Tierführerschein, Kinderführerschein?
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Ich hatte so gegen Ende des "Katzenthreads" im Allgemeinen mal gesagt, ich sei für einen Tier- und Kinderführerschein. Admin Günter hat den Thread - sicherlich nicht zu unrecht - zugemacht. Sollte noch zu meiner wohl krass anmutenden These Diskussionsbedarf bestehen - Andrea von Schmeling, Du hattest ja geäußert, Dir sei das Alles etwas unklar - bitte, nur zu.
Gruß, Peter -
Carsten da geb ich Dir uneingeschränkt recht.
Vor einiger Zeit wurde das an unserer Schule auch mal diskutiert.
Es geht ja nicht darum den Leuten das Recht abzusprechen Kinder zu bekommen, sondern ihnen Hilfestellung zu geben bei der Erziehung der Kinder. Dabei geht es meines Erachtens nicht um den Faktor Zuwendung sondern eher um den Faktor Kommunikation.
Eine anonyme Unfrage, die wir damals abgehalten haben ergab, dass viele Eltern viel zu wenig mit ihren Kindern reden und sie eher bevormunden.
Beziehung statt Erziehung sozusagen ist der Punkt.
Es geht nicht darum das sich vor den Eltern ein Pädagoge aufbaut und ihnen Tipps gibt wie man`s richtig macht sondern anhand von diversen Workshops etc. soll die Einstellung zum Elternsein langsam wachsen.
Als Eltern ist man die wichtigste Bezugsperson im Leben des Kindes. Wenn man sich das klar macht, dann könnte man auch den Sinn eines Führerscheins erkennen....
Ein Beispiel dafür ist doch schon der Geburtsvorbereitungskurs. Das ist auch so eine Anleitung wie man es richtig macht. Diese Kurse erfreuen sich größten Zulaufs. Warum nur?
Dumm ist nur die Bezeichnung Führerschein. Man bekommt ja erst etwas, wenn man Leistung gebracht und eine Prüfung erfolgreich abgelegt hat. Da die Erziehung aber ein Prozess ist, der sich über viele Jahre hinwegzieht und entwickelt, kann meiner Meinung nach das Führerscheinprinzip hier nicht angewendet werden und die teilnahme an solchen Workshops muß freiwillig bleiben.
Ganz heilsam wäre so ein Workshop wiederum für viele Leute, die meinen ein Baby ist nur „dulli –dulli“ und „gagagaga“ .... im Kinderwagen rumschieben, im Arm wiegen, 5x am Tag umziehen und dann zur Oma bringen wenn man mal auf den Putz hauen möchte .... so was Naives hab ich auch schon erlebt und nicht nur einmal ......

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Es ist völlig unangebracht, das von Peterkengel gestellte Thema ins lächerliche zu ziehen. Sorry!
Tiere zu halten, ist ein verantwortungsvolle Sache. Aber zweifellos noch verantwortungsvoller ist es, Kinder in die Welt zu setzen, sie zu erziehen, ihnen Werte zu vermitteln, sie fit fürs Leben zu machen.
Kinder in die Welt setzen und sie nach seinem Gusto aufziehen darf jeder Trottel. Für das Führen eines KFZ wird dagegen ein Führerschein verlangt.
Warum prüft niemand die Eignung der Menschen, mit Kindern umgehen zu können?
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katze2ooo wrote:
@FreundinUserführerschein

manche bekommen den aber nur nach der MPU

normalerweise wird bei der MPU die Mobilitätskompetenz überprüft im Bezug auf das Führen von Kraftfahrzeugen. Allerdings hast Du recht, bei einigen müsste auch die celebrale Mobilität überprüft werden bevor sie auf ein Forum losgelassen werden.
Eure Beiträge sind echt megawitzig ... -
@maximax u. mujer
100 % richtig.
Zumal leider auch viele Eltern sich heute nicht mehr mit ihren Kindern beschäftigen. Sicherlich ist es nicht mehr so wie früher, da auch vieles durch den Beruf eingeschränkt ist. Jedoch sehe ich sehr viele Kinder, die sich komplett selbst überlassen sind. Zum Trost werden sie mit Geld gefüttert, sitzen vor dem PC u. können gesellschaftlich überhaubt nicht mehr sich sozial richtig verhalten.
LG -
carsten wismar wrote:
@maximax u. mujer
100 % richtig.
Zumal leider auch viele Eltern sich heute nicht mehr mit ihren Kindern beschäftigen. Sicherlich ist es nicht mehr so wie früher, da auch vieles durch den Beruf eingeschränkt ist. Jedoch sehe ich sehr viele Kinder, die sich komplett selbst überlassen sind. Zum Trost werden sie mit Geld gefüttert, sitzen vor dem PC u. können gesellschaftlich überhaubt nicht mehr sich sozial richtig verhalten.
LGJawohl Carsten! Und deshalb brauchen wir wieder intakte Familienstrukturen, wie sie von Frau Herman gefordert werden!
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...hier geht es nicht um "megawitzig", Mujer und minimax. Hier geht es doch mehr um die Sinnhaftigkeit der Fragestellung, oder?
Ein Führerschein oder Haltungsnachweis für Kinder? Wo sind wir denn jetzt?
Es liegt in der Natur aller Tiere (also auch Menschen) sich fortzupflanzen, soll dieses in Frage gestellt werden? Wer soll denn die Regeln für eine kompetente Erziehung aufstellen, überwachen oder gar bei Mißachtung einschreiten?
Was macht denn eine gute Erziehung des Nachwuchses aus, wer mag eben dieses definieren? Ihr? ich?Das Thema ist für mich einfach zu flüssig, aber meinetwegen dürfen sich alle daran ergötzen...
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Sinnhaftigkeit der Fragestellung? Es gibt sinnlosere Themen, die hier ganz ausgiebig diskutiert werden und über die sich niemand aufregt.
Natürlich ist es eine theoretische Diskussion, einen Kinder- oder Tiereführerschein wird es natürlich niemals geben. TRotzdem regt der Thread zum Nachdenken an, und das ist ganz sicher das Anliegen des Threaderöffners Peterkengel.
Unser ganzes Leben ist bis in die kleinsten Ecken reglementiert, wann wir über den Zebrastreifen gehen dürfen, ob mit einer geringen bauseitigen Veränderung eine Nutzungsänderung verbunden ist , wer ein KFZ führen darf etc., aber ausgerechnet die verantwortungsvollste "Tätigkeit" der Menschen, Kinder in die Welt zu setzen und sie zu erziehen, bleibt völlig unreglementiert. Das darf jeder, auch der, der völlig ungeeignet dazu ist.
Ich denke schon, daß der Staat am liebsten hier auch noch reglementierend einschreiten würde, wenn nicht jeder neue Erdenbürger ein potenzieller neuer Steuerzahler wäre.
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@katze 2000
man muß nicht unbedingt selbst Kinder haben, um die Inkompetenz mancher Eltern zu sehen@curiosus
wahrscheinlich wird das ganze falsch betrachtet oder nicht so rübergebracht, wie es lauten soll. Jedoch Auto fahren, darf wie hier schon erwähnt jeder D....wenn er seinen Führerschein gemacht hat.
Kinder bekommen u. erziehen, daß darf jeder ohne irgend etwas. Das dies nicht immer gut ist u. auch heftige Folgen hat, braucht man wohl hier nicht noch genau zu erwähnen. Da ist es für viele Eltern eigentlich unabwendbar, soetwas einzuführen, wie schon von der Regierung angedacht.
LG -
Elternführerschein ... !!
Und was ist, wenn Eltern (das sind die, die bereits ein Kind oder mehrere Kinder haben) die Elternführerscheinprüfung nicht bestehen ? Werden diesen Eltern dann die Kinder weggenommen ?Wer soll das denn kontrollieren ? Die Jugendämter ? Die schon jetzt manchmal überfordert sind, wirklich verwahrloste oder von Eltern vernachlässigte Kinder zu betreuen bzw. vor den Eltern zu retten ?
Workshops ... !! Wer würde wohl freiwillig zu Elternworkshops gehen ? Sicherlich nicht die Eltern, die es am dringendsten nötig hätten.
Die Eltern, die solche Workshops besuchen würden, haben sicherlich die wenigsten Schwierigkeiten mit ihren Kindern - von den normalen Problemen eines jeden Eltern-/Kinderhaushaltes mal abgesehen.Konflikte und deren Bewältigung zwischen Eltern und Kinder gehören zur Kindheit. Das Erlernen von Konfliktbewältigungen ist ein wesentlicher Bestandteil des "Großwerdens" für Kinder. Es ist unabdinglich, dass Eltern zulassen, dass Kinder auch mal als Sieger aus Eltern-Kind-Konflikten herausgehen, weil es das Selbstbewußtsein der Kinder fördert.
Eltern, die ihre Kinder lieben, machen solche Dinge automatisch, das braucht ihnen ein Workshop nicht zu vermitteln.
Und kein Workshop kann Eltern beibringen, ihre Kinder zu lieben, sie ernst zu nehmen und sie fühlen zu lassen, dass sie wichtig sind.Irgendwie macht dieser Thread auf mich den Eindruck, als wolle man einen -leider sehr spät- geschlossenen Thread durch die Hintertür wieder weiterlaufen lassen.
Gruß, Hardy
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Hardy,
da spricht der Pragmatiker! Nimm das bitte nicht alles so wörtlich!
Kein Mensch will in Wirklichkeit einen Elternführerschein. Es würde ja schon reichen, wenn die Jugendämter personell in die Lage versetzt würden, wesentlich intensiver als bisher prekäre Elternhäuser zu überwachen. Dann würden wir solche Horrornachrichten über vernachlässigte Kinder, die in letzter Zeit leider überhand nehmen, nicht mehr so oft lesen.Schönen Abend noch!
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Vielleicht noch ein Wort zur Klärung, da wohl nicht alle den Ausgangsthread "Katzen...", den Günter geschlossen hat, gelesen haben.
Es ging im Verlauf des Fadens um Tierschutz. Ich schlug dann zwei "Führerscheine" vor. Den Tier- /Hundeführerschein, der verhindern soll, daß inkompetente oder ahnungslose Leute sich Tiere zulegen, die sie nicht halten können oder sollten. Denkbar wären Pflichtseminare, die Hundehalter bei der Anmeldung des Hundes zu besuchen hätten.Der Begriff Elternfürhererschein (im Original schrieb ich: eine Art Elternführerschein) ist natürlich irrefürend. Natürlich kann man keinem verbieten, Kinder auf die Welt zu brigen. Aber der Staat, der Elter mit dem Kindergeld finanziell unterstützt, könnte seinerseits fordern, daß werdende oder frischgeackene Eltern bestimmte Seminare / Workshops besuchen, in denen grundlegende Voraussetzungen, Prinzipien und Techniken der Kindeserziehng vermittelt werden. Werden diese Kurse nicht besucht, wird das Kindergeld gekürzt. So neu ist das Prinzip nicht, siehe Bonusheft bei den Krankenkassen. Gehe ich nicht regelmäßig zum Zahnarzt, werden mir Leistungen gekürzt.
Ich denke das auch nur mal an, eine Komplettlösung habe ich nicht im Ärmel. Ich denke nur an die vielen Eltern, die, noch nicht einmal mit böser Absicht, elementare Fehler bei der Erzehung begehen. Wenn Eltern beispielsweise Kinder schlagen, ist das nicht immer Sadismus, es kann Hilflosigkeit, mangelnde Konfliktfähigkeit sein. Die kann man sicher nicht in ein paar Workshops beseitigen, aber es könnte ein Therapiebedarf etc. erkannt werden.
Zusammenfassend: ich möchte keinem das Kinderkriegen verbieten oder eine prüfungsabhängige Elternlizenz fordern. Meine Absicht ist es, "laut" über Möglichkeiten nachzudenken, wie man flächendeckend die Erziehung bzw. Pflege und Ernährung der Kinder im Säuglings- und Kleinkindalter verbessert. Was ist so verkehrt daran, wenn Vater Staat für seine finanzielle monatliche Leistung eine Gegenleistung fordert?
Eine sanftere Variante wäre, daß für regelmäßige Teilnahme an solchen Kursen das Kindergeld erhöht würde.
Gruß, Peter
