Luftraumsicherheit Irak/Iran (Flug nach Dubai/Malediven)
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Hallo,
wie ihr wisst kam es ja aktuell zum Abschuß einer Airline durch russische Rebellen in der Ost-Ukraine.
Als ich vor einigen Jahren auf die Malediven über Dubai (mit Emirates) geflogen bin, habe ich auf dem Bildschirm gesehen das wir im Iran entlang der irakischen Grenze geflogen sind und habe dabei ein mulmiges Gefühl gehabt.
Jetzt sehe ich auf flightradar24, das der iranische Flugraum überhaupt nicht mehr überflogen wird (von Flugzeugen welche den Iran nicht als Ziel/Start haben), sondern die Maschinen fliegen an der syrischen Grenze in den Irak und dann über Mossul, Bagdad, Basrah. Auch deutsche Non-Stop Flieger nach Male wie die Condor!
Die Strecke führt auch über den Nordirak wo die Terrorgruppe ISIS die Kontrolle über den neuen "islamischen Staat" hat. Diese Organisation verfügt über 6 Milliarden Dollar Vermögen, da diese auch mehrere Großstädte kontrolliert.
Rein theoretisch könnte also problemlos dort ein ziviles Flugzeug abgeschossen werden.
Dennoch fliegen auf dieser Route viele Flugzeuge täglich entlang.
Wie ist eure Meinung dazu, ist es euch wurscht? Irgendwie ist mir die Lust auf Reisen zu den Malediven vergangen leider
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"Rein theoretisch" kann überall ein ziviles Flugzeug abgeschossen werden.
Seit 1973 gab es 7 regristierte Fälle - leg das auf die gesamten Flugbewegungen um und stelle fest: Das Risiko ist wesentlich geringer als der eines "klassischen Absurzes"!Wenn dir die Lust auf die Reise vergangen ist musst du sie stornieren, denn der Luftraum ist leider endlich und Spekulation das Gegenteil davon.
Bestimmte Strecken lassen sich nicht wirklich risikolos fliegen im Blick auf Konflikte.Du möchtest Meinungen dazu? - hier ist meine:
Ich habe seit Jahren keine Wahl und lebe noch. Feddich ...
Ein gewisser Fatalismus muss jeder Art der Fortbewegung anhaften - nur kommt kaum jemand auf die Idee, nicht mehr in die Tram zu steigen nachdem es einen schweren Unfall gegeben hat. -
... beispielsweise das Leben an sich ...

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Das Flugzeug ist immer noch das sicherste Verkehrsmittel.
Da ist das tägl. Leben weitaus gefährlicher. Das reicht von Chemie in Lebensmitteln bis Tod durch Sturz von der Leiter beim wechseln der Energiesparlampe.
Richtig ist, das die Möglichkeit durch Terrorgruppen abgeschossen zu werden, heute grösser ist, als vor 20 Jahren. Der weltweiten Rüstungsindustrie und der Kontrolle durch die dafür zuständigen Staaten sei gedankt - auch der Deutschen !!!
Oder wie war das in D-Land mit dem Kriegswaffenkontrollgesetz und dem Export von Kriegswaffen in Kriesengebiete ????Ein deutsches Wochenmagazin schreibt, unter den ersten 10 Ländern, deutscher Waffenexporte in nicht EU-Länder lag der Irak. Das gleiche Magazin schreibt - Lybien verfügt über den zur Zeit grössten freizugänglichen Waffenmarkt der Welt.
Leider hat man vergessen zu schreiben, das viele der Waffen, die dort verhöckert werden, aus Deutschland stammen.Aber das passt wohl nicht in die heile Urlaubswelt und bunten Kataloge !!!
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Naja, einige scheinen hier wohl reichlich naiv. Es ist wie als wenn man ein Hotel in den Favelas bucht, es kann gutgehen, muss es aber nicht, auf jeden Fall ist das Risiko das etwas passiert viel höher als in einem gutbürgerlichen Viertel. Wer das nicht einsieht ist einfach ein total naiver Mensch, wie diese Touristen in Algerien, welche monatelang von Nomaden gefangengehalten wurden.
Nochmal zurück zum Thema:
Das dieses Problem bislang noch nicht diskutiert wurde ist klar, denn bislang hatten Rebellen keinen Zugang zu Waffen die es ermöglichen Flugzeuge in 9-10 km Höhe abzuschiessen. Wäre mal interessant ob dies bei der ISIS der Fall ist????
Die Pilotenvereinigung Cockpit hat dieses Problem mit dem Flug über Krisengebiete seit gestern in der Diskussion, in dem Artikel wird auch ausdrücklich der Irak erwähnt: http://www.tagesschau.de/ausland/luftraum-102.html
oder auch http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/18/fluggesellschaften-zwingen-piloten-zu-gefaehrlichen-flugrouten/ -
Es ist doch letztlich ganz einfach....
Man nimmt a) das Risiko in Kauf über ein Krisengebiet zu fliegen, wo möglicherweise auf Raketen welchen zivilen Flugzeugen gefährlich werden können und erlebt einen schönen Urlaub oder b) man lässt es sein und bleibt zu Hause wenn das mulmige Gefühl überwiegt. Dann umgeht man das sehr unwahrscheinliche Ereignis eines Abschusses und spart nebenher sein Geld.
Alternativ wäre da auch noch Möglichkeit c) man fliegt utopische Routen...nach Asien kommt man ja auch über die USA (mit dem Risiko eines Sprengstoffanschlages...jaja) oder über Afrika...wenn man Zeit, Lust und Geld hat.
Bei jedem Flug hat man ein gewisses Risiko nicht am Ziel anzukommen, ebenso wie jedesmal wenn man vors Haus geht.... man muss sich aber vorher einfach mal die Zeit nehmen und versuchen einzuschätzen wie realistisch die Chance ist das einem etwas passiert.
Wir sind im April/Mai mit MH auch exakt über das Gebiet geflogen wo alles passiert ist, man denkt sich kurz...da unten wird gerade gekämpft...fertig.
Letztlich werden Flugrouten ja auch nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit auf dem kürzesten Weg geplant. Stellt man sich nun vor das jetzt jede Fluggesellschaft sagt...jedes Krisengebiet wird weiträumig umflogen ist das Geschrei auch wieder laut. Nicht nur das ein Flug dann teilweise erheblich länger dauert sondern Kunde Sparfuchs muss auch noch deutlich tiefer in die Tasche greifen...würde das jeder wollen geschweige denn akzeptieren ? -
Hm, ich verstehe die vielen zynischen Antworten nicht bzw. kann sie nicht nachvollziehen. Der TO hat eine m.M. sinnvolle Frage gestellt, denn es gibt durchaus Gebiete, die eben als gefährlicher einzustufen sind als andere. Von Düsseldorf nach Paris zu fliegen ist - aus der Sicht des Abschussrisikos - ja wohl viel geringgefährlicher als von Düsseldorf nach Male via Dubai, die ich übrigens auch schon geflogen bin (die Strecke) und mein Mann und ich damals die genau selbe Frage diskutiert haben, während wir gerade über den Iran flogen...
Ich persönlich würde heutzutage, gerade nach den neuesten Katastrophen, eher eine Route wählen, die nicht über Krisengebiete führt als eine darüber oder in der Nähe, WENN es denn die Auswahl gibt. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr fliege und wenn ich an ein Urlaubsziel will, das unweigerlich nur über aktuelles Kriegsgebiet führt, würde ich vermutlich auch fliegen, aber es trotzdem vielleicht zwei Mal mehr überlegen als nach Frankreich oder Italien. Seine Frage ist daher legitim und sollte auch so beantwortet werden. Mich würde es auch aus Neugierde interessieren, davon ab. -
Ja, Eisprinzessin - in der Tat verstehst du die ironischen Reaktionen nicht.
Lassen wir´s dabei und happy landings! -
@Eisprinzessin
Du warst doch glaube kürzlich erst auf Mallorca, dann lies dies mal hier nur so zur Erinnerung!
