Mitbringsel für Einheimische
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Guten Morgen,

in manchen Ländern heißt es, daß sich die Einheimischen über Sachen freuen die man mitbringt. Wie zum Beispiel Kuba. Dort wären sehr gefragt Kosmetika, Shampoo, Kugelschreiber usw. Ist das Okay oder beleidigt man damit die Einheimischen.
Was denkt Ihr?
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Glasperlen wurden in früheren Zeiten von Eingeborenen gerne genommen!
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Guten Morgen Tosca,
dein Beitrag erinnert mich an einen Ausflug in der Dom. Republik. Unser Reiseleiter hatte uns eindringlich davor gewarnt, den Kindern, die bei der Haltstelle unseres Busses schon auf uns warteten, auch nur irgend etwas zu geben.
Als wir ankamen, warteten tatsächlich etwa 50 Kinder auf uns, die schrien im Chor "Kugelschreiber, Kugelschreiber, Kugelschreiber........".
Fazit: Wenn jeder etwas gibt, brauchen sie nicht in die Schule und bleiben Bettler.
Ist es nicht sinnvoller, daß die Kinder etwas anderes lernen, als das Wort Kugelschreiber oder Nagellack etc., damit sie einen besseren Start in ihre Zukunft haben?
Gruß Reisemarie
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Hallo, willst Du denn nach Kuba?Ich freue mich z.B. auch, wenn ich von meiner Tante Schokolade aus der Schweiz bekomme!! Geld geben ist am besten, wenn man sich besseren Service "erkaufen" will. Wenn Du was "Gutes" tun willst, dann ist Geld auch das Beste!!! Auf Kuba gibt es Kleidung, Kosmetika und Kugelschreiber, eben nur nicht von Boss, Dior und Pelikan.
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sanrob wrote:
Ich freue mich z.B. auch, wenn ich von meiner Tante Schokolade aus der Schweiz bekomme!!wie war das nochmal in der Werbung:
"immer diese Knutscherei, aber die Schokolade ist voll gut"

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Eine weitere Geschichte:
Ich war bei den Ibans, den Kopfjägern auf Borneo, die in ihren Langhäusern an einem Fluß im Urwald leben und nur über diesen Fluß erreichbar sind. Für Besuche haben sich sich alle Reiseveranstalter vor Ort darauf geeinigt, da man natürlich als Gast Geschenke mitzubringen hat, aber daß alle die gleichen Geschenke bringen: Für die Männer Mentholzigaretten und Kekse für die Frauen und Kinder.
Dafür haben sie den ganzen Abend für uns getanzt.
Es wäre doch ein unwiederbringliches Gut, das verloren ginge, wenn diese Urmenschen die Gier, Neid und Mißgunst der Zivilisation kennen lernen würden.
Gruß Reisemarie
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Hallo Sanrob,
war vorletztes Jahr auf Kuba und ein älterer Herr hatte jede Menge, wie zum Beispiel Strumpfhosen mitgenommen. Er fährt jedes Jahr wohl mehrmals nach Kuba und hat auch viele Bekannte dort. Die Reiseleitung dort sagte auch, dass man so gut wie nichts kaufen kann. (US Embargo) Selbst Schiffe aus Europa die Kuba beliefern dürfen dann mindestens ein Jahr lang die USA nicht mehr anlaufen. Das können sich die Reedereien nicht erlauben.
LG -
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tosca4711 wrote:
Hallo,
ich weiß ja nicht wie alt Du inzwischen bist, aber die Zeiten für Glasperlen sind längst vorbei. Vielleicht mal eine Blastigbalme mitbringen.
LGTja, wenn ich Sachse wäre das durchaus eine Alternative ... und auf Borneo finden sich evtl. noch Abnehmer für Glasperlen!
Ansonsten, wenn das Wohlwollen der Einheimischen schon erkauft werden soll, harte Dollar oder Euro sind immer willkommen. Und die schweizer Schokolade ist prinzipiell auch OK, nur auf Kuba halt nicht mehr ganz so hart wenn sie ankommt!
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Reisemarie wrote:
Guten Morgen Tosca,dein Beitrag erinnert mich an einen Ausflug in der Dom. Republik. Unser Reiseleiter hatte uns eindringlich davor gewarnt, den Kindern, die bei der Haltstelle unseres Busses schon auf uns warteten, auch nur irgend etwas zu geben.
Als wir ankamen, warteten tatsächlich etwa 50 Kinder auf uns, die schrien im Chor "Kugelschreiber, Kugelschreiber, Kugelschreiber........".
Fazit: Wenn jeder etwas gibt, brauchen sie nicht in die Schule und bleiben Bettler.
Ist es nicht sinnvoller, daß die Kinder etwas anderes lernen, als das Wort Kugelschreiber oder Nagellack etc., damit sie einen besseren Start in ihre Zukunft haben?
Gruß Reisemarie
Guten Morgen Reisemarie,
in Mexico gibt es auch die Schulpflicht und Inspektoren gehen am Strand lang um zu kontrollieren. Es gibt viele Indianerkinder die Kaugummi dort verkaufen. Ich nehme dorthin Buntstifte und Spielzeugautos mit. Geld wird den Kindern von den Eltern abgenommen. Die Kinder bekommen immer große Augen und freuen sich. Gebettelt wird selten aber halt die kleinen Kaugummiverkaüfer laufen sich den ganzen Tag die Füße platt.
LG -
santamarinello wrote:
Und die schweizer Schokolade ist prinzipiell auch OK, nur auf Kuba halt nicht mehr ganz so hart wenn sie ankommt!Nutella

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Wir haben die Erfahrung gemacht daß In sehr armen südostasiatischen Ländern wie SriLanka oder Vietnam die Mitbringsel wie gebrauchte Klamotten, Kosmetika Kugelschreiber etc sehr willkommen sind, und keinesfalls eine Beleidigung darstellen.
Lg
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Reisemarie wrote:
Eine weitere Geschichte:Ich habe praktisch 2 Koffer voll mit Klamotten nach La Havana / Cuba mitgebracht, für die Familie bei der ich dann 3 Monate gewohnt habe.
Als ich diese Koffer aufgemacht habe, wollten die Kinder die ganzen T-Shirt nicht...mit so einer Ungezogenheit ... Grrrrr....
Nur die Hosen die ich in dem Moment an hatte, die wollten sie UNBEDINGT haben, weil dort ganz deutlich zu lesen war : "Nike" !!!!!!!Traurig. :?
Wir sind jeden Abend mit den Jungs (16, 18 und 22) der Familie Eis essen gegangen: für sie war das etwas ganz besonderes. An einem Abend war es mir schlecht und wollte einfach zu Hause bleiben. Was haben sie gesagt? : "Ale, gib uns das Geld wenn Du zu Hause bleibst...wir wollen doch unser Eis auch Heute Abend mal essen"

Sie haben natürlich kein Geld bekommen, und Eis von mir haben auch nicht mehr bekommen...
Ale
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kutte wrote:
Am besten gefällt mir die Geschichte mit dem älteren Herrn und den Strumpfhosen. Ein Schelm wer böses dabei denkt.......

String Tangas sollen in Kuba recht beliebt sein

wenn manche Urlauberin ihren abgibt, reicht der gleich für ein ganzes Dorf
(Anwesende nat. ausgenommen) 
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Meine Herren, ich bitte doch um mehr RESPEKT bei diesem so ernsten und wichtigen Thema!
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Sentina wrote:
Vielleicht mal eine Blastigbalme mitbringen
---> zuckersüss.nein, bitte, nicht schon wieder
Muss noch von Gestern wieder zu Bewusst sein kommen


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santamarinello wrote:
Meine Herren, ich bitte doch um mehr RESPEKT bei diesem so ernsten und wichtigen Thema!du darfst auch gerne Kugelschreiber mitnehmen, die dann weiterverkauft werden

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Wir haben auf Kuba auch dem Zimmermädchen Kleinigkeiten wie Seife, Parfumproben etc. mitgebracht. Zudem haben wir auch einige Dollarscheine hingelegt. Sie hat sich immer sehr darüber gefreut, sie hat es uns gesagt, hat uns sogar ein Dankesbrieflein aufs Kopfkissen gelegt.
Unser kubanischer Reiseführer sagte damals, dass im Prinzip auf Kuba ALLES erhältlich ist. Nur halt unbezahlbar. Wenn ein Kubaner nur 20$ im Monat bekommt, aber solche Artikel schon alleine 6$ kosten... Den Rest kann man sich ausrechnen.