Auslandskrankenversicherung
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Hallo
wie sieht es aus mit der Auslandskrankenversicherung auf Seefahrten?
war mir eigentlich fast Sicher das ich über meine Visa abgedeckt bin!
Doch wenn ich da die Preise von Hanse Merkur z.B anschaue kann ich mir nicht vorstellen das ich aussreichend Versichert bin:-)
wie und wo seid ihr versichert??Lg Steffi
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ob du bzw. ihr über die Visa versichert seid, hängt von der Karte und den zugrundeliegenden Bedingungen ab.
Bei den meisten Goldkarten ist eine Auslandsreisekranken dabei, bei den "normalen" Karten nicht immer. Wichtig ist, die Bedingungen zu lesen, ob es Ausschlüsse z.B. für gewisse Länder gibt, bzw. für bis zu welcher Reisedauer Versicherungsschutz gewährt wird.
Ein paar wenige Karten gewähren den Vers.schutz nur, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wurde. Lässt sich also pauschal schwer beantworten.
Ansonsten ist die Auslandsreisekrankenversicherung recht günstig. Ich habe eine Dauerpolice, die sich von Jahr zu Jahr verlängert und für alle Reisen bis zu 60 Tagen am Stück gilt.
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Steffi,
wie schon geschrieben, Du musst die konkreten Bedinungen für Deine Karte lesen. Viele Karten zahlen nur, wenn die Reise (komplett) über die Karte gezahlt wurde (gibt ein aktuelles Urteil, wo die Anzahlung überwiesen wurde - Fazit, die Versicherung musste nicht für den Reiserücktritt zahlen, weil nicht alles über die Karte lief). Man muss auch bedenken, dass die Versicherungen von Kreditkarten bei ihrem Geschäftsmodell auch darauf setzen, dass die Personen anderweitig versichert sind. Nur so lässt sich das finanzieren. Auch Reiserücktrittsversicherungen sind meist nicht ausreichend über eine Karte. Oft fehlt hier die nötige Reiseabbruchversicherung (z.B. ein naher Verwandter stirbt und man muss vorzeitig nach Hause). Die Leistungen von separaten Versicherungen sind meist deutlich besser als die inkludierten bei Kreditkarten.
Bei manchen Versicherungen sind übrigens Schiffsreisen ausdrücklich ausgenommen.
Außerdem sollte man auf eine ausreichende Deckungssumme für einen Krankenrücktransport achten, denn beispielsweise ein Rücktransport per Heli geht sehr schnell ins Geld.
Ich schließ mich der Empfehlung von Maxilinde an. Die Deckungssumme für den Rücktransport war ausreichend für eine Antarktis-Kreuzfahrt. Und kürzlich mussten wir den Schiffsarzt in Anspruch nehmen (Verletzung). Wurde ohne Probleme ersetzt.
Gruß
Carmen
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...und hier der große bereits bestehende Thread zur Auslandskrankenversicherung, in dem man sich informieren und gerne weiter austauschen kann.
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die Behandlungskosten beim Schiffsarzt sind sehr abhängig von der Gesellschaft, aber immer noch bezahlbar und über alle speziellen Krankenversicherungen gedeckt. Probleme gibt es aber, wenn der Arzt jemand als Gefahr für das Schiff erklärt, also z.B. bei Fieber oder Durchfall..., dann gibt es eine teure - verschlossene - zusätzliche Kabine und die ist nicht unbedingt versichert.
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Überflüssiges Zitat entfernt.
Hi@ll,
die Kosten sind sicher auf div. Cruise Lines unterschiedlich.
Ich kann nur aus Erfahrung sagen (März 2013), dass bei Celebrity bei Fieber & Durchfall weder eine teure Kabine oder sonst was zu bezahlen ist. Man muss nur bis zum Abklingen der Symptome in der eigenen Kabine bleiben, das wird kontrolliert, aber man wird verwöhnt! Bei Carnival (Dez. 2013) hat sich unsere Nachbarin ihr Handgelenk in der Kabinentür eingeklemmt, sie bekam Eispackungen gegen die Schwellung und Schmerztabletten - geröntgt wurde nicht! Kosten für diese "Behandlung"waren $ 500,- -
europrinz,
nein, Schiffsreisen sind nicht bei jeder Auslandskrankenversicherung mit enthalten. Man muss schon sehr genau das Kleingedruckte lesen.
Und nein, bei Verdacht auf Noro beispielsweise wird man in der eigenen Kabine und Quarantäne gestellt und bekommt keine zusätzliche, die man auch noch zahlen müsste. Selbst der gesunde Partner muss mit der erkrankten Person in derselben Kabine verbleiben.
Gruß
Carmen
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wir als angsthasen und eltern eines fast teenies sind beim ADAC auslandskrankenversichert. dieses pro-paket oder wie es heisst.
kostet nicht viel.
über die VISA goldcard läuft dann nur die reiserücktrittsversicherung (ein krankenpaket ist dort auch drin, aber die adac sache scheint umfangreicher zu sein).
die reise muss NICHT über die Visa card bezahlt werden. wir haben extra nachgefragt und haben dies schriftlich. -
Carmen, jeder Schiffsarzt ist "Belegartzt" und kann die Anordnungen zur Sicherheit des Schiffs selbst treffen. Es gibt keine Sicherheit dafür, dass die Quarantäne in der eigene Kabine erfolgt!!! Ich war bisher mit 10 verschiedenen Gesellschaften unterwegs und möchte mich nicht festlegen wer was genau macht. Die Quarantäne im Krankenhausbereich hat ein Mitreisender erlebt, deshalb auch die Warnung vor denkbaren Versicherungslücken.
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Europrinz, das mag auch vorkommen. Ich persönlich komm zwar "nur" auf 8 verschiedene Reedereien (wenn ich Fluss mal nicht dazu zähle). Aber ich hab schon die eine oder andere Krankenstation auf großen Schiffen besichtigt. Die haben nicht genug Zimmer, um selbst bei einem kleinen Noro-Ausbruch alle Patienten dort zu isolieren. Die Isolierung erfolgt üblicherweise auf der eigenen Kabine. Selbst bei nicht ausgebuchtem Schiff habe ich es noch nicht gelesen, dass der Partner beispielsweise eine andere Kabine bekommen hätte. Darüber regen sich dann die Betroffenen ja auch noch in den einschlägigen Foren auf (eben dass sie in der eigenen Kabine sozusagen "eingesperrt" waren).
Im Übrigen hast Du bei Deinem ersten Post von einer "zusätzlichen Kabine" gesprochen, nicht von einem der Zimmer auf der Krankenstation. Eine derartige "Krankenhaus"-Unterbringung geht selbstverständlich ins Geld und da sollte man auf die Deckungssumme achten.
Gruß
Carmen
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quote
Darüber regen sich dann die Betroffenen ja auch noch in den einschlägigen Foren auf (eben dass sie in der eigenen Kabine sozusagen "eingesperrt" waren).unquote
das sind aber dann diejenigen, die sich auch aufregen, wenn ANDERE die den noro virus haben, nicht isoliert werden.
solange sie nicht selbst ein bißchen leiden müssen, sondern nur andere, ist denen alles recht. -
Wie hoch die Kosten in der Krankenstation an Bord tatsächlich werden können, haben wir im letzten September auf der Celebrity Millenium erlebt.
Mein Mann erlitt am 1. Seetag einen Herzinfarkt und wir mussten deshalb im nächsten Hafen (Cabo San Lukas) von Bord.
Für diese 24 Stunden belief sich die Bordrechnung auf über $ 17.000,00 - die auch direkt von der Kresitkarte abgebucht wurden.
Weitere 6 Tage Krankenhaus in Mexiko schlugen mit über $ 87.000,00 zu Buche - auch damit wurde meine Kreditkarte geblockt.
Trotzdem unsere deutschen Versicherungen volle Deckung zugesichert hatten musste ich in Vorleistung gehen. Bis zu unserer Ausreise aus Mexiko war das Geld noch nicht auf dem Krankenhauskonto.
Ich weiss bis heute nicht, ob und welche Behandlung mein Mann erhalten hätte, wenn ich das nicht hätte bezahlen können.
Übrigens waren alle Ärzte hervorragend, an Bord und in Mexiko, meinem Mann geht es wieder gut ( er war wirklich schon auf der anderen Seite), alle Behandlungskosten wurden voll erstattet.
Wer sich wirklich gekümmert hat, so wie man es erwartet, war der ADAC, der uns mit Arztbegleitung auf einem Linienflug ausgeflogen hat.
Also, so schnell ist man dann fast im 6stelligen Bereich... -
regattrine, das ist ja mal eine Ansage, aber heftig
Wie hast Du es denn mit Kreditkartenlimit gemacht, hast Du so einen großen Rahmen ??Meine auslandsversicherung zahlt auf dem Schiff, hab ich schon gebraucht, waren aber nur 200 $. In Vorleistung gehen muss man immer, auch an Land, der Doc will ja schließlich bezahlt werden, hab schon mal 1400 beim Zahnarzt gelassen, aber wiederbekommen.
so eine Jahresauslandsversicherung bei einer Krankenversicherung kostet nicht soviel und lohnt sich in jedem Falle, ohne geht gar nichtLG
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@ Regattatrine
das ist ja krass. gut das alles nun OK ist.frage: war das alles durch den ADAC abgesichert und wenn nicht, hat die ADAC Premium Versicherung ein limit ? ich lese da irgendwas mit € 13.000,-, aber das ist ja garnichts wenn es mal, wie bei euch, ans eingemachte geht.
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Mein Mann ist privat versichert, hat bei dieser Versicherung auch eine Auslandskrankenversicherung. Die hat sämtliche Kosten übernommen. Nur, außerhalb Europas übernimmt das eine andere Versicherung aus den USA. Mit dieser Versicherung hat das Krankenhaus in Mexiko nie zusammengearbeitet, deshalb wollten sie von mir Garantien. Weiterhin hatten wir eine Reise-Kranken-Rücktritts-Abbruch-Versicherung bei einer großen bayerischen Versicherung, die uns nur Steine in den Weg gelegt hat. Die Reise wurde mit Mastercard bezahlt und beim ADAC hatten wir die ADAC Pro Versicherung. Damit fühlten wir uns auf der sicheren Seite.
Ich habe zig Telefongespräche geführt, einzig der ADAC hat mich angerufen und sich gekümmert und den Rücktransport organisiert.
In der Zwischenzeit haben uns die Bayern gekündigt und wir haben das ADAC EXKLUSIV Paket abgeschlossen.Trine
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Ich hatte zufällig einen größeren Betrag auf dem Kartenkonto "geparkt", deshalb war das in dem Moment kein Problem.
Aber niemand kann mit sagen, was passiert wäre, wenn ich das Geld nicht hätte aufbringen können.
Ob ich irgendwelche Bankgarantien auftreiben müsste - keine Ahnung.
Ob man sich dann weniger um meinen Mann gekümmert hätte?
Jedenfalls ist alles gut gegangen, er hat ein halbes Jahr Flugverbot, aber für den Sommer können wir wieder planen.Trine
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ich bin seit März Rentner und habe 40 Jahre beim ADAC gearbeitet. Ich wollte so einen Fall mit nicht nachvollziebaren Kosten nicht schildern und nur auf die denkbaren Versicherungslücken hinweisen. Jetzt konkreter: Bei Holland-Amerika ging jemand zum Arzt um ein Medikament gegen Fieber zu bekommen. Der Arzt fragte nach und schon wurde aus dem Passagier eine Gefahr für das Schiff und eine teure Kabine im Krankenhausbereich gebucht. Die medizinisch notwendige Leistung war gering, aber die Kosten für die "zusätzliche Kabine" sind unangemessen hoch und nicht erklärbar. Rückführung nach Deutschland ist bei den meisten Versicherungen und Schutzbriefen leider auch noch abhängig von der "medizinischen Notwendigkeit". Dies ist nur sehr selten nachweisbar, aber eine Behandlung im Ausland ist aus vielen Gründen für Patienten und Angehörige unzumutbar. Deshalb immer die Klauseln prüfen! Mehr Werbung will ich nicht posten.
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In Europa sollte normale KV reichen, die Auslands-KV kostet ja nur ein paar Euro.
Die Versicherung in Deutschland hat ja auch sofortige Kostenübernahme bestätigt.
Aber es hat halt gedauert, bis der Betrag in Mexiko ankam.
Das Problem war wohl, das die amerikanische Versicherung, welche die Abwicklung für Mittelamerika übernimmt, neu für das Krankenhaus war und sogar in der Krankenhaus-Verwaltung ein neues Management tätig war.
Da kamen wohl mehrere Faktoren zusammen.
Nach 4 Tagen wurde ein Kanadier eingeliefert, von einem NCL Schiff, ebenfalls mit Herzinfarkt. Seine Frau hatte keine Probleme mit der Versicherung, nach 2 Tagen war dort alles klar. Deren Versicherung war dort bekannt.
Ich denke nicht, dass du für mehr Deckung sorgen solltest, denn wo soll die aufhören? Bei uns waren es knapp $ 100.000,00 für sieben Tage Krankenhaus, was, wenn auch noch OP und längerer Aufenthalt nötig gewesen wäre?
Dafür hat man doch seine Versicherung.
ADAC hat da einen guten Ruf, weil die nicht ihren Aktionären verpflichtet sind wie andere Versicherungen.
