Fluglotsenstreik in Spanien
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Die Fluglotsen haben sich wohl geschlossen krank gemeldet.So habe ich es gerade gelesen. Ob die so schnell wieder gesund werden ? Über 200000 Passagiere sollen momentan Ihren Flug nicht antreten können.
Man muß abwarten wie es weiter geht. -
Ja, dann hoffen wir, dass der Streik wirklich bis SO beendet ist. Wir fliegen nämlich auch am Sonntag, den 5. Dez. und wir freuen uns, dieser bibbernden Kälte hier zu entfliehen.
Liebe Grüße ab Sonntag aus der Sonne
BERNI -
Flugchaos in Spanien - Regierung gegen Lotsen Madrid - Chaos im spanischen Flugverkehr:
Nach einem wilden Streik der Fluglotsen sind viele Airports geschlossen worden, wie in Madrid und Barcelona. Auch auf den Flughäfen von Mallorca, Menorca, Ibiza und den Kanarischen Inseln ging nichts mehr. Mindestens 330 000 Reisende waren nach Angaben der Flughafenbehörde AENA betroffen. Ministerpräsident Zapatero hat das Kabinett zu einer Krisensitzung einberufen. In der Nacht hat er die Überwachung des Luftraums der Armee übertragen. So sollten die Fluglotsen gezwungen werden, die Arbeit wieder aufzunehmen: Andernfalls droht ihnen eine Festnahme.
( Quelle: www.ksta.de ) Kurzmeldungen / Eilmeldungen -
Sieht im Moment nicht gut aus, siehe die dpa-Meldung weiter unten.Wir müssen wohl bis heute mittag oder nachmittag warten. Auf jeden Fall dürfte es heftige Verspätungen geben:
Berlin (dpa) – Die vom Fluglotsenstreik in Spanien betroffenen deutschen Airlines warten auf ein Zeichen aus Madrid. Die Fluggesellschaften seien von den Gesprächen in Spanien abhängig, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin. Bei Air Berlin waren in der Nacht 26 Maschinen von den Streiks betroffen. Lufthansa will sich bislang nicht zum weiteren Vorgehen äußern. Aufgrund der Streiks seien Flüge verspätet gewesen oder gestrichen worden, sagte ein Sprecher. Spaniens Ministerpräsident Zapatero berief sein Kabinett für heute zu einer Krisensitzung ein.
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aus Live-Ticker:
Wie mehrere Fluggesellschaften mitteilten, wurde damit gerechnet, dass frühestens gegen Mittag die ersten Maschinen starten könnten. Auf dem Madrider Flughafen begannen einzelne Linien damit, Passagiere abzufertigen. Die Gesellschaften wiesen die Fluggäste aber darauf hin,dass nicht sichergestellt sei, dass die Flugzeuge auch wirklich starten würden. Tausende von Passagieren hatten die Nacht in den Wartehallen der Flughäfen in Madrid, Barcelona und auf Mallorca verbracht.
Da kann man nur schreiben Daumen drücken, das das Chaos schnell zu Ende ist.
Dann wird wieder gestartet, nur in Deutschland weil Schneechaos Landeverbot und der Ärger geht weiter.
LG
Wilhelm -
So jetzt ist der spanische Flugraum mittlerweile schon bis 18h gesperrt...
Iberia hat zudem ALLE heutigen flüge gestrichen! Bin ja mal gespannt ob die anderen Fluggesellschaften nachziehen werden...Streik spanischer Fluglotsen, Presse-Information Nr. 1: TUI betreut Gäste in Spanien
Hannover (ots) - TUI betreut zurzeit mehr als 2.000 Gäste, die wegen des wilden Streiks spanischer Fluglotsen am Freitag ihre Rückreise nicht wie geplant antreten konnten. Die Kunden warten derzeit in ihren Urlaubshotels. TUI hat auch alle Gäste in Hotels untergebracht, die auf den Umsteigeflughäfen Las Palmas de Gran Canaria und Palma de Mallorca ihren Weiterflug verpasst haben. Reisende, die derzeit in Deutschland am Flughafen auf ihren Flug warten, versorgt TUIfly mit Verpflegungsgutscheinen.
Nach vorliegenden Informationen ist der spanische Luftraum bis voraussichtlich 18 Uhr geschlossen; die spanische Regierung ergreift Maßnahmen, um den Flugbetrieb schnellstmöglich zu normalisieren. Dennoch ist auch nach Ende des Streiks bei Flü-gen von und nach Spanien mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Grund hier-für ist die große Zahl der Gäste, die in Spanien auf ihren Rückflug wartet. Außer-dem befinden sich zahlreiche Flugzeuge wegen der Luftraumsperrung nicht an ihren planmäßigen Einsatzorten.
Für alle Gäste, die eine Urlaubsreise mit Abflug nach Spanien am 4. Dezember ge-bucht haben, bietet TUI gebührenfreie Umbuchungen an. Heute planen 5.200 TUI Kunden einen Flug nach Spanien, 6.400 Gäste sollen aus Spanien zurück nach Deutschland fliegen. Der TUI Krisenstab tritt um 10.30 Uhr erneut zusammen.
http://www.presseportal.de/pm/31717/1729171/tui_deutschland_gmbh
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gastwirt wrote:
Terrorkruemel73: wrote:
]
Die deutschen Fluglotsen verdienen "nur" dreimal weniger, d.h. ein Spanier verdient "nur" 10.000 Euronen monatlich, während ein Deutscher ca 3.000 nachHause trägt!
Nur mal so
Gruß
GünterDa muß man aber erst die Haftfähigkeit prüfen
Es handelt sich doch um "kranke Menschen" 
...die außerdem die höchstbezahlten Lotsen weltweit sind

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Wir wollten heute morgen mit Tuifly um 7.40 Uhr nach Gran Canaria fliegen. Angeblich sollten wir gegen 7.00 Uhr Infos bekommen, ob wir fliegen können. Es gab keine Infos, wir mussten uns selbst kümmern und durchfragen. Wir wurden auf 12.00 Uhr vertröstet, aber immer noch keine Infos. Gegen 14.00 Uhr hieß es, der Flug wurde von den Reiseveranstaltern storniert, wir sollen nach Hause. Na prima..., wenigstens haben wir Verpflegungsgutscheine erhalten, morgens über 15 Euro und mittags über 7,50 Euro pro Person.
Ab 16.00 Uhr zu Hause herumtelefoniert, niemand fühlte sich verantwortlich, bzw. konnte konkrete Auskunft geben, wie es weitergehen soll...., ein Blick auf die Internetseite vom Frankfurter Fluhafen und siehe da, der Flug X3 2258 ist für 23.30 Uhr geplant. Ein Anruf dort bestätigte mir diese Info. Nun bin ich ja mal gespannt, ob es wirklich dabei bleibt, soll gegen 20.00 Uhr nochmal dort anrufen und hoffentlich können wir fliegen.
Nur verstehe ich nicht, warum Reiseveranstalter und Tuifly davon nichts wissen.
LG yuccapalme
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Rafu wrote:
Mist, ab heute abend streiken die Fluglotsen in Spanien. Ich wollte am 5.12. fliegen. Weiß jemand, ob Gran Canaria angeflogen wird und/oder ob es dort zu Verpätungen kommt?Der Flughafen Las Palmas ist seit gestern 4.12. 18 Uhr eingeschränkt geöffnet. Sind eben selber zurückgekommen und durften auf der Rückreise von Boa Vista 24 Stunden im Hotel Princess Maspalomas verbringen. Wir standen dann fast 3 Stunden auf dem Rollfeld bis wir um 20:30 deutscher Zeit starten durften und das auch nur weil ein Slot überraschend frei wurde. Die TuiFly nach Stuttgart war zu diesem Zeitpunkt schon weg und der Rest stand noch auf dem Rollfeld. Bis zu diesem Zeitpunkt keine ankommenden deutschen Flieger. Aber eine Rekordzeit auf dem Rückflug dann um 0:10 in Köln.
Laut TUI vor Ort ist der Streik nicht beendet sondern es wird unter militärischer Kontrolle geflogen. (Stand 15 Uhr 4.12.) Vielen Dank auch noch an den "Engel von Maspalomas im Princess". Ohne die TUI Betreuung vor Ort hätte es schlimmer ausgesehen!
Allerdings war am 3.12. auf dem Flughafen das Chaos ausgerufen. Der größte Fehler die Fluggäste der einzelnen Ziele vollkommen auseinander zureisen. Das zusammenführen am 4.12. war dann wohl das größte Problem. Bei uns fehlten dann auch zwei und die Koffer wurden ausgeladen.
weil selbst vor Ort erst am 4.12. gegen 15 Uhr bekannt wurde das es weiter geht und das ziemlich überraschend. Wir hatten das Glück das alle TUIFly Besatzungen auch im Princess waren und wir mitbekamen das sie aussscheckten.
...und wie schon gesagt unser letzter Stand ist das der Streik nicht beendet ist sondern es nur einen eingeschränkten Flugbetrieb unter milit. Kontrolle gibt.
eine etwas gestresstes "Gute Nacht" und einen schönen Urlaub
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Laut AirBerlin sollen alle Flüge heute (5.12.) normal stattfinden. Ich lasse mich überraschen. Ein bißchen Sorgen mache ich mir schon. Die Krise in Spanien ist keineswegs vorbei. Die Fluglotsen wurden zum Teil mit vorgehaltener Pistole durchs Militär zum Arbeiten gezwungen.
www.libertaddigital.com/nacional/los-controladores-nos-han-obligado-a-trabajar-a-punta-de-pistola-1276408747/ -
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Dieser Beitrag wurde gelöscht!
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Mit etwas Verspätung will ich versuchen zu erklären worum es hier eigentlich geht. De4r inzwischen beendete 'wilde' Streik ist lediglich ein neues (und noch nicht das letzte) Kapitel einer alten Geschichte (siehe hier: FLUGLOTSEN STREIKEN IN SPANIEN).
Vor einigen Monaten wurde ein Gesetz verabschiedet in dem die Arbeitzeiten und der Verdienst der spanischen Fluglotsen geregelt wurden. Degegen protestierten die Fluglotsen diesen Sommer. Nach tagelangem Streik wurde dieser Streik beendet. Man wollte die noch offenene Detaills der damals mündlichen Absprachen vor Jahresende schriftlich regeln (ist im verlinkten Thread genaustens erklärt). Regierung, AENA (spanische Luftfahrtbehörde) und die Fluglotsengewerkschaft kam aber bis heute noch nicht zu einer entgültigen Einigung.
Unangemeldet verliessen am Freitag nachmitag um 17.00 Uhr ca. 70% aller diensthabenden spanischen Fluglotsen den Dienst und brachen den gesamten Flugverkehr zum Zusammenbruch. Die meisten Fluglotsen gaben ihren "Gesundheitszustand" als Grund an (komischerweise trafen sich dann alle Madrider Fluglotsen und die Chefs der Vereingung in einem Hotel in Flughafennähe).
Gegen 19.00 Uhr bot man dem Verkehrs- und Bauminister die "Lösung"an: "Wenn Du dieses Papier unterschreibst hat das Problem ein Ende" (kurz; weniger Arbeitsstunden, mehr Geld). Auf diese Erpressung teagierte der Minuster kit der Einbeufung eines Kristenstabs, und um 21.00 Uhr wurde bekanntgegen dass man
- den Alarmzustand ausruft (zum ersten Mal seit bestehen der Demokratie)
- die Fluglotsen dem Militär unterstellt (und somit das Militärgesetz zur Anwendung kommt).
Somit liefen die Lotsen das Risiko wegen Dienstverweigerung bzw. Aufruhr vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden (potentielle Freiheitsstrafen bis zu 10 Jahre). Mit Beginn der Tagesschicht (Samstag) waren fast alle Lotsen wieder im Dienst. Das Chaos dauerte bis am späten Sonntagnachmittag.
Das eigentliche Problem bleibt jedoch - nach wie vor - ungelöst (was Arbeitszeiten bzw. Verdienst - bis zu € 850.000.-/Jahr - anbelangt kann alles im oben verlinkten Thread nachgelesen werden). Die spanische Regierung will in einer Sondersitzung des Parlaments den ALARMZUSTAND - und somit die Militärkontrolle der Fluglotsen - von den ursprünglichen 15 Tagen auf insgesamt 2 Monate absegnen lassen. Die Opposition hat ihre Zustimmung schon zugesagt.
Inzwischen hat man gegen 442 Fñuglotsen (jene die ihren Dienst amd Freitag verlassen haben) Disziplinarverfahren eingeleitet. Die Staastanwaltschaften wurden eingeschaltet um Zivil bzw. Kriminalverfahren gegen das Verhalten der Fuglotsen in die Wege zu leiten. Tausende betroffene Passagiere haben Anzeigen gehen die Fluglotsen erstattet und fordern Schadenersatz. Hoteliers, Reisebüros- und Veranstalter, Fluggesellschaften usw., usw. wollen ebenfalls klagen und von den Fluglotsen Schadenersatz einfordern. Man spricht von ca. 400.000 Betroffenen Urlaubern (manche sogar von bis zu 600.000.-) und Schaden in Höhe mehrere hunderte Millionen Euro. Die Hoteliers der Balearen haben - nach ersten Schätzungen - ca. 200 Millionen Euro, die auf den Kanaren geschätze 16 Millionen Euro verloren.
In den 2 Monaten des "Alarmsustands" will die Regierung Militärfluglotsen so weiterbilden dass sie in der zivilen Luftfahrt eingesetzt werden können um die vorraussichtlich entlassenen Fluglotsen zu ersetzen. Somit wäre auch die Flugsicherheit während den Weihnachtsferien gewährleistet.
Warum der 'wilde' Streik gerade jetzt? Am 6. Dezember ist Nationalfeiertag in Spanien (Tag des Grundgeseztes), und am 8. Dezember ebenfalls (Mariä Empfängnis). Allen Spaniern die während diesen Tagen mit dem Flugzeug verreisen wollten wurde somit ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die Bevölkerung (und die betroffenen Touristen) sind stocksauer. Man hat NULL Versdtändnis für das Verhalten der Fluglotsen. Die Touristikbranche spricht von einem nicht wieder gutzumachenden Schaden am guten Ruf des europäischen Urlaublandes Nummer 1.
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Bin gestern, am 5.12., mit AirBerlin nach GC abgeflogen. Vom Streik haben wir nichts mehr mitbekommen, ausser dass ein paar Passagiere mit auf der Maschine waren, die bereits am Vortag haetten abfliegen sollen.
Der Flug verlief allerdings nicht ohne Verspaetungen. Wir haben ca. 3 Stunden im vollbesetzten Flugzeug auf dem Rollfeld gewartet, bevor wir starten durften. Grund war der Schneefall. Abwechselnd musste die Rollbahn geraeumt und das Flugzeug enteist werden. Letztlich waren wir ueber 7 Stunden im Flugzeug, bis wir ankamen. Ich kann AirBerlin leider nicht empfehlen. Die Maschine ist eine Boing 737 mit einer 2 mal 3 Bestuhlung, die normalerweise nur fuer Kurzstrecken eingesetzt wird. Es war super eng. In den 7 Stunden wurden 3 mal ein Getraenk sowie einmal ein belegtes Broetchen gereicht. Ich weiss nicht, warum es in Deutschland mit dem Service immer schlechter wird. -
Hallo Bernat,
schön dass du dir solche eine Mühe mit der Erklärung machst, die Hintergründe kennt sonst nur der, der regelmäßig die website von "El Mundo" oder einer anderen Zeitung liest.
Die tarifpolitischen Aspekte will ich vollkommen unbeachtet lassen, bin aber der Meinung, dass dieses Verhalten der Lotsen absolut unakzeptabel war. Ich bin ganz bestimmt niemand, der bei jeder Gelegenheit nach der "starken staatlichen Hand" ruft, unterstütze aber in diesem Fall das Vorgehen 100%ig.
Jetzt hoffe ich nur, dass bis zu meinem nächsten Flug nach Madrid im März 2011 die Angelegenheit in trockenen Tüchern ist, und ich nicht zum Eisenbahnfahrer werden muß.