Ihr oder fotografiert Ihr?
          Ich fotografiere.
          Cape100 wrote:
          Oft kann man beobachten, dass Sehenswürdigkeiten und Landschaften schnell durchgeblättert werden, während man an Personen viel länger hängenbleibt.
          Aber nur, wenn nicht auf allen Fotos dieselbe Person (der/die Mitreisende) zu sehen ist.

          Cape100 wrote:
          Selbst Landschaften wirken auf Fotos oft langweilig
          Auf meinen nicht. Und wo das Auge hängen bleibt, bestimmt der Fotograf durch richtige Gestaltung (Bildaufbau, Blickführung, Schärfeverlauf,...)

          Wie riecht Wal?!

          Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
          Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

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          • Rhodos-PeterR Offline
            Rhodos-PeterR Offline
            Rhodos-Peter
            Verwarnt Gesperrt
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            @Cape100
            na wenn das so ist, verrate ich hier mal meine "Philosophie" vom Fotografieren. Nicht erst seit ich eine "gute" Kamera habe, bemühe ich mich um gute Bilder. Und ich stimme Dir zu, bei der Wahl des Motivs, des richtigen Blickwinkels, der stimmigen Beleuchtung, usw. kann man durchaus entscheidende Momente verpassen. Die Bilder mache ich für uns als Erinnerung, wenn sie jemand aus der weiteren Familie oder aus den Freundes-u.Bekanntenkreis sehen möchte, warum nicht. Ein paar Fotos mache ich meist auch extra nur für Holidaycheck für Hotelbewertungen, Reisetipps, etc., große Fotokunst ist das aber nicht. Und es gibt Orte, die lassen sich auf Bildern nur schwer wiedergeben, vom Grand Canyon beispielsweise habe ich dutzende Fotos gemacht, nur sehr wenige vermitteln überhaupt einen Eindruck von der Größe, Schönheit und Erhabenheit. Im Yosemite Nationalpark habe ich Fotografen gesehen, die den ganzen Tag mit Stativ und Objektiven auf das EINE Foto von den Yosemitefalls gewartet haben, ich erinnere mich beim Betrachten meiner Fotos an das Tosen der Urgewalten, die Gischt, wenn das Wasser aus über 700Meter herabstürzt,
             
            Gruß Peter

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            • ENIGMA13E Offline
              ENIGMA13E Offline
              ENIGMA13
              Gesperrt
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Ich hab einige "...laienhafte Wal-Foto's"vor mir liegen.@Cape100,Du hast recht,die Foto's riechen nicht und spüren tu ich auch nix. :?

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              • KourionK Online
                KourionK Online
                Kourion
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Tja, was mache ich ? Knipsen oder photographieren ? Habe nie darüber nachgedacht.
                Würde sagen, teils teils. Kommt auf die Situation an.
                Während ich früher überwiegend Menschen abgelichtet habe, sind es heute weit überwiegend „tote“ Gegenstände – obwohl... für mich alles andere als tot.
                Ich rede von „alten Steinen“.
                Wenn ich mich auf einer solchen Stätte befinde und nicht viele Leute dort unterwegs sind (die mich schon irgendwie beeinträchtigen) , kann ich Stunden an einem solchen Ort verbringen: Ich schau es mir an, lichte es bis ins Detail ab und dann setze ich mich irgendwo ins Gras und lasse das Ganze „wirken“...  😉
                Später – zu Hause – wenn ich die Fotos auswerte, zu Slide-Shows zusammenstelle, ev. beschrifte und das Video dann ablaufen lasse, setzen sich die Bilder erneut zusammen, jede Einzelheit ist da und ich bin wieder „dort“. Ist einfach schön. Kleine Reise in eine lange zurückliegende Vergangenheit.
                Landschaften photographiere ich selten, denn was ich sehe, bekomme ich so gut wie nie aufs Bild.

                Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)

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                • Cape100C Offline
                  Cape100C Offline
                  Cape100
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  chriwi wrote:
                  Wie riecht Wal?!

                  Nach Meer, nach Fisch, .... es stinkt! Habs nur einmal in der Dominikanischen Republik erlebt. Nicht dass ich von dem Geruch begeistert gewesen wäre, aber wenn man plötzlich nur Wal sieht, ihn riecht, es krachen hört, dann ist das schon beeindruckend. Man fühlt den Wal förmlich, wenn er direkt vor einem unvermittelt aus dem Wasser springt. Ich habe davon kein einziges Foto; es fehlt mir auch nicht. Es ist nach 15 Jahren noch total präsent. Ich glaube, ich hatte nicht mal ne Kamera dabei. Mein Vater fummelte übrigens gerade an seiner Videokamera rum und hatte den entscheidenden Moment gar nicht richtig mitbekommen. Es handelte sich ja nur um wenige Sekunden.
                   
                  Gruß

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                  • chriwiC Offline
                    chriwiC Offline
                    chriwi
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Wenn's um das Walfoto geht o.ä., dann geht im menschlichen Gehirn wahrscheinlich das gleiche ab, wie auf der Jagd. Sind sicher die selben Bereiche im Gehirn aktiv. Mir persönlich geben spektakuläre Tierfotos gar nix, wenn ich ein Foto von einem Löwen will, dann such ich bei Google, dazu muss ich nicht nach   A f r i k a   fahren. Aber das ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise.
                     
                     
                    Und welche Einstellung hast Du selber zum Fotografieren?

                    Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
                    Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

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                    • BrigitteB Offline
                      BrigitteB Offline
                      Brigitte
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Ich bin so irgendwie der Knipser der aus den vielen Schnellschüssen, die wenigen guten Fotos übriglässt.;)
                       
                       
                      Für mich sind sie irgendwie "Mitbringsel" aus meinen Urlauben. So wie andere Leute Steine mitbringen, so bringe ich mir mit meinen Fotos den Urlaub in Erinnerung.
                       
                      Wenn Du bei einem Bild von einem Wal denselben riechst, spüre ich förmlich beim Anblick des Strandes bei - Beispiel Türkei - die Hitze 😉

                      Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an.

                      Albert Schweitzer

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • nate1N Offline
                        nate1N Offline
                        nate1
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Ich pers. denke von mir, dass ich eher fotografiere als knipse. Genauso wie kourion lichte ich gerne "alte Steine", also antike Ruinenstätte ab. Aber auch schöne Landschaften, Altstädte, Gebäude, Tiere usw. usf. kommen bei mir nicht zu kurz. Ab und an gibt es natürlich auch mal ein Bild vmit meinem Göga, von mir oder von uns beiden, dies aber äußerst selten. Ich hasse Bilder, auf denen immer nur sie und er oder beide abgebildet sind. So etwas anzuschauen will ich weder einem anderen noch mir zumuten. Zu Hause erstelle ich dann aus den Bildern eine Diashow mit Beschriftung. Mein Göga und meine Wenigkeit schauen uns immer wieder gerne mal die eine oder andere Diashow an. Auch meine Verwandten möchten gerne sehen, wo wir z.B. im letzten Urlaub waren und wie es dort so aussieht. Für uns sind es immer wieder schöne Erinnerungen.

                        "Der Tourist zerstört das, was er sucht, indem er es findet." (Hans Magnus Enzensberger)

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • Cape100C Offline
                          Cape100C Offline
                          Cape100
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          @ chriwi
                           
                          Ich habe zwei Hunde und nur aus dem Grund ein Spiegelreflexkamera gekauft. Allerdings bin ich kein begnadeter Fotograf. Dennoch gelingen mir manchmal interessante Fotos von meinen Hunden, macht wohl die Menge. Auch von einer Gottesanbeterin habe ich tolle Fotos, aber da hatte ich auch alle Zeit der Welt. Das habe ich mir sogar vergrößern und auf Leinwand drucken lassen. ich sehe es gerade vor mir an der Wand hängen und kann kaum glauben, dass es von mir ist.
                           
                          Im Dezember werde ich eine Safari im Kruger Nationalpark machen und dafür werde ich mir ein größeres Objektiv kaufen. Das Fotografieren soll aber nicht im Vordergrund stehen; es soll auf keinen Fall das Live-Erlebnis negativ beeinflussen. Das ist es mir nicht wert, selbst wenn mir dadurch tolle Bilder durch die Lappen gehen. Ein Stativ ist für mich ein No-Go.  Es ist ja bekannt, wie lange Tierfotografen warten, bis sie das perfekte Tierfoto im Kasten haben. Dazu habe ich weder die Geduld noch die Zeit. Und ich gehöre nicht zu denen, die durch das Fotografieren ihre Umgebung intensiver wahrnehmen. Wahrscheinlich werden wir uns auf der Safari darum streiten, wer die Kamera tragen und Fotos machen muss. 😉
                           
                          Wie stark mich etwas beeindruckt hat, erkenne ich im Nachhineien nicht nur an der Tatsache, in welchem Maße ich mich auch noch nach Jahren erinnern kann, sondern auch an der Anzahl der geknipsten Fotos von ein und demselben Motiv. Wenn man denselben Strandabschnitt zehn- bis zwanzigmal knipst, dann muss man ihn schon toll gefunden haben. Oft sind die Fotos dann gar nicht so beeindruckend, wie ich das Motiv in Erinnerung habe. Daher achte ich jetzt immer darauf, dass auch mir bekannte Menschen zu sehen sind. Zumindest dann, wenn ich knipse. Es macht im Nachhinein einfach mehr Spaß, sich diese Fotos anzuschauen. Kunstwerke entstehen unter meiner Regie eh nicht.
                           
                          Ich lege übrigens keine Alben an und drucke auch nie ein Foto aus. Das höchste der Gefühle ist, dass ich für jede Reise einen virtuellen Ordner anlege, in den ich dann irgendwann einmal reinschauen könnte. Bei der ein oder anderen Reise mache ich das sogar, ist aber eher die Ausnahme. Ganz gelungene Fotos packe ich extra, aber deren Anzahl ist recht überschaubar. Da schaue ich dann schon öfter mal rein.
                           
                          Fazit: viel knipsen, wenig forgrafieren, noch selten ansehen

                          @ Brigitte
                           
                          Den Geruch habe ich im Kopf, dafür brauche ich nicht mal ein Foto. Sicherlich kann auch ein Foto diese Funktion haben. Die Frage ist, was man in dem Moment der Fotografierens opfert. Bei einem Strandbild gibt man nichts auf. Bei einer Tieraufnahme zählt die Aufnahme, also das Ergebnis, weniger die Erinnerung. Denn woran soll ich mich beim Anblick des Fotos erinnern? An das Rungefummel an der Kamera? An das Warten? An die Hoffnung im richtigen Moment den Auslöser zu betätigen?
                           
                          Gruß

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • GaukeleiG Offline
                            GaukeleiG Offline
                            Gaukelei
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            @Cape100: Dein Beitrag erinnert mich an einen Maler, den ich mit Stativ im Zug getroffen habe. Da wir längere Zeit zusammen im Abteil saßen, kamen wir ins Gespräch. Er erzählte mir, daß er zu Hause bekannt sei, wie ein bunter Hund, weil er immer in der selben Ecke an der Ostsee (so oder ähnlich drückte er sich aus) stehe und die See bei verschiedenem Wetter und zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten male.
                             
                            OT aus.
                             
                            Ich knipse auch mehr als ich fotografiere, oft alte Steine, aber auch schöne Häuser oder Landschaften, wenn ich sie denn relativ problemlos aufs Bild bekomme. Gerne fotografiere ich auch, so vorhanden, Mitreisende vor einem Motiv oder auch als Gruppenfoto. Ich freue mich aber auch, wenn ich hin und wieder vor einem Motiv fotografiert werde. Da ich viel allein unterwegs bin, kommt das nicht so oft vor. Manchmal ergibt es sich aber auch, daß mich ein(e) Fremde(r) fotografiert.
                             
                            Allerdings bin ich nicht so wild hinter Fotos her, daß ich mir dadurch eine Stimmung verderben lasse. Den Wal hätte ich auch nicht geknipst.

                            Gut, daß nicht jeder so urlaubt wie ich.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • chriwiC Offline
                              chriwiC Offline
                              chriwi
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Cape100 wrote:
                              Es ist ja bekannt, wie lange Tierfotografen warten, bis sie das perfekte Tierfoto im Kasten haben. Dazu habe ich weder die Geduld noch die Zeit.
                              Also, ich hab ja schon geschrieben, wenn ich ein Löwenfoto will, dann schau ich bei Google. D.h. diesbezüglich versteh ich Dich. Aber so wie ich Safaris kenne, sitzen da mehrere Leute in einem Jeep und die meisten wollen Tiere fotografieren. Ein wenig Geduld solltest Du also mitbringen.

                              Mit dem Fotografieren (oder Knipsen) ist das so eine Sache. Dadurch, dass ich mich sehr viel in Reiseforen rumtreibe, seh ich natürlich auch viele Fotos. Sehr viele gute, ab und zu mal welche zum Niederknien schön. Aber dadurch, dass ich mich mit dem Thema Fotografie auseinander setze, fallen mir die objektiv schlechten besonders auf (schiefer Horizont, schlechte Bildaufteilung, schlechte Perspektive, stürzende Linien, unscharf, nichtssagend, unterbelichtet,...).

                              Es gibt kaum etwas, das gleichzeitig so leicht und so schwierig ist, wie fotografieren. Kamera auf ein Motiv halten (oder auf etwas halten, das man für ein Motiv hält) und auf den Knopf drücken. Aber ich denk mir: Jeder wie er mag und wie er kann. Fotografieren kann ein Hobby sein, oder eine echte Herausforderung, je nachdem, welche Ziele man sich sezt. Aber man darf auch einfach nur knipsen, ohne künstlerischen oder technischen Anspruch.
                               
                               
                              Was ich persönlich nicht will, ist, wenn mich nach dem Urlaub jemand fragt: "Na, wie war's?" und ich muss sagen: "Keine Ahnung, ich hab die Fotos noch nicht gesehen." Fotografieren nur zum Selbstzweck, nur damit das Foto 100% technisch einwandfrei ist, find ich albern. Noch alberner sind manche Diskussionen in einschlägigen Foto-Foren. Die Leute dort haben tlw. den Bezug zur Realität verloren. Da wird diskutiert, ob nicht ISO 400 besser gewesen wäre, oder eine offenere Blende und das Foto zeigt einen Spielzeugschlumpf. 😆

                              Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
                              Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              Antworten Zitieren
                              • daggy1D Offline
                                daggy1D Offline
                                daggy1
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Zum Fotografieren wurde ich nicht geboren, kein Talent, keine Augen, wenig Interesse an Fotokursen und noch weniger Zeit, daran endlich mal teilzunehmen.
                                 
                                Somit bin ich bekennder "Knipser",  leider auch manchmal fanatisch. Bei "einmaligen" Motiven. Wenn ich weiß, dass ich nicht mehr zurückkehren werde, z.B. bei einer Rundreise. Oder wenn sich eine Situation nie wieder so ergeben wird...
                                 
                                Ich hatte immer nur ne kleine Kamera für Schappschüsse. Die in die Jeanstasche passt, sich jederzeit spontan auslösen läßt.
                                 
                                Viele Bilder habe ich aussortiert, und auf die restlichen würden Profis wahrscheinlich keinen zweiten Blick werfen. Doch für mich sind sie voller Erinnerungen, egal wie "langweilig" sie für andere sein mögen, da sie erlebte Situationen widerspiegeln, an die ich mich gerne erinnere. Da hebe ich sogar richtig unscharf schrottige Bilder auf. 
                                 
                                Wenn ich nicht meine Laien-Urlaubs-Fotos hier bei HC reinstellen soll 😉 , dann bleiben auch die ganz privat -  keine Fotoshow mit Freunden. Ich knipse also nur für mich und meine Erinnerung.
                                 
                                LG
                                dagmar

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • BrigitteB Offline
                                  BrigitteB Offline
                                  Brigitte
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  chriwi wrote:
                                  Es gibt kaum etwas, das gleichzeitig so leicht und so schwierig ist, wie fotografieren. Kamera auf ein Motiv halten (oder auf etwas halten, das man für ein Motiv hält) und auf den Knopf drücken.

                                  Wahre Worte!
                                   
                                   
                                  Mein Mann fotografiert sehr sehr wenig, macht dabei immer super Fotos. Er hat ein Auge für guten Hintergrund und eine sehr ruhige Hand. Er fotografierte aber noch nie gerne. Ich dagegen würde gerne fotografieren. Ich fotografiere gerne, Bauwerke, Landschaften und vor allen Dingen Menschen. Witzig ist oftmals, viele wollen nicht so gerne fotografiert werden, meckern aber nachher, weil sie nicht oft drauf sind. 😉

                                  Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an.

                                  Albert Schweitzer

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • FeuermänninF Offline
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                                    Feuermännin
                                    Gesperrt
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    Fotografieren wie auch filmen kann ein sehr schönes Hobby sein. Ich fotografiere seit
                                    meinem 16. Lebensjahr, seit 20 mit Spiegelreflex. Filmen kam 1980 dazu, damals noch Schmalfilm.
                                    Für mich ist es wichtig, ein Bild zu "füllen". Also eine Landschaft bei der im Vordergrund
                                    (ruhig auch unscharf) ein "Gegenstand" zu sehen ist. Sei es ein Ast, ein Fensterrahmen
                                    oder dergleichen. Ich besitze auch ein Stativ, das ich bei meinen Dias bei Sonnenuntergängen oder Nachtaufnahmen dringend benötigte. Ist mit den heutigen Digitalkameras nicht mehr nötig, nehme es aber trotzden meist noch mit.
                                    Auch bei Filmen beachte ich, daß die Bilder aussagekräftig sind. Bewegte Naturszenen sind auch wichtig, besser als laufend mit der Kamera zu schwenken oder zu zoomen.
                                    Für mich sind Bilder schon eine Erinnerungsstütze und auch heute noch machen wir gemeinsam mit gleichgesinnten Freunden hin und wieder einen gemütlichen Diaabend.

                                    Es gibt zwei Dinge, die sind unendlich.
                                    Das Universum und die Dummheit der Menschen.
                                    Wobei ich mir bei Ersterem nicht sicher bin.

                                    Albert Einstein

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • Cape100C Offline
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                                      Cape100
                                      schrieb am zuletzt editiert von
                                      #18

                                      chriwi:

                                      Ein wenig Geduld solltest Du also mitbringen.

                                      [/quote]
                                       
                                       
                                      Ja klar. Solange ich nicht mehrere Tage auf ein bestimmtes Motiv warten muss. 😉
                                       
                                      Kann man eigentlich als leidenschaftlicher Hobbyfotograf im Urlaub auch mal über seinen Schatten springen und einfach drauflos knipsen? Stelle mir das für den Partner auch anstrengend vor, sofern man nicht die gleiche Leidenschaft hat. Oder wie schwer ist es, auf einer Dschungeltour die Athmosphäre aufzusaugen ohne permanent an das perfekte Motiv zu denken? Geht das überhaupt?

                                      1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • chriwiC Offline
                                        chriwiC Offline
                                        chriwi
                                        schrieb am zuletzt editiert von
                                        #19

                                        Stelle mir das für den Partner auch anstrengend vor, sofern man nicht die gleiche Leidenschaft hat.
                                        Naja, im Urlaub geht man doch nicht 24 Stunden im Gleichschritt durch die Welt. Da muss schon Zeit dafür bleiben, dass jeder nach Herzenslust seinen Leidenschaften nachgeht, egal ob fotografieren, lesen oder sonst was.

                                        Andererseits hast Du schon Recht. Ich hab schon oft beobachtet, dass meine schönsten Bilder dann entstehen, wenn ich alleine unterwegs bin. Läuft man zu zweit durch die Gegend, setzt man sich selber oft einem gewissen Zeitdruck aus und wartet nicht auf den perfekten Moment für ein Foto. Das geht dann schon manchmal in Richtung knipsen.

                                        "Atmosphäre aufsaugen" kann ich als "Fotograf" trotzdem. Die besten Bilder macht man ohnehin, wenn man zuerst in Ruhe die Atmosphäre aufsaugt, eine Szene beobachtet und dann erst versucht, sie fotografisch festzuhalten.

                                        Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
                                        Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • Rhodos-PeterR Offline
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                                          Rhodos-Peter
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                                          schrieb am zuletzt editiert von
                                          #20

                                          Cape100 wrote:
                                          Achtet Ihr darauf, dass immer bekannte Personen auf dem Bild zu sehen sind, damit beim späteren Anschauen keiner einschläft?

                                          ... das kann man bei Bedarf nachträglich immer noch einbauen, eine zweifelhafte Berühmtheit hat da auch der Tourist Guy erlangt, wo der schon überall war. Doch zugegeben, ein paar Spaß-Bilder (Fotos möchte ich es nicht nennen) von meiner Wenigkeit und z.B. Big Ben, Golden Gate, Hollywood, Koloss von Rhodos, um nur einige zu nennen, gibt es auch von mir, aber wer hat sowas nicht von sich.
                                          Und ich stimme Chriwi zu, für gute Fotos braucht man Zeit und Ruhe. Im Urlaub ziehe ich auch gerne mal alleine los oder meine Frau und ich treffen uns an einem vereinbarten Zeitpunkt wieder, jeder hat so seine Prioritäten und das ist gut so. Im Web gibt es ja ausreichend Möglichkeiten nachzulesen, wie ein gutes Foto aussehen soll, stellvertretend hier mal ein Website mit 50 Vergleichbildern für das perfekte Foto, wobei ich einer der Vertreter bin, die sagen: ran an das Motiv, doch das ist nur meine Meinung,
                                           
                                          Gruß Peter

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