Entwicklung der Reisebranche nach Corona
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Guten Morgen,
Sagt mal,
ich weiß dass wir hier viele richtige Reiseprofis an Bord haben.
Mich würde mal interessieren wie Ihr die Tourismusbranche heute nach Corona seht.
Beispielsweise die Hotelbelegung auf den spanischen Inseln, aber auch generell das Touristenaufkommen pro Jahr vor Corona bis heute.
Haben wir die Zahlen von vor der Pandemie schon wieder erreicht?
Und wie sieht es mit den Flügen aus? Sind die eingemotteten Flieger wieder aktiv oder werden Teile davon verschrottet?
Ich habe gelesen dass beispielsweise auf Mallorca noch viele Hotels nicht wieder geöffnet haben.Habt Ihr Quellen wo man das nachlesen kann?
Noch schöner wären natürlich Infos und Meinungen von Euch Profis.
Danke schon jetzt und sorry dass ich so ein komplexes Thema aufmache.. ich habe einfach das Gefühl nicht viel darüber zu wissen obwohl ich doch so gerne reise.
Habt einen schönen Sonntag.
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Hallo webgambler.
Ich bin kein Reiseprofi, habe aber verfolgt und verfolge immer noch die eine oder andere Entwicklung, z.B. die auf Mallorca und auf den griechischen Inseln.
Was Mallorca angeht, so wäre interessant zu wissen, wann und wo du gelesen hast (Quelle ?) , dass auf Mallorca noch viele Hotels nicht geöffnet haben.
Auf der Insel ging es schon relativ früh los - Belegung zu Ostern , Ansonsten heißt es u.a. man läge noch leicht unter dem Rekordjahr 2019 - hier zu lesen + weitere Infos
Zum Tourismus 2023 in Griechenland - hier was von Februar Es gibt sehr viel mehr darüber im Netz.
Und hier geht's zu Überlaufene Ferienorte - Urlaub 2023: An diese Orte sollten Sie besser nicht mehr fahren (darunter auch Mallorca und Kreta)
Thema ist die Sache natürlich auch hier in den Länderforen. Und Günter hat recht regelmäßig in diversen Threads darüber berichtet.
Dir auch einen schönen Sonntag. -
Hallo webgambler.
Ich bin kein Reiseprofi, habe aber verfolgt und verfolge immer noch die eine oder andere Entwicklung, z.B. die auf Mallorca und auf den griechischen Inseln.
Was Mallorca angeht, so wäre interessant zu wissen, wann und wo du gelesen hast (Quelle ?) , dass auf Mallorca noch viele Hotels nicht geöffnet haben.
Auf der Insel ging es schon relativ früh los - Belegung zu Ostern , Ansonsten heißt es u.a. man läge noch leicht unter dem Rekordjahr 2019 - hier zu lesen + weitere Infos
Zum Tourismus 2023 in Griechenland - hier was von Februar Es gibt sehr viel mehr darüber im Netz.
Und hier geht's zu Überlaufene Ferienorte - Urlaub 2023: An diese Orte sollten Sie besser nicht mehr fahren (darunter auch Mallorca und Kreta)
Thema ist die Sache natürlich auch hier in den Länderforen. Und Günter hat recht regelmäßig in diversen Threads darüber berichtet.
Dir auch einen schönen Sonntag.Überflüssiges Zitat entfernt!
Hallo kourion,
Danke schon einmal, ich kann Dir beim besten Willen nicht mehr sagen wie genau ich von den geschlossenen Hotels auf Mallorca gelesen habe, es war aber wahrscheinlich im Gewirr von Facebook. Es muss aber im März gewesen sein weil ich da wegen einer Buchung recherchiert habe. -
Ich schreib da gerne In Kürze mal ausführlicher was dazu, momentan komme ich leider nicht dazu
Aber dennoch ganz kurz:
Thema Mallorca- natürlich sind die allermeisten Hotels offen, die meisten gut bis sehr gut ausgebucht. Die Insel ist rappelvoll
Das Problem bei machen Saisonhotels war, man hatte kaum Personal gefunden, konnte daher nicht öffnenIn der Zwischenzeit hat man das aber auch über höhere Löhne, bessere Arbeitszeiten, garantierte Ruhezeiten usw. in den Griff bekommen
Die durchgängig geöffneten Häuser - hatten dieses Problem kaum. -
Ich schreib da gerne In Kürze mal ausführlicher was dazu, momentan komme ich leider nicht dazu
Aber dennoch ganz kurz:
Thema Mallorca- natürlich sind die allermeisten Hotels offen, die meisten gut bis sehr gut ausgebucht. Die Insel ist rappelvoll
Das Problem bei machen Saisonhotels war, man hatte kaum Personal gefunden, konnte daher nicht öffnenIn der Zwischenzeit hat man das aber auch über höhere Löhne, bessere Arbeitszeiten, garantierte Ruhezeiten usw. in den Griff bekommen
Die durchgängig geöffneten Häuser - hatten dieses Problem kaum.@guenter-holidaycheck sagte:
Ich schreib da gerne In Kürze mal ausführlicher was dazu, momentan komme ich leider nicht dazu
Danke Günter, ich freue mich natürlich auf Deine weiteren Ausführungen :-).
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Reiseprofi schlechthin ist hier ja nun mal Günter der sich ja noch ausführlicher äußern wird. Die Erfahrung zeigt, zumindest mir, anschließend ist man immer schlauer.
Was kann ich als User-Experience in Sachen Reisen beisteuern? Unser jährlicher Reise-Hotspot Kreta ist immens gut gebucht, die Preise haben angezogen. Das gilt für Hotel, Mietwagen, Flüge und natürlich auch in den Restaurants und Bars. Viele Gastgeber berichten von echten Personalproblemen, sie bekommen schlicht zu wenig Servicekräfte. Zudem wird wegen der hohen Nachfrage die Saison auf Kreta, zum Teil deutlich, verlängert. Nach den Herbstferien wurden recht zügig die Bürgersteige hochgeklappt und die Kreter konnten sich bis Ostern von den Touristen erholen und die kommende Saison vorbereiten. Mittlerweile geht die (Neben-)Saison auf Kreta bis November und bereits im April sind zahlreiche Ecken wieder gut besucht. TUIfly hat bereits den Sommer 2024 zur Buchung freigeschaltet. Und auch wenn die Preise noch nicht belastbar sind: Die Richtung zeigt weiter nach oben, teilweise sehr deutlich.
Auf der Langstrecke Richtung Asien (Thailand, Indonesien) scheint Corona ebenfalls keine Einschränkungen mehr zu bringen. Gerade die Flugpreise sind deutlich gestiegen. Die Nachfrage, gerade auch nach den Premiumklassen, scheint erheblich höher als in der Vor-Corona Zeit zu sein. Zwei angefragte Hotels auf Koh Samui und Koh Phangan melden für Mitte Februar 2024 "fully booked". Zumindest in den angefragten Zimmerkategorien. Eine kleine Taucherinsel in Indonesien habe ich im August 2022 für Januar 2024 als erste freie Möglichkeit gebucht.
Tatsächlich sind noch einige Flugzeuge eingemottet, so einige A380. Das liegt aber an anderen Herausforderungen als fehlender Nachfrage. Die Airlines haben ebenfalls nicht ausreichend Personal um die Flugzeuge anständig bereedern zu können, beim A380 fehlt teilweise die Logistik um sie zum Beispiel im spanischen Teruel wieder wachzuküssen.
Will sagen: Alles was ich lese, höre und sehe, hat die Reisebranche sich nicht nur erholt. Es scheint geradezu ein wenig Goldgräberstimmung zu herrschen. Vor zwei Jahren dürfte niemand eine so deutliche und offenbar nachhaltige Erholung erwartet haben. -
Reiseprofi schlechthin ist hier ja nun mal Günter der sich ja noch ausführlicher äußern wird. Die Erfahrung zeigt, zumindest mir, anschließend ist man immer schlauer.
Was kann ich als User-Experience in Sachen Reisen beisteuern? Unser jährlicher Reise-Hotspot Kreta ist immens gut gebucht, die Preise haben angezogen. Das gilt für Hotel, Mietwagen, Flüge und natürlich auch in den Restaurants und Bars. Viele Gastgeber berichten von echten Personalproblemen, sie bekommen schlicht zu wenig Servicekräfte. Zudem wird wegen der hohen Nachfrage die Saison auf Kreta, zum Teil deutlich, verlängert. Nach den Herbstferien wurden recht zügig die Bürgersteige hochgeklappt und die Kreter konnten sich bis Ostern von den Touristen erholen und die kommende Saison vorbereiten. Mittlerweile geht die (Neben-)Saison auf Kreta bis November und bereits im April sind zahlreiche Ecken wieder gut besucht. TUIfly hat bereits den Sommer 2024 zur Buchung freigeschaltet. Und auch wenn die Preise noch nicht belastbar sind: Die Richtung zeigt weiter nach oben, teilweise sehr deutlich.
Auf der Langstrecke Richtung Asien (Thailand, Indonesien) scheint Corona ebenfalls keine Einschränkungen mehr zu bringen. Gerade die Flugpreise sind deutlich gestiegen. Die Nachfrage, gerade auch nach den Premiumklassen, scheint erheblich höher als in der Vor-Corona Zeit zu sein. Zwei angefragte Hotels auf Koh Samui und Koh Phangan melden für Mitte Februar 2024 "fully booked". Zumindest in den angefragten Zimmerkategorien. Eine kleine Taucherinsel in Indonesien habe ich im August 2022 für Januar 2024 als erste freie Möglichkeit gebucht.
Tatsächlich sind noch einige Flugzeuge eingemottet, so einige A380. Das liegt aber an anderen Herausforderungen als fehlender Nachfrage. Die Airlines haben ebenfalls nicht ausreichend Personal um die Flugzeuge anständig bereedern zu können, beim A380 fehlt teilweise die Logistik um sie zum Beispiel im spanischen Teruel wieder wachzuküssen.
Will sagen: Alles was ich lese, höre und sehe, hat die Reisebranche sich nicht nur erholt. Es scheint geradezu ein wenig Goldgräberstimmung zu herrschen. Vor zwei Jahren dürfte niemand eine so deutliche und offenbar nachhaltige Erholung erwartet haben.@du-darfst sagte:
Will sagen: Alles was ich lese, höre und sehe, hat die Reisebranche sich nicht nur erholt. Es scheint geradezu ein wenig Goldgräberstimmung zu herrschen. Vor zwei Jahren dürfte niemand eine so deutliche und offenbar nachhaltige Erholung erwartet haben.
Danke für Deine Mühe bei der Beantwortung meiner Fragen.
Ja, ich freue mich natürlich sehr auf die Stellungnahme von Günter, aber Du steckst ja offensichtlich auch ganz tief im Thema.Toll wie Du die Themen abgearbeitet hast und mir schon einen tieferen Einblick in die Situation gewährt hast.
Ich selbst bin ganz gut situiert so dass ich mir auch zukünftig Urlaub leisten kann und möchte.
Ich finde es aber erstaunlich dass in Zeiten der Inflation aus bekannten Gründen so viele Leute so viel Geld in Reisen investieren.Mein 10 tägiger Urlaub auf Kreta 2022 würde unter exakt den gleichen Bedingungen heute 550 Euro pro Person mehr kosten. Vielleicht ist es einfach mit dem Nachholbedarf nach der Pandemie zu begrūnden.
Danke noch einmal für die tiefen Einblicke.
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Hier noch ein weiterer Aspekt zu den hohen Preisen: Fehlende Flugzeuge! Sowohl Boeing (insbesondere) als auch Airbus können ihre Auftragsbücher gar nicht so schnell abarbeiten wie der Markt es braucht. Bei Boeing kommen natürlich die Verzögerungen im Zusammenhang mit der 737 MAX sowie Qualitätsmängel beim Dreamliner (Boeing 787) dazu.
Zum nachlesen: Klick -
Wie viele Flieger - in Corona-Zeiten eingemottet - stehen denn noch in Teruel herum? Es ist weniger ein Problem neuer Hardware. Ich denke das ist eher eine Personalproblem in der Fliegerei!
Was mich interessieren würde - haben sich die Reiseströme verändert? In Corona-Zeiten waren mehr PKW-Reisen in Europa gefragt. Fernreisen gingen gar nicht mehr, ebenso Kreuzfahrten. Ich entnehme dem Forum hier, dass eher nähere Warmwasserziele, Mittelmeer, Kanaren, Ägypten gefragt sind, zumindest im Pauschalbereich. Des weiteren entnehme ich der eigenen Erfahrung, dass die Staus auf den Straßen in den Süden sowie an die Nord/Ostseeküsten extrem länger geworden sind was für eine gute Individualbereisungsquote spricht.
Von Südostasien etc. liest man hier im Forum nur noch sehr wenig, das war vor Corona noch ganz anders!
Bin gespannt was Günter für Zahlen beizusteuern hat bzw. darf.
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Hier noch ein weiterer Aspekt zu den hohen Preisen: Fehlende Flugzeuge! Sowohl Boeing (insbesondere) als auch Airbus können ihre Auftragsbücher gar nicht so schnell abarbeiten wie der Markt es braucht. Bei Boeing kommen natürlich die Verzögerungen im Zusammenhang mit der 737 MAX sowie Qualitätsmängel beim Dreamliner (Boeing 787) dazu.
Zum nachlesen: Klick@du-darfst sagte:
Zum nachlesen: Klick
Danke!
Dass das globale Verkehrsaufkommen noch unter dem von 2019 liegt ist meines Erachtens auch damit zu begründen dass die Anzahl der Business Traveler deutlich geringer ist als vor der Pandemie.
Aufgrund der Tatsache dass Videokonferenzen inzwischen zum Alltag gehören wird sich das auch kaum noch ändern. -
Das mit den Reiseströmen, gerade nach Italien, Kroatien, aber auch Sardinien z.B. stimmt. Da läuft es momentan sehr, sehr gut. Also via HotelOnly .Auch wenn die Hotels preislich angezogen haben.
Wenn man als Familie mit zwei Kindern die Preise aufruft, egal wohin-- weiß man warum. Jetzt schlagen die Flugpreise voll durch. 4000 Euro als Pauschalurlaub für eben diese Familie Mustermann für 8-10 Tage Mallorca -ist eben schon ein Preis, der wehtun kann. Da setzen sich eben schon einige ins Auto buchen ihr Hotel direkt.
Ostsee --Nordsee ebenfalls sehr gut gebucht, das war aber schon letztes Jahr so.Zum Bereich fehlende Fluggeräte wurde ja schon einiges gepostet- mit dem Mangel - der ist Wirklichkeit--wird man noch ein Weilchen leben müssen.
Daher gehe ich darauf nicht besonders ein.
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Goldgräberstimmung? Nein, die herrscht in der Branche sicher nicht. Man darf den netten Marketing-Sprüchen und Jubelchören der VA nicht immer so ganz trauen.da ist auch viel Motivation dabei.
Sagen wir mal eine gewisse Zufriedenheit , das passt eherNehmen wir uns mal ein paar Destinationen vor- besser in Kurzform, sonst wird das ein Roman.
Die Kanaren
Sicher keine Destinationen, die aus dem deutschen Quellmarkt momentan sehr gut gebucht wird., Alle Kanareninseln hinken unterschiedlich ausgeprägt hinterher. Die Flugpreise sind sehr hoch -und für einen reinen Badeurlaub sind auch die Hotelpreise recht anspruchsvoll geworden Urlauberzahlen liegen hinter denen von 2019.Ägypten:
Läuft auch aus dem Quellmarkt D heraus gut, die Preise- nichts Neues- haben kräftig angezogen,das scheint aber viele Urlauber nicht sonderlich zu belasten.
Und--- wir sind eben nicht der Nabel der touristischen Welt- Ägyptenurlauber kommen aus sehr vielen anderen Quellmärkten, aktuell auch auch wieder deutlicher aus dem russischen, das läuft dann flugtechnisch eben über das Drehkreuz Istanbul..Punkt.
Türkei.
Boomt. Die Hotelpreise wie auch die Flugpreise -sind bekanntlich deutlich gestiegen, die Urlauberzahlen aus D sind sehr hoch. Ich bemühe mich gerade um übergreifende Zahlen- die liefere ich noch nach- es gibt zwar welche, aber die sind nicht freigegeben.
Preislich wird sich- da sind sich alle Experten einig -nichts mehr nach unten tun. Inflation, gestiegene Einkaufspreise, Lohnerhöhungen, gerade auch über den Sektor Mindestlohn (wurde Anfang 2023 um 50% erhöht auf 8.500 Lira) Im Bereich Mindestlohn arbeiten sehr viele im türkischen Tourismus.
Mallorca
Boomt, aber es gibt wohl offensichtlich auch Löcher im August-kleinere im September-- darüber spricht man so öffentlich nicht so gerne.
Am besten sieht man das an solchen Feinheiten, wie plötzliche "Öffnung für Buchungen eigener oder gebrandeten VA Hotels- auch für die Konkurrenz. Das ist schon beachtlich, weil man gerade über Eigentum oder Branding die Preise gut unter Kontrolle hat.
Namen lasse ich raus, das sind Insider Infos. Dafür bitte ich um Verständnis.
Tunesien
Es wurde in den letzten zwei Jahren hotelseitig vieles getan-- könnte generell eine Ersatzdestination werden.
Besonders im Hinblick auf die teuer gewordene Hotels wie z.B die in der Türkei.
Nur --da haben wir aktuell ein massives Problem bei den Flügen, kaum Kapazitäten vorhanden.Also für 2023 wird das erstmal nicht viel mehr werden.
Man hört aber von allen VA, dass vermutlich 2024 ein sehr starkes Tunesien-Jahr werden könnte
Kreta ( als größte griechische Destination beispielhaft)
Die Saison läuft gut, aber man hört auch, dass die Gästezahlen von 2022 jetzt doch ein Stückchen besser waren.
Den Traum mit der Ausdehnung auf den November teile ich rein sachlich gesehen nicht. Damit bin ich aber nicht alleine
Das Thema kommt immer wieder hoch und ist nicht neu. Von Flügen reden wir da noch nicht mal.Da hat es eine TUI -die das ja lautstark ankündigt-mit der eigenen TUIfly noch relativ einfachDie Hotelzimmer kann man via Klima heizen, aber das muss man- so sagen die Fachleute--- in den Hotel insgesamt tun. Also auch Flure, usw. Das kann man nachrüsten, wird man aber erst, wenn es sich von den Gästezahlen rentiert.
Flair und Urlaubserlebnis außerhalb:
Hinzu kommt ,dass die Geschäfte und die Bars und Restaurants oft familiengeführt sind -da erwartet man sehnsüchtig die freie Zeit nach der normalen Saison .
Ganz abgesehen davon ist es sicher kein besonderes Urlaubsfeeling, wenn die meisten Geschäfte die Rolläden unten haben- weil für sie die Saison Ende Oktober einfach "gelaufen" ist..
Gilt auch für das Hotelpersonal,die meisten arbeiten wirklich 6 , andere auf Wunsch sogar 7 Tage die Woche :Zwar sind 12 Stunden Tage bei hoher Strafe durch die Behörden verboten (wird auch überwacht und kontroliert)---aber ausgebrannt sind da nach einer Saison auch mit 8 Stunden täglich alle.Fernstrecke:
Es läuft gut, keine Frage, aber auch hier fehlen deutlich Flugkapazitäten, Gründe wurde ja oben schon kompetent genannt
Genaue Aussagen wird man wohl erst im September -Oktober treffen können.
Fest steht allerdings, nimmt man mal das erste Quartal 2023- dass sich -in nahezu allen Ferndestinationen-- die Zahlen aus dem Quellmarkt D besser erholt haben, als die aus den internationalen QuellmärktenEs gibt eine gravierende Ausnahme: Bei Dom Rep läuft es andersrum.
Da ist die internationale Erholungsrate hoch, ggü 2019 um die 111%, aber der Quellmarkt D schwächelt deutlich.
Beispiel:
Im ersten Quartal 2023 kamen zwei Millionen Gäste aus aller Welt in die Dominikanische Republik und hat sich damit im internationalen Vergleich am schnellsten erholt. Die Einreisezahlen aus Deutschland, sind dagegen ernüchternd -im ersten Quartal 2023 gab es insgesamt 42.000 Einreisen aus D,, das ist ein Viertel weniger als im Vergleichsquartal 2019.
Gründe hierfür werden in erster Linie bei den stark eingeschränkten Flugkapazitäten für die die Karibik gesehen.
Das wird wohl auch noch etwas andauern.Insgesamt dürfte das Bild Fernreise --im zweiten Quartal etwas deutlicher werden, die Zahlen hierzu gibt es aber noch nicht
Aber die stelle ich, sobald sie da sind, hier gerne ein
=====Sind wir jetzt bei den 2019er Zahlen oder nicht?
Aufgrund der Preiserhöhungen überall können die Umsätze durchaus gegenüber den 2019er Zahlen -sogar leicht darüber liegen, die Gästezahlen insgesamt hängen aber zurück.Von VA zu VA in etwas unterschiedlicher Ausprägung.
Genaue Zahlen gibt es auch hier übergreifend noch nicht- auch die kommen bald. Man geht davon aus dass generell erst etwa 85 %, -manche neigen eher zu 90 % - der 2019er Urlauberzahlen.Noch kurz zu den Reisebürozahlen/Reisebüros um die Ecke-- dazu übernehme ich in Teilen direkt eine Aussage aus der FVW- traurige Geschichte:
Zitat
"Werner Sülberg, Marktforscher und Dozent an der University of Applied Sciences in Frankfurt, schätzt unter Einbeziehung weiterer Quellen, dass die Zahl der Vertriebsstellen von 10.900 (2019) auf 8800 (2022) geschrumpft ist. Das ist zwar ein starker Rückgang. Doch zu Beginn der Pandemie war ein viel stärkeres Reisebüro-Sterben befürchtet worden."
ZitatendeAnmerkung: Sülberg gilt in der gesamten Branche als echte Kapazität.
Quellen: Angaben von Insidern, Gespräche mit Fachleuten , Angaben von Hoteliers , komprimierte Zusammenschnitte von Fachartikeln, u.a. auch aus der FVW, Einbau von Aussagen der TDA, eigene Notizen
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@du-darfst sagte:
Zum nachlesen: Klick
Danke!
Dass das globale Verkehrsaufkommen noch unter dem von 2019 liegt ist meines Erachtens auch damit zu begründen dass die Anzahl der Business Traveler deutlich geringer ist als vor der Pandemie.
Aufgrund der Tatsache dass Videokonferenzen inzwischen zum Alltag gehören wird sich das auch kaum noch ändern.@webgambler sagte:
Dass das globale Verkehrsaufkommen noch unter dem von 2019 liegt ist meines Erachtens auch damit zu begründen dass die Anzahl der Business Traveler deutlich geringer ist als vor der Pandemie.
Aufgrund der Tatsache dass Videokonferenzen inzwischen zum Alltag gehören wird sich das auch kaum noch ändern.Ja Webgambler, der Schein trügt, sogar sehr. Man kann eben nicht alles via Zoom und Co. erledigen.
Auch dazu habe ich eine Aussage, die ich freilich wieder in Kurzform übernehme*"Seit Ende Mai holen die Buchungen im Business Travel im Vergleich zum Leisure-Markt nach Angaben des Daten-Analysten Forward Keys auf. So liegen die weltweiten Flugbuchungen für Business-Trips im Juli laut Forward Keys nur noch 14 Prozent unter dem Niveau des Vergleichsmonats aus dem Jahr 2019. Bei Urlaubsreisen dagegen sind es noch 16 Prozent"
*Ausriss = Quelle---aus einem ausführlichen Onlineartikel FVW Traveltalk...
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@webgambler sagte:
Dass das globale Verkehrsaufkommen noch unter dem von 2019 liegt ist meines Erachtens auch damit zu begründen dass die Anzahl der Business Traveler deutlich geringer ist als vor der Pandemie.
Aufgrund der Tatsache dass Videokonferenzen inzwischen zum Alltag gehören wird sich das auch kaum noch ändern.Ja Webgambler, der Schein trügt, sogar sehr. Man kann eben nicht alles via Zoom und Co. erledigen.
Auch dazu habe ich eine Aussage, die ich freilich wieder in Kurzform übernehme*"Seit Ende Mai holen die Buchungen im Business Travel im Vergleich zum Leisure-Markt nach Angaben des Daten-Analysten Forward Keys auf. So liegen die weltweiten Flugbuchungen für Business-Trips im Juli laut Forward Keys nur noch 14 Prozent unter dem Niveau des Vergleichsmonats aus dem Jahr 2019. Bei Urlaubsreisen dagegen sind es noch 16 Prozent"
*Ausriss = Quelle---aus einem ausführlichen Onlineartikel FVW Traveltalk...
Whow, Günter,
das muss ich erstmal verarbeiten, ich möchte mich jetzt aber zumindest kurz bedanken für die Arbeit die Du Dir gemacht hast.
Ich melde mich aber auf jeden Fall wenn ich das alles verarbeitet habe.... Vielen vielen Dank
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Passend zur Headline, Nachlieferung
Noch ein paar Sätze zum Kreuzfahrtgeschäft, zumindest als weiteres Streiflicht Thema "Gesamtsituation der Touristik-Branche" -
TUI Cruises ein Joint Venture zwischen TUI Group und Royal Caribbean Group ( Hinweis nur für die, die es nicht so genau wissen)
Auch bei TUI Cruises brummt der Laden , man sei inzwischen wieder bei den Buchungszahlen von 2019 angekommen.
Wie "schwarz" die Zahlen dann sind, das wird Ende d. J. sichtbar werden, im Winterhalbjahr waren die "TUI Cruiser " jedenfalls schon in der Gewinnzone, der Neukundeanteil soll übrigens in 2023 bei 40 % !liegen.Das ist beachtlich.
Dass es brummt sieht man auch daran, das gleich drei neue Schiffe zu den bisherigen 6 dazu kommen-
Mein Schiff 7- wird in Turku bei Meyer gebaut und soll Mitte 2024 in Dienst gestellt werden.
Mit den Schiffen 8 und 9 (gebaut in Montefalcone bei Triest), wird sich einiges ändern-- sie sollen deutlich mehr Betten anbieten, es wird mehr Einzelkabinen geben.Diese beiden Schiffe werden deutlich größer als die bisherigen sein. Der 80 % Balkonkabinen-Anteil sollaber auch hier erhalten bleiben.Bei den Gästen peilt man mehr Internationalisierung / europäischer Markt- an.
Schiff 8 kommt Ende 2024, die Nummer 9 Im Frühjahr 2026.Quelle : Wybke Meier , CEO von TUI Cruises /Gespräche mit der FVW, hier gibt es leider nur komprimierte , aus einem Print-Artike---Auszüge daraus
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Danke Günter und natürlich auch den Anderen hier für die viele Arbeit die Ihr Euch gemacht habt um das Thema einmal zu vertiefen.
Ich jedenfalls stecke nun erheblich tiefer im Thema und habe nun einen ganz anderen Einblick.
Corona und jetzt die Auswirkungen des Ukrainekrieges haben doch zu erheblichen Änderungen in der Reisebranche geführt.Ich war offen gestanden aufgrund der hohen Nachfrage optimistischer was das Reiseaufkommen im Vergleich zu 2019 betrifft.
Ich bin gespannt ob sich das Preisniveau wieder auf einem etwas niedrigeren Niveau einpendelt.
Ich kann mir nicht vorstellen dass der Tourist auf Dauer dazu bereit und in der Lage ist diese Preise zu bezahlen. -
Der Umsatz iliegt analog 2019 und teilweise leicht darüber, die Zahlen der Urlauber sind es noch nicht so ganz: Da fehlen eben 10- 15 % ,,bei einigen VA stimmt aber auch dieser Wert. Die nächste Analyse wird zeigen, welche Urlaubergruppen da fehlen.Vermutlich ein Teil der Familien
Beim Preisniveau muss man aufpassen. Worüber reden wir?
Die Hotels werden nicht mehr billiger werden, die Kostensteigerungen sind überall enorm-- an die Entwicklung der Flugpreise außerhalb von Pauschalreisen traue ich mich nicht ran.
Bei Pauschalreisen sieht das Thema Flugeinkauf anders aus, da kommt dann schon die Verkaufsmacht und der Preisdruck der VA bei Veranstaltertarifen irgendwann wieder durch- aber gewaltige Veränderungen nach unten macht das sicher nicht aus.
Ganz interessant ist dabei auch , dass das Luxussegment immer noch sehr gut gebucht wirdWas mir ziemlich Sorgen macht, ist die heftige Abnahme der Reisebüros um die Ecke-- siehe oben.. Man könnte jetzt meinen, ich bin ein "Onliner" und da könnte es mir gerade recht sein? Nein- überhaupt nicht--da geht sehr viel know how verloren.Das ist wirklich meine Überzeugung.
Man kann eben nicht alles locker Online buchen- gerade bei komplexeren Reisen sind Spezialkenntnisse gefragt, der Zugriff auf Spezialveranstalter, usw.
Pauschalreisen sind eine andere Hausnummer.