Schlafen auf Langstreckenflügen
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Hallo,
dieses Jahr ist wieder ein Langstreckenflug (Mexico) geplant und wie immer kann ich auf den Hin- und Rückflug nicht schlafen.
Dieses Problem habe ich seitdem ich in den Urlaub fliege. Ich habe es mit Baldrian versucht, mit Schlafmittel (nicht verschreibungspflichtig) und sogar mit etwas Alkohol an Bord, es hat alles nicht funktioniert. Meine persönliche Hölle war ein Flug von Deutschland über die USA nach Australien. Ich weiß nicht wie lange ich da wach war.
Jetzt habe ich mir überlegt zum Arzt zu gehen, vielleicht kann der mir ja was stärkes geben?
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Schlafen an Bord??
Ich beneide die Leute, die einsteigen, schlafen und wieder aussteigen.
Gruß Nicole -
@ LadyLuck
Wir beneiden diese Menschen auch, Nicole. Unser Nachbar fliegt fast andauernd in der Weltgeschichte rum, er sagt, er kann überall auf Kommando schlafen.
Wir konnten es nicht, kamen immer, vor allem nach Nachtflügen, völlig neben den Schuhen stehend an.
Meine Frau hat das dann irgendwann mit unserem Hausarzt besprochen, und der hat ihr (und mir) ein Schlafmittel empfohlen, das er sonst Menschen verschreibt, die aus beruflichen Gründen szusagen nicht mehr aus dem Flieger rauskommen. Das Mittel heißt "Halcion", ist wohl auf der Basis von Diazepam (Valium) hergestellt. Seitdem wir das, natürlich angeschnallt, nehmen, schlafen wir zumindest 4-5 Stunden fest und wachen ohne weiteren Hangover auf.
Ich kann Dir nur empfehlen, sprich mal mit Deinem Hausarzt darüber, es gibt ja auch noch andere ähnliche Mittel, die helfen.
Ich hatte vor einiger Zeit mal mit einer Stewardess aus unserem Freundeskreis darüber gesprochen. Die haben das natürlich nicht so gerne, weil sie fürchten, in einem Notfall dann die Last mit dem Passagier zu haben, weil er nicht wach zu kriegen ist. Man muß die Vor- und Nachteile natürlich persönlich abwägen. -
Hallo,
Danke für die Info. Ich werde auf jeden Fall zum Arzt gehen und mit ihm sprechen. Meine Angst ist nur, dass ich eventuell etwas drösig von den Tabletten werde. Wann nimmt ihr die denn ein, nach dem Essen?? Mein Traum, 4-5 Stunden Schlaf würden mir völlig ausreichen.
Nicole -
@ LadyLuck Nicole
Wir nehmen die nach dem Essen ein, allerdings sind wir mit Alkohol beim Essen vorsichtig.
Was den Hangover betrifft nach dem Aufwachen, können wir nur über unsere eigenen Erfahrungen berichten. Seltsamerweise sind wir auf Anhieb frisch, es gibt also nicht diese komische Benommenheit, wie man sie sonst von Schlaftabletten kennt (die wir sonst allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen einnehmen).
Die individuelle Reaktion ist natürlich völlig verschieden, hängt sicher ab von der körperlichen und seelischen Konstitution, aber da kann Euer Arzt Euch ganz sicher auf Euch abgestimmt beraten. -
Hallo,
ich kann zwar auf Flügen auch nur "bedingt" schlafen, aber so auf ca. 3 Stunden komme ich auf Langstreckenflügen immerhin. Gut... ist bestimmt kein Tiefschlaf - aber den halte ich auch nicht immer für angebracht (siehe Bemerkung von Salvmor bezüglich "Notfall").
Wenn wir Langstrecke fliegen (z. B. Kuba) war der Hinflug meistens tagsüber. Wir sind hier späten Vormittag los und sind dann Ortszeit am späten Nachmittag dort (9 - 11 Stunden Flugzeit). Während dieser Zeit möchte ich garnicht so sehr unbedingt schlafen, denn da die Zeitverschiebung "rückwärts" (wie auch in Mexico) ist, kommt man sonst (meiner Erfahrung nach) in Sachen "Jet-Lag" total durcheinander.
Gut... ein bissl dösen und ein wenig "Augenpflege" sind schon ok, aber wenn man mehrere Stunden tief und fest schläft, hat man zumindest in der ersten Nacht oft Einschlafprobleme, da man vom Schlafen im Flieger zu "ausgeruht" ist. Sollte man also schon abwägen, ob man nicht den Hinflug (wenn tagsüber) von ca. 10 Stunden auch ohne Tiefschlaf bewältigt bekommt und dafür den ersten Urlaubstag ausgeschlafen genießen kann.
Unsere Rückflüge waren meist Nachtflüge... da ist es natürlich ungemein hilfreich und angenehm, wenn man einige Stunden schlafen kann. Erst recht, wenn man noch eine längere Reise mit Zubringer oder Bahn innerhalb Deutschlands hat. Ich mache es daher so, dass ich mir auch ein leichtes Schlafmittel verschreiben lasse, wenn wir einen Nachtflug haben. Die nehme ich dann bei Bedarf ein und hatte bisher auch keine Schwierigkeiten mit einer Art von Benommenheit. Also ruhig mal den Gang zum Hausarzt machen - muß ja nicht gleich die "volle Dröhnung" sein

Gruß und schönen Urlaub

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Hallo Nicole!
Vielleicht geht es Dir ja wie mir. Ich habe immer Angst, was zu verpassen. Als wir von Sri Lanka heimflogen, hat man so viel sehen können (überwiegend wolkenfrei), das hätte ich nicht verpassen wollen. Meine Kinder (damals 7 und 12) haben den ganzen Flug über schlafen können. Den Kleinen haben wir in Frankfurt kaum wach bekommen. Allerdings, wenn Du über den großen Teich fliegst, gibt es eigentlich nichts zu verpassen. Ich hoffe, dass Dir Dein Arzt weiterhelfen kann, denn ansonsten zieht sich das ganz schön hin.
Viele Grüße
Susanne -
Hallo,
ich muß nur eine Stunde im Flieger sitzen und meine Augen werden müde, meine Haut wird sehr trocken (bin immer nur am eincremen) und ich fühle mich, als hätte ich die ganze Nacht durchgefeiert. Total fertig halt, aber schlafen kann ich nicht. Aufgeregt bin ich auch nicht mehr, ich bin schon so oft geflogen. Früher, als ich noch bei LH gearbeitet habe, bin ich auch Business Class oder First geflogen. In der First habe ich nicht geschlafen, da wollte ich ja alles genießen und nichts verpassen. Aber in der Business Class, wo die Sitze viel bequemer sind, konnte ich auch nicht schlafen. Es geht gar nicht.
Ich gehe auf jeden Fall zum Hausarzt. Ich habe einfach keine Lust mehr auf diesen Streß.
Nicole -
Wenn du die nicht ständig nimmst und dran gewöhnt bist: probiere mal ein Mittel gegen Reisekrankheit aus. Die machen müde und schläfrig.
Ich nehme ich immer gegen Seekrankheit die Ratiopharm Reisetabletten.
Das kannst du auch vorher mal ausprobieren, wenn du mal einen Tag frei hast und nix vor. -
Also ich wäre vorsichtig mit Medikamenten um schlafen zu können. Mein Mann hat tolle Erfahrungen mit Entspannungs-CD`s gemacht, seitdem er seinen MP3-Player mit diesen Liedern bestückt hat, ist er meistens nach 1/2 Std. eingeschlafen. Mir selbst hilft autogenes Training. Ich denke einfach, alles ist besser, als sich mit Valiumähnlichen Mittelchen einzuschläfern. Auch die Homöopathie bietet hier einiges an - z.B. Requiesan, Avena sativa, das pflanzliche Mittel Sedariston oder einfach mal Rescue-Tropfen (Bachblüten).
Ich mische mir vor einem Langstreckenflug eine Mischung aus: Cherry Plum, Impatiens, Rock Water und Vine (die passt erfahrungsgemäß sehr gut zu mir) und nehme zusätzlich Rescue im Flieger. Letzres Jahr auf dem Flug nach Kenia habe ich 5 Std. durchgepennt und kam topfit dort an. -

Mein Hausarzt hatte mir vor unserem Thailand-Urlaub ganz leichte Schlaftabletten mitgegeben. Er sagte, dass die nach vier Stunden wieder abgebaut sind. Ich brauchte sie aber nicht nehmen, denn ich konnte, dank Rotwein zum Essen und Cognac nach dem Essen, einigermaßen schlafen. Habe auch immer ein bisschen Angst, dass ich davon dösig werde oder ohne hinterher nicht schlafen kann. Ich höre mir auch über Kopfhörer das Bordprogramm Klassik an, dabei kann ich auch einschlafen.Gute Nacht
Jutta -

Ich kann im Flieger ebenfalls nur dösen, das hat mich auch schon wahnsinnig gemacht.
Aber kann mir mal jemand verraten, warum ich nach einem Flug in die USA ankomme, müde bin, ins Bett gehe und nach spätestens sieben bis acht Stunden Schlaf topfit bin, jedoch nach dem Heimflug mindestens drei bis vier Tage total neben der Spur laufe??? Nur an der Himmelsrichtung kann es doch nicht liegen, oder??
Liebe Grüße -
@ Barbara
Uns geht es genau so wie Dir. Woran mag es liegen?
Ich weiß es auch nicht, vermute fast, daß irgendwelche seelischen Gründe ausschlaggebend sind. Am Ferienort treibt einen die Neugierde und die Freude auf das Neue aus dem Bett und hält einen wach. Nach der Rückkehr, auf die man sich mitunter durchaus freut, umfängt einen eine gewohnte Umgebung, und die Aussicht, daß bald der Alltagstrott beginnt, reißt einen auch nicht unbedingt hoch.
Aber, wie gesagt, das sind Vermutungen. -
Ich würde schon sagen, dass es an der Himmelsrichtung liegt. Mir geht es auch so. Man kommt an, nach innerer Uhr ist es ca. Mitternacht und man ist entsprechend müde. In den ersten 2 -3 Tagen bin ich meistens zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr schon ausgeschlafen, das wäre bei uns der späte Vormittag. Und da wir meist in der ersten Woche eine Rundreise machen, ist das ideal. Nach dem Rückflug brauche ich immer mehrere Tage, um mich wieder einzugewöhnen. Es würde schneller gehen, wenn man sich für den 1. Tag einen Wecker früh morgens stellen würde, aber dazu habe ich keine Lust, ich schlafe da lieber aus.
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Jetlag ist weniger stressig, wenn man nach Westen (z.B. USA) fliegt. Es liegt wirklich an der Richtung in die man fliegt!
Als Grund wird angegeben, dass die innere Uhr bei Menschen auf einen Tag eingestellt ist, der mehr als 24 Stunden hat. Wenn man Personen ohne Hinweise auf Tageszeit/-licht etc. einsperrt, pendelt sich bei allen etwa ein 25-Stunden-Rhythmus ein. Bei Flügen nach Westen "verlängert" sich der Tag, wird also "länger" als 24 Stunden. Deshalb empfindet man den Jetlag nicht so schlimm.
Bei Flügen nach Osten (Asien) wird der Tag "kürzer", der Körper empfindet das schlimmer.
Sicherlich muss man die psychologische Komponente "man fliegt in Urlaub" oder "nach Hause" auch berücksichtigen. Aber das Gros an dem Problem kann man wirklich wissenschaftlich erklären.
Liebe grüße -
Reisefan und Salvamor, an Eurer Theorie ist vielleicht was dran. Da wir nie im Sommer in den USA waren, sondern fast immer im Winter, kam uns unser frühes Wachwerden und Aufstehen natürlich zugute, da wir viel sehen konnten und es früh dunkel wurde. Und die Vorfreude war natürlich immer da.
Aber Beate, als wir nach Bali geflogen sind, haben wir an jeder "Milchkanne" angehalten und waren sehr lange unterwegs. Ich dachte schon, ich würde die ersten zwei Urlaubstage verschlafen.
Aber nix da! Wir kamen um 23.00 h Ortszeit an, Begrüßungspunsch, Dusche, Bett. Am nächsten Morgen um 8.00 h hellwach und wir hatten Urlaub. Ich verstehe es nicht.... -
Hallo Barbara,
das Phänomen mit Asienflügen kenne ich auch. Morgens in Thailand angekommen und kaum Probleme gehabt. Ich habe es auf "Urlaubslaune" geschoben -und war froh-
Rückkehr nach Hause war wesentlich angenehmer als wenn ich aus USA zurückkomme.
Ich finde auch, dass man sich an Jetlag "gewöhnen" kann. Nach etlichen Langstreckenflügen, macht es mir kaum mehr etwas aus. Hoffentlich hält das noch ein paar Jahre an
Schönen 1. Mai,
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Hallo Woodstock,
sag doch mal genau wie die Tabletten heißen, oder noch besser welcher Inhaltsstoff.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was das für Tabletten sind, aber habe so eine Ahnung. Kann dir dann ein bißchen dazu erzählen. !! Keinen Alkohol zu den Tabletten trinken !!
Liebe Grüße -

Hallo woodstock,
habe mich gerade im Internet schlau gemacht. Über ZOP steht folgendes:"WIE WIRKT DER INHALTSSTOFF?
Zopiclon wird zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Durch Wirkverstärkung eines bestimmten Überträgerstoffs im Gehirn, ergibt sich der beruhigende und schlaffördernde Effekt des Präparats. Leider werden auch die natürlichen Schlafphasen (Schlaftiefe) beeinflusst, sodass es auf Dauer zu einer Störung des erholsamen Schlafs kommen kann. Dieser Effekt ist aber im Vergleich zu anderen Schlafmitteln offensichtlich schwächer ausgeprägt.WARNHINWEISE!
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Die Behandlung sollte nur bei schweren Schlafstörungen erfolgen, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.WANN IST DAS MEDIKAMENT NICHT FÜR SIE GEEIGNET?
Eingeschränkte Atemfunktion
Krankhafte Muskelschwäche
Kurzes, wiederholtes Aussetzen der Atmung während des Schlafes
Schwere LeberfunktionsstörungenNEBENWIRKUNGEN:
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.
Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt.- Hautausschlag bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Veränderung des Geschmackempfindens
- Bestehende Depressionen können verstärkt werden
- Kopfschmerzen (Gelegentlich)
- Benommenheit oder Schläfrigkeit (Gelegentlich)
- Schwindel (Gelegentlich)
- gastrointestinale Störungen (Übelkeit, Durchfall, Oberbauchschmerzen) (Gelegentlich)
- Verwirrtheitszustände (Gelegentlich)
- Bewegungs- und Gangunsicherheit (Gelegentlich)
WECHSLEWIRKUNGEN!
Der beruhigende und dämpfende Effekt kann bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol, Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmitteln sowie Mitteln gegen Depressionen oder andere Psychopharmaka und Anfallsleiden verstärkt werden. Da es zu Wechselwirkungen mit einigen anderen Medikamenten kommen kann, befragen Sie dazu Ihren Arzt."Ich würde diese Tabletten auf keinen Fall einnehmen. Es gibt bestimmt andere, ich weiß leider nicht mehr wie meine Tabletten hießen, die ich für meinen Thailandurlaub bekommen habe, aber auch nicht geschluckt habe.
Gruß
Jutta