SÖP hilft bei Unregelmäßigkeiten bei der Beförderung
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Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr bedeutet diese Abkürzung - und steht für einen wirklichen Segen für jene Passagiere, die keinen Rechtschutz besitzen oder keine Provisionen an Inkassounternehmen vergeuden möchten.
Die SÖP vertritt die Interessen von Flug-, Bahn- oder Busreisenden im Falle erfolgloser Ausgleichsfoderungen an die Beförderer.
Zu beachten sind bei der Inanspruchnahme der SÖP Dienstleistung folgende Kriterien:- Die Einrede beim Beförderungsunternehmen muss abschlägig beschieden worden sein.
- Das Beförderungsunternehmen muss sich als Mitglied dem Trägerverein angeschlossen haben.
Die Aufgabe:
Die Schlichtungsstelle soll streitige Fälle zwischen Passagier und Beförderungsunternehmen vorgerichtlich klären und einen Lösungsansatz herbeiführen.
Die Verfahrensdauer ist (noch!?) erheblich kürzer als vor Gericht, man erhält hochkompetenten Beistand und es kostet nichts.Etliche Hilfestellungen sind direkt schon auf der Homepage abrufbar, eine großartige Einrichtung mit anscheindend noch immer nicht so ganz breiten Bekanntheitsgrad.
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Bis zu einem abschlägigen Bescheid des Beförderungsunternehmens ist es oft ein langer steiniger Weg. Das schreckt viele Leute ab, sie trauen sich nicht gegen Airlines vorzugehen, ich übrigens auch. Viele Airlines versuchen ja Ausgleichszahlungen über Monate hin zu verschleppen/verzögern, da fühlt man sich als Verbraucher im Nachteil.
AB war ja bis zu seiner Auflösung so ein Kandidat, die hatten sich ja richtig spezialisiert darauf nicht zu reagieren, versuchen die Angelegenheit im Sand verlaufen zu lassen, zu versuchen den Verbraucher zur Aufgabe zu veranlassen.
Außerdem ist es mMn bei den Airlines ein Unterschied ob Forderungen von einem Inkassounternehmen oder von Erna Müller aus Wanneeickel gestellt werden.
Deswegen bin ich nach wie vor ein Fan der Inkassounternehmen und sehe dessen Gebühren nicht als Vergeudung. -
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Jene, die es als Vergeudung betrachten, haben jedenfalls eine Alternative, wenigstens bei einigen Verkehrsunternehmen.
Ich bestreite nicht die "Meinung" eine Einrede mittels Inkasso mache mehr Eindruck, ich bestreite das Vorliegen eines belastbaren Beweises.
An sich war dieser Thread für Fragen rund um die SÖP gedacht, nicht als weitere Plattform für Inkasso-Fans. Derer gibt´s schon genug! -
Beispielsweise die Trägerschaft ...
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Bis zu einem abschlägigen Bescheid des Beförderungsunternehmens ist es oft ein langer steiniger Weg. Das schreckt viele Leute ab, sie trauen sich nicht gegen Airlines vorzugehen, ich übrigens auch. Viele Airlines versuchen ja Ausgleichszahlungen über Monate hin zu verschleppen/verzögern, da fühlt man sich als Verbraucher im Nachteil.
AB war ja bis zu seiner Auflösung so ein Kandidat, die hatten sich ja richtig spezialisiert darauf nicht zu reagieren, versuchen die Angelegenheit im Sand verlaufen zu lassen, zu versuchen den Verbraucher zur Aufgabe zu veranlassen.
Außerdem ist es mMn bei den Airlines ein Unterschied ob Forderungen von einem Inkassounternehmen oder von Erna Müller aus Wanneeickel gestellt werden.
Deswegen bin ich nach wie vor ein Fan der Inkassounternehmen und sehe dessen Gebühren nicht als Vergeudung.@wiener-michl sagte:
Bis zu einem abschlägigen Bescheid des Beförderungsunternehmens ist es oft ein langer steiniger Weg.
Korrektur:
LVU haben 2 Monate Zeit zu antworten, alle anderen Verkehrsbetriebe 1 Monat.
Hat der Verbraucher nach Ablauf dieser Frist keine Antwort erhalten, kann ebenfalls die SÖP eingeschaltet werden!
Ich kann jedenfalls keinen Nachteil gegenüber den Inkassounternehmen erkennen, und mögen sich die "Fans" ggf. um eine treffliche Argumentation pro bemühen ... ?! -
Bis zu einem abschlägigen Bescheid des Beförderungsunternehmens ist es oft ein langer steiniger Weg. Das schreckt viele Leute ab, sie trauen sich nicht gegen Airlines vorzugehen, ich übrigens auch. Viele Airlines versuchen ja Ausgleichszahlungen über Monate hin zu verschleppen/verzögern, da fühlt man sich als Verbraucher im Nachteil.
AB war ja bis zu seiner Auflösung so ein Kandidat, die hatten sich ja richtig spezialisiert darauf nicht zu reagieren, versuchen die Angelegenheit im Sand verlaufen zu lassen, zu versuchen den Verbraucher zur Aufgabe zu veranlassen.
Außerdem ist es mMn bei den Airlines ein Unterschied ob Forderungen von einem Inkassounternehmen oder von Erna Müller aus Wanneeickel gestellt werden.
Deswegen bin ich nach wie vor ein Fan der Inkassounternehmen und sehe dessen Gebühren nicht als Vergeudung.@wiener-michl sagte:
Außerdem ist es mMn bei den Airlines ein Unterschied ob Forderungen von einem Inkassounternehmen oder von Erna Müller aus Wanneeickel gestellt werden.
Genau, nur hast du in deinem Gebet den Part vergessen, um den es hier geht: SÖP. Genauso gut mit Fachpersonal und Know how bestückt wie ein Inkassounternehmen, nur 30% günstiger. Auch ich wünsche mir, dass dieser Thread für die User nicht unnütz zerredet wird, für die sich @vs die Mühe gemacht hat, diesen Thread zur SÖP ins Leben zu rufen. Vorsorglich merke ich aus gegebenem Anlass an, dass OTs an mich per PN auszutragen sind, um diesen Thread mit fachlichen Informationen und Anfragen beisammenzuhalten und andere User nicht zu langweilen.
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Dieser Beitrag wurde gelöscht!
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Ich votiere für "juanito´s ganz persönlicher Humor" und nehme den Einwurf nicht ernst ...

Nochmal - weil ich mich da wirklich sehr unpräzise ausgedrückt habe:
Ein "abschlägiger Bescheid" ist auch dann anzunehmen, wenn sich das LVU 2 Wochen nach Erhalt der Beschwerde noch nicht dazu verlautbart hat. Man kann also sehr zeitig alternativ und kostenlos die SÖP mit dem Anliegen befassen, was jedenfalls aus meiner Sicht einen hier verargumentierten Nachteil gegenüber den Inkassoläden (=Wirtschaftsunternehmen, die mit Beschwerden Kohle scheffeln) weitestgehend aufhebt. -
Mit "30% günstiger" ist tatsächlich die durchschnittliche Inkassoprovision auf die Forderung des Beschwerdeführers gemeint, die bei der SÖP nicht anfällt. Aber ich hatte gehofft, dass es selbsterklärend ist
. Vielleicht hätte ich es dir @juanito mit kubanischen Bananen erklären sollen
. Aber mal Spaß beiseite. Ich selbst habe bisher einmal die SÖP bemüht bei einer Flugverspätung von gut 17 Stunden. Ich fühlte mich sehr gut betreut. Das Verfahren ist einfach, die Homepage selbsterklärend. Letztendlich hat Air Berlin die Empfehlung der SÖP zur Schlichtung abgelehnt. Die Begründung der SÖP zur Schlichtungsempfehlung war derart detalliert und rechtlich versiert, dass ich bei einer Klage nicht mal mehr einen Anwalt gebraucht hätte
. Da ich zudem rechtschutzversichert bin, hätte ich es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen und hätte mit einer derart versierten Begründung der SÖP sicher auch eine Kostenzusage bekommen. Air Berlin hat letztendlich zwischenzeitlich Insolvenz angemeldet. Da ich das Geld nicht zur Refinanzierung meiner nächsten Reise benötigte und mir der immaterielle Schaden durch den Verlust eines Tages meiner individuell gebuchten Rundreise in Sri Lanka sowieso niemand ersetzen konnte, hatte ich mir schon insgesamt anderthalb Jahre Zeit für das Verfahren gegönnt
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Die Initiative zu diesem Thread als Information für Betroffene habe ich ergriffen als ein User berichtete, er habe gelesen, dass die SÖP einen Betrag X "zuerkannt" habe, das LVU dieser Forderung aber widersprochen habe.
Dadurch erschien er mir ratsam, da die tatsächliche Aufgabe der SÖP - nämlich eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten herbeizuführen - offenbar noch weitgehend unbekannt ist.Ebenfalls gut zu wissen:
Im Verfahren wird der Sachstand geprüft, ein entsprechender Vorschlag beiden Parteien unterbreitet und schließlich darüber Einigkeit erklärt oder nicht.
Falls sich die Kontrahenten nicht einigen können wird das Verfahren abgeschlossen und den Beteiligten stehen weitere Möglichkeiten zur Nutzung zur Verfügung. Gerichtliche Entscheidungen nämlich ficht die Schlichtungsstelle nicht herbei. -
SÖP ist ohne Zweifel eine gute Sache- die Schaffung eines eigenen Threads ist mehr als berechtigt.
Ich befürchte, dieses Thema wird sicher auch in den kommenden Monate hochaktuell bleiben.
Dazu gibt es jetzt auch mal Zahlen:
Die FVW-online zitiert dazu einen dpa Bericht.
Zitat:
".....Im ersten Halbjahr 2018 gingen 7745 Schlichtungsanträge von Fluggästen ein, das waren 45 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreshalbjahr, wie die Einrichtung nun mitteilt. Allein im Juni waren es mehr als 2000 Fälle. Für alle Verkehrsträger zusammen gingen von Januar bis Juni 9589 Anträge ein, das ein bedeutet Plus von 37 Prozent...."
ZitatendeAlleine daran ist zu erkennen, wie dringend erforderlich diese Instititution ist!
Zum Thread:
Bitte bleibt hier sehr eng beim Thema-denn wir wollen Usern -die meist über Suchmaschinen in unser Forum kommen- eine echte Hilfestellung und gebündelte Infos anbieten.
Daher werden wir auch alles, was nichts mit dem Thema zu tun hat kurzerhand-- und ohne weitere Mitteilung- löschen. Wir pinnen diesen Thread jetzt oben fest.
Danke für Euer Verständnis. -
SÖP braucht derzeit dann auch etwas Geduld, bedingt durch die vermehrt Flugverspätungen diese Jahr.
Ich habe meine Flugverspätung mit Condor von Juli nach 2 Monaten an die SÖP übergeben, da Condor zwar den Eingang bestätigt hat, das war es aber auch. Direkt am Anfanf wurde mir mitgeteilt, dass ich bitte 3 Monate nicht nachfragen soll ...... ich wartetet nun schon frohgemut auf Anfang Januar, um endlich nachfragen zu können und erhielt heute eine Mail, dass es aufgrund des erhöhten Aufkommens noch dauert, man benachrichtige mich sobald sich etwas tut, nachfragen soll ich auch weiterhin nicht ...... fällt mir schwer, aber die Verjährung ist wohl während der Schlichtung gehemmt und es entstehen mir keine Nachteile..... ich bin gespannt. -
Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre - du sollstest demnach allen Grund haben entspannt zu sein.
Die SÖP schafft zur Zeit zahlreiche neue Stellen und bereitet sich personell auch auf das mögliche Zusatzaufkommen durch Mitglieder aus der Kategorie Reiseveranstalter vor. -
Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre - du sollstest demnach allen Grund haben entspannt zu sein.
Die SÖP schafft zur Zeit zahlreiche neue Stellen und bereitet sich personell auch auf das mögliche Zusatzaufkommen durch Mitglieder aus der Kategorie Reiseveranstalter vor.Hallo,
und schon am 14.1.19 gab es diese erfreuliche Antwort der SÖP:
„Condor Flugdienst GmbH hat nun mitgeteilt, dass sie ohne Anerkennung einer Rechtspflicht Ihre Forderung in vollem Umfang anerkennt und zu einer Zahlung in Höhe von 400,00 EUR bereit ist.
Die Abwicklung erfolgt nun direkt zwischen Ihnen und der Fluggesellschaft....... usw.
Erfreulicherweise ist das Geld nun Ene des Monats auch schon da. Mir hat also die SÖP sehr geholfen.
VG Bibi
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Leider sind meine Erfahrungen mit der SÖP nicht zufriedenstellend; auch bei mir ging es, wie im Beitrag von bibkommt, um einen Fall von Flugverspätung aus dem Juli 2018.
Auch ich habe nach Ablauf der drei Monate, in denen die betreffende Airline Stellung beziehen kann, eine Schlichtung angemahnt und natürlich auch prompt den Hinweis auf die Vielzahl der Fälle und die Bitte um Geduld bekommen, da ja keine Verjährung drohe und man "mit Hochdruck" an einer Lösung arbeite.
Da es um die Germania ging, stehe ich damit jetzt komplett im Regen.
Wenn eine Institution, die man als festen Bestandteil im Prozedere zur Durchsetzung von Fluggastrechten geschaffen hat, personell so mager besetzt ist, dass sie ihren Auftrag nicht ordentlich erfüllen kann, wird man als Verbraucher in einer völlig falschen Sicherheit gewiegt.
Wenn man weiter bedenkt, dass Airlines Beschwerden anscheinend generell erst einmal mit einer automatisierten email-Antwort ins Nirwana verschieben, ohne sich im geringsten weiter damit zu beschäftigen (Hauptsache, erstmal abgebogen), habe ich auch kein Verständnis dafür, dass sie dann noch einmal drei weitere Monate Zeit zur Stellungnahme bekommt, wenn die SÖP den Fall (nach bereits vorgeschalteten zwei Monaten Wartezeit!) schließlich übernommen hat.
Also, die Grundidee der SÖP ist sicherlich eine gute - aber das muss eben auch mit Leben gefüllt werden. -
Ich halte es für unangemessen, die SÖP pauschal infrage zu stellen, nur weil deine Forderung zufällig von einer Insolvenz verhagelt wurde.
Mein Mitleid hält sich offengestanden in Grenzen.
Zudem berücksichst du nicht den Umstand, dass die Insitution einen explosionsartigen Anstieg an Fällen verzeichnet hat durch die chaotischen Verhältnisse im letzten Jahr.
Sorry, aber so einen Blickwinkel nur auf die eigene Causa begrenzt halte ich für nicht besonders wertvoll.
