Interessantes, erholsames, liebenswertes Curacao
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HolidayCheck. Reisetipps. Curaçao 30. April 2015
Es existieren im Internetviele einseitige, wenig kenntnisreiche und sogar falsche Beurteilungen eines Aufenthalts auf derKaribik-Insel Curaçao.
- Auf Curaçao soll es keine schönen Strände geben. Das Gegenteil ist der Fall. Man muss schon aus dem Kreuzfahrer-Milieu ausbrechen und in den Westen der Insel fahren, am besten per Leihwagen. Dort sind wahre Traumstrände, z. B. Grote Knip. Dazu kommen kleine versteckte Buchten. Alle haben glasklares (und warmes!) Wassermit intakten Korallen und allen Arten von Tropenfischen. Dagegen ist die Nordküste mit ihren gewaltigen Brandungswellen sehr spektakulär, nur gibt es dort eben keine Strände.
2. Ein Curaçao-Urlaub muss nicht teuer sein. Zwar gibt es einige schöne und hochpreisige Hotels (z. B. Kura Hulanda Lodge und SPA in Westpunt). Aber man kann selbst dort relativ preiswert leben. Denn oft sind Hotels, so auch dieses, u.a. mit Nur-Übernachtung buchbar. Sie enthalten dann Appartements mit kompletter Küchenausstattung. Und Einkaufen ist nicht nur mit dem Mietwagen möglich.So gibt es z. B, im Dorf Westpunt einen kleinen Mini-Markt ("TokoKufee") an der Ausfallstraße nach Willemstad.
3. Die Insel ist keineswegs uninteressant für einen Urlaub von mehr als nur ein paar Tagen. Wir haben uns im April 2015 in zwei Wochen nie gelangweilt.Es gibt immerhin Nationalparks, Historische Museen, ehemalige Plantagen (sog. Landhäuser). Und natürlich ist Schwimmen, Schnorcheln (und Tauchen) immer angesagt.
4. Die Sprache bereitet überhaupt keine Probleme, wenn man jeweils die "richtige" wählt. Natürlich kommt man (fast) immermit Englisch zurecht. Aber nach unseren Erfahrungen sprechen viele Einheimische, selbst in den Hotels, diese Sprache nur sehr schlecht oder überhaupt nicht. Ideal ist, die Landessprache Papiamento, eine Mischsprache aus Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch und Englisch benutzen zu können. Wenn man, wie wir, Spanisch kann, versteht man vieles, in Schriftform sogar fast alles; denn der Wortschatz ist sehr oft mit dem Spanischen identisch, nur leicht verballhornt (vereinfacht). Wir haben erlebt, wie die Menschen sofort freudig reagierten, wenn man Spanisch sprach.
5. Man muss sich darüber klar sein, was man von Curaçao erwartet. Entweder kommt man als Kreuzfahrer und will in ein bis zwei Tagen die Insel sehen. Dann reicht es nur für die üblichen Highlights wie Willemstad mit seien Cafés, Diskos, Großhotels und"Schicki-Micki"-Läden. Oder aber man möchte entspannen, in Muße eine noch unbekannte Insel erleben. Das geht nach unseren Erfahrungen am besten an der Westspitze der Insel bzw. an der dortigen Südküste. Hier sindAppartement-Anlagen, Hotels mit sog. Condos (Privatwohnungen, die vermietet werden), die vor allem eins bieten: An schönenStränden in naturnaher Umgebung viel Ruhe, ohne nervige Animationen, ohne Disko-Lärm, aber mit Kontakt zu der freundlichen, liebenswürdigenBevölkerung.
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Hallo @ geromaro
schön , daß es dich hier bei HC gibt
Im Forum braucht man ja schließlich solche Beiträge und Reisetipps wie von dir:
fundiert, informativ und immer interessant.
L.G. -
Dem Eingangspost dieses Threads kann ich nur zustimmen. Kann allerdings keine Vergleiche zu anderen Karibikinseln ziehen.
Wir sind gerade diese Woche von einem 2 wöchigen Curacao Urlaub zurückgekommen.Zu:
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Jap, unsere Favoriten waren Porto Mari, Playa Lagun und Cas Abao
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Wir haben in Daniel eine kleine "Villa" bzw. eher ein Haus mit Privatpool gemietet. War komplett ausgestattet, man konnte sich also auch gut selbst verpflegen. Preis 75€/Nacht bei Belegung mit 2 Personen + Nebenkosten. Lage fanden wir recht ideal. Das westliche Willemstad war sofort erreichbar und damit auch einige größere Einkaufsmöglichkeiten (Centrum Piscadera und Cost U Less). Außerdem war man sehr fix an den schönen Stränden und Nationalparks.
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Sehe ich genauso. Für Leute die nicht tauchen/schnorcheln wollen und auch jeden Tag Action brauchen sind 2 Wochen aber schon zu lang.
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Wir sind mit Englisch hervorragend zurecht gekommen.
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Für uns war Willemstad gar nichts. Klar, die bunten Häuserfassaden sind ganz schön, genauso wie die schwimmende Brücke. Ansonsten haben uns die Geschäfte (sehr viele Souvenir Shops) nicht so gut gefallen. Zum Shoppen, denke ich eher nicht geeignet. Vielleicht ändert sich das mit der Sambil Mall, wurde leider einen Tag nach unserer Abreise eröffnet. Einen Tag kann man da aber schon verbringen und sich auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen bzw. einfach entspannt was trinken oder in ein Kaffee setzen.
Insgesamt hatten wir einen sehr schönen und entspannten Urlaub. Die Einheimischen waren sehr freundlich und auch das Essen war gut. Wer sich nicht selbst verpflegen möchte, kann durchaus günstigere gute Restaurants finden. Z.B. Sol's Food, Trio Penotti, Mangos oder einfach die unzähligen Snack Läden an den Straßenseiten aufsuchen. Nicht vom Kioskfeeling abschrecken lassen, wir hatten 2x gute Erfahrungen

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Für Taucher sicherlich eine Super-Insel. Man kann fast von jedem Strand aus tauchen, die Riffkante ist häufig nur 50 Meter vom Strand entfernt. (Das spart enorme Kosten im Vergleich zum Bootstauchen). Die kleinen Strände sind keine perfekten Sandstrände, aber hier ist man manchmal sogar allein oder inmitten der Einheimischen. Allerdings gilt das nicht für die Gegend rund um Jan Thiel, da ist man so aufgehoben wie auf jeder anderen All-inclusive-Anlage auf der ganzen Welt.
Es gibt genug kleine Resorts, die liebevoll betreut werden, auch welche, die direkt am Wasser liegen. Und die bezahlbar sind. Auch die Flüge sind es, wenn man abwartet, kann man für 490 Euro von Amsterdam hin und zurück kommen.
Willemstad... ein Kleinod, auch weil es klein ist. Man muss sich einfach mal von der Hauptstraße weg bewegen, da ist Leben.
Wenn da die Kreuzfahrtschiffe anlegen, kann man Willemstad allerdings gut meiden. Aber die fahren meistens nachmittags oder früh abends wieder weg... (herrlich). Und dann genießt man z.B. den Sonnenuntergang (gegen 19 Uhr) bei einem Caipirinha und einem Catch of the Day vor dem Iguana-Cafe... (in dem kostenlosen Blättchen k-pasa kann man sich vorher erkundigen, ob überhaupt und wenn ja, welche und wie große Kreuzfahrer angelegt haben).
Nun, wer hier sicherlich nicht gut aufgehoben ist, das ist der Tourist, der zum Shoppen hier weilt: "Zum Shoppen, denke ich eher nicht geeignet. Vielleicht ändert sich das mit der Sambil Mall, wurde leider einen Tag nach unserer Abreise eröffnet." hm, das ist ein Rieseneinkaufszentrum einer Einkaufszentrumskette.... wer das will, muss nicht nach Curacao fahren. Das hat man sogar im Centro in Oberhausen...
' Ok, für die, die es brauchen, gibt es auch einen niederländischen Albert-Hein-Supermarkt, aber interessant sind die kleinen Läden, die manchmal bis spät in die Nacht auf haben.Essen gehen, nach Möglichkeit nicht in die größeren Nobelschuppen. Mc und Co kann man auch überahl auf der Welt besuchen. Die kleinen Bars, Kneipen sind da viel interessanter. Und wer einheimisch mit Einheimischen Essen gehen will, der suche mitttags die alte Markthalle auf (Marché Bieu) ... preiswertes lokales Essen ... allerdings nur in der warmen Mittagszeit, aber: es lohnt sich!
Ach ja, empfehlenswert sind die Tagesausflüge nach Klein-Curacao und auch ein kurzer Flug nach Bonaire 20 Minuten Flug, empfehlenswert ist die kleine Gesellschaft Divi Divi Air), kleiner und ruhiger als Curacao... und ideal zum Tauchen und Schnorcheln, nicht allerdings zum Shoppen...

So long im nächsten März bin ich wieder dort
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Hallo Curacoa!
Wir fliegen im Januar nach Curacao und sind schon sehr gespannt, was uns erwartet.
Kann mir jemand sagen, ob es besser ist, ein Hotel zu nehmen oder eben eines der (wirklich zahlreichen) Appartments (z.B. via airbnb)?
Vorteil des ersteren ist sicherlich, dass man eher Leute kennen lernt, Vorteil des zweiten dass man seine Ruhe hat
Wir sind eher keine echten Wasserratten, aber schnorcheln würde ich dann schon ausprobieren wollen (tauchen eher weniger, zu großer Respekt oder eher schon Angst). Außerdem gibt es ja 2 Golfplätze dort, die wollen wir sicherlich auch mal ausprobieren...
Zum shoppen fliegen wir sicher nicht hin, dazu muss ich ja nicht wirklich wegfliegen, das kann ich in Berlin und überall ebenso...

Danke für die Tips hier, das werde ich sicherlich vorher noch mal rausschreiben, wo man essen gehen kann etc. Bin für weitere Tips sehr dankbar

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Es kommt m.E. sehr darauf an, was Du erwartest und wie Du Deinen Urlaub gestalten willst.
Die Gegend um Willemstad (auch Richtung Jan Thiel) ist deutlich belebter und hat mehr Hotels. Dort hast Du "Leben" und die entsprechende Infrastruktur. Nachteil: Die Strände gefallen mir(!) dort überhaupt nicht und zum schnorcheln ist es auch nicht sooo toll (bis auf ein paar Ausnahmen).
Essen ist dort kein Problerm...weder in Form von Hotels, noch in Form von Restaurants oder Supermärkten (bei Selbstversorgung). Das Preisniveau ist in etwa wie hier bei uns...Gemüse/Obst ist .i.a.R. etwas teurer, auch Milchprodukte. Fleisch und Fisch sind dagegen teils deutlich günstiger.Willst Du es ruhiger, nimm ein Apartment oder ein kleines Hotel im Bereich zwischen Willibrodus und Westpunt...dort sind auch die m.M.n. schöneren Strände (z.B. Porto Mari, Große Knip) und auch die (wieder m.M.n.) deutlich besseren Schnorchelplätze (hier v.a. zwischen Lagun und Westpunt).
Ich bin gerade erst wieder zurück, war in Westpunt und fand die Playa Piscado mit Abstand am schönsten zum schnorcheln, mit kleineren Abstrichen auch noch die Kalki, die Forti und die Lagun.
Essen ist auch hier kein größeres Problem, einzigst der Weg zu einem Supermarkt kann auch mal ein paar Kilometer mehr betragen...aber ein Mietwagen ist auf der Insel eh "Pflicht".
Restaurants gibt es im Vergleich sicher nicht in der Menge und Auswahl, m.E. aber deutlich genug. -
danke Holginho,
ich werde das mit der Holden besprechen, ich denke es ist nicht so einfach wenn man nicht genau weiss, was man eigentlich will.
Willemstad interessiert uns natürlich schon, also könnte doch wieder Jan Thiel unser Gebiet sein, da gibt es auch massig Angebote, was Häuser und eben auch Hotels angeht. Denke schon, dass wir es etwas touristischer angehen wollen... Wenn man zum ersten Mal in einem fremden Land ist, muss man ja nicht gleich die einsamsten Ecken bewohnen...
Wie gesagt, werden wir wohl auch mal einen Strand bevölkern und vielleicht sogar schnorcheln, aber tauchen ist so gar nicht unseres. Da bleiben wir eher auf dem Land und jagen einer kleinen weissen Kugel hinterher...
Noch ist ja Zeit, soweit ich das überlblicke ist Mitte Januar auch nicht die Hochsaison und insofern können wir noch Informationen sammeln und in Ruhe überlegen.
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Soooo groß ist Curacao ja nicht und ein Mietwagen m.E. eh "Pflicht".
Wenn Golf für euch Priorität hat und ihr als Unterkunft ein Hotel favorisiert, dann würde ich die Gegend um Willemstad/Jan Thiel bevorzugen und die Strände/Schnorchelplätze dann mit dem Mietwagen anfahren...ebenso ggfs. die Nationalparks.