Speziälitäten-Restaurants gegen Gebühr-- Trend ?
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Die Gäste waren es ja bislang gewohnt, die diversen Spezialitäten Restaurants der (wohl meisten) AI Hotels umsons zu geniessen.
Nun hat die Stone Group den ersten Versuch gestartet, ihre Gäste dafür zur Kasse zu bitten.
10 Euro beträgt die Gebühr pro Person im Royal Dragon, Evrenseki, ein Hotel der Stone Group.
Eingeführt sei dem 1.11.2014--gültig zunächst mal für die Wintersaison...
Wie denkt Ihr darüber--angemessen, weil die Winterpreise ohnehin sehr günstig sind-- oder Unsinn?Ist sowas ein Entscheidungs-Kriterium für die Hotelauswahl, sofern das Thema auch im Sommer/für andere Hotels aktuell würde?
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Eine a) vernünftige und nachvollziehbare Entscheidung (alleine schon aus dem Aspekt der durchschnittlich pro Gast zur Verfügung stehenden Etats für dessen Verköstigung) welche b) vermutlich in Teilen richtungsweisend sein dürfte und c) sei der Hinweis gestattet, daß es in nicht wenigen Hotels (v.a. auch außerhalb, aber auch innerhalb, der Türkei) ja bereits schon so gehandhabt wird.
Edit:
Danke, daß Du das Thema eröffnet hast. Ich hatte es "auf der Zunge" wollte aber nicht "miesmachen". Ich weiß, das willst Du ebenso wenig, aber leider wird es vermutlich wieder mehr als genug geben, die "aufschreien" und den Beteiligten lächerlicherdings Profitgier vorwerfen. -
Vorerst machen die Stone Group Inhaber wohl einen Test...

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Auch im Royal Alhambra Colakli zahlt man seit Nov.14 10,- € für die Spezilitäten Restaurants.
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Ok, solange wie wirklich etwas anderes angeboten wird. Und nicht nur das Essen vom Büffet im Hauptestaurant geholt und dann serviert wird.
Z.B. Für den Grillabend im Royal Atlantis Beach wäre der Aufpreis voll und ganz und zu 100 % gerechtfertigt.
Birgit
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Nur fürs Protokoll
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Trotz "Royal" ist das Atlantis Beach natürlich kein Stone Hotel... -
Günter, Du hast ja mal den Betrag genannt, den ein AI-Hotel i.d.R. pro Gast und Tag kalkuliert. Ich weiß die Zahl nicht mehr, aber es hat selbst mich schockiert. Da ist ja nur normal, dass man a) entweder extra zahlen muss oder dass b) der Name "Spezialitäten-Restaurant" reiner Etikettenschwindel ist.
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Und gibt es denn schon Erfahrungen WIE sich die Gäste verhalten, sind sie bereit die 10 Euro zu bezahlen? Könnte mir vorstellen, dass es sich eine 4köpfige Familie wohl überlegt.
Evtl. geht der Schuß auch nach hinten los, selbst erlebt im Rixos Tekirova als 20 Dollar/Person fällig wurden und das Licht 5 Tage aus blieb, weil keiner bereit war zu bezahlen. -
Dann wird (dazu gibt es international unzählige Fallbeispiele) in den betreffenden Anlagen ohne ausreichenden Kundenzuspruch eben kurzerhand die Anzahl der Spezialitäten/a la carte Restaurants verringert oder sie alle komplett geschlossen. Die Hotels fahren in jedem Falle finanziell besser. Sprich, akzeptiert "der Kunde" den Preis, erhalten sie (dringend benötigte Zusatzeinnahmen zur Finanzierung der Gastverpflegung)...oder aber der Kunde akzeptiert nicht, dann schaffen sie durch Schließung ebenfalls neue Ressourcen.
Die Etats pro Gast sind i.a.R. übrigens in den allermeisten Fällen derart erschreckend niedrig, daß jeder Gastronomie-Motz-Touri bei seinen Beschwerden tunlichst schamesrot anlaufen (oder noch besser einfach nur schweigen) sollte.
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Wir hatten ja letztens mal die Diskussion beim Maxx Royal, welches meines Wissens auch einen Aufschlag für die Spezialitätenrestaurants nimmt, welche Premiumprodukte im AI beinhaltet sein könnten. Deshalb sehe ich es auch so wie der Mühlengeist, wenn die Qualität deutlich besser ist, man also auch mal ein ordentliches Steak und keine Schuhsohle bekommt, die Regelung transparent und auch im Vorfeld gut kommuniziert wird, finde ich es ok und einen Versuch wert. Wobei es ja nicht wirklich neu ist, vielleicht bei der Stone Group.
Die Regelung der mehreren Spezialitätenrestaurants, dabei aber max. Reservierung 1-2 mal pro Aufenthalt, war m.E. eh mehr ein Werbefaktor und mit einer solchen "neuen" Regelung mag man sich vielleicht auch ein wenig in Richtung Masse statt Klasse orientieren.
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Das alles hört sich für mich wie ein Konjunkturprogramm für die Restaurants in Nähe der AI-Anlagen an. für € 10,- kann man in bestimmten Gegenden schon ganz gut Essen und hat obendrein auch noch ein bisschen Abwechslung.
Sollen die nur machen, mich reizen diese "Spezialitätenrestaurants" ohnehin nicht mehr.Was macht es für einen Sinn, wenn ich z.B. in die Türkei in Urlaub fahre und esse dort original italienisch oder mexikanisch ?
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kkneip: Was macht es für einen Sinn, wenn ich z.B. in die Türkei in Urlaub fahre und esse dort original italienisch oder mexikanisch ?
Wenn es dann wenigstens "Original" wäre...jedoch schmeckte das türk.ital. Tiramisu

10,- wäre OK dann jedoch diro Zitat von Mühlgeist
"Ok, solange wie wirklich etwas anderes angeboten wird. Und nicht nur das Essen vom Büffet im Hauptestaurant geholt und dann serviert wird."
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@chriwi
Die Zahl die Dir nicht mehr bekannt ist:
In einem guten (!) 5er-Hotel rechnet man mit einem F&B Ansatz im Winter- wenn das Hotel nur schwach belegt ist-- mit 12 Euro pro Gast/Tag, im Sommer geht das runter auf 8-8,50 Euro
Davon immer rd. 65 % für das Essen-samt Frühstück natürlich.
Bei 4 Sternen kann es auch mal nur 7 Euro F&B total sein..
Das sind übrigens keine Einzelfälle sondern zigfach und kettenübergreifend bestätigte Sätze. Die Hotel-Namen lassen wir besser draussen.
Der Betrag für das Budget kann bei manchen Hotels leicht darüber liegen, aber dramatisch --nie.Nicht umsonst ist bei F&B Managern ein reger Wechsel angesagt.Knochenjob, es wird knallhart gerechnet.Aber zurück zum Thema
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Pardon, das mit dem "original" war eigentlich ironisch gemeint.. Hätte ich besser kennzeichnen sollen...
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Ich denke das konnte man rauslesen

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Völlig korrekt dargelegt und so wie es einige (wenige) gibt, wo das Budget etwas höher liegt, so gibt es einige mehr, wo der Etat noch knapper als von Günter beschrieben ist.
Und vielleicht ist spätestens jetzt verständlich, warum in den Augen so mancher user hier ob der Äußerungen einiger Motz-Touris Extrem-Fremdschämen angesagt ist.
Aber, Günter hat recht...zurück zum eigentlichen Thema.
Die Stone-Group "formuliert" es hier offen...letztlich gibt es das aber in identischer und/oder ähnlicher Form schon länger/lange und in teils recht breiter Streuung.
Auch eine Beschränkung auf "1 oder 2" Besuche (danach zuzahlungspflichtig) weißt doch in vielen Fällen schon lange den einmal eingeschlagenen (und dringend notwendigen) Weg. -
OK, auch ich kehre zum Thema zurück.
Also, ich gehöre eher zu der Gattung der unkomplizierten Touristen und beschwere mich wirklich nur, wenn etwas WIRKLICH schlecht ist. Ansonsten ist mir sehr wohl bewusst, was ich erwarten kann, wenn ich für mehr oder weniger kleines Geld in Urlaub fahre, wobei Günther ja schon richtig bemerkt hat, dass es auch in den guten 5-Sterne Anlagen nur ein sehr schmales Budget pro Urlauber gibt. Es existieren aber auch wirklich gute Beispiele, was man selbst aus einem kleinen Budget machen kann, ich nenne da mal als sehr positives Exempel den GRAND AQUA CLUB in Colakli, dessen Verpflegung nun wirklich ausgezeichnet ist.
Teilweise muss man sich aber auch über viele Touris wundern, die bei landestypischen Gerichten eher die Nase rümpfen und dann zu den sogenannten "internationalen" Gerichten greifen, die mit Sicherheit die Kosten dann eher in die Höhe treiben. Ich gehe davon aus, dass sich diese landestypischen Gerichte vor Ort dann auch wesentlich günstiger produzieren lassen, was wiederum dem Budget entgegenkommt.
Mir persönlich sind solche "Spezialitäten" tausendmal lieber als z.B. Pizza, Pommes oder Burger, die ich -sofern ich will- überall haben kann. -
@kkneip
Sieht man vom Gemüse ab so geht die Rechnung auch mit "landestypischer" Kost nicht auf und die Budgets lassen sich nur erreichen, weil tatsächlich viele Urlauber "Spaghetti mit Ketchup" für einen Hochgenuss halten.
Richtig gute türkische Küche ist aufgrund der benötigten Zutaten gerne auch mal richtig teuer, eine Abkehr von einer eher internationalem Geschmack angepassten AI-Speisekarte hielte ich für strategisch falsch.Ein vernünftiges Steak kostet mich beim Fleischer schon 10€ EK, ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu glauben, dass eine Gebühr in dieser Größenordnung signifikant zu einer Qualitätsverbesserung beitragen kann.
Was ich jedoch durchaus begrüße:
Es macht die F&B Leistungen transparenter - denn der Gast, der (wie ich!) nicht die geringste Absicht hat, mexitürkische Kreationen zu verspeisen, zahlt das auch nicht mehr mit (oder wenigstens nicht mehr voll?!).
Will sagen: Ich lege keinen Wert auf Eiscreme oder Whiskey, würde aber für ein vernünftiges Steak gerne auch 20€ hinblättern - wenn mir denn danach ist.Mir gefällt daher die Regelung, meinetwegen können sie auch noch ne ganze Reihe von Spirituosen auf die Bezahlliste nehmen!
Werden sie vermutlich aber nicht, denn das würde ja das Konzept all inclusive fundamental erschüttern.Da hier das Maxx genannt wurde:
Selbst wenn man das Hotel wegen seiner baulichen Reize zu einem höheren Preis buchen wollte - warum soll ich die 3 Lobster mitbezahlen, die ein anderer Gast täglich mit mehreren Blue Label J.Walkers runterspült?
Kann er gerne machen, aber dann soll er auch mehr bezahlen als ich, die mit einem gebratenen Fisch und etwas Salat schon ziemlich glücklich ist!AI hatte mal Grenzen - die waren bei teuren Markenspirituosen und kapriziösen Food-Gadgets erreicht. Das gerät immer mehr ins Absurde, der Anspruch an die F&B Leistungen wird zusehends maßloser - und das kann eher schlichten Verwerter nicht gefallen, denn sie bezahlen für diese Gimmicks zwangsläufig mit.
Mein Fazit daher: Guter Trend!
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Hallo,
ich habe in der Türkei ca 50 Hotels genutzt,dabei war bei den Hotels Speziälitäten-Restaurants AI. Wie oft habe Ich diese Restaurants genutzt,vielleicht 30%,da das Essen meistens nicht besonders war.Sollte aber ein Hotel wirklich was besonderes bieten,so bin ich auch bereit 10€ oder mehr zu bezahlen.
Ich gehe in jedem Urlaub auch auserhalb des Hotels Essen /Trinken egal ob ich AI habe,und da gebe Ich auch für das besondere Geld,also warum nicht auch im Hotel.
Stephan