Angst vor der ETA?
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Hallo,
wir haben im Oktober das Hotel Barrosa Garden an der Costa de la Luz gebucht. Aber ich bin seit letzer Woche etwas verunsichert, da es an der Costa del Sol eine Bomendetonation der ETA gegeben hat. Dabei dachte ich, die sei nur im Norden aktiv. Jetzt ist mir doch etwas mulmig. Wie sehr ihr das? Und war schonmal jemand im Oktober dort? Wie ist das Wetter? Kann man noch in der Sonne liegen und evtl. sogar baden?
Danke, Gruss Petra -
Hallo,
mir geht es ähnlich, fahren nächste Woche mit zwei Kindern. Zwar werden die Anschläge meist angekündigt damit vorher alles geräumt werden kann, aber es sind seit Beginn der Anschläge durch die ETA immerhin schon über 800 Menschen umgekommen. Das ist schlimm!Ich denke mal man kann da noch gut baden, das Meer ist vom Sommer noch gut aufgewärmt.
Schau mal in deinem Reiseführer, da sind meistens Übersichten übers ganze Jahr drin.Gruß
mambelbambel
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Hallo zusammen
Ob ETA, Al Quaida oder was auch immer ... Wenn man dabei sein soll, soll man dabei sein. Natürlich würde ich jetzt nicht unbedingt in ein Kriegsgebiet fahren, aber Anschläge können immer und überall passieren. Da darf man nicht zu viel nachdenken und sich nicht verrückt machen.
Genießt Euren Urlaub. Auch wir fahren dieses Jahr noch an die Costa de la Luz.

Viele Grüße
Manuela -
Antwort auf die verschiedenen Beiträge betr. ETA, expliziet auf die Anfrage für Aufenthalt im Barrosa Garden.
Ich tummle mich jetzt seit fast vierzig Jahren in dieser Gegend, mit anderen Worten schon zu Zeiten der Diktatur, später zur Zeit der "Transformación" (in Deutschland nannte man es später "die Wende") und heute in der modernen Zeit. Nein, ich habe überhaupt keine Angst vor ETA - zum Einen ist die Gefahr hier an der Luz in der Tat gering - und zum anderen, hast du eigentlich eine Ahnung wieviele Drohungen und Gefahren für Anschläge es an Orten wie z.B. dem Frankfurter Flughafen gibt? 100% Sicherheit hast du nirgends - nicht mal zuhause in deinem Bett!
Kein Mensch hat vorausgesehen dass es Anschläge auf die Metro Madrid gab (was ja eindeutig NICHT die ETA war) - oder London oder das World Trade Center. Wenn es einem erwischen soll passiert es! Aber an der Costa de la Luz dürfte die Gefahr von einem helmlosen Motorradfahrer überfahren zu werden einiges höher sein wie ein ETA-Anschlag :?
Sidona -
Es besteht kein Grund zur Panik. Es ist ja menschlich, dass im Falle von aktuellen Anschlägen der ein oder andere Bedenken bekommt. Wenn man aber mal die Zahlen realistisch untersucht, stllt man fest, dass die Zahl der Opfer von Verkehrsunfällen extrem höher ist, als die Zahl der Anschlagsopfer.
Das für mich beste Beispiel ist immer noch die Situation mit der "Vogelgrippe". Was wurde da für eine Panik gemacht, insbesondere, als dann auch in der Türkei, eben einem beliebten Urlaubsland, ein Hand voll toter Hühner entdeckt wurde. Der beste Satz, den ich in diesem Zusammenhang jemals gehört habe war der, dass in der Türkei pro Jahr mehr Menschen - und jetzt Achtung - an den Folgen von Eseltritten sterben, als an den folgen der Vogelgrippe.
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Ich lebe jetzt seit 46 Jahren 'mitten im Terrorismus', habe aber davon nie etwas 'mitgekriegt' (weder auf Mallorca, noch in Barcelona, noch in Alicante, noch in Andalusien). Meine jetzige Lebensgefährtin ist aus San Sebastian (der Terrorismus-HOCHBURG), und weder sie noch ihre dort lebende Familie waren jemals vom Terrorismus betroffen. Ich, bei meinen Besuchen, auch nicht.
Das ist etwa so wie damals, als die ACHILLLE LAURO entführt wurde und ein amerikanischer Staatsbürger umkam: das amerikanische Aussenministerium hat allen amerikanischen Staatsbürgern SOFORT empfohlen keine Kreuzfahrten in Europa mehr zu machen (warum eigentlich nicht - wäre angebrachter gewesen - keine karierten Hemde bzw. kein Baseball-Käppi anziehen, keine Fotoapparate - bzw. mehrere - um den Hals hängen und es einmal mit 'normal langen' Hosen versuchen - man verzeihe mir hier meine Ironie).
Wie hier schon verschieden bemerkt, die Möglichkeit von einem Fahrrad überfahren zu werden (egal wo, selbst in China oder Holland !!) sind unendlich grösser als auch nur im Entferntesten von einem ETA-Anschlag in Spanien betroffen zu sein.
Tatsache ist, ETA 'meldet' die Anschläge in Touristenzonen vorher an, und das aus einem guten Grund: es ist GEGEN ihr Interesse dass man diese Terroristengruppe im Ausland als 'Terrosisten' betrachtet. Nach wie vor sind diese 'Idioten' davon überzeugt, und versuchen das mit 'Ausdruck' anderen - sprich den Spaniern, vor allem den Politikern und der Polizei - 'einzuhämmern' dass die Basken vom spanischen 'Staat' politisch unterdrúckt werden und keine 'Freiheit' geniessen, bzw. ihnen 'gesetzeswiedrig' ihre 'Unabhängigkeit' von Spanien verweigert wird.
Das beste Beispiel das heute so gut wie niemand mehr diesen 'Typen' zuhört: Spanien ist - nach Frankreich - das von Touristen meistbesuchte Land der Erde.
