NCL ist taub
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Hatten am 30.1. ein Feuer auf dem Atlantik auf MS Breakaway; mussten auf den Kabinen ausharren; starke Rauchentwicklung; Fluchtwege waren teilweise mit Scootern und Wäschewagen stark eingeschrenkt; Mittelschiff wurde strom abgestellt; Durchsagen nur Englisch unf Französisch; da mangelnde Seenotübung am 1. Tag hätte keiner sein R.Boot gekannt, da unser Meetingpoint wg. dem feuer gesperrt war; weder an Bord, noch nach Ankunft in Deutschland hat man ein Ohr dafür, ganz im Gegenteil, die Deutschlanddirektorin wurde noch unverschämt am Telefon und meinte, man soll hat zukünftig anders vereisen. Da ich in der Luftfahrtbranche arbeite, kenne ich mich ein wenig mit Emergency Training und Verhalten von Gästen im Notfall aus und bei NCL sind leider grosse Mängel vorhanden. WO kann man das denn melden ?
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ich verstehe nicht ganz, was willst du denn melden ?
das kein deutsch auf einem US schiff gesprochen wurde ?
das keine ? seenotrettungsübung stattgefunden hat ?
das dinge auf den gängen standen ? (das feuer kam doch überraschend, somit konnte nicht freigeräumt werden)
das ihr auf der kabine bleiben solltet ? (teil des modus operandi)schreib doch einfach eine email oder einen brief (einschreiben) an NCL deutschland und harre der dinge.
frage: wurde über dieses feuer auch in der presse berichtet ?
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in der Presse habe ich nichts gefunden,nicht das kleinste Video von Youtube.
Vielleicht ware es eine Übung für die Mannschaft die durchgesagt wurde.
Da wird schon mal realitätsnah mit Rauch gearbeitet.
Die Durchgänge sind zwar breit aber ain einem Servicewagen kommt man nur allein vorbei das engt schon ein.
Die Rettungsübung muss innerhalb der ersten 24 Stunden nach Abfahrt erfolgen, viele machen dass auch gleich nach dem Ablegen.
Ob das mehr Sinn macht weiß ich nicht wer kennt schon sofort auf dem Schiff aus und damit die Rettungswege.(okay Claus Du schon)
Da aber ein Kabinenservice für im Schnitt 15-20 Kabinen verantwortlich ist, sollte die Einschränkung nicht so groß gewesen sein.
Sein Rettungsboot kennen?
mmh, Im Endefekt entscheidet der Kapitän welche Seite des Schiffes benutzt werden darf, nur im Idealfall sind es beide Seiten, und pro Treffpunkt sind es oft auch mehrere Boote.
Steht das Schiff schräg werden alle Passagiere nur auf einer Seite evakuiert.
In diesem Fall sind genügend aufblasbare Rettungsbotte mit Platz für alle vorhanden.
Hat es richtig Wellen, können keine Boote herunter gelassen werden, dann hilft nur springen und beten.
Schöne Cruise
Werner -
Das Feuer gab es tatsächlich, offensichtlich im VIP Bereich des Casinos wohl ein technischer Defekt.
Allerdings berichten US Passagiere (im einschlägigen Forum, zu dem ich hier nicht verlinken darf), dass alles sehr professionell ablief. Die Feuerschutztüren schlossen sich, man sollte zurück auf die Kabinen gehen, die öffentlichen Decks 6,7,8 wurden sofort gesperrt.
Es seien in kurzen Abständen Durchsagen gemacht worden, um über die aktuelle Situation zu informieren (so wie es die CLIA verlangt).
Das Ganze dauerte 15 min. Allerdings dauerte es wohl dann von 9:30 - 12:30 Uhr bis der Rauch komplett abgezogen und der Bereich wieder geöffnet war.
Ich kann da jetzt auch kein grobes Fehlverhalten erkennen. Nicht jede Situation erfordert einen General Alarm mit Einfinden an der Muster Station (und erst recht kein "Abandon Ship").
Vermutlich gerade, weil die Muster Stations alle im gesperrten Bereich waren, wurden die Passagiere gebeten, auf die Kabinen zu gehen.
Im Übrigen empfehle ich jedem, sich erstens an der Kabinentür über den Fluchtweg und die Muster Station zu informieren. Dort ist auch immer ein Alternativ-Weg angegeben. Außerdem sollte man den Weg vorher in Ruhe abgehen.
Gruß
Carmen
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Nur als Ergänzung:
Bei NCL findet die Rettungsübung immer (auch schon vor der Costa Concordia) vor dem Ablegen statt. Inzwischen finden auf allen neueren Schiffen die Rettungsübungen auf einer Muster Station innerhalb des Schiffs und nicht mehr unter den Rettungsbooten statt. Die Muster Stationen haben einen direkten Ausgang zu den Rettungsbooten. Auch wenn grundsätzlich jeder Muster Station auch ein Rettungsboot zugewiesen ist, heisst das nicht, dass man im Ernstfall auch dieses benutzt.
Der General Alarm heisst nur, dass man sich auf der Muster Station einfinden soll. Er ist nicht das Zeichen für das Verlassen des Schiffs. Daher ist es grundsätzlich sinnvoll, dass die Muster Station sich im Innern des Schiffs befindet. Dann ist die Besatzung beim eigentlichen Abandon Ship flexibel mit der Einteilung auf die Rettungsboote.
Ist beim General Alarm eine oder mehrere Muster Station nicht benutzbar, leitet die in den Treppenhäusern befindliche Besatzung die Passagiere zu einer Ausweichstation.
Da im vorliegenden Fall der komplette Bereich der Decks 6,7,8 offensichtlich verraucht war, das Feuer aber bereits gelöscht, war es mehr als sinnvoll, die Passagiere auf die Kabinen zu schicken. Die Muster Stationen waren alle nicht nutzbar zu diesem Zeitpunkt wegen der Rauchentwicklung.
Leider ist es immer wieder so, dass die Gänge mit den Carts der Stewards aber eben auch mit privaten Gegenständen (wie Scootern, Rollstühlen, Kinderwagen) verstellt sind. Gerade letzteres ist eigentlich verboten. Die Gegenstände müssen in der Kabine untergebracht werden (oder an anderen geeigneten Orten). Da der Vorfall zum Zeitpunkt der morgendlichen Kabinenservices war, ist es verständlich, dass die Carts rumstanden. Allerdings gehe ich davon aus, dass kein General Alarm gegeben wurde. In dem Fall dürften die Stewards wohl auch umgehend die Carts wegräumen (bevor sie dann kontrollieren, ob die Kabine leer ist).
Nach dem US Forum wurde ein "italienischer Befehl" gegeben. Ich schätze mal, dass "Code Bravo" durchgesagt wurde, was bei den meisten Reedereien der Code für Feueralarm ist (siehe hier).
Dass auf einem US Schiff die Ansagen nicht alle auch auf Deutsch erfolgen, darüber sollte man sich vorher im Klaren sein. Man kann vor allem bei Abfahrten ab den USA allenfalls noch Spanisch erwarten. Im Mittelmeer gibt es auch bei NCL die Durchsagen in - meist - fünf Sprachen, darunter dann auch Deutsch.
Gruß
Carmen
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cjmddorf:
dann ist die sache ja geklärt.
viel "rauch" um nichts.Na,ja
"nichts" ist wahrscheinlich relativ zu sehen.
Ich möchte so etwas nicht unbedingt erleben...
Wenn Fluchtwege versperrt sind und Ansagen durch das Boot hallen, ist wohl keiner so cool und schaut seinen Film im TV weiter.
Da lob ich mir zumindest eine Balkonkabine. Auf der richtigen Seite, versteht sich...
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Ach, Werner, aus Erfahrung weiß ich, dass man heutzutage für Bilder auch kaum mehr was bekommt
! Aber natürlich dennoch
!Gruß
Carmen
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Man sollte vielleicht noch erläuternd sagen, das Casino liegt auf Deck 7 rund um ein nach Deck 6 und 8 offenes Atrium. Entsprechend hat sich offensichtlich der Rauch aus dem Casino auf diesen drei Decks ausgebreitet.
Auf diesen drei Decks befinden sich keine Passagierkabinen (mit Ausnahme von Deck 8 vorne). Die sind auf Deck 5 und dann 9 aufwärts. Die Rettungsboote sind übrigens auf Deck 7, wären also auch nicht zugänglich gewesen.
Die einzig andere Alternative, die ich sehen würde, wäre, alle Gäste auf Deck 15 und 16 (offene Decks, Poolbereich und drüber) zu versammeln.
Blockiert waren die Gänge sicherlich auch nicht durch die Carts oder Scooter. Allenfalls etwas eingeengt, aber nur stellenweise.
Siegi, bei der Costa Concordia wurde ja abgewiegelt und auch der General Alarm zu spät ausgelöst (geschweige denn Abandon Ship). Die CLIA hat inzwischen genaue Anweisungen erarbeitet, wie bei solchen Ereignissen vorzugehen ist. Dazu gehört die regelmäßige Information der Passagiere durch Durchsagen. Das ist ja wohl gemacht worden, wenn ich das im US Forum lese.
Die Passagiere nicht in den verrauchten Bereichen zu versammlen, ist ja wohl mehr als logisch. Abgesehen davon, dass die Brandschutztüren zu waren.
Wie gesagt, man sollte sich auf jedem Schiff selbst über die Fluchtwege informieren und diese abgehen (insbesondere mit Kindern). Grundsätzlich würde ich auch immer zunächst den Anweisungen der Crew Folge leisten (sofern denn von dieser vernünftige Anweisungen kommen).
Gruß
Carmen
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So locker sehe ich das auch nicht zumal man nicht mehr auf die Musterstation kam. Glaub nicht, dass ich das so locker wie cmddorf wegstecken würde. Und wenn man dann zum Überfluss noch eine Innenkabine Hätte, oh graus. Möchte nicht in deren Haut gesteckt haben.
Die Durchsagen beispielsweise auf der Summit waren auf der Kabine kaum zu hören, man musste schon den Fernseher anmachen. Aber Wunder über Wunder, die Durchsagen zur SOLAS Übung kamen sogar in Deutsch, hab ich das erste mal erlebt, es waren ca. 160 Deutsche an Bord.Carmen, vielen Dank für Deinen sehr sachlichen und informativen Beitrag.
LG -
Wschiro -
so locker wie sich das las würde ich eine solche situation nicht wegstecken.
aber nach der lektüre und gemäß des eintrags von Carmen, kann die sache ja nicht so schlimm gewesen sein. ausserdem hat sich die schiffsführung ja auch gut verhalten und die leute informiert. man sollte auch vertrauen in den kapitän haben und nicht kopflos im schiff rumrennen, was die TE glücklicherweise wohl nicht getan hat.
in einer innenkabine würde ich mich auch nicht aufhalten wollen (niemals) sondern würde vor der kabine im gang warten.
was mich an dem ursprungsposting störte war die polemik.- kein deutsch (ami schiff)
-keine rettungsübung (kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, es sei denn die ganze sache passierte vor oder kurz nach dem ablegen) - fluchtwege teilweise eingeschränkt
das ist panikmache.
ein notfall kann immer (auf einem schiff passieren) und wie meine vorredner schon sagten, wenn man sich informiert und ruhe bewahrt, ist alles immer ein bissel leichter zu bewältigen.
wie gesagt, alles nur heisse luft, sonst hätten wir etwas in der presee gelesen.
- kein deutsch (ami schiff)
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Das Schiff war zu dem Zeitpunkt schon auf dem Rückweg nach New York. War also nicht am Anfang der Reise. NCL führt die Rettungsübung immer vor der Abfahrt durch. Kritisiert wurde eher die aus Sicht des TE unzureichende Rettungsübung (ohne dass er sagt, was denn unzureichend war). Hatte es nicht so verstanden, dass gar keine Rettungsübung durchgeführt wurde.
Wenn ich mich recht erinnere, müsste auch bei NCL auf dem Fernseher eine Information in deutscher Sprache laufen. Die Fernseher sind normalerweise auch immer am Einschiffungstag eingeschaltet mit dem Infokanal zur Rettungsübung. Nur schaut sich das halt niemand an (wie im Flugzeug).
In einer Innenkabine wäre ich vermutlich auch nicht geblieben und wäre hoch auf ein offenes Deck.
Gruß
Carmen
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Hallo Carmen !
Ich weiß nicht genau was Du mit VIP Casino meinst.
Ich war im Jänner 12 Nächte auf der Breakaway, aber diesen Bereich habe ich nicht gesehen. Vielleicht habe ich ihn auch übersehen.LG chrisi
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Cmdorf
Ich halte das überhaupt nicht für Panikmache und für heiße Luft schon gar nicht.
Feuer ist das schlimmste, was einem Schiff passieren kann. Und die Crew hat in dem Fall auch alles richtig gemacht. Und es ist ja auch gut ausgegangen, was ja nicht selbstverständlich ist. Und auf den Kabinengängen ist häufig irgendetwas abgestellt. Und wenn dann Panik herrscht, fällt auch irgendjemand darüber, aus welchen Gründen auch immer. Und dann ...
Aber nach den Vorgängen auf der Concordia ist gesundes Misstrauen angesagt. Carmen sagt ja auch, dass sie entgegen der Anweisung der Schiffsführung aufs Oberdeck gegangen wäre.
Im Nachhinein ist gut reden, aber ich kann mir schon vorstellen, das es etwas ganz anderes ist, wenn man denn den Rauch riecht.LG
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chrisi,
ich gebe nur wieder, was ich gelesen habe. Da hieß es im "VIP Bereich des Casinos". Was damit genau gemeint war, kann ich Dir leider nicht sagen. Es handelte sich wohl um einen Transformator eines Spielgeräts, der zu brennen anfing.
Norwegian hat ja ein Programm für Spieler (Players Club Casions at Sea). Vielleicht gibt es in dem Zusammenhang einen speziellen Bereich. Ich hab auf so etwas aber auch noch nie geachtet, da ich nicht spiele.
Gruß
Carmen
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Wschiro -
dann sind wir ja einer meinung. feuer auf dem schiff ist SEHR übel und ich hoffe niemals in den "genuss" zu kommen.
und klar, es ist leicht reden hier am pc wenn man nicht selbst betroffen war.
aber ich halte die eröffnung dieses threads in dieser form für polemik und stimmungmache, da die crew ja alles richtig gemacht hat und nun wirklich nichts passiert ist.