Kuba Rundreise
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Hallo Zusammen,
wir interessieren uns für die Rundreise "Kuba a la Carte" die Dertour anbietet. 7 Tage / 6 Nächte in verschiedenen Hotels auf der Insel, man kann aus 90 Hotels wählen. Das ganze soll 259,- Euro kosten, also nur Unterkunft, ohne Verpflegung. Der kleinste Mietwagen fängt bei 55,- Euro/Tag an. Meint Ihr das wäre zu teuer und man könnte das ganze auch selber viel günstiger buchen, ohne Veranstalter?
Welches Auto ist empfehlenswert? Mit welchen Nebenkosten müssen wir rechnen? Was kostet Benzin, Essen...!? Welche Reisezeit ist empfehlenswert? Man hat mir zu Mai/Juni geraten.Viiiiielen Dank und viele Grüße
Soluna -
Hallo Soluna,
also vom Preis her, hört sich das Angebot von Dertour nicht schlecht an... preislich tun sich die Veranstalter nicht viel - da sind es eher die Unterschiede bei den Hotels, bei denen sich Vergleiche lohnen. Aber bei 90 Hotels, sollte man was passendes finden

Der Liter Benzin liegt bei ca. 0,90 CUC /Liter (ca. 0,62 Euro). Was die Nebenkosten für Verpflegung angeht, so ist das je nach Bedürfnis recht unterschiedlich. Getränke wie Wasser, Cola usw. sind für 1 - 1,50 CUC zu bekommen, alkoholische Getränke wie Bier und Cocktails ca. das doppelte. Einfache Zwischenmahlzeiten wie z. B. eine Handpizza sind für wenige Pesos auf der Straße zu bekommen... Obst und Gemüse kann man (für unsere Verhältnisse relativ günstig) auf den Bauernmärkten kaufen. Für Restaurantbesuche (gute Möglichkeit sind die privaten Paladares) sollte man so 10 - 15 CUC pro Person rechnen, Fast Food im "El Rapido" bekommt man für 2 - 5 CUC.
Beste Reisezeit sind die Monate Dezember bis April. Ab Mai wirds sehr feucht und schwülwarm, Hurrikanesaison geht von Juni bis November. Wer auch immer Dir zu Mai/Juni geraten hat, hatte entweder bei der eigenen Reise viel Glück, einen guten Kreislauf oder sich schlecht informiert ;). Mehr zu den Reisezeiten findest Du hier im Wetter-Thread.
Viele Grüße
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Straßenschilder gibt es zwischenzeitlich, sogar im Osten Kubas, wo es vor einigen Jahren noch ziemlich schwierig war, alleine zu reisen.
aber ansonsten haben die beiden vor mir recht, es sind chaotische Straßenverhältnisse und Verkehr, vor allem Fahrräder, Ochsenwagen, usw.
Wir waren im Jan. 08 ca. 900 km auf RR im Osten Kubas unterwegs unterwegs und haben unseren Fahrer geliebt, oft abends umarmt, er hat das alles toll gemeistert.
Waren mit TUI unterwegs, kleine Gruppe, nur 7 Personen, 1 Fahrer, 1 RL.
war herrlich, wir hatten auch noch viel Spass zusammen. -
Das eigentliche Problem ist die Tatsache, dass man sich in einem Land weit weg der Heimat befindet, das einmal recht rigide Vorschriften hat und eine Polizei, die anscheinend sehr willkürlich reagiert.
In einen Unfall ist man schnell verwickelt und dann hat man wohl ein echtes Problem. Da geht man dann nicht heim wie bei uns, sondern eher in den Knast erst mal. Und so mancher Tourist hat einen Zwangsurlaub in Kuba gemacht, aber nicht im Hotel. Selbst im Reiseführer wird dieses Problem beschrieben. Und auch kubanische Fahrer sind sehr vorsichtig in ihrer Fahrweise.
Wer also auf eigenene Faust mit dem Auto fährt, sollte wissen, auf was er sich einlässt. Ich würds niemals machen. -
Dylan wrote:
Soluna81 wrote:
Der kleinste Mietwagen fängt bei 55,- Euro/Tag an.Ich empfehle einen Jeep.
da kann ich nur zustimmen angesichts dieser Straßen

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juanito wrote:
Einen richtigen Jeep?Aus den USA? Oder einen "nachgemachten" aus China?

Naja, lieber Juanito...
...es geht auch ein japanischer oder südkoreanischer Jeep.
Hallo Soluna
es gibt viele Touristen, die Kuba mit dem Auto bereist haben und wohlbehalten wieder in die Heimat zurückgekehrt sind. Man sollte jedoch ein paar Dinge beachten:
z.B.:
► Fahrt nur tagsüber wenn es hell ist und seit vor Einbruch der Dunkelheit in Eurem Hotel.
► Achtet bei Dunkelheit besonders auf Personen zu Fuß, auf Fahrräder und Fuhrwerke ohne Lichter.
► Achtet auf die Pfützen auf den Straßen – es könnten tiefe Schlaglöscher sein.
► Haltet die vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten ein – besonders vor den Kontrollpunkten.
► Werkzeug und immer ein funktionstüchtiges Ersatzrad an Bord haben.Gruß
Dylan
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Hallo,
und vielen Dank für die Antworten!
Eigentlich hat uns eine Fachfrau zu der Reisezeit geraten.
Aber nachdem was Ihr so schreibt, wird das wohl als Reiseziel ausfallen... Busreisen machen wir nicht, und nur Badeurlaub ist auch zu langweilig...
Wir wollten nächstes Jahr unsere erste Fernreise machen. Abe nun weis ich garnet mehr, wohin es gehen soll...
Viele Grüße
Soluna -
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/2d5c-2e.jpg
Na, na Überlandstrasse.
Ist aber 3. Klasse
Wo genau?
Ein JEEP ist ein US- Off-roader.
Markenname.Du nennst doch auch nicht jedes Schlitz..... fahrzeug Mercedes

Oder die Club Cola - Coke

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Jetzt ist MAI-Juni und das Wetter ist Klasse! -
Von Januar bis Ende März habe ich Urlaubssperre, genauso wird es im Sommer eng. Theoretisch könnten wir reisen im April/Mai oder von Oktober bis Dezember. Es soll bissl Strand sein und dass man die Gegend mit Mietwagen erkunden kann, viel Ruhe und Natur! Aber langsam weis ich nicht mehr weiter, ich kenne mich da eher in Europa aus.

Gruß
Soluna -
Hey!
Also, wenn's bissl Strand sein soll und Ruhe und Natur und Mietwagen zum Erkunden der Gegend, fällt Kuba doch nicht automatisch raus!Bucht doch pauschal ein nettes Hotel mit Strandlage, z.B. im Nordosten (Guardalavaca), Süden (Trinidad) oder Osten (Baracoa).
Dort ist es im Gegensatz zu Havanna oder Varadero ruhig.Dann nehmt ihr euch, immer wenn ihr mal loswollt einen Mietwagen, einen Roller oder auch Fahrräder für einen Tag und fahrt los.
Die Fahrräder gab's in unserem Hotel (Playa Costa Verde) und sicher auch in vielen anderen kostenlos auszuleihen.
Viele Grüße
Moody -
Also ich kann den Dezember als Reisemonat für Kuba wirklich sehr empfehlen. Wir sind bisher immer in den 3 Wochen vor Weihnachten nach Kuba geflogen und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Als Reisezeit für eine Kombi aus Bade- und Rundreiseurlaub ideal. April ist aber auch noch gut geeignet... ist nur von den Preisen her meist deutlich teurer als Anfang/Mitte Dezember

Also ich würde Kuba auch nicht unbedingt ausschließen. Die von Dylan fotografierte Straßen gibt es auf Kuba... aber das ist nicht die Regel. Wir sind von Havanna bis Santiago auf Kuba's Straßen gefahren, solche Straßen sind uns nicht begegnet. Die Straßen, die wir (bzw. unser kleiner Bus) befahren haben hatten schon eine Asphaltschicht - wenngleich die vielleicht nicht von höchster Qualität sind, aber kein Vergleich zum Beispiel von Dylan

Ich würde mich auch nicht so sehr verunsichern lassen, dass Mietwagenrundreisen auf Kuba soooo gefährlich sind. Wäre es so, wie hier von vielen ein wenig drastisch geschildert, würden diese Mietwagenrundreisen nicht von sämtlichen Anbietern so angeboten werden und hätten bei weitem nicht eine so große Nachfrage. Sicherlich gibt es gewisse Dinge zu beachten (z. B. Zeiten großzügig planen, passives fahren, unwegsame Straßen meiden usw.) und zumindest Grundkenntnisse der spanischen Sprache halte ich auch für angebracht, aber nachdem ich das Land kennengelernt habe, würde ich keine Sorge haben, mit einem Mietwagen dieses tolle Land zu bereisen.
Zur Sache Reisezeit und Fachfrau... nun, nix für ungut, aber die Dame sollte ihr Fachgebiet vielleicht nochmal überdenken oder zumindest mal in eine Klimatabelle schauen... das hätte Euch ggf. schon viel geholfen

Viele Grüße und denkt einfach nochmal in Ruhe drüber nach - Kuba ist ideal für eine Mischung aus Badeurlaub und Rundreisen, aber wie gesagt... gewisse Dinge sollte man halt berücksichtigen.
Saludos,
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Ich habe mich da vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Im Prinzip ist es wahrscheinlich sogar sicherer in Kuba mit dem Auto als in Deutschland. So haben wir während 2000 km Rundreise keinen einzigen Unfall gesehen. In Deutschland undenkbar.
ABER - und das ist der Knackpunkt - WENN man einen Unfall hat (egal ob selbst verschuldet oder nicht) dann hat man ein echtes Problem. Es sollte sich jeder überlegen, ob er das Risiko eingehen will. Hinterher jammern "wenn ich das gewusst hätte" bringt nichts. Unserer Reisebüro-Verkäufer kennt persönlich einen Fall, wo eine Frau seit zwei Jahren in Kuba im Knast sitzt, angeblich nicht schuld am Unfall. Kann man glauben oder nicht... -
Hola Soluna!
Ich war im Sommer 2007 mit einer Freundin 3 Tage lang auf eigene Faust mit einem Mietwagen (Skoda Fabia - nix Jeep
) im Westen und der Mitte Kuba´s unterwegs und kann dir diese Art Kuba kennen zu lernen absolut empfehlen!
Man ist nicht an eine Gruppe gebunden, kann sich die Zeit selbst einteilen und evtl. auch kurzfristig die Route ändern. Man ist einfach flexibler.Aufgrund der doch eher spärlichen Beschilderung kubanischer Straßen, deren Beschaffenheit und der Tatsache, dass sich wirklich ALLES was Räder oder Beine hat (oder sich sonst wie fortbewegt) ebenfalls u. a. auch die Autobahnen benutzt, ist das Fahren allerdings auch teilweise abenteuerlich bis anstrengend ... dies soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Die Hinweise zu den teilweise wirklich sehr schlechten Straßenverhältnissen auf Kuba sollte man ernst nehmen. Wir haben nicht schlecht gestaunt als selbst mitten auf der Autobahn Stücke fehlten, bei denen wir wohl ohne Ausweichen nur noch mit 3 Rädern weitergefahren wären...!
Allerdings ist die von Dylan fotografierte Straße schon ein wohl eher seltenes "Prachtstück" ...
Von Nachtfahrten ist definitiv abzuraten!Ansonsten dürfte es keine größeren Probleme geben, sofern ihr die bereits erwähnten Ratschläge (Gewindigkeit, aufmerksames Fahren, etc.) beachtet.
Mienchen wrote:
... Ich würde mich auch nicht so sehr verunsichern lassen, dass Mietwagenrundreisen auf Kuba soooo gefährlich sind. Wäre es so, wie hier von vielen ein wenig drastisch geschildert, würden diese Mietwagenrundreisen nicht von sämtlichen Anbietern so angeboten werden und hätten bei weitem nicht eine so große Nachfrage ...So isses!
Traut euch - ihr werdet es nicht bereuen!!!
Land und Leute sind unbeschreiblich!!!Saludos, Diana
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Hallo alle miteinander,
das Bild habe ich nicht selber geschossen. Jedoch habe ich solche Straßen auf der Strecke von Santiago nach Holguin erleben dürfen – dies waren Ortsverbindungsstraßen. An einer Stelle war das Auto so tief in die ausgefahrenen Spurrinnen gerutscht, dass das Auto auf dem Bodenblech aufsaß. Um zu schauen, wie sehr das Auto aufliegt, musste der Fahrer aus dem Fenster klettern, da er die Tür nicht mehr öffnen konnte. Das Auto lag soweit auf, dass ich auch aus dem Auto musste. Ich konnte noch durch meine Tür das Auto verlassen; und siehe da: Das Auto erhob sich. Mit vereinten Kräften von Passanten, dem Fahrer und mir, haben wir das Auto aus der "Schlucht" schieben können. An einer anderen Stelle war die nächste Straße dann so schlecht, dass wir nicht mehr durch die "Schluchten" kamen und wir somit nicht weiter fahren konnten. Wir mussten wenden und eine Umgehung wählen. Keine Ahnung, wo ich mich dann befand – der Fahrer hat es aber gewusst.
Natürlich sind solche Straßen – wie auf dem Foto – nicht immer vorzufinden, aber: Es gibt sie! Mit einem Skoda Fabia währe man dann in so einer Situation völlig überfordert!
Ich zumindest, wähle einen Geländewagen – ist aber nicht immer und unbedingt nötig.
Gruß
Dylan