Digitalkamera
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Hallo,
kann mir jemand eine kleine Handliche Digitalkamera empfehlen?
Kriterien die sie erfüllen muß:- Slot für SD Karten
- und vor allem gute Nachtaufnahmen, wenn man z.B. eine beleuchtete Skyline fotografieren will von einem Aussichtspunkt evtl. noch mit einer Person im Vordergrund.
Meine jetztige Kamera hat das Problem, daß die Person dann immer sehr hell ist und wenn ich nur die Skyline oder ein Gebäude aufnehmen will alles immer verschwommen aussieht.
Vielleicht könnt Ihr mir ja Beispielbilder schicken, die Ihr mit Eurer Kamera gemacht habt.
Vielen lieben Dank für Eure Antworten
Susi
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... da verlangst Du aber schon sehr viel von der gewünschten Kamera bezüglich des dunklen Hintergrundes und der Person im Vordergrund.
Solche oder ähnliche Aufnahmen versuche ich mit meiner Sony V1 / F828 mit der 'night-frame, -shot'-Funktion und Aufhellblitz für den Vordergrund zu machen. Nur hat die keine SD-Karte. Außerdem reicht die Schärfentiefe bei der offenen Blende natürlich bei weitem nicht aus um beide Objekte scharf abzubilden, denn auf irgendeine Entfernung muß die Kamera ja nun mal fokussieren. Jedenfalls sind diese vorher erwähnten Funktionen nachts sehr hilfreich, aber nur für die Einstellung.
Ich denke mal dass solche Aufnahmen immer etwas Glücksache sind, auch mit Stativ. Manchmal hat man Erfolg, wenn man die Person im Vordergrund in die Nähe einer Laterne o. ä. stellt und die Belichtung auf den Hintergrund einstellt. Dann gibt's auch immer Probleme mit dem Weißabgleich. Einfach mal Verschiedenes ausprobieren!Gruß Dieter
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Hallo Susi,
gegen das verschwommene Panoramabild bei Nachtaufnahmen hift nur ein Stativ und der Selbstauslöser. Bei einer längeren Belichtungszeit (2-3 Sek) ist da freihändig nichts mehr zu machen und allein das Drücken auf den Auslöser verwackelt dann schon das Bild. Wie lang belichtet denn Deine jetzige Kamera?
Wie Dieter schon schrieb, muß die Kamera ja auf irgendetwas fokussieren. Die Peron im Vordergrund oder die Skyline im Hintergrund. Beides zusammen scharf zu bekommen halte ich technisch für unmöglich. Vielleicht mit einer Profikamera aber nicht mit was Kleinem Handlichen und schon gar nicht im Dunkeln - außer vielleicht mit einer Fotomontage zweier unterschiedlich fokussierter Bilder.
Gruß
coral741 -
@ cola741,
genau das wollte ich eigentlich damit ausdrücken, ohne jemanden wegen einer "Nicht-Profi-Kamera" nun kritisieren zu wollen. - Gott bewahre! Auch eine Super-Profi-Kamera kann das nicht ausgleichen ohne Tricks! Die geometrische Optik kann man nicht, außer elektronisch, besch...en Es ist, wie coral schon sagte technisch fast unmöglich, jedenfalls mit einem Objektiv, das unter einigen tausend Euro kostet, und dann kann es das auch noch nicht aus ganz einfachen optischen Gründen. Die Kamera kann fast alles, aber das Objektiv nicht! Wißt Ihr was ein Objektiv für die Kameras der GEO-Sateliten kostet? Da müßtet ihr noch wohl eine, wenn nicht sogar zwei, Nullenl an die Tausender dranhängen!Gruß Dieter
P.S Korrigiere mich: Natürlich kann man mit Stativ und kleinster Blende (größte Blendenzahl) und fast Minuten Belichtungszeit auch was machen. Aber kriegt das Objekt im Vordergrund dann nicht schon kalte Füße und bewegt sich? Und dann war's das wieder!
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Noki und coral haben das, denke ich schon prima erklärt.
Als empfehlenswerte kleine(!) Cams für Aufnahmen bei schlechtem bzw. wenig Licht haben sich die Modelle Fuji F30 bzw. F31 erwiesen - hier im Motiv-Programm "Available Light"...ansonsten hilft nur ein Stativ und/oder Nachbearbeitung der Aufnahmen.
Die Funktion des o.g. Motiv-Programms hat sich erst vor knapp 2 Wochen auf dem Weihnachtsmarkt in München als sehr hilfreich erwiesen. Prima Aufnahmen ohne Stativ! Ich habe sie mit dem etwas größeren Modell S9500 gemacht.Diese Cams benötigen allerdings XD-Karten.
PS:
Ja noki, bei längeren Belichtungszeiten verwischen bewegte Objekte.
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...der Fehler liegt meist außerhalb der Kamera.

Ich habe mit meiner guten Digi keine Probleme sowohl Front, als auch Hintergrund bei Nacht ordentlich, also scharf abzubilden - ohne "Bewegungsunschärfe".
Eine gute Positionierung, verbunden mit einem ordentlichen CCD und der entsprechenden Steuerungssoftware wirkt oft Wunder.
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Das was curiosus beschriebn hat, funktioniert eigentlich grundsätzlich mit jeder Cam, an der man die ISO "hochschrauben kann.
Gegen dann recht wahrscheinliches "rauschen" helfen entsprechende Bildbearbeitungsprogramm (die ich persönlich eigentlich nur in "Notfällen" benutze, weil ich auf dem Standpunkt stehe, das Bild entsteht grundsätzlich beim auslösen und nicht irgendwann mal durch weitere Hilfsmittel).
Manche Cams haben ähnliche(!) Programme selbst installiert - eben z.B. Fuji mit dem "Available Light"-Motivprogramm - dieses "matscht" zwar teilweise dann gewisse Flächen d.h., feinste(!) Details gehen manchmal verloren - aber das ist mir meist bei z.B. teils sehr dunklen Flächen (sollen bei Nachtaufnahmen recht häufig vorkommen
) dann mal sowas von egal.Andere Cam-System (z.B. Panasonic) arbeiten dann mit ähnlichen Programmen - setzen hier aber auf "rauschen" und verlieren dafür eher seltener Details.
Unterscheiden sollte man bei Nachtaufnahmen zwischen den Aufnahme-"Techniken" der Langzeitbelichtung (bewegte Motivteile sind dann entsprechend verwischt - gibt aber besonders bei Aufnahmen in beleuchteten Städten teils tolle Effekte (z.B. Strassen)) und eben der "Available Light-Fotografie, bei der eben das zur Verfügung stehende Restlicht genutz und ausgenutzt wird.
Blitzen ist eher unsinnig, weil die meisten Blitze eine viel zu geringe Reichweite haben, dafür in ihrem Bereich aber (auf unendlich stehend) dann ggfs. viel zu stark ausleuchten und die Lichtstimmung total zerstören und Teile des Motivs überbelichten.
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@ Holginho, hallo!
Habe ich das richtig verstanden? Meinst Du mit Rauschen die typische elektronische Eigenschaft der Chips (CCD)? Dagengen kann man ganz grundsätzlich nichts machen. Je höher die Empfindlichkeit (ISO), umso so stärker das Rauschen. (Das ist das Verhältnis Nutzsignal / Grundsignal bei völliger Dunkelheit.) ISO ist bei den digit. Chips doch nur eine elektronische Verstärkung der Signale inkl aller anderen Effekte.
Deswegen wundere ich mich, dass es auf den CCD-Chip auch noch ankommen soll gute Fotos zu machen?! Vorausgesetzt der Chip ist einigermaßen gut, wie alle diese heutzutage.
Dieses 'Available Light' (Verfügbares Licht nutzen) ist auch nur ein Zugeständnis, aber ein sehr hilfreiches!
Optisch kann niemand das Blenden-. Belichtungszeit-Verhältnis überlisten. Also die Lichtmenge, die den Chip oder Film erreicht.
Grüße Dieter -
Noki, Du bist mir ganz sicherlich haushoch überlegen, wenn es darum geht zu erklären warum etwas innerhalb der Physik so und nicht anders funktioniert und ich kann auch hier nicht schlüssig erklären wie z.B. die "Fuji-Geschichte" funktioniert.
Da ich ein braver Admin bin
nenne ich hier jetzt auch mal keinen link (auch wenn der absolut nichts mit Werbung zum tun hat) und verweise einfach auf Google u.ä. - schau mal unter finepix 
Bei den Fuji Cams ist es wohl so, das man mit recht hohen ISOs fotografieren kann (ich meine, müßte jetzt genau nachschauen, bis 3200) und somit eine sehr hohe Lichtempfindlichkeit erreicht.
In der analogen Fotografie hätte man spätestens an diesem Punkt
eine wahnsinnige Körnung - nichts anderes (korrigiere mich bitte, wenn unsinnig) ist doch praktisch bestrachtet letztlich das dann normalerweise auftretende "rauschen" der Dig.-Cams, oder?
Bei den Fujis ist es so, das in diesem Motiv-Programm dann eine interne Bildbearbeitung eingreift, die das rauschen unterdrückt...teilweise allerdings zu Lasten feinster Details (womit ich aber bisher bestens leben konnte).
Du kannst Dir auf der Seite ja auch mal die Beschreibungen und Datenblätter z.B. zur F30, F31 und S9500 (meine) anschauen.Vielleicht ist es dort ja besser und schlüssiger erklärt.
Allzeit gutes Licht
und einen schönen Abend noch,Holger
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@Holingho,
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Körnung analog ist fast vergleichbar mit dem Rauschen digital. Wie Du schon ganz richtig erwähntest.Entschuldigt alle meine wieder technischen Details; es soll nicht wieder vorkommen.
Ich wünsche Euch allen zu Sylvester ein üppiges Rauschen und morgens eine grobe Körnung. Wenn dann am Neujahrestag der Film "entwickelt" wird, werden wir sehen, dass es doch nicht die Physik war. Ganz sicher bei mir auch nicht!In dem Sinne
Gruß Dieter
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Hallo Dieter,
ich fand deine Ausführungen und Erläuterungen genauso wie den ganzen Thread sehr interessant und hilfreich. Ob es jetzt zu technisch war oder nicht ist mir persönlich egal. Wichtig ist das Ergebnis und die Infos die ich für mich nutzen kann.
Genau deswegen gibt es ja ein Forum.
Von mir auf jeden Fall ein herzlichen Dankeschön und ich hoffe, dass wir noch das ein oder andere Detail von dir erfahren werden.
viele Grüsse
Chrissy -
Huiuiui,
jetzt wird es aber hier optisch/technisch.
Nochmal zur Ausgangsfrage:
Ich stelle mir das so vor, daß eine Person in etwa 2-3 Meter Entfernung nachts auf einer Dachterasse vor der beleuchteten Skyline einer Stadt steht. Links die Person, rechts die Skyline.Eine Intelligente Steuerungssoftware kann nun den linken Bildausschnitt anders fokussieren, als den Rest des Bildes (bei meiner Cam wird dann links im Monitor der Umriß einer Person angezeigt, wohinein man diese auch positionieren muß). Soweit funktioniert das Ganze auch. Mama links, vor dem sonnenbestrahlten Berg im rechten Hintergrund.
Nun ist es aber leider Nacht. Heißt, abgesehen vom Stativ kommt der Faktor Belichtungszeit hinzu, denn ich will ja nicht nur die Person, sondern auch die Skyline ordentlich draufbekommen. Wenn das nun etwas werden soll, muß die Kamera m. E. folgendes machen; den Bereich des Umrisses der Person mit kürzerer Belichtungszeit abspeichern als den Hintergrund, und ihn zusätzlich anders fokussieren, was bei der schwachen Beleuchtung im Hintergrund sicherlich schon problematisch genug wird.
Also meine Cam (Nikon S4) kann das alles - trotz ebenfalls vorhandener Steuerungssoftware - nicht. Hab ich gerade draußen auf dem Balkon in allen Variationen ausprobiert. Oder ich mache etwas falsch.
Belehrt mich eines Besseren.
Gruß
coral741 -
Coral,
Deine Cam muß dann technisch dazu in der Lage sein, bzgl. der Belichtung, Mehrfeldmessungen zu verrichten.
Meine Cam mißt im Extremfall an bis zu 9 Punkten mögliche Belichtungswerte.
In Bezug auf die Fokussierung belasse ich es bei der Mittenmessung und verschiebe dann ggfs. mit angetippten Auslöser den richtigen Bildausschnitt.
Aber auch hier kann man mit Blendenvorwahl zumindest innerhalb gewisser physikalischer Grenzen arbeiten, sowohl in Hinsicht auf die Belichtung, alsauch der Fokussierung, also der Schärfe - Stichwort "Tiefenschärfe".Beim Fuji "Available Light" ist es wohl so, das das Bild von der Cam in einer internen Bearbeitung "aufgehellt" wird bzw. rauschende Flächen "glatt d.h. "flächig gebügelt" werden - angeblich gehen Details teilweise verloren ... mir reichen die Ergebnisse bei weitem aus...ich versuche Anfang der Woche mal eine Innenaufnahme aus einer Münchener Kirche einzustellen - dann merkt ihr vielleicht was ich meine.