Tauchen mit Baypässe
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Hallo,ich hätte da mal eine Frage.Ein Bekannter von uns ist ein begeisterter Schnorchler und würde auch gern den Tauchschein machen.Er ist 50 Jahre alt und hat 3 Baypässe.Kann er trotzdem das Tauchen erlernen?Das letztendlich der Arzt entscheidet ist klar.Aber eine Vorabinformation wäre nicht schlecht.
LG Annette
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ganz heiße Kiste. Das würde ich mir doch sehr überlegen. Kann mir nicht vorstellen, daß ein Arzt dies zuläßt. Da beim Tauchen Druck auf den Körper ausgeübt wird, ist dies nicht ratsam. Letztendlich kann man hierzu keine Enddiagnose erstellen, das sollte ein Arzt entscheiden. Bei Schrittmacherpatienten ist es so, daß diese nicht tiefer als 7 Meter tauchen dürfen. Bei Baypass
Patienten sieht dies durch den Druck u. den blutverdünnenden Medikamenten sicherlich ähnlich aus.
LG -
Besserwissermodus an:
Bypass, soviel Zeit muss sein, kommt ja nicht von Baywatch

Besserwissermodus aus!
@wimmtauschen
Arzt fragen, was bringt dir das, wenn hier Einer sagt, Ja mach das, no problem

Mein Vater hat auch 3 Bypässe und rein gefühlsmäßig würde ich raten: "NEIN", aber dein Bekannter soll dies mit seinem Hausarzt oder Kardiologe abklären!
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mein mann hat "nur" stents, keine bypässe und trotzdem tauchverbot.
aber wirklich informativ ist hier wohl nur das gspräch mit dem kardiologen!
ich verstehe nicht, wie man sich bei solch speziellen gesundheitsfragen an ein internet - forum wenden kann......letztendlich hilft ja doch nur die auskunft des behandelnden arztes! -
Wichtig ist , wie lange die OP her ist. Wie sieht das Belastungs EKG aus.
Wenn min. 12 Monate seit der OP vergangen sind und das Belastungs EKG regelrecht, dass heißt unauffällig ist und sonst keine Beschwerden vorliegen, dann könnte der Arzt es eventuell erlauben!
Bei pathologischem Belastungs EKG ist tauchen ABSOLUT verboten ! -
Licht in das Dunkel: Hier kommt der Katalog der relativen und absoluten Kontraindikationen für das Tauchen mit PTG, Herausgeber ist die "Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin" - diese Ansichten sind VERBINDLICH für Österreich, die Schweiz und Deutschland. Alle Tauchorganisationen stimmen diesen Richtlinien uneingeschränkt zu, die Zertifikate der GTÜM entsprechen den Anforderungen der Bundesärztekammer in Deutschland.
Relative Kontraindikationen:
Koronare Herzkrankheit:
Status nach aorto-coronarer Bypass-Operation 12 Monate nach der Operation mit Beschwerdefreiheit und regelrechtem (unauffälligem) Belastungs-EKG
Status nach akutem Myokardinfarkt (1 Jahr nach dem Ereignis) mit Beschwerdefreiheit, regelrechtem Belastungs-EKG und normaler Leistungsbreite ohne Ischämiereaktion und ohne Arrhythmie
Herzrhythmusstörungen (erst nach Abklärung mittels Langzeit-EKG und Ausschluss organischer Ursachen):
AV-Block II° Typ II, gehäufte SVES
Linksschenkelblock, normofrequentes Vorhofflimmern
gehäufte VES (> 10/h) komplexe ventrikuläre Arrhythmien
Status nach SM-Implantation mit normaler LeistungsbreiteAbsolute Kontraindikationen:
Koronare Herzkrankheit:
· Koronare Herzkrankheit mit stabiler und instabiler Angina pectoris
· Symptome nach Bypass-OP oder PTCA, oder mit einem pathologischen
Belastungs-EKG
· Zustand nach Myokardinfarkt mit erhöhtem Risiko oder bestehender Symptomatik
Rhythmusstörungen:
· AV-Block II° (Mobitz II), AV-Block III°, Linksschenkelblock mit kardialer (organischer) Grundkrankheit
· Sick-Sinus-Syndrom
· Präexzitationssyndrome mit paroxysmalen Tachykardien
· SVES mit Bewußtseinsstörungen
· komplexe ventrikuläre Arryhythmien
· Status nach SM-Implantation bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit
Vitien:
· Alle hämodynamisch relevanten Vitien mit und ohne Shunt
· Alle hämodynamisch relevanten, insbesondere stenotische Klappenvitien, aber auch Aorteninsuffizienz Grad II und mehr
· Status nach Herzklappenersatz oder Klappenplastik mit eingeschränkter Leistungsbreite, hämodynamischer
· Beeinträchtigung oder bedeutsamen Rhythmusstörungen
· Aortenaneurysma (thorakal oder abdominal)
Kardiomyopathien:
· Dilatative Kardiomyopathie mit eingeschränkter Ejektionsfraktion
· Hypertrophe Kardiomyopathien mit Obstruktion des Ausflußtrakts und/oder Rhythmusstörungen. Auch Patienten mit Kardiomyopathie und plötzlichem Herztod in der Familie
· Latentes oder manifestes Cor pulmonale, pulmonale Hypertonie
· Latente, kompensierte, oder manifeste HerzinsuffizienzFröhliche Grüße von Jörn
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Danke für die Antworten.Ich habe eigentlich schon damit gerechnet das unser Bekannter sich weiterhin mit schnorcheln begnügen muss.Das letztendlich der Arzt das entscheidet ist auch klar.Er wollte halt nur schon mal vorab Informationen,es gibt ja doch einige die sich gut auskennen.Was er nun weiterunternimmt ist seine Entscheidung.
LG Annette