Reisebürosterben/Trendwende in 2014?
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@Günter
Auch wenn es krass klingt - die viel zu große Konkurrenz ist tatsächlich ein Riesenproblem und wohl mit ursächlich für das hohe Risiko eines Misserfolgs -
da stimme ich dir absolut zu!
Für ein wettbewerbsfähiges stationäres Reisebüro muss man super kompetent, möglichst spezialisiert und hochmodern aufgestellt sein - sonst wird die Luft in Anbetracht der großen Mitbewerber und ihrer enormen Auswahlmöglichkeiten sehr schnell dünn. -
Wie geschrieben, unser kleines aber super kompetentes Reisebüro im Ort hat anscheinend alles, aber auch alles richtig gemacht.
Die Beratung ist voll aufgestellt, das Wissen der Angestellten ist mehr als "durchschnitt"
ganz nebenbei, zu der echten "menschlichen" Beratung und Disskusion fehlt mir der "Ansprechpartner" im IN.
Das habe ich alles im anonymen IN nicht. -
Günter/HolidayCheck:
TUI, Thomas Cook, DER( =REWE) und Alltours erzielen heute schon etwa 20 % des Umsatzes über eigene und vor allem fremde Websites, also online.Tja ... was soll man dazu sagen?! Ich persönlich nutze das Internet seit ca. 20 Jahren, seit ca. 15 Jahren lassen sich touristische Leistungen und Reiseprodukte in relevanter und auch halbwegs verbraucherkonformen Form mehr oder weniger gut über das Netz buchen. Und während andere Branchen Jahr für Jahr dreistellige Umsatzzuwächse im Netz generieren krabbeln führende (!) Reiseveranstalter bei gerade mal etwa 20% vom Gesamtanteil (!) herum. Der Marktführer TUI hat 2013 sogar weniger Onlinevertriebsanteil generiert als noch 2005 (!!!). Na dann ...
Mit ein bißchen Polemik und verniedlicht gesprochen fällt mir zum ewigen Vorbeten des Internetvertriebs seitens der Veranstalter sinngemäß folgendes ein: Ja wo ist denn das Stöckchen ... ja fein ... ja such das Stöckchen ... fein machst Du das, such den Onlinekunden ... such, ja fein!
Nur finden tun sie das Stöckchen alle nicht und das seit vielen, vielen Jahren. Teilweise ist es sogar abartig peinlich was die Herren Entscheider im Rahmen ihrer Onlinestrategien so von sich geben. Aber das würde jetzt hier zu weit führen. Das es Onlinevertrieb gibt, ja geben muss, ist bekanntlich unbestritten. Die Erde dreht sich. Aber von einem "Reisebürosterben" kann nach wie vor keine Rede sein. In fünf Jahren wird es sicher noch tausende Reisebüros geben, aber ganz sicher nur noch einige wenige Online-Reisebüros. Es ist jetzt schon absehbar, dass die meisten der "Onliner" ihre "digitalen Türen" für immer schließen werden und wie es sich in der Ökonomie gehört nur die Besten überstehen. Und diese dann wie gesagt völlig zurecht.
Übrigens denke ich auch, dass wir deutlich zu viele Reisebüros in Deutschland haben und das auch hier eine Konzentration stattfinden wird und muss. Und diese Essenz, auch im Hinblick auf Personal und Kompetenz, wird weiterhin nicht nur gutes Geld verdienen, sondern auch langfristig gesehen deutlich mehr Kunden betreuen, mehr touristische Leistungen vermitteln und verkaufen als die Fraktion der Onliner.
( Frohes Neues an dieser Stelle ...
) -
Freu mich ehrlich, mal wieder von Dir etwas zu lesen.

Du kennst meine Einstellung zum Thema:
Natürlich braucht der Tourismuns-Markt die "Reisebüros um die Ecke".
Für viele Urlauber ist ja der Gang zu den KollegenInnen auch schon ein Stück Prickeln/Thema Urlaubsvorbereitung. Und es ist meist auch eine erhebliche Menge an know how vorhanden. Gerade bei beratungsintensiven Produkten gehts überhaupt nicht ohne. Dazu zählen freilich Pauschalreisen sicher nicht.
Vergessen wir dabei trotzdem nicht, dass auch die Kunden heutzutage erfahrener geworden sind und ihren Urlaub selbst individuell bei den einzelnen Airlines und Hotels buchen.Dass es in fünf Jahren noch Tausende von Reisebüros geben wird ist unbestritten- die Frage ist nur: Wieviele "Tausende"..
Beim Thema Effizienz und "Konzentration" bin ich absolut bei Dir. -
Ich freu mich auch - schon allein wegen der Aufbereitung an sich trockener Inhalte!

Und da der Titel ja nicht auf stationäre Reisebüros eingrenzt, ist euer beider Rede auch nicht salomonisch sondern bringt es ziemlich auf den Punkt.Etwas mehr herausarbeiten möchte ich noch das angesprochene Publikum.
Ja, es gibt immer mehr web affine Bucher, die mühelos mittels APP in der Kaffeepause ihre Auszeit irgendwo einloggen, aber leider auch etliche, die sich ohne Beratung in das Wagnis Onlinebuchung stürzen und heillos überfordert sind.
Nach einer schmerzlichen Erfahrung werden sie reuemütig zur Beratung - ggf. umme Ecke!? - zurückkehren und hoffentlich dort nicht an den Falschen geraten.
Da wie dort wird sich die Spreu vom Weizen trennen und nicht von ungefähr sind die "Nie wieders" Legion in fast allen Forenbereichen.
Es zählen die Dienstleistungsfaktoren Kompetenz und Kundenorientierung - und nicht Dampfplaudern und das Blaue vom Himmel herabschwindeln.
In diesen Disziplinen sind m.E. alle Vermittler gefordert, die noch lange erfolgreich am aufregenden Markt Reisen arbeiten wollen. -
Hinzu kommt auch noch, dass große Portale neben der reinen Onlinebuchung auch telefonischen Service/telefonische Beratung anbieten. Auch da sollte man Äpfel nicht....
Dies wird in so manchen Aussagen einfach unter den Tisch gekehrt..
Und die Mitarbeiter dort sind sicher vom Know how nicht schlechter als die KollegenInnen draussen an der Verkaufsfront. Sie kommen ja in aller Regel aus den Reisebüros um die Ecke. Zumindest bei uns ist das so.Werbemodus aus
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Etwas mehr herausarbeiten möchte ich noch das angesprochene Publikum.
Ja, es gibt immer mehr web affine Bucher, die mühelos mittels APP in der Kaffeepause ihre Auszeit irgendwo einloggen, aber leider auch etliche, die sich ohne Beratung in das Wagnis Onlinebuchung stürzen und heillos überfordert sind.
Nach einer schmerzlichen Erfahrung werden sie reuemütig zur Beratung - ggf. umme Ecke!? - zurückkehren und hoffentlich dort nicht an den Falschen geraten.Bin da ganz deiner Meinung!!!
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Ich finde nicht dass das ein "Wagnis" ist.Kommt immer darauf an, w o Du buchst, wie groß das Portal ist, ob es auch ein angeschlossenes Reisebüro mit fachkundigen Mitarbeitern gibt.
Ich bleib dabei: Wer immer noch unsicher ist, der soll in sein gewohntes RB um die Ecke gehen.
Aber es buchen inzwischen auch sehr viele "Silver Surfer" im Web, nur um das zu betonen. Also keine Frage des Alters, eher eine der Einstellung.
Websiten mit ihren Suchmaschinen sind ja nichts anderes als eine veränderte Darstellung d e r Seiten, dieauch im Reisebüro zur Verfügung stehen.Die Technik ist die gleiche. -
Ich habe bewusst auf eine Einschränkung auf bestimmte Generationen verzichtet.
Sofern es eine Beratung gibt und die auch in Anspruch genommen wird, ist ja alles fein. Ich rede hier eher von der Klickklickklick-Methode und nachträglichem Aufheulen der Sorte "ich hab aber keine AGB/Sicherungsscheine/Gebühren für ... genannt bekommen?!".
Silver Surfer ist übrigens ein wundervoller Begriff ...
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Ich denke, viele Leute machen das bei längeren Reisen so wie ich:
erst im I- net (z.B. HolidayCheck) informieren und dann ins Reisebüro seines Vertrauens gehen.
Die Erfahrung zeigt, dass im persönlichen Gespräch noch vieles passieren kann, z.B. aktuell noch günstigere Preise oder Konditionen als online (z.B. Zug zum Flug oder irgendwelche anderen Schmankerl).
Insgesamt möchte ich nicht auf die Beratung "Auge um Auge" nicht verzichten.
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2006 habe ich meine letzte Reise im Reisebüro gebucht. Eine Rundreise mit anschliessender Kreuzfahrt. Ich wusste schon damals genau was ich wollte und brauchte keine Beratung.
Ich war lediglich im Reisebüro, um jemanden zu haben dem ich die Verantwortung zuweisen konnte, falls etwas nicht klappt
Die nette Dame im Reisebüro fragte mich schon damals warum ich überhaupt kommen würde. Ich wüsste ja sowieso schon alles.
Seitdem gehe ich in kein Reisebüro mehr.
Inzwischen buche ich alles über das Internet. Teilweise die abenteuerlichsten Sachen.
Warum ???
Weil's mir riesig Spass macht. Ich kann ganze Tage und Wochen mit der Urlaubsplanung verbringen, und bin riesig stolz auf mich, wenn schlussendlich alles klappt.Und bisher hat noch immer alles geklappt.
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Mir fällt das auch schon seit Jahren auf und nicht nur bei den Reisebüros auch die ganzen kleinen Läden die es früher noch gab verschwinden nach und nach und es kommen nur noch Ketten die stark vertreten sind. Bei Reisebüros ist es da schon extrem wie ich finde. Ich muss aber auch sagen, das ich sogut wie gar nicht mehr ins Reisebüro gehe, es sei den nich habe eine wirklich spezielle Reise vor wo ich mir noch Beratung wünsche, ansonsten wird auch alles im Internet gebucht.
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Ich finde es sehr schade, dass Reiseanbieter, Apothesen, Bücherläden etc. so sehr unter der Eloktronisierung "leiden" . Ich muss sagen, dass ich diese Entwicklung insgesamt als positiv Erlebe, denn dem Nutzer stehen am Ende mehr Infos zur Verfügung als er nur aus einem LAden oder einer Beratung gewinnen würde. Jedoch ersetzt die Alleinige Internetrechersche für mich nicht den ganz ins Reisebüro um mich im persönlichen Gepräch über Reiseveranstalter zu informieren.
Ich wünschte mir, dass sich Internet und Reale-Gewerbe besser Ergänzen würden! -
Nun ja, wir sind eigentlich auch die "Reisebüro-Retter" .

Wir wollen eine gute , echte "Beratung" mit "Menschen" und nicht eine anonyme
Internet Seite. -
Borsdorfer:
Ich denke, viele Leute machen das bei längeren Reisen so wie ich:
erst im I- net (z.B. HolidayCheck) informieren und dann ins Reisebüro seines Vertrauens gehen.
Die Erfahrung zeigt, dass im persönlichen Gespräch noch vieles passieren kann, z.B. aktuell noch günstigere Preise oder Konditionen als online (z.B. Zug zum Flug oder irgendwelche anderen Schmankerl).
Insgesamt möchte ich nicht auf die Beratung "Auge um Auge" nicht verzichten.
So machten wir es einst auch, mussten aber auch dieses Jahr wieder feststellen, daß die Beratung im RB lau war d.h. den Weg dorthin hätte man sich sparen können. Bessere Angebote wie im www gab es auch nicht!
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ganz aussterben werden sie sicher nicht.
es gab einfach zu viele. fast an jeder ecke, zumindest in großstädten.im reisebüro hat man eine ( gute ) beratung, was man online nicht hat. da muss man sich auf bewertungen verlassen, die auch teilweise gefaket sein können.
wenn man etwas bestimmtes möchte, kann man es online auch nicht anklicken.wer genau weiß, wo er hin will, auch das hotel, hat es online leicht.
wer sich unschlüssig ist und sich beraten lassen möchte, ist im reisebüro besser aufgehoben. komplett verschwinden werden sie deshalb nicht.
angebot und nachfrage.
in meiner näheren umgebung gibts 6 alteingesessene reisebüros seit vielen jahrzehnten. -
...zum einen haben die stationären Reisebüros per se keine Bewertungen, die Äußerungen der Mitarbeiter könnten aber ebenso "gefakt" sein, und zum anderen hat man auch online eine Beratung, wenn man denn möchte.
Ich sehe den einigen Unterschied darin, daß die stationären RBs auch einmal Flüge einbuchen können, die man online nur sehr schwierig so gestalten kann und auf der anderen Seite, daß die online-Reisebüros eben jederzeit verfügbar sind.
Vor- und Nachteile halten sich also je nach Blickwinkel nicht unbedingt, aber in der Summe ganz sicher die Waage...
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auch reisebüros kann man im internet bewerten, so wie andere unternehmen auch.
in wie weit bewertungen allerdings echt sind, weiß keiner.
das ist überall so, wo ( anonym ) bewertet wird