Türkische Regierung bezuschusst Kerosin für russische Flugzeuge
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Naja... da braucht es schon etwas mehr als das Teil-Sponsoring für Kerosin..

Zumal dieser Bonus ja erstmal für die nächsten zwei Monate befristet ist. Nicht gerade die Hauptreisezeit der Gäste aus Russland.
Vergessen wir nicht, das waren im vergangegen Jahr 4,5 Millionen Menschen.Sicher ist-- und das bestätigen alle Hoteliers, dass es wegen der einbrechenden Zahlen (erstmal die der Frühbucher)-- kein einfaches Jahr wird, für die türkische Hotelbranche.
Nachtrag: Einen Kerosin Zuschuss wird es auch für die Gäste aus dem Iran geben, von dort kamen in 2014 ---33 % mehr Gäste , etwa 1,6 Millionen.
Quelle:
Handelsblatt com.
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"Der türkische Tourismus" (ich habe es bewußt so "allgemein" bezeichnet) lebte (und lebt aktuell immer noch) leider nach dem Motto "schneller/höher/weiter und immer mehr". Bedauerlicherweise hat man es dabei verpaßt, die Preise rechtzeitig (und entsprechend/angemessen!) "anzupassen". Nun muß man damit leben, daß immer mehr Touris (völlig überzogen) "entsetzt" über Preisanpassungen reagieren...so eben auch russische Miturlauber, welche zudem immer mehr auch andere Destinationen für sich entdecken.
Wer nun albernerweise entsetzt ist über solche "Zuwendungen" gegenüber dem russischen Markt, der sollte sich daran erinnern, daß z.B. Ägypten regelmäßig ähnliche Maßnahmen ergreift - auch und gerade um den deutschen Michel in die Urlaubsgebiete zu "locken". Und das obwohl "wir" in Bezug auf Ägypten beschämenderweise regelmäßig als "Boykott-Touris "glänzen".
Wie Günter bereits gesagt hat, ist die benannte Aktion eine (zumindest vorerst) zeitlich sehr beschränkte und dient ggfs. gerade einmal dazu eine eh schon eher schwach besuchte Phase etwas an- oder gar auszugleichen. Vielleicht ist es aber auch ein "Testballon"

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Nicht nur Russland und Iran sollen diesen "Zuschuss" bekommen, sondern auch Aserbeidschan, Weißrussland, Armenien, Moldawien, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan, Georgien, Usbekistan und die Ukraine.
Quelle: Tourexpi.com -
Danke für die Ergänzung, nate1.
Ich persönlich denke dass dies nicht ausreichen wird, aber warten wir es mal ab.
Wie bereits weiter oben erwähnt sind die ersten Signale aus dem russischen Frühbucher-Bereich für die türkischen Hoteliers alarmierend.Die Frage ist jetzt: W a n n kommen von den Hoteliers Preis-Zugeständnisse für den deutschen Quellmarkt. Hinter den Kulissen ist das ein ganz aktuelles Thema.
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Richtig Günter, nur die Frage sollte m.E. doch noch eher lauten, ob (und in welcher Form) "Preiszugeständnisse" kommen werden.
"Wir" wissen ja nun mehr als zur Genüge, daß die Preise (wenn die Qualität beibehalten oder gar noch gesteigert werden soll) nicht gesenkt werden können, sondern sogar deutlich(!) erhöht werden müßten.
Ja, ich denke auch, daß "Preiszugeständnisse" kommen werden...m.V.n. aber nicht so hoch wie von einigen (v.a. diversen Urlaubern) erwartet, sondern teils deutlich darunter und auf bestimmte "Angebote" beschränkt.
Ich fürchte, dieser "Kampf" wird eine Vielzahl von Bauruinen ergeben - alternativ eine Form von Tourismus, die viele nicht wollen...leider sind nicht wenige dieser "vielen" nicht unerheblich an dieser Geschichte beteiligt und zeichnen auch eine gewisse Verantwortlichkeit. "Geiz ist eben leider nicht immer geil" und hat mitunter auch deutlich spürbare Folgen! -
Rechnet man mal hoch, ergibt das einen Zuschuss von circa 30 $ pro Tourist (bei voller Maschine)...
Ob das etwas reißen wird, wage ich zu bezweifeln, angesichts der Inflation in Russland.
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@ Holginho
Bauruinen--oder noch schlimmer leerstehende Hotels -ist auch meine Befürchtung.
Man geht gerade einen meiner Auffassung nach--sehr gefährlichen Weg. War es früher normal, dass sich ein Hotel an der Riviera innerhalb von 10- 12- Jahren abbezahlt hat--läuft nun ganz andere Geschichte:
Manche Kredite werden 10 Jahre lang nur mit Zinsen bedient, getilgt wird in dieser Zeit also nichts. Fatal, wenn dann dringende Sanierungen kommen.Die Kosten der Hotels sind wirklich ein echtes Thema. Der Gast will immer mehr Qualität-aber teurer soll der Urlaub nicht werden.
Kostensteigerungen gibt es in allen Bereichen, nicht nur bei F&B.Kein Geheimnis:
Der Markt für gutes Personal war bislang extrem leer gesaugt. Wer keine Lust mehr hatte im X Hotel zu arbeiten, der hatte am anderen Tag eine Anstellung im Y Hotel--so ging das seit zwei, drei Jahren..
Und zwar nicht nur bei Kellnern oder guten Köchen--auch im Frontoffice und Guest Relation Bereich und dem mittleren Management-- also den besser bezahlten Jobs.Und das sicher nicht zu den alten Konditionen.
Deine Analyse dürfte richtig sein:
Preiszugeständnisse werden zunächst(!) von d e n Hotels kommen, die stark auf russische Gäste gesetzt hatten.Wie reagieren die Hotels mit anderer Gäste-Struktur?
Und--wer profitiert am Ende des Tages davon-der Kunde? -
... mein Mai-Trip ist schlappe 150 Schleifen preiswerter als 2014 - wenn das mal kein Zugeständnis ist?!
Sorry, aber man kann eine Destination auch "kaputtboomen", dann retten Schleuderpreise auch nichts mehr und zweifellos wird sich die Qualität dadurch keinesfalls verbessern.
Wie schon holginho schrieb ist eine Bezuschussung des Tourismus keine neue Erfindung, jedoch immer ein Alarmsignal. Allerdings wird´s auch Gewinner in einer drohenden Krise geben, nämlich die Hotels, die konsequent ein hohes Niveau abliefern und vom osteuropäischen Quellmarkt gänzlich unabhängig sind.
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...aber womöglich/vermutlich am Ende mitziehen müssen, weil der günstigere Preis eben doch zum Wechsel locken könnte...

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Ich merke für den Herbst noch keine günstigeren Preise in den 2-3 Wunschhotels..
Entweder sie sind doch gut frequentiert oder aber es kommt vielleicht noch.
Für Herbstbuchungen sollte man ja eh noch warten gelle ?
Da ergibt sich ja meist ab März - April was preislich.Überflüssiges Zitat entfernt
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vonschmeling:
Allerdings wird´s auch Gewinner in einer drohenden Krise geben, nämlich die Hotels, die konsequent ein hohes Niveau abliefern und vom osteuropäischen Quellmarkt gänzlich unabhängig sind.Ja, so wie meine Favoriten, die haben (noch) einen dt. Stamm davon träumen viele.
WOW...unser Hotel hat erneut erhöht....Holginho:
Bedauerlicherweise hat man es dabei verpaßt, die Preise rechtzeitig (und entsprechend/angemessen!) "anzupassen".Naja, wenn ich mir die Preise der Neuen so betrachte so sind die schon ordentlich angepasst, auch ander haben erhöht. Und wie schm. schon schrieb, diese Hotels werden die Gewinner bleiben...
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Warten wir die Entwicklung mal ab

Nicht alle Gäste sind ihrem Hotel treu, wenn es anderswo günstiger geht.Und dann passt man die Preise eben unfreiwillig selbst auch an..
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D i e Diskussion lassen wir bitte (!) besser draussen, Malini...

(Man sollte es glauben, bei den vielen Bonus/Upgrade-Programmen für Wiederholer...) -
In den letzten Jahren zeigte der Ostblockmarkt immer eine weiter steigende Tendenz bis zu diesem Jahr wo eine 30-50% sinkende Gaestezahl befürchtet wird. Es ist dann völlig normal das der türksche Staat für solche Laender Subventionen geben wird und auch die Hotelliers werden mit den Preisen runtergehen.
Nur das Risiko bei der ganzen Sache ist das ein Preisfall nicht so schnell wieder auszugleichen ist. Das bedeutet das auch für die kommenden Jahre die Veranstalter druck machen werden die niedrigen Preise beizubehalten.Dies wird für viele Hoteliers zu einem Disaster. Erhöhen sie die Preise bekommen sie keine Kunden, bleiben sie bei den niedrigen Preisen können sie nach einer Zeit die Kosten nicht mehr begleichen. Alles eine Sache von Angebot und Nachfrage.
Wie ich zur Zeit feststelle setzten viele Hoteliers dieses Jahr ihre Hoffnung auf den einheimischen Tourismus. Es gibt Angebote wo man mit 6-9 Monatsraten einen Hotelaufentahlt buchen kann. -
Die Anzahl der Gäste aus osteuropäischen Ländern sank allerdings bereIts seit September 2014-
Hinzu kommt aktuell die Zahlungsunfähigkeit eines türkischen Tochterunternehmens des grossen russischen Reiseveranstalter TEZ Tour/Moskau :Alkan- mit Sitz in der Türkei
Alkan hatte rd 1 Mio p.a.Gäste aus Osteuropa in die Türkei geflogen. Zielgruppe waren Urlauber die in gehobenen 5 Sterne Häusern Urlaub machen.
Die nicht beglichenen Forderungen türkischer Hoteliers sollen deutlich über 100 Mio Euro liegen.
Alkan hat inzwischen Gläubigerschutz beantragt, was die Sache für die Hoteliers zunächst nicht einfacher macht.
Quellen:u.a.FVW -
Wie es dieses Jahr verlaufen wird werden wir erst bei den Tourismusmessen sehen. Hierzu müssen wir die MITT Moskau 18-21 Maerz 2015 abwarten.
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Wie gesagt - es ist keine revolutionäre Neuerung, dass Regierungen wackelnde Quellmärkte subventionieren. In den touristisch stark erschlossenen Regionen wird ein Gutteil des BIP über die Branche erwirtschaftet, womit eine solche Maßnahme der Selbsthilfe dient.
Da die rückläufigen Besucherzahlen nicht der Angst vor politischen Krisen geschuldet sind sondern wirtschaftlich begründet, ist die Wirksamkeit womöglich eher gegeben als vergleichsweise in der Situation in Ägypten - oder auch weiland in Griechenland.Ich gebe riviera vollkommen Recht - wenn man die Latte erst einmal deutlich nach unten justiert hat ist es verflixt schwer wieder den Anschluss zu finden!
Besser als ein "Kerosin-Pfennig" wäre aus meiner unmaßgeblichen Sicht ein direktes Eingreifen in die umgebenden Branchenbedingungen - im Sinne aller Hoteliers und nicht beschränkt auf gewisse Quellmärkte.
Mit einer geringeren Besteuerung bestimmter touristischer Güter (beispielsweise Alkoholika) könnte man einen größeren Spielraum für die Preisgestaltung schaffen und damit sicherlich so manches Zugeständnis entschärfen.
Das dürfte allerdings nicht Teil der politischen Erwägungen sein, denn der liberale Trinker hieß nun mal Kemal und nicht Recep Tayyip!Das Ungleichgewicht von inzwischen leider immanenter Erwartung von hoher Leistung zum kleinen Preis droht sich schon über Jahre an und macht das System anfällig.
Da reichen dann halt oft schon wenige zusätzliche Negativtrends an der Peripherie um ganz gewaltige Auswirkungen zu verursachen.Hingegen glaube ich nicht, dass es für den Trend rückläufige Besucherzahlen per se einer Bestätigung auf MTT bedarf - dort wird allenfalls der Rahmen deutlich werden - und zwar irgendwo zwischen GAU und Ultra GAU ...
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Ich seh das anders, vs.
Duch die Tagesaktuellen Preise können Veranstalter sehr wohl temporäre Reduktionen durchführen, die sich freilich nicht im Katalog-Preisteil finden werden.Das geht eben nur über die üblichen Systeme, derer sich sowohl klassische als auch Online Reisebüros bedienen.
Diese Preisgestaltung läuft zudem schon die letzten zwei,drei Jahre hervorragend. Ohne dass man im nächsten Jahr die gleichen Schnäppchen findet.
Zudem sind die betroffenen Hoteliers aktuell so nervös, dass mit den Veranstaltern und regionalen Incoming Agenturen bereits Gespräche laufen.Die Mitt wird wohl kaum keine grosse Rolle spielen, wenn die grössten russischen Veranstalter -wie TEZ aktuell----vermutlich selbst massive Probleme haben.
Und deren türkische Tochter Alkan noch nicht mal ihre Schulden aus 2014von 100 Mio an die Hotels tilgen kann.. Wenn man auf solche Messen warten würde, dann wäre das für die kommende Saison viel zu spät. Damit schliesse ich auch die ITB Berlin ein. Das läuft alles schon erheblich dynamischer.
Ich sehe eher ein Problem in den "gewohnten Leistungen/Ansprüchen" auf die der Urlauber vor Ort pochen wird.
Unsere Ratschläge wird die Branche also sicher nicht brauchen. Die Frage ist doch eher--wo kommen die Vergünstigungen final an--oder andersrum gefragt --wieviel davon bleibt letzten Endes übrig für den Kunden?