Essen in Buffet-Form anstatt Menü
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Gute Einstellung Heinz ! Der mögliche Ausgleich ist nachrangig. Wer so ein Hotel, bucht hat doch klare Vorstellungen.
Aber ich glaube (noch) an das Gute im Menschen und gehe davon aus, dass
@gcmv doch "vor Ort" reklamiert hat. Wie waren denn die Reaktionen ?Warten wir mal auf seine Info.
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Vielleicht doch noch eine wichtige Info:
Das besuchte Hotel ist gemäss eigener Homepage kein Mitglied (mehr) der Vereinigung LHW! Seit wann???
War und wird aber so noch in einigen Katalogen beworben!
Es erstaunt, wie schnell die Betriebswirtschafter dann durchrechnen und - schwupp - weg mit dem Service zum Abendessen.
Eigentlich noch ein interessante Frage, hier hat das Hotel zwischen der getätigen Buchung und dem Antritt der Ferien seine Kategorie "gewechselt", d.h. wohl immer noch ein 5* Haus aber eben nicht mehr Mitglied von LHW, d.h. den dort auferlegten Qualitätsstandards hat man sich umgehend entledigt. Reiserechtsexperten - bitte übernehmen!
Wie gesagt, ich könnte hier auf eine Erstattung verzichten - die Ferien sind hier in einem Punkt enttäuschend verlaufen und daran ändert eine Rückerstattung auch nichts mehr.
Erschreckend hier: Wie schnell etwas nach unten nivelliert wird! Oder: Es wird nur noch das angeboten, was absolut notwendig ist um die Standards der entsprechendne Kategorie gerade so zu erfüllen! Dies ist insbesondere leider vielmals so, bei Hotels, welcher einen anonymen Gesellschaft und eben keiner Familie gehören!
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gcmv wrote:
Sodele, lieber Bernhard - jetzt zu dir
Ich wollte erst auf deinen ersten Beitrag draufspringen - du hast ja aber glücklicherweise noch "die Kurve gekriegt".

Selbstverständlich habe ich mich vor Ort bei der Reiseleitung beschwert; diese hat ein Treffen mit dem Hotelmanager arrangiert.
Der wiederum erklärte, dass das Hotel jetzt unter MARRIOTT-Flagge fungiert und man dort die Umstellung vorgenommen habe.
Man hätte auch alle Reiseveranstalter darüber informiert (?!)
Danke Dir für die freundlichen Smileys.

Alleine dieser Absatz ist relevant und so natürlich ein Anspruch gerechtfertigt.
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Da lag ich doch mit meiner Hoteleinschätzung knapp daneben - ist aber auch vorbei und ergibt ganz andere Umstände
.Was war denn mit den div. anderen A la Carte - Restaurants, die lt. diverser Veranstalterbeschreibungen im Resort sein sollen? Alle geschlossen oder nicht in der HP inkludiert

Wenn Menü definitiv in der Veranstalterbeschreibung zugesichert wurde und letztendlich nur ein Buffet geboten wurde, ist das ganz klar ein Reisemangel (sofern der Veranstalter seine Kunden nicht im Vorfeld über die Abweichungen vom Katalog informiert hat). Ein Buffet ist aufgrund des erhöhten Wareneinsatzes nicht unbedingt günstiger als ein Menü. Am Buffet wird in aller Regel auch mehr verzehrt bzw. auf die Teller gehäuft als bei Menüs. Sind unter den Gästen dann noch ein paar Buffetfräsen, kann ein Buffet sogar deutlich teurer werden als ein Menü. Allerdings spart das Hotel im Gegenzug beim Personaleinsatz einiges ein.
Wie hier schon geschrieben wurde, ist ein Buffet ein ganz anderes Esserlebnis - nicht unbedingt, weil man sich seine Speisen selbst holen muß, sondern weil dadurch, daß ALLE Gäste sich am Buffet bedienen, ein unvermeidbarer, ständiger "Publikumsverkehr" und eine damit verbundene Unruhe im Restaurant herrscht. Die Atmosphäre leidet darunter. Wenn dann das Buffet nicht von allerbester Qualität ist, die Speisen zu lange warmgehalten werden und vor sich hinmatschen, ist der Ärger vorprogrammiert.
Schade, daß der Hotelier seine Chance nicht genutzt hat, als der Mangel reklamiert wurde. Ein schickes VIP - Candlelight - Dinner mit allem Drum und Dran kann jedes Hotel notfalls organisieren und mit ein paar Hotelleistungen dazu (z. B. Massagen, Kosmetikbehandlungen, Green Fee auf dem Golfplatz, etc. - je nachdem, was die Gäste am besten gebrauchen können) wäre der Ärger deutlich reduziert worden.
Anyway - schreibt an Euren Veranstalter (4 - Wochen - Frist beachten), schildert die Umstände, fügt Kopien von den Bestätigungen der Reiseleitung und des Hoteliers sowie die Rechnungen vom Gourmet - Restaurant bei und fordert eine Teilrückerstattung vom Reisepreis. 5 - max. 15 % vom Hotelpreis dürften m. E. angemessen sein. Das bringt Euch zwar die Menüs nicht zurück - aber vielleicht stellt es einen Grundstock für den nächsten Urlaub dar oder wird für ein richtig schickes Abendessen im Nobelrestaurant in der Heimat verwendet.
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"Sodele, lieber Bernhard"
Finde ich irgendwie lieb!Trotzdem noch eine Anmerkung. Nicht meinen Vorstellungen entsprechende Details im Hotel bespreche ich immer zuerst mit dem Manager (on Duty), dafür brauche ich kein von einer Reiseleitung arrangiertes Treffen.
Erst bei Ignoranz lasse ich evtl. Mängel von der Reiseleitung protokollieren, bei unseren Buchungen ist allerdings meistens gar keine vorhanden.
Edit: Und natürlich kann ich mich Sina1 in diesem Fall nur anschliessen.
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Ich habe gerade mal nachgeschaut (Neugier, Dein Name ist ....
). Eine Woche in diesem Hotel ist ab Ende September (Nachsaison) nicht unter € 1000,- zu bekommen (ohne Flug). Sicherlich nicht gerade ein Schnäppchen - bei dem Preis verstehe ich eigentlich nicht, warum der Hotelier nicht wenigstens die 5 Abendessen im Gourmetrestaurant aus Kulanz übernommen hat. Verschulden hin oder her - der Kunde kann nichts dafür. In so einer Situation geht Gästezufriedenheit und Kundenbindung erst einmal vor.
Kann ja sein, daß der Hotelier den Veranstalter über die Änderung des Verpflegungsangebotes informiert hat. Reaktion des Veranstalters könnte gewesen sein: "Mein lieber Vertragspartner, Du spinnst wohl. Du kochst unseren Gästen weiterhin Menü, so wie es in unserem gültigen Vertrag steht und damit hat sich die Sache. Wenn Du was ändern willst, dann erst zur neuen Saison mit einem neuen Vertrag"...und der Hotelier macht trotzdem, was er will. Oder der Veranstalter könnte schlicht versäumt haben, seine Kunden zu informieren. Oder wußte tatsächlich nichts von der Änderung.Veranstalter Olimar z. B. weist zwar vor Buchungsabschluss darauf hin, daß das Hotel neu unter der Leitung von Marriott steht, aber nicht darauf, daß es anstelle der ausgelobten Menüs im Rahmen der Halbpension nur Buffet gibt.
>>>Hier<<< ist der Link zum Hotel.
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Vielen Dank für die vielen positiven Reaktionen auf meine Anfrage - hätte ich echt nicht gedacht ...
Zu euren Fragen:
Da der Reiseveranstalter mein Vertragspartner war, habe ich über ihn reklamiert und somit wurde das Treffen mit dem Hotelmanager über den dortigen Repräsentanten des Veranstalters arrangiert.
Eine Reklamation vor Ort erfolgte dann beim Hotelmanager direkt, der mich auf die Veränderung durch MARRIOTT hinwies.
Als Alternative (ohne Aufpreis) gab es nur die Möglichkeit ein MITTAGessen an der Poolbar oder im Golfclubbistro einzunehmen.
Deshalb wählten wir der Abwechslung wegen das Gourmet-Restaurant am Abend.Die Info, dass dies kein Hotel der LHotW-Gruppe mehr ist, muss ich erst mal verdauen.
Dies bedeutet nämlich, dass mich der Reiseveranstalter evtl. wohlwissend dieser Veränderung in ein Hotel reisen lies, welches nicht mehr den Standard wie bei Vertragsabschluß mit mir hatte - das ist absolut nicht OK!
Jetzt bin ich eigentlich noch mehr sauer - hätte ich das gewusst, wäre ich ein paar Kilometer weiter in das von mir schon mehrmals besuchte Vila Vita Parc gefahren und hätte dort einen echten "leading" Urlaub verbracht ...
Schade, aber meist ist man hinterher schlauer!gcmv
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Naja - Olimar informiert seine Gäste zumindest, daß das Hotel kein LHW mehr ist. Seit wann diese Info erfolgt, entzieht sich meiner Kenntnis. Kann sein, daß zu Eurem Buchungszeitpunkt die Info noch gar nicht im Buchungssystem eingestelt war. Aber es wird nirgendwo erwähnt, welche Einschränkungen der Wechsel von LHW und Marriott mit sich bringt :?
Die vom Hotel offerierten Mittagessen sind zwar schön und sicherlich gut gemeint - aber wenn man HP (= Frühstück und Abendessen) in einem nicht gerade zentral gelegenen Hotel bucht, hat man doch in der Regel tagsüber etwas anderes (außerhalb des Hotels) vor - golfen, Tagesausflüge, Sport, Strand, etc. und kann die Mittagessen gar nicht unbedingt wahrnehmen, ohne den im Urlaub geplanten Tagesablauf durcheinanderzubringen... Warum nicht einfach die Mittagessen auf abends verlegen?
Ich kann nach wie vor nicht begreifen, warum das Hotel nicht zumindest für die Zeit, in denen den Gästen noch abendliche Menüverpflegung vertraglich zugesichert wurde, eine Lösung gefunden hat. Eine HP - Menükarte mit 14tägigem Rotationszyklus für eines der A la Carte - Restaurant zu erstellen oder einzelne Menüs der A la Carte - Restaurants auf die HP anzurechnen, dürfte eigentlich wirklich kein Problem sein :? Schon gar nicht für ein ehemaliges "Leading Hotel of the World" mit entsprechenden Preisen.
Wie auch immer - der Urlaub ist um und nicht mehr zu ändern. Aber ich hoffe, daß der Veranstalter sich kulant zeigt. Wäre schön, wenn wir das Ergebnis erfahren könnten.
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Ich könnte mir vorstellen, dass die Möglichkeiten den HP Gästen noch Menues anzubieten, sehr bald nach "Austritt" aus dem Verband der Leading Hotels of the World eingeschränkt war.
Meines Wissens werden gute (Hotel)-Köche sehr schnell abgeworben - ich nehme an, dass bei der "Herabstufung" des Hotels (ein Austritt aus der Gemeinschaft der Leading Hotels of the World ist nunmal nichts anderes als eine Herabstufung) Köche und ggf. noch anderes Personal bereits andere Verträge in der Tasche hatte, was dem in der Gastronomie beschäftigten Personen ja auch von Herzen zu gönnen ist.
Eine "Verschlechterung" kann also sehr schnell eintreten, umsomehr wäre es klug gewesen, dem Kunden möglichst weit entgegen zu kommen, hier also den Kunden mit zugesagter HP-Verpflegung als Menue diese in einem der Restaurants anzubieten. Denn ist der Ruf erst einmal ruiniert...
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...dann schlampert es sich offensichtlich ganz ungeniert :? Leider auf längere Sicht kein Erfolgsrezept. Ich hoffe, das Hotel wacht rechtzeitig auf - sonst leidet das Image ganz gewaltig.
Ich finde es einfach nur schade für die Gäste, die nicht gerade wenig für ihren Aufenthalt (inklusive entspannter und guter Abendessen) bezahlt haben. Wäre es ein günstiges Hotel, könnte man argumentieren, daß ein Buffet mehr "Masse" und mehr Auswahl als ein Menü bieten könne - aber unter den gegebenen Umständen ist das nicht der Fall...
Sicherlich ist der Personalschwund ein Argument - welcher Koch eines LHW würde schon unbedingt bei einer "normalen" Hotelkette arbeiten wollen? Der schaut eher, daß er in einem der anderen LHW - Hotels auf dem Globus einen Job bekommt. (Fast) alles andere wäre ein Schritt zurück im Lebenslauf.
Dennoch - das war absehbar und dem hätte von Marriot mit erstklassigem Personal und maximalem Service und Kundenorientierung begegnet werden müssen. Ist zumindest meine bescheidene Meinung. -
...und dies insbesondere, da Marriot doch auch einen gewissen positiven Ruf hat oder haben möchte.
Generell kann man sagen, dass der Wechsel des Management bei einem Hotel etwas ganz heikles ist.
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Hallo gcmv,
ich kann dich und deinen Ärger über das Vorgefallene richtig gut verstehen.
Manchmal können Welten zwischen den beiden Formen liegen insbesondere Ansichtswelten und die deine teile ich absolut.Dein Beispiel ist natürlich Wasser auf die Mühle meiner ständigen Überlegungen und Behauptungen: bloß nicht zu früh buchen!! Wann hattest du denn überhaupt gebucht? Müsste ja schon mächtig lange zurückliegen, wenn damals der Wechsel in der Person des Hotelbetreibers noch nicht bekannt war; sowas geht ja auch nicht von heut auf morgen.
LG Ginus
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@sina1: Von meinem RV hatte ich zwar vom Wechsel zu MARRIOTT erfahren, allerdings wurde keine Zeile zum Verlust des LHW und zur Veränderung der HP gesagt.
Das Mittagessen konnte nicht auf abends verlegt werden, da Poolbar und Golfbistro abends geschlossen waren.Was ich noch vergaß zu erwähnen:
Der Manager machte uns ein Angebot, dass wir "Menü" essen könnten; und jetzt kommt der "Witz" - die Menükarte bestand aus einer kleinen, eingeschränkten Anzahl von Gerichten, die auf dem Buffet platziert waren.
Somit hätte ich mir den "Bedienbonus" mit einer geringeren Vielfalt "erkauft" und unsere Teller wären trotzdem am Warmhalte-Buffet vom Kellner hergerichtet worden. Da ich mich bei dieser Konstellation extrem unwohl fühlte, fiel dieser Vorschlag definitiv aus.@ginus: Die Buchung erfolgte Ende November 2007; der Wechsel zu MARRIOTT muss irgendwann im Frühsommer stattgefunden haben.
gcmv
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Die beste Zusammenfassung und Beurteilung zu diesem Thema ist eindeutig von Sina1.
Ich bin auch ein Gegner der "nachträglichen Reklamation" nur um ein paar € zu bekommen. Trotzdem sollte man den Veranstalter zur Stellungnahme auffordern und einen Anspruch (wie von Sina formuliert) stellen.
Hans
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Es ist zu hoffen einfach dass es schon mehr als ein paar nette Worte sind die dabei herauskommen, zumal der Threaderöffner gar nicht mal so sehr darauf beharrt.
Ich zähle sicher nicht zu den Personen die sich im Urlaub mit "Erbsenzählerei" abgeben, aber hier ist eine Leistung zu einem wohl "ordentlichen" Preis gebucht worden. Es stimmt das Preis/Leistungsverhältnis nicht.
Wenn ich in einer Pommesbude ein Schnitzel mit Pommes und Salat für 5,90 Euronen bestelle und da ist ein bisschen Sehne drin ... kann ich nicht meckern. Bestelle ich das gleiche in einem guten Restaurent für 17 € und darin ist eine Sehne, mache ich zunächst den Kellner darauf aufmerksam. Kommt Dieser mir dann dumm werde ich ziemlich ungehalten! Hatte sowas gerade erst.
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Anspruch besteht aus meiner Sicht auf jeden Fall.
Ich fasse kurz zusammen:
Der Vertrag wurde nicht vollständig eingehalten, der Mangel wurde gerügt und Abhilfe verlangt und somit hat der Gast seine "Schadensminderungsverpflichtung" erfüllt - die Abhilfe erfolgte eher halbherzig in Form von snackähnlichen Mittagessen. Nicht Sinn der Sache, wenn man ein hochwertiges Hotel inkl. HP mit Abendmenü gebucht hat... -
Wie, du hast also doch das Angebot zum Menü essen bekommen?? Versteh ich das richtig??
Hast es aber dann nicht angenommen?? Hmm, dann wirds schon schwieriger, denn jetzt wird dann wieder darüber diskutiert, ob die Art und Güte der Speisen dem Standard entsprach. Und das ist schon schwierig zu beweisen.
Fakt ist, du hättest dein Menü bekommen. Mit Kellner und Menükarte.
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So hart kann man das eigentlich nicht beurteilen.
Es ist schon ein Unterschied, ob das "Menü" mittags angeboten wird und damit den eigentlich geplanten Tagesablauf (Frühstück, danach tagsüber individuelle Tagesgestaltung mit Golf, Sport, Relaxen, Mietwagentouren, etc. und abends Menü) beeinträchtigt oder ob man es in aller Ruhe am Abend als gelungenen Tagesabschluss einnehmen kann.
M. E. liegt hier ein Reisemangel vor. Auch wenn es vielleicht keine große Erstattung geben wird - für ein schickes, gepflegtes Abendessen gehobener Klasse sollte sie schon ausreichen...
Was mir in diesem Fall sehr sauer aufstößt, ist die Unflexibilität des Hotels. Es ist ein vergleichsweise geringer Aufwand, ein paar Abendmenüs in die Halbpension zu inkludieren (die entsprechenden Restaurants waren ja vorhanden) - und selbst wenn es ein großer Aufwand wäre, hat das die Gäste nicht zu interessieren und nicht zu beeinträchtigen. Sie haben schließlich dafür bezahlt (sogar ordentlich!) und erwarten dementsprechend völlig zurecht ein entspanntes Abendessen.