Auskunftspflicht im Reisebüro
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Hatte eine Frage zu Gepäckbestimmungen.
Bin ins nächste Reisebüro und hab nachgefragt.Da ich aber meine Reise in einem anderen Büro gebucht habe, wollte man mir dort keine Auskunft geben.
Hat das Reisebüro eigentlich eine Auskunftspflicht ?
Für was sind die da?
Es war nur eine einfache Frage - Maße für das Handgepäck !
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Hat das Reisebüro eigentlich eine Auskunftspflicht ?
Nein
Für was sind die da?
Reisen zu vermitteln und Geld zu verdienen.
(Miete zahlen, Angestellte bezahlen usw.)Handgepäck
ca.55-60x 40x 25 cm.
meist 5-6 Kg.
Steht in der Bestätigung und/oder Tickethttp://www.ab-travel.net/flug/handgepaeck.php
+++++++++Ansonsten finde ich Deine Frage: Wofür sind sie denn da?
Bemerkenswert
Ist doch keine Behörde. -
Und gerade, weil es keine Behörde ist, wäre eine freundliche
Information der 1. Schritt zur Neukundengewinnung gewesen.
Natürlich, Pflicht zum Geldverdienen gibt es nicht ...Ab 06.05.2007 sollten nach Übergangsfrist strengere Vorschriften, die den bereits bestehenden IATA-Vorschriften entsprechen, in Kraft treten.
Die Grösse des Handgepäcks sollte einen Umfang von
56 cm x 45 cm x 25 cm nicht überschreiten. Zunächst soll
die Regelung von der EU-Kommission verschoben worden sein. -
Stimmt alles, nur wer schon mit dem Anspruch in ein Reisebüro geht, dass die "Auskunftspflichtig" sind...und sich dann hinterher erkundigt, was man da machen kann, wenn man keine Antwort bekommt, weil man da nicht gebucht hat....
Kann verstehen, wenn die auf solche Kunden gerne verzichten...
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Es ist schon komisch - im Tourismusgeschäft bzw. mit dem Urlaub anderer Leute sein Geld zu verdienen, scheint für viele "moralisch verwerflich" zu sein. Ganz egal, ob es jetzt der Reiseleiter ist, der sich am Ausflugsverkauf "bereichert" (tut er in der Regel nicht - die Ausflugprovision stellt lediglich einen wesentlichen Bestandteil des ohnehin mittlerweile kargen Gehalts dar) oder die nette Dame im Reisebüro, die die meist geringe Provision des Veranstalters "unverschämterweise" behält und nicht den Kunden als Zuschuss zur Reisekasse in die Hand drückt. Alles muß billig und möglichst umsonst sein - die Bereitschaft, für guten Service auch angemessen zu bezahlen, sinkt zunehmend :?. Daß Mitarbeiter von Reisebüros und -veranstaltern auch "nur" Menschen sind, die - wie in der Wirtschaft allgemein üblich - nicht von Luft und Liebe leben, durch Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, vergessen viele. Vergleicht man die Gehälter, wird man erstaunt feststellen, daß diese verglichen mit anderen Branchen relativ gering sind.
Sicherlich hat es im vorliegenden Fall die Chance für eine mögliche Neukundengewinnung gegeben. Andererseits kommt es nun auch nicht gerade selten vor, daß Kunden nach ausführlichster Beratung im Reisebüro die exakt identische Reise zum gleichen Preis im Internet oder bei der Konkurrenz buchen - in der Hoffnung, vielleicht doch noch einen Euro zu sparen. Von daher kann ich absolut verstehen, daß immer mehr Reisebüros Servicegebühren kassieren oder "Larifari" - Fragen, die leicht mit ein paar Klicks im Internet von jedem selbstständig beantwortet können, abwimmeln. Ein Reisebüro ist schließlich keine Auskunftsstelle und auch keine soziale Einrichtung.
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Als Reiseverkehrskaufmann kann ich mich den Ausführungen von "Sina1" durchaus anschließen!
Dennoch hätte ich kurz diese paar "Klicks" im Internet vorgenommen und freundlich darauf hingewiesen, daß unsere Kunden bei ihren Buchungen solche und noch viel mehr Informationen bei Buchung bzw. mit Erhalt der Unterlagen bekommen.
Es kommt halt auch auf das Auftreten des "Fremdkunden" an.....
Eine "Auskunftspflicht" gibt es selbstverständlich nicht!
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Beinahe schon grotesk:
Der Kunde geht nicht ins Reisebüro und bucht im Internet:
Soll er doch, es gibt eh nicht genug zu verdienen,
da Provisionen meist gering.Der Kunde geht ins Reisebüro:
Abgewimmelt, weil lästig - soll er doch im Internet klicken.Pardon, ist nur die (vielleicht überspitzt dargestellte )
Quintessenz aus dem Posting von SinaAber irgendetwas ist doch hier faul:
Hallo, die Dienstleister seid Ihr (noch)
und Kunden fallen nun mal nicht vom Himmel.Und was ist das Risiko einer späteren Buchung des
Kunden im Internet gegen die Gewissheit, daß ihm
gar nichts anderes überbleibt, als dort zu buchen.Weil es irgendwann nur noch im Museum
ein Reisebüro alten Stils zu besichtigen gibt?Zufriedene Kunden, den Erfolg und das Gehalt muß man sich erarbeiten - und im Wort Verdienst steht das Wort "dienen".
Und damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt:Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.
Auf ein nachdenkliches Wochenende ... -
@JohnDonson
Gefällt mir schon deutlich besser, da differenzierter. -
Es gibt Dienstleistungsberufe, von denen erwartet wird, daß sie jederzeit gratis und selbstverständlich freundlich zur Verfügung stehen.
Sicher hängt es vom Auftreten des Fragestellers ab, inwieweit der Dienstleister bereit ist, einem Nichtkunden Auskunft zu erteilen, schließlich wirkt im Hinterkopf immer der Gedanke, eventuell einen neuen Kunden gewinnen zu können.
Ich arbeite selbst in einem solchen Beruf, in dem ich Nicht-Kunden begegne, die Beratung verlangen. In einem solchen Fall wäge ich ab...
An die Threaderöffnerin:
ich würde mir niemals im Geschäft A einen Kaschmirpullover kaufen und dann im Laden B fragen, wie dieser zu pflegen ist.
Du bist seit dem 25.08.2005 registrierte Userin. Du hättest hier im Forum nachlesen können, Du hättest die Homepage Deiner Fluggesellschaft oder Deines Veranstalters anklicken können.
Das war Dir scheinbar zu umständlich.
Es war Dir jedoch nicht zu viel Mühe, im Forum zu fragen, ob Reisebüros auskunftspflichtig sind.... -
"laskowski" wrote:
Hatte eine Frage zu Gepäckbestimmungen.
Bin ins nächste Reisebüro und hab nachgefragt.Da ich aber meine Reise in einem anderen Büro gebucht habe, wollte man mir dort keine Auskunft geben.
Hat das Reisebüro eigentlich eine Auskunftspflicht ?
Für was sind die da?
Es war nur eine einfache Frage - Maße für das Handgepäck !
Wieso sollte ein Reisebüro eine Auskunftspflicht haben?
Auskunftspflicht hat die 11880 oder ähnliche Rufnummern.
Wenn immer mehr Reisen im Internet gebucht werden und kein Reisebüro daran verdient, wieso sollte dann dieses, jenes oder welches Reisebüro weiterhelfen? Was hat es für einen Vorteil? Was soll es bringen?
Schlieslich muß ein Reisebüro auch die Angestellten bezahlen desweiteren fallen auch noch andere Kosten an (Miete, Strom, Wasser, Heizung usw.usw.)Die Maße für das Handgepäck kann man ganz einfach bei fast jeder Airline im Internet nachlesen.
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"Erika1" wrote:
ich würde mir niemals im Geschäft A einen Kaschmirpullover kaufen und dann im Laden B fragen, wie dieser zu pflegen ist.Ein sehr schönes Beispiel, das die "Problematik" plastisch und für jeden verständlich darstellt! Genausowenig würde jemand auf die Idee kommen, die Funktionen eines Aldi - Computers bei Lidl zu erfragen

Ich selbst habe mir einmal den Fauxpas geleistet, bei Karstadt versehentlich meine Kaufhof - Payback - Karte vorzulegen
Die Verkäuferin war plötzlich nicht mehr nett (was ich auch nachvollziehen konnte) und erst wieder versönht, als ich peinlich berührt das Karstadt - Pendant rausgekramt hatte 
@ KaGu: 11880 kostet...also lieber ab ins Reisebüro, die wissen alles und es kostet nix :?

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Wenn ich den Eingangsbeitrag lese, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Aber ich habe eine Hoffnung: Es handelt sich nur um einen Trainingslauf für den 1. April.
Viele Grüße
Manfred
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Nirgendwo - außer im Reisebüro - gibt es solch eine Fülle von Informationen rund ums Reisen aus erster Hand. Nirgendwo sonst steht dem Reisenden ein kompetenter und fachkundiger Berater persönlich zur Seite, der sich um die individuellen Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden kümmert. „Nur Packen müssen Sie noch selbst…“ - die Reisebüromitarbeiter hingegen beraten bei der Suche nach dem passenden Reiseangebot, sie helfen bei der Planung, kümmern sich um Buchung und Abwicklung und stehen als persönlicher Ansprechpartner jederzeit für Fragen zum Thema Reisen zur Verfügung. ...
... Spezielle Reiseinformation: Länder- und Reisenformationen, Einreisebestimmungen, Reisemedizin und Zollvorschriften: Das Reisebüro gibt Hinweise zu den wichtigsten Informationsquellen für Reisende. #
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Soweit die Werbung, Aktion "Lassen Sie kümmern ..."
Ach so, die war limitiert bis 06.03.2007 - Na dann -
@Sina1, ich hab mich letztens auch über ein Reisebüro geärgert.
Es gibt schon welche, denen man jede Antwort aus der Nase ziehen muss.
Vor ein paar Monaten, hatte ich meinen Mann fast soweit, dass er über "Hawaii" nachdachte. Bis dato wusste ich von dieser Insel so gut wie gar nichts. Ich wusste weder, was ein Flug kostet, noch wo und wie man in Amerika umsteigen kann. Dass man in Hawaii eventuell auch noch mal fliegen muss, dass der Transfer zum Hotel extra gebucht werden muss, dass die Hotels vorwiegend mit oder ohne Frühstück angeboten werden usw usw usw
Mein Mann war bei einem Facharzt und ich tengelte gemütlich durch die Einkaufspassage. Ein Shop, war ein Reisebüro. "Hy super", dachte ich bei mir "jetzt lässt du dir das mal ausrechnen und dann machst du Nägel mit Köpfen". Was so viel heißt wie, ich konnte ganz genau sagen, wann ich fliegen wollte. Was die Reise ungefähr kosten darf, hatte ich alles im Kopf.
Im Reisebüro saßen drei Damen. Alle drei schrieben geschäftig irgendwas in ihren PC. Ich wartete ein bißchen und dann fragte ich freundlich, an wen ich mich wenden soll, wegen einer Hawaiireise. Die Chefin macht das selbst, hieß es. Die ließ sich aber Zeit und irgendwann bequemte sie sich dann her. Wir führten dieses Gespräch im stehen. Und jede Frage die ich stellte, wurde von ihr irgendwie ins Lächerliche gezogen. Ich kam mir sowas von blöd vor und am liebsten hätte ich mich umgedreht und wäre einfach so gegangen. Aber sie schmückte ihre Arroganz auch noch mit Floskeln aus.
Kleiner Ausschnitt vom Ablauf:
Ich stellte Fragen und sie beantwortete diese Fragen indem sie lächerliche Weisheiten von sich gab.
Zur Erinnerung:
Ich hatte bis dato keine Ahnung vom Ablauf einer Hawaiireise, wußte nur, dass dies nicht so einfach wäre.
Beispiel: Kann man von München aus nach Hawaii fliegen?
Antwort: Bis jetzt gibt´s noch kein Flugzeug, dass die Strecke in einem Stück schafft.
Anschlussbeispiel: geht das dann via New York oder Washington oder?
Antwort: das kann doch ich jetzt nicht sagen.:innerlich_brodelnd_und_runterschluck:
Ich schluck meine Gedanken runter, bin zu gut gelaunt.
Ich hab Angst vor der nächsten Frage. :?
Frage:wie läuft´s dann in Hawaii weiter?
Antwort: wenn sie in Honolulu sind, dann kann es jederzeit sein, dass sie nochmal in einen kleineren Flieger reinmüssen.
Das ging dann noch eine zeitlang so weiter. Zum Schluß ging ich raus mit einem Weihnachtsplatzerlpresent und nicht viel mehr Wissen als vorher.
Alles was ich jetzt weiß, habe ich mir hier und woanders zusammengelesen.
Damals hatten mein Mann und ich überlegt, ob wir statt zwei Urlaube nicht einmal fahren sollten und dies wäre halt Hawaii gewesen. Ich muss dazu sagen, wir sitzen nie zu zweit im Reisebüro. Einer geht rein, lässt sich was zeigen. Fährt mit dem Angebot nach Hause (oder geht kurz ins Wartezimmer), zeigt es und spricht kurz darüber und dann wird es gebucht. Das dauert nie länger als eine Stunde, wenn überhaupt.
Dann "grübeln" wir die Zeit die wir warten müssen, bis wir endlich fahren, ob wir was "gscheites" gebucht haben oder nicht. Ich habe noch nie zwecks "falscher Urlaubsort bzw Hotel bzw Insel" umgebucht.
Ergo ich bin ein schneller und einfacher Kunde. Aber wenn mir jemand im stehen ...tja....primitive Antworten gibt, dann kann man mir ein Urlaubsziel ausreden.
Jetzt fahr ich nämlich wieder zweimal und keinmal davon nach Hawaii.
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"Erika1" wrote:
Es gibt Dienstleistungsberufe, von denen erwartet wird, daß sie jederzeit gratis und selbstverständlich freundlich zur Verfügung stehen.auf diesen Satz muss ich auch nochmal kurz eingehn.
Hier geht´s um Pullover, CD- Spieler und andere Waren.
Eine Verkäuferin die einen Kunden mit allen möglichen Hosen, Jacken usw in der Umkleidekabine berät
oder
ein Elektrowarenverkäufer usw usw uswweiß auch nicht von vorneherein, ob ihm der Kunde, die Ware auch nachher abnimmt.

Wie würdet Ihr reagieren, wenn Euch die Verkäufer/rin fragen würde, wollen sie kaufen oder nur umsonst bedient werden?
Auch das gehört zur Dienstleistungsbranche.

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Das ist schon richtig, Brigitte.
Es geht hier aber nicht um ein Verkaufsgespräch bzw. eine unverbindliche Beratung.
laskowski hatte die Reise ja schon in einem anderen Reisebüro gebucht. Warum hat sie nicht dort nachgefragt, persönlich oder telefonisch? Oder im Internet informiert?
"Nirgendwo sonst steht dem Reisenden ein kompetenter und fachkundiger Berater persönlich zur Seite, der sich um die individuellen Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden kümmert."
privacy/Zitat der WerbeaussageWarum sollte ein Dienstleister für die Kunden anderer Dienstleister den Lückenbüßer spielen?
Wobei es ganz gleich ist, um welche Ware es sich handelt, ob Reise, Pullover oder DVD-Player.
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Zu laskowski hast Du vollkommen recht.
Ich versteh auch nicht, warum er nicht dort frägt, wo er gekauft hat.
Die Diskussion trifftete nur ein klein bißchen ab.
Und mir gingen die vielen Kostenvoranschläge die ich unter der Woche schreiben musste durch den Kopf.
