Behandlung in ESLEM-Klinik in Manavgat - hoher finanzieller Schaden
-
Während meines Türkeiurlaubs im Oktober 2025 hatte ich ein kleines medizinisches Problem, das vor Ort durch einen Arzt beurteilt werden sollte. Mein Reiseveranstalter hat im Hotel einen Informationsordner ausgelegt und dort ausgeführt, dass man sich im Krankheitsfall an die Rezeption oder den Gästebetreuer des Reiseveranstalters wenden soll. Am Anreisetag im Hotel (vorher war bereits eine einwöchige Rundreise) war ein Treffen mit dem lokalen Gästebetreuer des Reiseveranstalters angesetzt. Der Gästebetreuer hat explizit vor Hotelärzten gewarnt und erklärt, dass er mit Ärzten und Kliniken zusammenarbeitet, die mit den deutschen Auslandsreisekrankenversicherungen abrechnen und man solle sich ausschließlich an ihn wenden. Ich habe ihn daraufhin nach Ende der Veranstaltung angesprochen und mein Problem geschildert. Er hat dafür gesorgt, dass ich in eine Klinik komme. Es war die ESLEM-Klinik in Manavgat. Dort wurden zur Aufnahme einige persönliche Daten erfasst und mein Personalausweis zum Zwecke einer Kopie einbehalten.
Die ärztliche Untersuchung ergab, dass eine OP erforderlich sei. Diese sollte zwischen 10.000 und 15.000 EUR kosten. Das erschien mir angesichts des vorhandenen eher kleinen medizinischen Problems sehr teuer, weshalb ich dem Dolmetscher der Klinik mitteilte, dass ich erst nach Kontakt mit meiner Versicherung am nächsten Tag über eine weitere Behandlung entscheiden könne. Das wurde akzeptiert. Dann wurde ich vor die Wahl gestellt, die Klinik zu verlassen und 3.000 EUR in bar zu bezahlen oder eine Nacht zu bleiben und die Kosten durch die Versicherung erstatten zu lassen. Da es bereits 19 Uhr Ortszeit war und bei meiner Versicherung vor dem nächsten Morgen niemand erreichbar war, blieb ich eine Nacht.
In der Nacht erreichte ich dann die Notfallnummer der Auslandsreisekrankenversicherung. Man teilte mir mit, dass diese Klinik auf einer schwarzen Liste stehe und ich mich dort nicht weiter behandeln lassen dürfe. Den einen Tag wollte man allerdings bezahlen. Am nächsten Morgen erhielt ich diese Information auch schriftlich per E-Mail, verbunden mit dem Hinweis, dass ich in eine andere Klinik (Akdeniz-Klinik in Manavgat) verlegt werde.
Die ESLEM-Klinik wollte die Entscheidung der Versicherung jedoch nicht akzeptieren und verweigerte die Abrechnung mit der Versicherung. Stattdessen forderte man von mir nun 5.500 EUR, die ich sofort zahlen sollte. Sie hatten meinen Personalausweis und drohten mir mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausreise aus der Türkei, sollte ich die Klinik ohne zu zahlen verlassen. Ich kontaktierte den Gästebetreuer, doch er sagte mir lediglich, ich müsse den geforderten Betrag zahlen, und wollte mir darüber hinaus nicht helfen. Auf mich allein gestellt, versuchte ich mit dem Klinikpersonal zu handeln und glaubte, den „Preis” für die Herausgabe meines Ausweises auf 2.000 € gedrückt zu haben. Diesen Betrag habe ich dann auch gezahlt. Meinen Ausweis habe ich jedoch nicht bekommen, auch keine Rechnung. Daraufhin verließ ich die Klinik fluchtartig.
Nach Kontakt mit meinem Reiseveranstalter habe ich dann doch noch meinen Ausweis zurückerhalten erhalten, die 2.000 EUR sind allerdings erst einmal weg. Das Konsulat in Antalya bezeichnete die Klinik als "bekannt problematisch". Eine Rechnung habe ich nicht, die soll ich erhalten, wenn ich noch 3.500 EUR zahle. Wobei meine Versicherung bereits sagte, dass sie maximal 500 ... 750 EUR für den einen Tag zahlen würde.
Hat jemand ähnliches erlebt oder einen Tipp, wie ich weiter vorgehen kann?
VG ESLEM2025
-
Nein, Tipps habe ich nicht und es ist auch schwierig, deine Sache einzuschätzen.
Ich hatte bei einem Türkeiaufenthalt in Kusadasi auch mal ein Problem und schaute deswegen beim Hotelarzt vorbei. Der verwies mich an eine Klinik mit der er zusammen arbeitete. In der Klinik dann Blutabnahme und Infusion und dann irgendwann Gespräch mit einem Oberarzt, der mich ausführlich befragte. Der Hotelarzt fungierte als Übersetzer. Für den Oberarzt war die Sache schnell klar, er gab Anweisungen, ich erhielt Rezepte und die Rechnung, zahlte per KK und konnte gehen… zur Apotheke und ins Hotel.
Zurück in Deutschland fragte ich meinen Arzt hinsichtlich der Kosten und er sagte mir, dass ich das auch in Deutschland als Privatpatient gezahlt hätte. Also auch da alles ok.
Nach meinem Perso wurde ich nicht gefragt. Oder doch ? Weiß ich nicht mehr. Hab ihn aber auf keinen Fall abgeben müssen. Wieso auch ? Ich denke, dann wäre ich gegangen. War ja nicht schwer krank.
Die Kosten, die du erwähnst.. schon saftig. Aber kommt halt immer drauf an, was gemacht wurde. Und stationär im Krankenhaus ist auch hier bei uns nicht billig. -
Gut ist, dass Du eine Auslandskrankenversicherung hast. Im Prinzip hast Du Dich auch richtig verhalten.
Aber :
ausser in lebensbedrohlichen Situationen ( Unfall, Herzinfarkt o.ä.) vor einer Aufnahme immer erst Rücksprache mit der Krankenversicherung halten.
Ich würde mich niemals auf Aussagen von Reiseleitern, Hotelärzten o.ä. verlassen. Zumal es bekannt ist, dass türkische (private) KKH gerne überhöhte Rechnungen ausstellen. Die schwarze Liste gibt es nicht ohne Grund.Niemals den Reisepasse oder Perso abgeben ! Eine Kopie ist schnell gemacht.
Mein Rat für Dich : buch die 2.000 unter Erfahrungen ab. 'Alle weiteren Weg führen zu noch mehr Kosten. Ja, tut weh, aber alles weiteren Möglichkeiten vor Ort füllen die Taschen von Anwälten und Co.
Solltest Du aber Zeugen haben, die bestätigen können, dass Du die 2000 ( Bar ???) gezahlt hast, dann würde ich versuchen aus Kulanz etwas über die Auslands-KV zu regeln.
-
Während meines Türkeiurlaubs im Oktober 2025 hatte ich ein kleines medizinisches Problem, das vor Ort durch einen Arzt beurteilt werden sollte. Mein Reiseveranstalter hat im Hotel einen Informationsordner ausgelegt und dort ausgeführt, dass man sich im Krankheitsfall an die Rezeption oder den Gästebetreuer des Reiseveranstalters wenden soll. Am Anreisetag im Hotel (vorher war bereits eine einwöchige Rundreise) war ein Treffen mit dem lokalen Gästebetreuer des Reiseveranstalters angesetzt. Der Gästebetreuer hat explizit vor Hotelärzten gewarnt und erklärt, dass er mit Ärzten und Kliniken zusammenarbeitet, die mit den deutschen Auslandsreisekrankenversicherungen abrechnen und man solle sich ausschließlich an ihn wenden. Ich habe ihn daraufhin nach Ende der Veranstaltung angesprochen und mein Problem geschildert. Er hat dafür gesorgt, dass ich in eine Klinik komme. Es war die ESLEM-Klinik in Manavgat. Dort wurden zur Aufnahme einige persönliche Daten erfasst und mein Personalausweis zum Zwecke einer Kopie einbehalten.
Die ärztliche Untersuchung ergab, dass eine OP erforderlich sei. Diese sollte zwischen 10.000 und 15.000 EUR kosten. Das erschien mir angesichts des vorhandenen eher kleinen medizinischen Problems sehr teuer, weshalb ich dem Dolmetscher der Klinik mitteilte, dass ich erst nach Kontakt mit meiner Versicherung am nächsten Tag über eine weitere Behandlung entscheiden könne. Das wurde akzeptiert. Dann wurde ich vor die Wahl gestellt, die Klinik zu verlassen und 3.000 EUR in bar zu bezahlen oder eine Nacht zu bleiben und die Kosten durch die Versicherung erstatten zu lassen. Da es bereits 19 Uhr Ortszeit war und bei meiner Versicherung vor dem nächsten Morgen niemand erreichbar war, blieb ich eine Nacht.
In der Nacht erreichte ich dann die Notfallnummer der Auslandsreisekrankenversicherung. Man teilte mir mit, dass diese Klinik auf einer schwarzen Liste stehe und ich mich dort nicht weiter behandeln lassen dürfe. Den einen Tag wollte man allerdings bezahlen. Am nächsten Morgen erhielt ich diese Information auch schriftlich per E-Mail, verbunden mit dem Hinweis, dass ich in eine andere Klinik (Akdeniz-Klinik in Manavgat) verlegt werde.
Die ESLEM-Klinik wollte die Entscheidung der Versicherung jedoch nicht akzeptieren und verweigerte die Abrechnung mit der Versicherung. Stattdessen forderte man von mir nun 5.500 EUR, die ich sofort zahlen sollte. Sie hatten meinen Personalausweis und drohten mir mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausreise aus der Türkei, sollte ich die Klinik ohne zu zahlen verlassen. Ich kontaktierte den Gästebetreuer, doch er sagte mir lediglich, ich müsse den geforderten Betrag zahlen, und wollte mir darüber hinaus nicht helfen. Auf mich allein gestellt, versuchte ich mit dem Klinikpersonal zu handeln und glaubte, den „Preis” für die Herausgabe meines Ausweises auf 2.000 € gedrückt zu haben. Diesen Betrag habe ich dann auch gezahlt. Meinen Ausweis habe ich jedoch nicht bekommen, auch keine Rechnung. Daraufhin verließ ich die Klinik fluchtartig.
Nach Kontakt mit meinem Reiseveranstalter habe ich dann doch noch meinen Ausweis zurückerhalten erhalten, die 2.000 EUR sind allerdings erst einmal weg. Das Konsulat in Antalya bezeichnete die Klinik als "bekannt problematisch". Eine Rechnung habe ich nicht, die soll ich erhalten, wenn ich noch 3.500 EUR zahle. Wobei meine Versicherung bereits sagte, dass sie maximal 500 ... 750 EUR für den einen Tag zahlen würde.
Hat jemand ähnliches erlebt oder einen Tipp, wie ich weiter vorgehen kann?
VG ESLEM2025
@ESLEM2025,
Wie hast du denn die 2000,- Euro gezahlt? Hattest du soviel Bargeld mit oder hast du das per EC/Kreditkarte gezahlt?
Setze Dich umgehend mit Deiner Bank in Verbindung. Eventuell können die noch etwas zurückholen/buchen.
Falls Du bar gezahlt hast ist das Geld futsch. -
Hallo ESLEM,
du kannst aber nicht die Klink als Nick verwenden, daher habe ich eine Nickänderung eingeleitet. Beim nächsten login wirst Du aufgefordert, dir einen neuen Nick auszudenken.
-
Gut ist, dass Du eine Auslandskrankenversicherung hast. Im Prinzip hast Du Dich auch richtig verhalten.
Aber :
ausser in lebensbedrohlichen Situationen ( Unfall, Herzinfarkt o.ä.) vor einer Aufnahme immer erst Rücksprache mit der Krankenversicherung halten.
Ich würde mich niemals auf Aussagen von Reiseleitern, Hotelärzten o.ä. verlassen. Zumal es bekannt ist, dass türkische (private) KKH gerne überhöhte Rechnungen ausstellen. Die schwarze Liste gibt es nicht ohne Grund.Niemals den Reisepasse oder Perso abgeben ! Eine Kopie ist schnell gemacht.
Mein Rat für Dich : buch die 2.000 unter Erfahrungen ab. 'Alle weiteren Weg führen zu noch mehr Kosten. Ja, tut weh, aber alles weiteren Möglichkeiten vor Ort füllen die Taschen von Anwälten und Co.
Solltest Du aber Zeugen haben, die bestätigen können, dass Du die 2000 ( Bar ???) gezahlt hast, dann würde ich versuchen aus Kulanz etwas über die Auslands-KV zu regeln.
@kastenwagen sagte:
Niemals den Reisepasse oder Perso abgeben ! Eine Kopie ist schnell gemacht.
Mein Rat für Dich : buch die 2.000 unter Erfahrungen ab. 'Alle weiteren Weg führen zu noch mehr Kosten. Ja, tut weh, aber alles weiteren Möglichkeiten vor Ort füllen die Taschen von Anwälten und Co.
Solltest Du aber Zeugen haben, die bestätigen können, dass Du die 2000 ( Bar ???) gezahlt hast, dann würde ich versuchen aus Kulanz etwas über die Auslands-KV zu regeln.
Zum Reisepass / Ausweis: Leider wurde man während der Reise quasi dazu erzogen, immer mal diese Dokumente zeitweilig abzugeben. So sollte der Check-In im Hotel schneller ablaufen, weil man nicht warten muss. Und so denkt man sich nichts mehr dabei, wenn der Ausweis verlangt wird. Ich war dann zur eigentlichen Behandlung in einer weiteren, seriösen Klinik (von der Krankenversicherung empfohlen), auch da war die erste Frage die nach dem Ausweis. Die begnügten sich dann tatsächlich mit einer Kopie, da ich zu diesem Zeitpunkt keinen Ausweis mehr hatte. In Zukunft verlässt der Pass/Ausweis das Hotelzimmer nicht mehr.
Auf den 2.000 EUR werde ich wohl sitzen bleiben. Nach einem Gespräch mit einem Anwalt stehen die Chancen für eine Klage gegen den Reiseveranstalter schlecht, solange ich nicht beweisen kann, dass der Gästebetreuer vom schlechten Ruf der Klinik wusste oder sogar mit der Klinik in "geschäftlicher Beziehung" steht. Und ich will dem schlechten Geld nicht noch gutes hinterherwerfen. Eventuell probiere ich, bei Reiseveranstalter und Versicherung eine Entschädigung auf Kulanzbasis zu erreichen.
@tuerkeirot sagte:
Setze Dich umgehend mit Deiner Bank in Verbindung. Eventuell können die noch etwas zurückholen/buchen.
Das Geld habe ich per Giro-Card bezahlt. Das schwebte zwei oder drei Tage als Lastschrift in meinem Konto, da hätte ich das sogar noch stoppen können. Habe mich aber nicht getraut, wegen eventueller Probleme bei der Ausreise. Jetzt ist es gebucht, da hat man keine Chance mehr, das Geld zurückzuholen. Außer, der Empfänger stimmt zu. Eher unwahrscheinlich.
Vielen Dank für die Hinweise.
-
@Semanus
Die Frage nach dem Ausweis ist ja grundsätzlich auch ok. Aber seriösen Unternehmen reicht eine Kopie, die in der Regel schnell beim Check In gemacht wird. Und dann gibts das Original wieder zurück. Ich fahre übrigens auch immer zweigleisig analog zu Kourion. Allerdings umgekehrt, da auf dem Perso (bleibt im Tresor) die Adresse steht.Was Dein Geld betrifft .ja, die Chance hättest Du bei Lastschrift gehabt. Aber das Kind ist nun mal im Brunnen. Ich bleib dabei : versuch es über die Auslands-KV um zumindest einen Teil-Betrag d.h. die eine Nacht zurück zu bekommen. Muss ja nicht gleich per Anwalt sein.
Im Hinblick auf den Reiseveranstalter : den würde ich durchaus schriftlich darüber informieren was der Reiseleiter vor Ort da so von sich gibt.
-
Das muss aber auch erst einmal begründet werden, z.B. mit keine Gegenleistung für das Bezahlte. In diesem Fall wurde jedoch eine "Leistung" erbracht. Ich bezweifle, dass ein Chargeback hier Erfolg gehabt hätte.
-
@Bienekind
Es heißt 2x "der Gästebetreuer des Veranstalters".
Semanus sagte:
"Mein Reiseveranstalter hat im Hotel einen Informationsordner ausgelegt und dort ausgeführt, dass man sich im Krankheitsfall an die Rezeption oder den Gästebetreuer des Reiseveranstalters wenden soll. Am Anreisetag.... war ein Treffen mit dem lokalen Gästebetreuer des Reiseveranstalters angesetzt.Der Gästebetreuer hat explizit vor Hotelärzten gewarnt und erklärt, dass er mit Ärzten und Kliniken zusammenarbeitet,..." -
Die Beteiligten spielen keine Rolle, der Veranstalter ist so oder so nicht auf einen Ersatz in Anspruch zu nehmen. Wie bereits schon erklärt wurde, müsste der/die Betroffene eindeutig nachweisen, dass jemand und genau wer von der "Vermittlung" in eben jene Klinik einen unrechtmäßigen Vorteil erlangt hat - also z.B. einen Anteil an den absurden Geldforderungen. Hierzu wäre eine Ermittlung durch die örtlich zuständige Strafverfolgungsbehörde erforderlich. Ich halte das für ein reichlich fruchtloses Unterfangen, zumal selbst die Diplomaten in Antalya lediglich mitteilen, es handle sich um ein "bekanntes Gebaren".
Es wurde ja bereits von einer Kulanz gesprochen. Genau eine solche könnte durchaus beim Veranstalter erbeten werden. Vielleicht ist das Problem ja so populär, dass eine Rufschädigung größeren Schaden verursacht als eine Teilerstattung des Schadens?Trotz der ausführlichen und präzisen Schilderung geradezu erpresserischer Methoden bleibt der Vorfall schwer zu beurteilen auf dieser Ebene. Jetzt ist imho das Kind im Brunnen, ggf. hätte man sich direkt vor Ort durch Hinzuziehung z.B. der Jandarma wehren müssen gegen derartige offensichtliche und ungehörige Bedrohung.
Mein ganz persönliches Fazit: Sollte sich das tatsächlich so zugetragen haben ist das ein neuerlicher Tiefpunkt für die Qualität des Tourismus.
-
Nochmal: Selbst wenn der Gästebetreuer des Veranstalters (Erfüllungsgehilfe Incoming Agency) maßgeblich für die Empfehlung (so grottig sie gewesen sein mag!) verantwortlich war entfaltet das rechtlich keine Wirkung auf einen Anspruch gegenüber dem Veranstalter.
Anders kann eine (Mit)Verantwortung betrachtet werden, hierfür ist jedoch ein Einsehen erforderlich - beispielsweise durch das Angebot einer wenigstens teilweisen Übernahme des Schadens.
Irgendwie ist dieses Thema m.E. in diesem Thread nicht so richtig verortet, wobei natürlich die Aufmerksamkeit für die betreffende Klink möglichst populär sein sollte.Ich möchte nochmal dazu ermutigen, den Veranstalter einzubinden und die Vorgehensweise dort zu schildern. Warum siehe Beitrag zuvor.
Worst case wird eine Kulanz nicht gewährt aber mal ein kritischer Blick auf das Ganze gerichtet? -
Nochmal: Selbst wenn der Gästebetreuer des Veranstalters (Erfüllungsgehilfe Incoming Agency) maßgeblich für die Empfehlung (so grottig sie gewesen sein mag!) verantwortlich war entfaltet das rechtlich keine Wirkung auf einen Anspruch gegenüber dem Veranstalter.
Anders kann eine (Mit)Verantwortung betrachtet werden, hierfür ist jedoch ein Einsehen erforderlich - beispielsweise durch das Angebot einer wenigstens teilweisen Übernahme des Schadens.
Irgendwie ist dieses Thema m.E. in diesem Thread nicht so richtig verortet, wobei natürlich die Aufmerksamkeit für die betreffende Klink möglichst populär sein sollte.Ich möchte nochmal dazu ermutigen, den Veranstalter einzubinden und die Vorgehensweise dort zu schildern. Warum siehe Beitrag zuvor.
Worst case wird eine Kulanz nicht gewährt aber mal ein kritischer Blick auf das Ganze gerichtet?Noch ein paar Gedanken.
Ein Aspekt, warum ich hier schreibe, ist tatsächlich, die ESLEM-Klinik etwas bekannter zu machen. Ich habe damals vor Ort auch im Web gesucht und nichts gefunden. Ein paar Verhaltenstipps oder so etwas. Nur bei Google-Maps finden sich gleichartige Erlebnisse mit der ESLEM-Klinik. In der klassischen Google-Suche tauchte das allerdings nicht auf.
Man steht zum Zeitpunkt des Vorfalls unter extremem Stress, die Klinik ist da durchaus im Vorteil, weil sie das ausweislich Google Maps öfter durchziehen. Dazu kam, dass die telefonische Kommunikation mit Deutschland sehr instabil war und dadurch Gespräche nur mühsam zu führen waren.
Es ist bald Weihnachten, vielleicht erhöht das meine Chance auf Kulanz bei der Versicherung (die zum geschilderten Vorfall nun gar nichts kann), die schließlich leisten wollte, deren Zahlung aber nicht akzeptiert wurde und beim Reiseveranstalter. Vielleicht will man mich als langjährigen Kunden auch weiter behalten. Mal sehen.
-
Ich verschiebe das mal ins Türkei Forum. Dort lesen es die Türkeiurlauber..

-
@Semanus
Ich gebe zu, dein Bericht hat mich erschüttert, zumal ich durchaus positive Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung im Raum AYT kenne und durch solche Verhaltensweisen dem gesamten Geschäftszweig geschädigt wird. Besonders dreist ist die Ablehnung der Kostenübernahme durch die Versicherung. Das spricht Bände über die Methode und für ein Bewusstsein ihrer Unrechtmäßigkeit.
Perfide ist zudem die Bedrohung mit "Problemen bei der Ausreise", da hier populistisch die immer wieder vorkommenden mutwilligen Festsetzungen von Touristen ausgenutzt werden und die dadurch vorhandenen Ängste.
Insofern halte ich auch deine Schilderung (erfreulich sachlich übrigens
!) für sehr wichtig. Immerhin kann man das Erlebte jetzt in einem der meist gelesenen Foren für Urlauber finden und erreicht damit vielleicht mehr potenziell Betroffene als mit Google Rezensionen?
Wie gesagt fände ich es wichtig, den Veranstalter über das Geschehen in Kenntnis zu setzen, damit er ggf. bei seiner Incoming Agency nachfasst, idealer Weise sogar konsequent eine im Raum stehende Vorteilsnahme unterbindet.
Das heilt sicherlich nicht das Problem an sich, wäre aber immerhin ein erster Schritt zur Vertrauensbildung bei Urlaubern. Es ist ja ohnehin worst case im Urlaub medizinische Hilfe oder gar eine stationäre Behandlung zu benötigen, betrifft aber eine große Zahl von Reisenden.
Fazit: Schlimme Sache! Ich hoffe sehr, man kommt dir von irgendeiner Seite tatsächlich entgegen und mildert zumindest deinen erlittenen finanziellen Schaden. -
@Semanus
Ich gebe zu, dein Bericht hat mich erschüttert, zumal ich durchaus positive Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung im Raum AYT kenne und durch solche Verhaltensweisen dem gesamten Geschäftszweig geschädigt wird. Besonders dreist ist die Ablehnung der Kostenübernahme durch die Versicherung. Das spricht Bände über die Methode und für ein Bewusstsein ihrer Unrechtmäßigkeit.
Perfide ist zudem die Bedrohung mit "Problemen bei der Ausreise", da hier populistisch die immer wieder vorkommenden mutwilligen Festsetzungen von Touristen ausgenutzt werden und die dadurch vorhandenen Ängste.
Insofern halte ich auch deine Schilderung (erfreulich sachlich übrigens
!) für sehr wichtig. Immerhin kann man das Erlebte jetzt in einem der meist gelesenen Foren für Urlauber finden und erreicht damit vielleicht mehr potenziell Betroffene als mit Google Rezensionen?
Wie gesagt fände ich es wichtig, den Veranstalter über das Geschehen in Kenntnis zu setzen, damit er ggf. bei seiner Incoming Agency nachfasst, idealer Weise sogar konsequent eine im Raum stehende Vorteilsnahme unterbindet.
Das heilt sicherlich nicht das Problem an sich, wäre aber immerhin ein erster Schritt zur Vertrauensbildung bei Urlaubern. Es ist ja ohnehin worst case im Urlaub medizinische Hilfe oder gar eine stationäre Behandlung zu benötigen, betrifft aber eine große Zahl von Reisenden.
Fazit: Schlimme Sache! Ich hoffe sehr, man kommt dir von irgendeiner Seite tatsächlich entgegen und mildert zumindest deinen erlittenen finanziellen Schaden.Neuer Zwischenstand: Meine Auslandsreiseversicherung hat sich letzten Dienstag bei mir gemeldet. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen und habe in dem Zusammenhang meine Erlebnisse noch einmal geschildert. Ohne viel Hoffnung, muss ich zugeben, schließlich hatte ich keine Rechnung über den einen Tag in der ESLEM-Klinik und die von der Klinik aufgerufenen Beträge lagen ohnehin weit über dem, was üblicherweise gezahlt wird.
Aber: Am Donnerstag habe ich die Nachricht bekommen, dass ich die gezahlten 2.000 EUR zurückbekomme, sogar die 44 EUR Überweisungsgebühr wird erstattet. Und das lediglich aufgrund meiner Schilderung und, das war mein Glück, einem Kontoauszug, auf dem als Empfänger die ESLEM-Klinik genannt war. Am Freitag war das Geld bereits auf meinem Konto. Ich war sowas von froh, aus dieser Geschichte zumindest finanziell ungeschoren rausgekommen zu sein. Der nervliche Stress bleibt ja dennoch.
Heute habe ich mich noch an den Reiseveranstalter gewandt, was die denn zu dem Fall sagen. Denn die haben sich seit meiner Rückkehr nach Deutschland nicht mehr um mich gekümmert. Mal sehen, ob und was da noch kommt.
