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Sexueller Missbrauch von Kindern im Tourismus!

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  • PescheP Offline
    PescheP Offline
    Pesche
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Hallo zusammen

    Ich habe schon einige Beiträge, z.T. etwas spöttisch und sarkastisch formuliert in HC Foren gestellt. Entsprechend manchmal auch die Reaktionen einzelner Forenteilnehmer.

    Etwas was mich auf Reisen immer wieder bewegt, ist der sexuelle Missbrauch von Kindern im Tourismus. Laut UNICEF werden rund zwei Millionen Kinder weltweit sexuell ausgebeutet. Betroffen sind vor allem Kinder in beliebten Reiseländern wie Thailand, Kambodscha, Vietnam, Philippinen, Brasilien und Kenia um nur die wichtigsten zu nennen. Die Wurzeln des Problems ähneln sich weltweit: Kinder aus armen Verhältnissen und mit wenig Zukunftsperspektiven treffen auf zahlungskräftige Touristen, leider auch aus unseren Breitengraden, die sich nicht scheuen, die Situation auszunutzen. Einheimische und Touristen und nicht zuletzt korrupte Beamte schauen vielmals weg.

    Deshalb habe ich mit Genugtuung einem kürzlich gelesenen Artikel entnommen, dass ein Verhaltenskodex in Zusammenarbeit mit UNICEF zum Schutz der Kinder in einem Vertrag festgehalten wurde. Im Reiseland verpflichten sich Hotels, Barbesitzer und Taxifahrer, die den Vertrag ebenfalls unterzeichnet haben, Kindersextourismus nicht mehr zu dulden und bei Verdacht die zuständigen Stellen zu informieren.

    In diesem Sinne möchte ich HC User motivieren, im Reiseland beobachtete Vorgänge des Kindsmissbrauches einem Reiseleiter, dem Hotelier oder den lokalen Behörden zu melden. Grundsätzlich halte ich nichts von “verpetzten” -- aber für solche kriminellen Individuen habe ich kein Verständnis, da gibt es ohne wenn und aber “0” Toleranz!

    Ich stelle auch immer wieder erstaunt fest, wie sich Weltreisende über die Behandlung und Leiden von Tieren in ihrem Gastland lautstark beschweren, aber die Leiden von sexuell ausgebeuteten Kindern nach dem Motto verdrängen: “Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!

    Mir ist völlig klar, dass mit einem Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder diese Probleme nicht aus der Welt geschafft werden können und lediglich einen Tropfen auf den heißen Stein sind. Aber hilfloses Wegschauen und Schweigen hilft nur den Tätern und lässt die Opfer im Stich.

    Gruß
    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!

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    • chriwiC Offline
      chriwiC Offline
      chriwi
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      "...dass ein Verhaltenskodex in Zusammenarbeit mit UNICEF zum Schutz der Kinder in einem Vertrag festgehalten wurde."

      Ich fass es nicht, dass es dafür einen Vertrag braucht. :? Sollte doch selbstverständlich sein, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einschreitet, wenn er diesbezüglich etwas sieht.

      Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
      Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

      1 Antwort Letzte Antwort
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      • VirginianV Offline
        VirginianV Offline
        Virginian
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Pesche wrote:
        möchte ich HC User motivieren, im Reiseland beobachtete Vorgänge des Kindsmissbrauches einem Reiseleiter, dem Hotelier oder den lokalen Behörden zu melden
        ❓

        Ich möchte hier nur anfügen, nicht nur im Reiseland, sondern bei jeder Gelegenheit auch in der Heimat oder egal wo, dies zur Anzeige zu bringen.

        Gruß
        Rainer

        Was ist Reisen? Ein Ortswechsel? Keineswegs! Beim Reisen wechselt man seine Meinungen und Vorurteile.
        Anatole France (1844 - 1924)

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        • AgapanthusA Offline
          AgapanthusA Offline
          Agapanthus
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          @chriwi
          Der "Verhaltenscodex" wurde insbesondere im Verhältnis zu den RV aufgestellt. Selbstverständlich hast Du Recht, dass hier ansonsten keinen "Vertrag" (vielleicht sowieso das falsche Wort) notwendig ist.

          Immerhin hat dieser Verhaltenskodex schon dazu geführt, dass ein grosser Schweizer RV zwei Verträge mit Hotels gekündigt hat.

          Heinz

          ///////////////*/
          Anstatt Urlaub mache ich Ferien

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          • ericmuE Offline
            ericmuE Offline
            ericmu
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Hallo,
            da muss ich beipflichten, dass diese Sachen so gut wie es geht
            unterbunden und eingeschränkt werden.
            Auch hier gibt es ' Angebot und Nachfrage, diese wird dann
            möglicherweise ins Hinterzimmer verlegt.
            Augenauf und empfindliche Strafen wirken hier Wunder,
            wer eine zeiltlang in diesen Ländern im ********* war sollte
            ' geheilt ' sein.
            Auch bei uns gibt es solche Dinge durch alle Bevölkerungsschichten
            ( selten, Gott sei Dank ) !

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • DerCavemanD Offline
              DerCavemanD Offline
              DerCaveman
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Pesche wrote:
              In diesem Sinne möchte ich HC User motivieren, im Reiseland beobachtete Vorgänge des Kindsmissbrauches einem Reiseleiter, dem Hotelier oder den lokalen Behörden zu melden.

              Aber bitte Vorsicht mit Uebereifer! Wie ich hier in Thailand immer wieder von westlichen Touristen angeschaut werde, wenn ich mit meinem kleinen Sohn (gemischtrassig) schmuse oder mit meiner kleinen Nichte (Thai) spiele ...

              Irgendwie scheinen manche in jedem Westler mit Bierbauch hier in Thailand einen Kinderschaender zu vermuten.

              Gruss
              Caveman

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              • WanderinW Offline
                WanderinW Offline
                Wanderin
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Hallo...

                Zu dem Thema Kindesmissbrauch werde ich nicht näher eingehen,

                da ich sonst gesperrt werde....

                aber es sollte noch mehr für diese Kinder gemacht und getan
                werden und jeder der meint, er müsse sich ein Kind "kaufen"
                sollte noch härter bestraft werden,

                welche Strafe ich meine, wird sich jeder vorstellen können,

                also schreib ich nicht welche...

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • serramannaS Offline
                  serramannaS Offline
                  serramanna
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Ein ernstes Thema........

                  Man darf aber nicht vergessen:
                  Die Ausbeutung der Kinder passiert unter den Augen der armen Einheimischen, die ihre Kinder zum Missbrauch freigeben, um zu überleben.

                  Deshalb glaube ich nicht, dass es an Touristen ist, dieses Problem zu lösen. Das muss im Land passieren. Um diesen Sumppf auszutrocknen, müssen die Lebensbedingungen verbessert werden.

                  Was passiert, wenn man vor Ort jemanden wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch den Behörden meldet?

                  Man fühlt sich wahrscheinlich als Gutmensch, fährt wieder heim und im Land bleibt alles, wie es ist. Weder den Eltern noch den Kindern ist dadurch dauerhaft geholfen.

                  Deshalb sollte man m.E. nach direkt am Thema weitermachen, wenn man es ernst nimmt und persönlich noch vor Ort dafür sorgen und sich davon überzeugen, dass das betroffene Kind in caritative Obhut genommen wird, bevor man heimreist. Und nach Möglichkeit auch das Gespräch mit den Eltern suchen, die m.E. die Hauptverantwortlichen sind und nicht die Sextouristen. Die Nachfrage wird man nicht eindämmen können- das ist Jahrtausende lang nicht gelungen. Die einzige Stellschraube ist es, das Angebot auszutrocknen.

                  Gruß
                  Serramanna

                  To be is to do (Sokrates)
                  To do is to be (Sartre)
                  Do be do be do (Sinatra)

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                  • WanderinW Offline
                    WanderinW Offline
                    Wanderin
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Aber wenn die Sextouristen nicht nach immer jüngeren Kinder

                    verlangen würde, dann wäre diese "Nachfrage" vorbei.

                    Ich finde es so abartig....und das war noch milde ausgedrückt...

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • Lara 1001L Offline
                      Lara 1001L Offline
                      Lara 1001
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      serramanna wrote:
                      das Gespräch mit den Eltern suchen, die m.E. die Hauptverantwortlichen sind und nicht die Sextouristen.

                      Also die Hauptverantwortlichen sind wohl eindeutig die Sextouristen! Kinder zu missbrauchen ist abartig krank, die Eltern reagieren auf die Not, nicht auf den sexuell perversen Trieb. Das heisst nicht, dass die Eltern im Recht sind, auf keinen Fall, aber sicher ist derjenige, welcher sich am Kind vergeht, der Hauptverantwortliche.
                      Die Strafen müssten härter werden, wenn ich da nur an Urteile der letzten Jahr in unsern Ländern denke ❓
                      Ansonsten halt ich mich wie Wanderin zurück, bin aber wegen der Bestrafung, sollte ich das richtig interpretiert haben, gleicher Meinung.

                      Gruss
                      Lara

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • kutteK Offline
                        kutteK Offline
                        kutte
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Was sollen denn härtere Strafen bringen? Wie immer bei solchen Themen, wird verständlicherweise sehr viel aus dem Bauch heraus verkündet. In keinem Land der Welt wirken sich härtere Strafen nachweislich auf die Begehung der Straftaten aus.
                        Die meisten Täter sind, wie ja hier auch schon geschrieben wurde, krankhaft veranlagt und ihrem Trieb ausgeliefert. Hier muss angesetzt werden, um Schaden von den Kindern abzuwenden.
                        Genauso wichtig ist es, gerade in Ländern wie Thailand, die bettelarme Bevölkerung zu unterstützen, um zu verhindern, dass Eltern ihre Kinder aus absoluter Not heraus der Prostitution zuführen.

                        Grundsätzlich ist es immer besser und nachhaltiger, Gefahren an der Wurzel bzw. an der Ursache zu bekämpfen als am Ende der Kette mit dem dicken Hammer drauf zu hauen.

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • chriwiC Offline
                          chriwiC Offline
                          chriwi
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          Härtere Strafen dienen auch dem Schutz der Allgemeinheit. Wer weggesperrt ist, der kann zumind. für diese Zeit keine Unmündigen betätscheln.

                          Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
                          Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • brujeraB Offline
                            brujeraB Offline
                            brujera
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Und was ist danach? Irgendwann bekommen die Täter Freigang oder haben ihre Strafe verbüßt. Dann geht oft alles von vorne los.

                            Fange jetzt an zu leben und zähle jeden Tag als ein Leben für sich
                            (Seneca, römischer Philosoph)

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • steffipS Offline
                              steffipS Offline
                              steffip
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Hallo,

                              wie bei vielen Problemen die mit Armut zusammenhängen hilft letztendlich nur eine Doppelstrategie. Eine Seite Stärkung der wirthschaftlichen Entwicklung und Aufklärung der Bevölkerung was Kinderprostitution ist und was sie ihren Kindern damit antuen. Sobald die Eltern dieser Kinder keine Notwendigkeit mehr sehen ihre Kinder in die Prostitution zu schicken wird das Angebot knapp (er) und versiegt letztendlich, was wünshcenswert wäre.
                              Leute die erwischt werden sollten nach den jeweiligen Strafen des Gastlandes in einem fairen Prozess su den dort üblichen Bedingungen verurteilt werden. Wenn das dann eben 30 Leute in einer Zelle und nur ein Loch für die Notdurft bedeutet, Pech gehabt. Wenn man auf der einen Seite die Armut eines Landes ausnutzen will muss man eben dann auch mit den unattraktiven öffentlichen Einrichtungen (z.B. Gefängnissen) klarkommen. Die Deutschen Behörden sollten dann in dem FAll auch nicht versuchen, diese Gefangenen nach Deutschalnd zu holen, sondern sie die ganze Strafe dort absitzen lassen. Genauso sollten alle dort üblichen Strafen ohne Geschrei und Protest akzeptiert werden.
                              Andere Touritsen sollten mit offenen Augen den Urlaub verbringen und notfalls eben auch "petzen".

                              Viele Grüße
                              Steffi

                              P.S. Mein Urlaub in Costa Rica fing damit an, dass ich eine Warnung las, das Kinderprostitution dort illegal ist. Das macht nicht den besten Eindruck auf Touristen und vielleicht sollten sich solche Regierungen überlegen ob sie die Dollar dieser Touristen wirklich nötig haben.

                              Afrika Juni-August 2009- Uganda, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Botswana, Südafrika

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              Antworten Zitieren
                              • Bifi44B Offline
                                Bifi44B Offline
                                Bifi44
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                @caveman

                                Volle Zustimmung diese Beobachtung habe ich auch gemacht!

                                @chriwi

                                Hier kommen wir in den Bereich des Generalverdachtes und des "Wegschließen" wegen dem Verdacht der Erbringung einer Straftat. Dann müssen wir jeden Mann verhaften, denn er hat zumindest technisch gesehen die Möglichkeit hierzu.

                                @ steffip
                                😉 😉 Das unterstütze ich!
                                P.S. Die Regierung in Costa Rica bringt doch zum Ausdruck das sie die Kinderprostitution unterbinden möchte, wo ist das Problem?

                                @ all
                                Ein typischer Fehler von uns Touris; da kommen ein paar Kinder und wollen etwas verkaufen und/oder betteln. Wir haben ein schlechtes Gewissen und geben den Kindern Geld. Was passiert? Die Eltern verdienen durch die Kinder mehr als mit ihrer eigenen Hände Arbeit, also die Kinder sollen nicht zur Schule sondern auf die Straße "arbeiten". Die Kinder werden erwachsen und haben nichts gelernt......

                                Auch eine Art der Ausbeutung von Kindern. Hier ohne sexuellen Hintergrund! Und viele der hier vertreten Poster machen mit.......

                                Auch ich habe diesen Fehler gemacht bis ich mal in Ruhe darüber nachgedacht habe was ich hier eigentlich tue. Seitdem wird bei Kindern nichts gekauft und sie bekommen kein Geld. Ich habe immer kleine Päckchen Haribo dabei und/oder Buntstifte etc. Natürlich bekommen die Kinder jederzeit etwas zu Essen oder auch einmal eine Cola. But not more!!!

                                MfG Rainer

                                Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • bernhard707B Offline
                                  bernhard707B Offline
                                  bernhard707
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Bifi44 wrote:
                                  @chriwi

                                  Hier kommen wir in den Bereich des Generalverdachtes und des "Wegschließen" wegen dem Verdacht der Erbringung einer Straftat. Dann müssen wir jeden Mann verhaften, denn er hat zumindest technisch gesehen die Möglichkeit hierzu.

                                  Diese Aussage ist ja nun der Blödsinn pur.

                                  Life is too short to limit your vision ... indeed

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • jetstream2x4J Offline
                                    jetstream2x4J Offline
                                    jetstream2x4
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    Sympathischer Kommentar, Virginian ... Mißhandlung und Mißbrauch von Kindern gibt es nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insofern danke für den Hinweis und Verweis - was draußen vorgeht, wird manchmal hierzulande nur zu gerne übersehen.

                                    Ansonsten - Wer in der Todesstrafe oder einer Drakonisierung der Strafen die Lösung des Übels sieht, übersieht die Tatsache, dass beide keinen wirklichen Anteil an einer "Regulierung" in diesem Bereich haben. Trotz bedeutend höherem Strafmaß ist zum Beispiel die Anzahl der Vergewaltigungen in den USA pro kopf doppelt so hoch wie in Deutschland. Insofern läuft der Ruf nach stärkerem Strafmaß ins Leere. Das war jetzt sicherlich kein Aufruf zu mehr Kuschelpädagogik im Sinne der 1960´er und 1970´er Jahre. Eine konsequente Fühlbarkeit von Straftat und Sanktion muss sein - aber wie gesagt, Todesstrafe ist nicht das Non-Plus-Ultimo.

                                    Darüber hinaus greifen aber auch noch größere Mißstände, die hier zum Teil schon erwähnt wurden. Das Armutsgefälle zwischen der Dritten Welt und den Schwellenländern auf der einen Seite, und den Industrieländern führt - in Zusammenhang mit einer zum Teil schon dramatisch überzogenenen sexuellen Liberalisierung - dazu, das die "Armut" dem "Reichtum" eben jene Seelen liefert, um sich negativ "auszutoben". Insofern ist die Eindämmung von Kinderprostitution auch eine gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aufgabe. Die Frage ist nur, haben die beteiligten Akteure ein Interesse daran, diese Grundlagen auch durchzusetzen?

                                    Virginian wrote:

                                    Pesche wrote:
                                    möchte ich HC User motivieren, im Reiseland beobachtete Vorgänge des Kindsmissbrauches einem Reiseleiter, dem Hotelier oder den lokalen Behörden zu melden
                                    ❓

                                    Ich möchte hier nur anfügen, nicht nur im Reiseland, sondern bei jeder Gelegenheit auch in der Heimat oder egal wo, dies zur Anzeige zu bringen.

                                    Gruß
                                    Rainer

                                    Salam ... du wollen kaufen Kamele? Ich dir auch geben Schwiegermutter und ihre drei Ziegen :-p

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                      #18

                                      chriwi wrote:
                                      Härtere Strafen dienen auch dem Schutz der Allgemeinheit. Wer weggesperrt ist, der kann zumind. für diese Zeit keine Unmündigen betätscheln.

                                      @ Bernhard

                                      Wie soll ich dann diese Aussage verstehen? Wer während der Zeit seiner Haft keine Gefahr darstellt heißt doch bis zum Extrem durchdacht jeden Verdächtigen einsperren. Des weiteren übersetze ich die Aussage härtere Strafen dienen dem Schutz der Allgemeinheit, mit Sicherungsverwahrung sobald der Verdacht der Wiederholung einer Straftat besteht. Oder mache ich hier einen Fehler?

                                      Wie immer bei schriftlichen Aussagen fehlt die Betonung und die Körpersprache so das sich leicht Mißverständnisse einschleichen.

                                      MfG rainer

                                      Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)

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                                        #19

                                        @Bifi44: Warum "jeden verdächtigen einsperren"??? Ich hab eher gemeint, "jeden einsperren, dessen Schuld bewiesen ist!", so wie es unser Rechtssystem vorsieht.

                                        MfG Bernhard ( ❓ )

                                        Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!!
                                        Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.

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                                          #20

                                          Ganz kurz einmal zu diesem Thema und dem Schrei nach haerteren Strafen. In Thailand und Kambodscha stehen 20-30 Jahre drauf (und die wurden auch des oefteren bereits ausgesprochen), auf den Philippinen war es bis vor einigen Jahren die Todesstrafe und ist jetzt lebenslaenglich und in Vietnam ist es immer noch die Todesstrafe. Was sollte man da noch verschaerfen? Vielleicht Entmannung und anschliessend Vierteilung wie im Mittelalter bei Koenigsmord?
                                          Aufgrund dieser harschen Strafen ist (entgegen einiger Meinungen hier im Forum)
                                          der Sextourismus in dieser Richtung bereits arg zurueckgegangen. Leider wird daneben in allen Medien staendig ueber Sexmissbrauch in Drittlaendern berichtet, wenig dagegen ueber teils unmenschliche Kinderarbeit. Dies ist m.E. ebenfalls Kindesmissbrauch und wird praktisch nicht bestraft. Ich meine hier nicht, wenn Kinder im Business der Eltern mithelfen oder vielleicht auch Kleinigkeiten verkaufen wie Andenken, Blumen etc. Obgleich sie stattdessen eher in die Schule oder ins Bett gehoerten. Aber bei Kindern werden Touris halt eher weich und die Verwandtschaft kann jeden Cent gebrauchen. Was mich erschuettert ist, dass nach wie vor viele Tausende Kinder in der Ziegelei, Fabrikation etc. arbeiten muessen, teilweise bis 20 Stunden pro Tag zu Pfennigloehnen und unter unfassbaren Bedingungen.
                                          Dazu erscheint vielleicht 3x pro Jahr etwas in unseren Medien, zur anderen Geschichte dagegen minimum 3x am Tag.

                                          Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! Kaestner

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