Urlaub in Prtivatquartieren - was haltet Ihr davon ??
-
Hallo,
wir haben vor, im Mai mal ein paar Tage bzw. verlängertes Wochenende am Bodensee zu verbringen.
Natürlich habe ich viele schöne Angebote gefunden, entschieden haben wir uns noch nicht.
Dabei waren auch eine Reihe Privatquartiere, die sehr gut im Angebot klingen, vorallem preislich eine vernünftige Alternative bieten.Aber - wir sind eher "Freunde" einer Hotelunterbringung.
Deshalb blättern wir bei solchen Angeboten oft weitern, sicher zu unrecht !Warum wir das sind ?
Weil wir schon mehrfach - besonders Anfang der neunziger Jahre - Urlaub in Privatquartieren hatten - hier in Deutschland, in Österreich oder in Tschechien.
Soweit war ja alles o.k. - aber uns störte der doch recht enge Kontakt zu den Vermietern. Fing an beim Frühstück (was immer bestens war), wo wir ständig erzählen mussten, was wir am jeweiligen Tag machen etc..
Abends dann wollte man gerne mal mit uns reden, gerne mal zusammen einen Schnaps trinken o.ä. oder bis hin zum Bewundern des tollen Traktors der Gastfamilie oder Autofachsimpeleien oder der wunderbare Garten usw..
Interessiert uns(mich) ja normalerweise auch alles - aber eben nicht im Urlaub!
Natürlich waren alle Vermeiter lieb, herzlich und stets um unser Wohl besorgt - aber wir wollten eigentlich unsere Ruhe, eigentlich gar keine besondere Beachtung !Letzlich haben wir dann nie mehr Privatquartiere genommen, nur noch Hotels !
Wie sind Eure Erfahrungen ?
Erwin
-
Deine Schilderung erinnert mich stark an einen 5-tägigen Aufenthalt vor wenigen Jahren gemeinsam mit unserer (erwachsenen) Tochter im Schwarzwald. Wir sind einfach ins Blaue gefahren und landeten in diesem kleinen Ort in der Nähe von Freiburg.
Eine ganz liebe Vermieterin, die uns abends bzw. nachts bis ins Zimmer verfolgte, um nachzusehen, ob auch w i r k l i c h alles in Ordnung ist; ein ebenso netter Vermieter-Ehemann, der uns beim Frühstück aufforderte, mit auf die Nachtwanderung/die Tagwanderung/die Winzerei-Besichtung zu gehen, während seine Frau genau schaute, was wir essen und wissen wollte, warum wir keine grobe Mettwurst mögen, weil wir eben genau diese auf dem Tablett ließen. Natürlich folgten die Fragen nach unserem bevorstehenden Tagesprogramm bzw. nach dem des vorhergehenden Tages. War dieser ergiebige Gesprächsstoff ausgegangen, folgten die etwas persönlicheren Fragen. Das äußerst sympathische Vermieter-Ehepaar mit drei erwachsenen Kindern versuchte gemeinsam zu ergründen, warum ich alleine mit meiner Tochter unterwegs war... verwitwet? geschieden? verkracht? Oder gar noch etwas Schlimmeres???
Tochter und ich haben uns köstlich amüsiert, wir beide würden uns evtl. noch einmal auf ein solches "Abenteuer" einlassen. Aber wenn mein Mann und ich unterwegs sind, bevorzugen wir doch ein wenig mehr Ruhe und Distanz, ergo Hotel.
Ein Urlaub mit Familienanschluss ist absolut nicht unser Ding.
-
Wenn ich euch richtig verstehe, dann hattet Ihr "nur" Zimmer mit Frühstück im Haus der Eigentümer gemietet ?
Wär mir so evtl. auch zu nah. Ein separates Apartement/Einliegerwohnung sollte es schon sein.
Da ich nur im Notfall ins Hotel gehe und dann auch nur in ganz kleine, suche ich mir in erster Linie für den Urlaub Selbstversorgerbungalows/apartements raus. Mit dieser Form des Urlaubs bin ich bisher ganz gut gefahren. Etwas Kontakt war vorhanden, aber nie so aufdringlich, wie Ihr es beschreibt. -
Hallo,
vor etwa 25 Jahren sind wir ab und an ein Wochenende an die Sauer gefahren. Die Nähe zu Luxemburg und Trier machten ein paar kurzweilige Tage daraus. Wir hatten eine Gastfamilie, die uns in Ruhe ließ. Man kannte sich schon lange und gut wars. Einmal erklärten sie uns zähneknirschend, daß sie "überbucht" seien und eine andere Familie für uns gefunden hätten.
Dort sind wir dann geblieben, jedes Jahr Karfreitag bis Ostermontag! Daraus hatte sich eine Freundschaft entwickelt, die uns bis heute viel bedeutet.Als die Gastgeber dann die Gästezimmer in eine Wohnung für die Tochter umbauten, mussten wir kostenlos das "Kinderzimmer" nehmen. Als der Mann verstarb haben wir unsere "Freundin" für 1 Woche zu uns nach Hause geholt bzw. wir haben sie auch mit in Urlaub genommen. Später haben wir dann bei unseren Besuchen in einem nahegelegenen Hotel gewohnt, haben aber dennoch zusammen die Tage verbracht.
Wenn es sich um 2-3 Tage handelt, würde ich jederzeit ein solches Privatquartier nehmen, wenn es sich von der Region her anbietet - länger aber auf keinen Fall.
Gruß Reisemarie
-
Hallo Holzmichel,
wir mieten meistens ein Haus. Z. B. gehen wir die ersten zwei Septemberwochen in die Sächsische Schweiz. Dort haben wir ein Ferienhaus mit einem großen Garten gemietet. Der Vermietet lebt ein paar Ortschaften weiter und wir bekommen ihn nur bei An- und Abreise zu Gesicht. Bei Ferienhäuser haben wir meistens nicht so engen Kontakt zum Vermieter, da die meistens dann nicht in direkter Nähe wohnen.
Grüße Ute
-
Hallo,
wir mieten auch gerne eine Ferienwohung oder Haus, meistens privat. Hier in Deutschland haben wir das oft für einen Kurzurlaub gemacht. Da hat man dann bei einer Wohnung doch etwas mehr Distanz als bei einem Zimmer mit Frühstück. Die von Euch beschriebene "Versorgung" wäre mir dann doch etwas zuviel des Guten. Wir mieten aber auch für einen längeren Urlaub von privat, da wir keine Hotelurlauber sind und die großen Veranstalter für uns nicht so die Angebote haben. Wir haben das häufig auf den Kanaren gemacht, dann auf Mauritius und auf Isla Margarita. Bisher hatten wir nur gute Erfahrung, sowohl bei einheimischen als auch bei deutschen Vermietern. Letzteres erleichtert natürlich einiges, schon sprachlich. Uns gefällt dann schon die persönliche Betreuung, die es in den meisten Hotels (ich meine damit die Bettenburgen) nicht gibt. Mit Betreuung meine ich nicht, dass wir rund um die Uhr "betüdelt" werden müssen, aber z.B. Tipps für Ausflüge oder Restaurants. Auf Mauritius hatten wir einen Vermieter, der uns morgens Brot gebracht hat, fanden wir auch nett.
Es ist eben eine andere Art, Urlaub zu machen!
Gruß Elke -
Ich war vor 2 Jahren mit meiner Mutter ein paar Tage am Chiemsee in einer Privatunterkunft. Die Zimmer waren im 1. Stock des Familienhauses und wir hatten keinen "Rund-um-Service". Am ersten Tag wurde geklärt wann wir frühstücken wollen und dann stand das Frühstück vor der Tür. Da wir immer auf unserem großen Balkon gefrühstückt haben, kam ein "hallo" von den Vermieter aus dem Garten hoch. Falls wir Tipps zu Ausflügen oder Restaurants haben wollten, könnten wir unten klopfen und haben Auskunft bekommen.
Würde definitiv wieder in ein Privatquartier gehen. Es war sehr angenehm und die Familie war nicht aufdringlich, obwohl unsere Vermieterin schon eine ziemliche Tratschtante war.
-
Hallo,
wir sind öfter in Privatpensionen oder bei privaten Zimmervermietern in Österreich untergebracht,.
"Schlechte" Erfahrungen haben wir dabei nicht gemacht. Höchstens mal beim Frühstück werden ein paar Worte mit der Vermieterin gewechselt. Tagsüber ist man ja unterwegs, Abends geht man entweder essen oder man verpflegt sich selber (Kühlschrank ist ja meistens vorhanden, Balkon auch)
Wir finden es recht gut, beim Frühstück mal ein paar Tipps für Ausflüge oder Besichtigungen zu bekommen.
Und natürlich finden wir auch die Preise gut.
Schöne Zimmer (meistens) mit Balkon und schönem Ausblick, mit Kühlschrank und Frühstück in schönen Gegenden z.B. Salzburger Land oder Salzkammergut und das alles dann für 18 - 19 Euro pro Person.
-
Hallo,
also "nur" ein Zimmer wäre uns auch mit Sicherheit zu nah mit zu wenig Privatspähre. Wir sind allerdings begeisterte Finca-Urlauber und in einer unserer Lieblingsfinca wohnt die Besitzer-Familie auch gleich nebenan. Die Eigentümer betreiben aktiv Landwirtschaft, so dass schonmal das ein oder andere verirrte Schaf, die Hunde, einer der Helfer oder einer der Eigentümer anzutreffen sind... oder es fährt jemand auf dem kleinen Trecker vorbei und lässt sich auf eine kleine Plauderei ein. Allerdings kann man sich auch absolut zurückziehen... es gibt einen eigenen Pool und einen eigenen Gartenbereich. Es ist alles sehr großzügig und zwischen dem Garten der Finca und dem Besitzer-Haus liegt ein kleines Feld mit Orangenbäumen (wo man sich aber frei bewegen darf, um seine Ration Orangen zu pflücken).
Es ist ein tolles "Mittelding" zwischen absoluter Privatsphäre und (wenn man will) ein wenig "Familienanschluß", wobei man dazu sagen muß, dass viele Mallorquiner sich generell Wildfremden gegenüber zwar freundlich aber meist erstmal ein wenig distanziert verhalten.
Ich mag zwar auch Hotels, aber auch hier bevorzuge ich kleinere ggf. noch privat geführte oder von mir aus auch größer aber dann wieder so hochwertig, dass man auch als Pauschal-Touri nicht ständig "daueranimiert" wird und man vom gut geschulten Personal zumindest vorgegaukelt bekommt, sowas wie individuelle Behandlung zu genießen. Bei einem "klassischen" 3*-400 Betten-Betonklotz-mit Minipool-Halbpension-eines neben dem anderen-Hotel gruselt es mich gewaltig. Aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden und über selbigen kann und will man ja auch nicht streiten...

Gruß
-
Mir wäre das komplett zu viel der Nähe. Ich miete seit Jahren irgendwelche Häuser, mal ist der Vermieter nebendran, was Vorteile hat wenn mal was nicht in Ordnung ist, mal sinds Agenturen, mal von privaten Ferienhausbesitzern die von Deutschland aus vermieten.
Da ich darauf achte einen gewissen Standard einzuhalten und nichts aus dem Katalog oder von der Stange buche bin ich damit immer gut gefahren und habe echte Kleinode entdeckt. Und, obwohl das mir nicht wichtig ist, billiger als ein Standard-x-sterne-Rudelhotelurlaub wars meist auch.
-
Das weckt Kindheitserinnerungen. Pension im Schwarzwald. Morgens hat man das Frühstück im Aufenthaltsraum serviert bekommen, abends hockten die Gäste dort zusammen. Privatsphäre gab es dort nicht, außer im Zimmer. Jeder wusste über jeden Bescheid.
Buche ich eine Ferienwohnung, möchte ich die Vermieter nur bei Anreise/Schlüsselabgabe und bei Abreise/Schlüsselabgabe zu Gesicht bekommen. Infos über Ferienort, Tips für Ausflüge etc. können direkt bei Anreise besprochen werden. Für Notfälle erwarte ich eine telefonische Erreichbarkeit des Vermieters. Selbstverständlich separater Eingang. In einer Ferienwohnung möchte ich aufstehen oder zu Bett gehen, mich in Klamotten herumlümmeln, wie es mir passt, und nicht vom Vermieter "kontrolliert" werden. Ansonsten kann ich mich gleich in eine Pension einquartieren.
-
Ich bin bei der Wahl meiner Unterkunft sehr flexibel und je nach Ort bzw. Art des Urlaubs ist von der großen Hotelanlage bis zum kleinen Landhotel alles drin.
Privatunterkunft allerdings hat für mich persönlich einen eher negativen Touch und zählt daher nicht zur Kategorie bevorzugte Unterkunft.
Wir hatten vor Jahren mal ein Haus privat gemietet und man hatte das Gefühl das die Nachbarn den Auftrag hatten ab und zu mal nach dem Rechten zu sehen. Das war unangenehm.
Eine Wohnung im Haus des Vermieters würde ich daher erst recht nicht anmieten. Dann lieber Wohnwagen oder Zelt.
In einem Hotel kann man sich doch wesentlich freier bewegen.
Das heisst allerdings nicht, dass ich den Kontakt zu Einheimischen nicht mag oder nicht auch suche. Ganz im Gegenteil.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies wunderbar möglich ist ohne gleich bei Privatleuten wohnen zu müssen. -
santamarinello wrote:
Und, obwohl das mir nicht wichtig ist, billiger als ein Standard-x-sterne-Rudelhotelurlaub wars meist auch.Das ist der finanzielle Aspekt. Es ist für uns auch nicht der wichtigste, in erster Linie muß uns die Unterkunft ja gefallen, aber so ganz unwichtig ist die Kostenfrage doch nicht. Wir zahlen für 4 Wochen Isla Margarita für Flug und Wohnung (70 qm) ca. 2600 Euro für zwei Personen, haben sogar einen kleinen Pool dabei, mit Liegen.
Gruß Elke -
Mujer wrote:
In einem Hotel kann man sich doch wesentlich freier bewegen.Das, liebe Sabine, halt ich allerdings komplett für ein Gerücht

Hattest bislang offenbar die falschen Objekte gemietet .... aber die Menschen sind nunmal in ihren Vorlieben und Neigungen unterschiedlich, der eine will sich von vorne bis hinten verwöhnen lassen, der andere findet seine Erfüllung beim Holzhacken für die abendliche Kaminrunde - so einfach ist das! -
Gerade in Hotels hab ich nicht das Gefühl, mich freier bewegen zu können. Wie Metrostar schon schrieb : ..in Klamotten rumlümmeln zu können...." , das kann ich im Hotel nun wirklich nicht, da muss man sich zu jeder Mahlzeit mehr oder weniger aufbrezeln.
Ganz abgesehen davon hab ich noch kein Hotel erlebt, wo ich um 5:00 schon frühstücken konnte, Wanderhotels mal ausgenommen.
-
Große Freunde von Privatquartieren sind wir auch nicht! Das ist so ähnlich, wie wenn bei einer Mietwohnung der Vermieter mit im Haus wohnt. Das
k a n n gut gehen, aber unsere Erfahrungen sind da eher negativ.
Von Neugier bis Bevormundungen ist da alles vertreten. Wir sind Leute, die eine gewisse Anonymität zum Leben brauchen wie Sauerstoff. Wenn man uns zu sehr auf die Pelle rückt, haben wir irgendwann das Gefühl, zu "ersticken". Das ist auch der Grund, warum wir beide niemals in einem Dorf oder in einer Kleinstadt leben könnten. Die "Anteilnahme" unserer Mitmenschen an unserem Privatleben würde uns abschrecken. -
das lieber Tom wollte ich ja noch schreiben
"In einem Hotel kann ich mich wesentlich freier bewegen"
aber da war Edit schon nicht mehr möglich :?Ich hab auch schon mit Freunden auf einer Berghütte gehaust, so ist es nicht.

Meine Privatsphäre ist mir eben heilig und ich verbringe meinen Urlaub dort, wo ich sie auch (größtenteils) gewahrt weiß.
-
Maximax, soo schlimm ist es auf dem Lande auch nicht mehr. Wir wohnen seit 16 Jahren in einem Dorf und ausser mal einen kleinen Ratsch mit zwei Nachbarn übern Gartenzaun haben wir keine Kontakte hier weiter. Kein Kirchgang, keine Vereine....
Da hat auch noch keiner hier versucht, uns zwangsweise integrieren zu wollen.
Es geht also auch anders -
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
-
Kidir wrote:
Gerade in Hotels hab ich nicht das Gefühl, mich freier bewegen zu können. Wie Metrostar schon schrieb : ..in Klamotten rumlümmeln zu können...." , das kann ich im Hotel nun wirklich nicht, da muss man sich zu jeder Mahlzeit mehr oder weniger aufbrezeln.Das kann ich aber auch wenn ich ein Ferienappartement oder einen Bungalow in einer größeren oder kleineren Ferienanlage über einen Reiseveranstalter buche.
Das genieße ich auch im T-Shirt und "unaufgepimt" zu frühstücken.
Unter Privatunterkunft versteh ich den mehr oder weniger näheren Kontakt zum Vermieter oder zum zur Kontrolle beauftragten Nachbarn) und das ist nicht so mein Ding.