Aktuelle Hinweise u. Fragen zur Sicherheit im Türkeiurlaub
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@Holginho: hahahahahahahahah......
wie wahr, wie wahr...diesen "deutschen-Michel-Tourist" haben wir in Ägypten tatsächlich vorgefunden... Beim Abendessen mit Frau... Poloshirt (spannte am Bauch), kurze Hose, Sandalen und weiße Tennissocken, das ganze gekrönt mit einem Sonnenhut auf dem irgendwas mit "El Arenal" stand. Das war noch peinlicher als jeder andere aus gewissen Ländern rechts von uns (von oben aus betrachtet)

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Ich möchte mich an der Diskussion hier ( ja=Risiko, nein=kein Risiko ) nicht beteiligen. Jeder hat auf seine Weise recht. Nur, diejenigen, die bereits gebucht haben, und jetzt kalte Füsse bekommen, können nicht zurück, es sei, der Veranstalter akzeptiert eine Umbuchung. Was bei einer teureren Reise wohl eher möglich ist als ein Tausch in ein Billigangebot. Es fehlt bis heute die Rechtsgrundlage für einen Ausstieg aus dem Vertrag bei einer imaginären Gefährdung.
Ich habe eine eigene Meinung dazu: nach meiner Auffasssung befindet sich die Türkei im Kriegszustand, ist also ein Kriegsland. Das müsste eigentlich reichen, um kostenfrei stornieren zu können. Niemand kann garantieren, das möglicherweise kriegerische Auseinandersetzungen der Kriegsparteien an jeden Fleck in der Türkei verlagert werden können. Die Türkei bekämpft im Nord-Irak und in Syrien namentlich benannte Gegner. Wenn ich auch dem IS solche Aktionen in der Türkei weniger zutraue ( aber nicht ausschliesse ), das Problem sind die Kurden. Die zaghaften Friedensbemühungen der letzten 3 Jahre sind völlig unnötig von Herrn Erdogan über den Haufen geworfen worden.
Im Gegensatz z.B. zum Anschlag in Tunesien tut die Regierung nichts zur De-Eskalation, ganz im Gegenteil, die Auseinandersetzung eskaliert. Was mag sich da für ein Wutpotenzial mit denkbar unkontrollierbaren Racheakten aufbauen ?
Ich hoffe, das es den gemässigten Kräften in der Türkei und der Völkergemeinschaft gelingt, Herrn Erdogan von seinem Wege abzubringen. Aber es sind Zweifel angebracht.
Ich möchte mit meinen Ausführungen nur die aktuelle Situation in der Türkei bewerten, und keine weiteren Ängste schüren. Jeder muss das persönliche Risiko für sich selbst einschätzen und dann entscheiden. Aber die Politik in der Türkei tut zumindest zur Zeit nichts, um eine ( gefühlsmässige ) positive Zukunftsaussicht vorstellbar erscheinen zu lassen.Gruss Gabriela
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Nachtrag:
Der genaue Ausdruck in den Warnhinweisen lautete: "keep a low profile", was umschrieben wird mit : "avoiding attention or publicity" Frei übersetzt: "kein Aufsehen erregen, unauffällig bleiben.."
Mag jeder daraus machen, was er möchte... -
@vader70...wobei wir aber gerade ziemlich ins O.T. abdriften und bevor uns die Admins (zurecht!) ermahnen, oder einer der selbsternannten Foren-Robin-Hoods meint er müsse die bösen. bösen Power-user ermahnen, sollten wir zum Thema (welches ernst genug ist) zurückkehren!
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gabriela, wir lagen in der Vergangenheit gerade in reiserechtlichen Fragen "nicht immer auf einer Wellenlänge", hier ist aber der von Dir ins Spiel gebrachte Aspekt "Türkei aktuell = Kriegsland" u.U. durchaus näher zu beleuchten.
Die aktuelle Sichtweise ist übrigens die, das diese kriegsähnlichen Handlungen allerdings nicht auf dem Hoheitsgebiet der Türkei stattfinden und somit noch keine Relevanz gegeben ist.
Aber auch dies ist in diesem thread m.E. ziemlich O.T.
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In der heutigen Welt darf der Begriff "Kriegsland", also sich im Krieg befindend, nicht mehr mit den früheren klassischen Mustern -sprich zwei Armeen liegen sich an einer Front gegenüber- bewertet werden. Es sind heute eher Einzelaktivitäten, für die ein betroffenes Land sich "im Kriege befindend" erklärt. Anschläge, kurze militärische Schläge, wir sehen das heute leideer sehr oft in Afrika ( Boko Haram ) sowie in leider vielen anderen Ländern. Es sind die modernen Kriege geworden. Auch Amerika hat übrigenes nach dem Anschlag am 11.09. eine Kriegserklärung ( nicht gegen ein Land ) allgemein gegen den Terror ausgesprochen.
Soweit ich weiss, hat die PKK auf türkischen Gebiet 3 türkische Soldaten als Vergeltung erschossen.
Gruss Gabriela
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Das siehst Du so, das sehe ich im Grundsatz zumindest ähnlich...
...die "maßgeblichen Herren" allerdings folgen (zumindest aktuell) mehrheitlich der altbekannten Definition - insofern ist eher zu bezweifeln, das sich in der Hinsicht unter reiserechtlichen Aspekten etwas verändert.
Aber nochmal: Eine weitere Diskussion dazu wäre m.E. deutlich eher ein Fall für's Forum "Meinungen zu reiserechtlichen Fragen"...wenn überhaupt, da es sehr hypothetisch ist!
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Ja, da stimme ich bedingt zu. Ja, weil die hypothetische Frage, darf ich stornieren, wenn in dem Urlaubsland wie auch immer geartete kriegsähnliche Aktivitäten vollzogen werden, und die daraus resultierende Gefährdung pro und kontra das Recht auf kostenfreie Stornierung diskutiert werden muss ( müsste sicher in politischen Gremien viel dringender sein ) und der aktuelle Situation in der Türkei. Die ist nämlich aktuell und bleibt es auch.
Gruss Gabriela
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OT:
wenn mein Diskussionspunkt: ab wann ist ein Land im Kriegszustand ( und nur dieser Punkt würde zu definieren sein ) und es gibt dann die zwingend daraus resultierende Reisewarnung vom AA und alle daraus resultierenden Rechte der Vertragsauflösung würde in das forum "Reiserechtliche Fragen" verlagert werden, ist nur eine einzige Frage zu bewerten:
Reisewarnung erst nach einem Anschlag mit z.B. 5 ( 2 ? 10 ? 20 ? 100 ? Toten ), also als Reaktion auf ein tatsächliches Schreckensszenario, das die Welt erregt
oder schon früher durch Kriterien, die auf ein mögliches Ereignis mit möglichen Fakten wie vorher geschildet hindeuten.
Das müsste geklärt werden. Natürlich werden die RV eine eigene ( sehr individuelle ) Meinung dazu haben. Sehr schwierige Diskussion, das gebe ich gerne zu.
Aber es trifft die Befürchtungen derjenigen, die jetzt darüber brüten, was soll ich um Gottes Willen nur tun. Sie alle, die hier ihre Ängste offenbaren haben ein Recht auf eine Lösung und eine eindeutige Klärung. Was früher möglicherweise einfacher war ist mit Sicherheit in unserer heutigen Welt nicht mehr einfach.
Gruss Gabriela
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Bei einer Reisewarung geht es um eine Empfehlung einer Behörde, die sich sehr wohl über deren Konsequenzen bewußt ist. Im Grunde geht es nur um zivilrechtliche Auswirkungen auf abgeschlossene Verträge, aber die Reisebranche ist sehr mächtig. Da zählen Menschenleben oder deren Risiken nur wenig! Und selbst bei einer Teilreisewarung kann noch niemand kostenlos stornieren.
Business is usual... -
Erst einmal hat eine Reisewarnung keinerlei verbindliche zivilrechtliche Auswirkung, auch nicht für ein gesamtes Land ausgesprochen - was außerordentlich selten passiert.
Des Weiteren hat das mit der "Macht einer Branche" nicht das Mindeste zu tun - diese kann nach wie vor ihre Risiken evaluieren und die Reaktion entsprechend gestalten - behördlicher Rat hin oder her.
Eine lebensfeindliche Gesinnung zu unterstellen ist wahrlich grotesk!?
Grundlagen der Bewertung sind recht nüchtern - wenn keine Socke mehr in die Türkei fliegen will leitet man das Angebot um anstatt mit leeren Bombern Gelder zu verbrennen. Das passiert heute ratz fatz, und die Gemengelage kann quasi von heut auf morgen justiert werden.
Auch in der Reisebranche agiert nicht die Wohlfahrt sondern Unternehmen, die zu wirtschaftlich tadellosen Ergebnissen verdonnert sind.
Zudem existiert eine inherente weltweite Terrorwarnung - das ist imho soweit die Maßgabe.Schon gar nicht wird sich an der Gesetzeslage etwas ändern - dazu gibt´s viel zuviel Rumms auf der Welt - immer!
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Wenn die Reisebranche "mächtig" ist, dann hätte ich gerne einmal eine Definition von "mächtig".
Interessant wäre es zudem zu erfahren wie jemand auf den (ich formuliere mal höflich) "extrem schmalen Grat" kommt, daß in dieser Branche "Menschenleben oder deren Risiken nur wenig zählen"! -
Stimmt, die Unterstellung der Schutz der Reisenden hätte wirtschaftlichen Erwägungen nachzustehen, ist schlichterdings grotesk.
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Die meisten RV sind Aktiengesellschaften und leben vom Profit.
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Wollen wir wieder bei Adam und Eva anfangen und erklären, weshalb Reiseveranstalter - wie die Mehrzahl der Wirtschaftsunternehmen! - nicht gemeinnützig arbeiten?

Vollkommen unstreitig ist die Sicherheit ihrer Kundschaft ein weit überwiegendes Kriterium für die Unternehmen und wird nicht etwa ökononmischen Aspekten untergeordnet.
Ebenso wenig kann man dem AA mangelnde Fürsorge hinsichtlich der ausgesprochenen Warnungen unterschieben - wie gesagt betrachte ich derartige Hypothesen als geradezu grotesk.Grotesk ist auch die Hysterie, die solche Diskussionen in der schrecklich transparenten Reisewelt verursachen - vermutlich hat sich das Risiko im Promillebereich verschärft und war eher die allzu vertrauensselige Wahrnehmung vorher verkehrt.
Es werden Reisende nicht "dem Profit geopfert", auch fallen sie nicht durch´s Sieb der verantwortlichen Behörden sondern nehmen ihre Fürsorgepflicht überaus Ernst.Entspannt euch ... wägt reiflich ab und trefft dann eine für eure Situation passende Entscheidung.
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Man muss nur die richtigen Fragen stellen, dann bekommt man auch die richtigen Antworten. Nämlich die Antworten, die man hören will. Wenn das "Ergebnis" dann in der BILD-Zeitung veröffentlicht wird, darf man beruhigt davon ausgehen, welche Tendenz dieses Blatt als die repäsentative Meinung der "Deutschen" präferiert. Ich erinnere nur an an die Schlagzeilen in Sachen Grexit/Griechenland/die Griechen allgemein u.a.
Demnach würden 81% der Deutschen angesichts der militärischen Eskalation in der Türkei einen Urlaub dort ausschliessen. Viele, und ich schliesse mich nicht aus, haben zur Zeit ein flaues Gefühl im Magen. Flauer die, die schon gebucht haben, und wahrscheinlich zumindest ein bischen flau, die ( wie ich ) in nächster Zeit einen Urlaub dort planen.
Aber ich bezweifel, das die Zahl von 81% korrekt ermittelt worden ist. Dazu fehlen die Grundlagen, sprich wieviel Leute wurden wann und wo mit welcher konkreten Frage ( oder Fragen ) angesprochen.
Wohlgemerkt, ich habe eine eigene Meinung zur aktuellen Situation in der Türkei, wie ich sie hier auch artikuliert habe. Das Verhalen der türkischen Regierung ist in meinen Augen völlig unverständlich. Innenpolitische Gründe -weil machtpolitische Interessen- rechtfertigen die kriegerischen Aktionen nicht.
Ich hoffe sehr, das der Tourismusverband in der Türkei seinen ganzen Einfluss geltend machen wird, um die potenziellen Schäden für den Wirtschaftszweig darzulegen.Gruss Gabriela
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Es sind in den letzten 2 Monaten ca 14% weniger Buchungen eingegangen.Ob es nur am Krieg/Sicherheit liegt ?
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Ich habe irgendwo gelesen, das in den letzten Tagen rund 30.000 Briten von der Türkei ( diese Zahl kann möglicherweise auch Ägypten mit betreffen ) nach Spanien umgebucht haben.
Wo es Verlierer gibt, gibt es eben immer auch Gewinner. Ich lege Wert auf die Klarstellung, das ich den Begriff "Kriegsgewinnler" bewusst nicht verwendet habe.Die Rückgänge der russsischen Buchungen dürften aber bereits eingepreist sein.
Gruss Gabiela
