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Kanaren...mein Gott wie hasde dir verändert...

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben La Palma, La Gomera, El Hierro
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  • maximaxM Offline
    maximaxM Offline
    maximax
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Nach 15 Jahren haben wir mal wieder Urlaub auf den Kanaren (diesmal La Palma) gemacht, nachdem wir bis 1994 12x auf Teneriffa waren und seitdem unser Interesse mehr dem Bereich Fernreisen galt.

    Mein Gott! Kanaren, wie habt Ihr Euch verändert! Es hat offenbar eine weitgehende Anpassung an mitteleuropäische Verhältnisse in vielen Lebensbereichen stattgefunden. Die Leute sind genau so gekleidet wie bei uns, fahren die gleichen (dicken) Autos, sind hektisch hoch drei, wenn man an der Ampel nicht sofort startet, gibt es gleich ein Hupkonzert. Besonders negativ sind uns die unpersönlichen, oft geradezu bemüht unfreundlichen Bedienungen in den Gaststätten und Restaurants aufgefallen. So betraten wir um 14 h ein gehobenes Restaurant, wurden gleich darauf aufmerksam gemacht, daß um 15 h die Mittagspause beginnt. Unsere Frage, ob wir denn wohl in Ruhe zu Ende essen dürften, wurde bejaht. Nachdem wir um ca. 14.45 h mit dem Essen beginnen konnten, wurde uns Punkt 15 h die Musik abgedreht. 10 Minuten später erschien die Kellnerin und mahnte uns zur Eile. Die Chefin wolle abschließen.

    Die wunderschöne Landschaft La Palmas ist zum großen Teil völlig zersiedelt worden.

    Warum sollten wir noch mal dort hin in Urlaub fahren? Uns fällt bis auf das bessere Wetter kein durchschlagendes Argument ein. Dann sitzen wir lieber ein paar Stunden länger im Flieger, erleben karibisches, südamerikanisches oder asiatisches Lebensgefühl.

    Suaviter in modo, fortiter in re.

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    • altlöwin63A Offline
      altlöwin63A Offline
      altlöwin63
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Tja , die Buchungsrückgänge sprechen ja auch eine deutliche Sprache .

      Liebe Grüße
      Waltraud

      "BAYERN ist die Vorstufe zum Paradies" !
      (Zitat Horst Seehofer-2015)

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      • mcgeeM Offline
        mcgeeM Offline
        mcgee
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Tut mir leid, auch wenn es nicht unbedingt paßt, aber es muß raus.
        Mir fällt da eine Begebenheit auf Helgoland ein:
        Die Schiffe und damit die Tagesgäste vom Festland sind ja nur für einige Stunden um die späte Mittagszeit vor Ort. Meistens werden die Restaurants gegen 14 Uhr geschlossen und im Cafe' hieß es: ´Draußen nur Kännchen`
        Willkommen auf Helgoland !
        Aber das ist schon paar Jahre her. Jetzt ist alles besser, gelle 😉 .
        LG

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        • frische luftF Offline
          frische luftF Offline
          frische luft
          Gesperrt
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4
          Dieser Beitrag wurde gelöscht!
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          • maximaxM Offline
            maximaxM Offline
            maximax
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Ja, Rolf, das mit dem Euro spielt auch eine große Rolle. Man unterscheidet sich nicht mehr, das war zu Peseta-Zeiten noch anders. Man hat den Eindruck, die Einheimischen erkundigen sich, wie die Preise in Euro in Deutschland sind und verlangen dann das selbe.

            Wenn man auf La Palma einigermaßen vernünftig essen gehen will, lernt man die Preise kennen! Das kann ich Dir sagen! Eine Mini-Seezunge beispielsweise für
            € 16,00. Für das Geld können wir auch in der City einer deutschen Großstadt satt werden. Und...man hat sich bei dem Essensangebot überhaupt nicht weiterentwickelt, papas arrugadas und mojo picon bis es einem am Halse raus hängt. Einfach nur quälend für den, der nicht bereit ist, selber zu kochen.

            Gruß "nach oben"!

            Suaviter in modo, fortiter in re.

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            • sealordS Offline
              sealordS Offline
              sealord
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              maximax,
              Du hast ja so recht.
              Ich kann Dir nur beipflichten.
              Die Kanaren sind in den 60/70'iger Jahren stehengeblieben.
              Was die Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft, aber auch der Hotelanlagen betrifft, sind die Kanaren bereits seit mehreren Jahren von anderen Länder, wie z.B. der Türkei überholt.
              Nur leider wissen es die Kanaren noch immer nicht, bzw. wollen es nicht wissen, Obwohl der Tourismus um ca. 20% einbrach.
              Deren Gleichgültigkeit, oder Überheblichkeit? den Gästen gegenüber ist mir nicht verständlich.

              Sealord

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              • fischerman79F Offline
                fischerman79F Offline
                fischerman79
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Ich war als "junger Kerl" mit meinen Eltern bis 1991 acht mal auf Teneriffa und seit 2003 wieder jedes Jahr mit eigener Familie/Freundin.

                Ich muss sagen das ich erstaunt war wie sehr sich Puerto de la Cruz gemausert hat. Klar.. unser Hotel... das früher mehr oder weniger rundherum frei stand ist jetzt mittlerweile rundherum zugebaut.. aber die Stadt an sich hat sich, finde ich , positiv verändert. Die Promenade wurde zur reinen Fußgängerzone umgebaut und alles erneuert und es wurde eifrig saniert.

                Das Hotel ( in unserem Fall das Puerto Palace ) ist nach wie vor in einem sehr guten Zustand. Klar.. es ist nicht mehr das Neuste.. aber das muss ja auch nicht sein finde ich. Solange im Bedarfsfall saniert wird und das Hotel sauber ist und der Service stimmt.. warum nicht.. Muss ja nicht immer das Neuste sein.

                Allerdings haben wir in den letzten Fünf Jahren auch andere Erfahrungen gemacht.
                Waren einmal.. weil auch früher schon.. im Hotel La Chiripa Garden gewesen... Dort wollen wir dann doch nicht mehr ( wortwörtlich ) absteigen. Die schon in den 90er Jahren erkennbaren baulichen Mängel schreien mittlerweile nach Sanierung, die Zimmer sind total abgewohnt, die Teppiche in den Fluren schmutzig, das Essen nur noch Kantinenfraß und und und. Die Qualtität des Personals hat allerdings auch in diesem Hotel nicht nachgelassen !! Alle waren nach wie vor freundlich und auf Beschwerden wurde im Rahmen des Möglichen auch sofort eingegegangen.

                Allgemein kann man bei den älteren Hotels wohl sagen das der Standard sinkt und die Preise gleichbleiben. Das hat dann wohl auch zur Folge warum die Buchungen zurückgehen.
                Das ist in meinen Augen ein Teufelskreislauf. Je weniger die Hoteliers in ihre Hotels reinstecken "um zu sparen" umso weniger Touristen werden dieses Hotel nur noch besuchen, was wieder dazu führt, das NOCH WENIGER Touristen kommen werden... Das führt dann auch in den Orten dazu das einige Geschäfte schließen müssen, weil einfach die Kundschaft fehlt.. Das ist uns auch in Puerto de la Cruz aufgefallen.. von den Geschäften die ein bisschen weiter weg vom Zentrum liegen sind einige nicht mehr da...

                Es sollte vielleicht echt mal umgedacht werden..

                maximax wrote:
                Und...man hat sich bei dem Essensangebot überhaupt nicht weiterentwickelt, papas arrugadas und mojo picon bis es einem am Halse raus hängt.

                Das finde ich persönlich eigentlich nicht schlimm.. wenn ich in einem Edelrestaurant irgendwelche Johann Lafer - Menüs essen will kann ich das ja auch in Deutschland.. Ich für mich freue mich immer wieder auf die typisch kanarischen Speisen, egal wie einfach sie auch sind.. Das ist halt Geschmacksache..

                LG Kai

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                • fioF Offline
                  fioF Offline
                  fio
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  @ maximax

                  In vielen Dingen haste recht. Die Bausünden sind unübersehbar und was da an Komplexen hingestellt wurde, ist eine architektonische Instinktlosigkeit.
                  Aber. Vor 15 Jahren konnte man noch nicht so billig auf den Kanaren urlauben wie jetzt. Da gab es keine Flugangebote, wo der Hinflug zu den Kanaren billiger war als die Taxifahrt zwischen zwei Banken in Frankfurt oder die Pauschalreise incl. Flug für sieben Tage "AI" für weniger als 300.-€ angeboten wurde. Leider manifestierte sich dieses "System". Alles musste noch billiger werden am besten nur noch mit "AI". Dass dadurch immer größere Touriströme auf die Kanaren gelenkt wurden freute jeden. Es wurde gebaut was das Zeugs hielt. Aber (leider) fast nur in den "Billigsektoren". Die Klientel, die früher das Gros der Urlauber ausmachten, wurde immer weniger und ausgetauscht mit denen die nur die Maxime kennen "billig, billiger, Geiz ist ....". Ein sehr hoher Prozentsatz bleibt meist zwischen sieben und zehn Tagen. So ist leicht verständlich, dass die gesamte Infrastruktur und gerade auch um die "AI-Hotels" den Bach runtergeht. Geschäfte schließen. Bars/Kneipen und Restaurants führen nur noch ein kümmerliches Dasein. Arbeitsplätze gehen verloren. Und somit verändert sich das Bild einer ganzen Inselgruppe für immer.
                  Die westlichen Inseln (La Palma, El Hierro und La Gomera), werden noch ein paar Jahre verschont bleiben. Zum einen weil sie schwerer zu erreichen sind und zum anderen weil dort noch vernünftige Leute die Bausünden verhindern.
                  fio

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                  • maximaxM Offline
                    maximaxM Offline
                    maximax
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Es geht mir im wesentlichen um das "Urlaubsfeeling". Früher hatte man auf den Kanaren das Gefühl... Ja, das ist etwas besonderes, das ist grundlegend anders als zu Hause, die Menschen sind einfacher gekleidet, im Straßenverkehr konnte man noch das eine oder andere abenteuerlich umgebaute Vehikel beobachten, die Leute (zumindest auf TF war das so) sind zwar distanziert, aber immer freundlich und hilfsbereit, in den Einheimischen-Restaurants wird man zuvorkommend bedient, das Essen ist zwar einfach, aber dafür auch nicht überteuert, man konnte das eine oder andere Peseta-Schnäppchen bei Textilien oder Schuhen machen et.etc....

                    Unsere Phantasie reichte bei unserem gerade beendeten Urlaub nicht mehr aus, um etwas "besonderes", oder gar exotisches zu empfinden. Da fliegen wir lieber "ein paar km" weiter und geben uns asiatischen oder brasilianischen oder karibischen Reizen hin.

                    Suaviter in modo, fortiter in re.

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                    • AlikaA Offline
                      AlikaA Offline
                      Alika
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Hallo,
                      die Zeiten der touristischen Ausbeutung sind auf den Kanaren vorbei und Spanien ist ein Mitglied der EG. Derjenige, der Wert darauf legt, sollte es in den genannten Ländern versuchen.
                      Wir auf jeden Fall, fühlen uns immer auf den Kanaren wie zu Hause und schätzen den Fortschritt und die Bequemlichkeiten, die uns geboten werden. Wir zögern auch nicht, dafür einen fairen Preis zu bezahlen.
                      Das einzige, was uns stört, sind die vielen Bausünden, die den Flair in einigen Gebieten genommen haben, aber das ist in vielen EG-Urlaubsländern das gleiche.
                      Gruß
                      Alika

                      Wenn der Weg schön ist, lass' uns nicht fragen, wohin er führt!

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • rudy68R Offline
                        rudy68R Offline
                        rudy68
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Hallo,

                        ich bin erst seit ein paar Jahren Kanaren-Urlauber und -Fan.
                        Traurig bin ich natürlich auch über steigende Restaurantpreise und Bausünden.
                        Aber warum dürfen sich die Kanaren nicht mit der Zeit gehen, sich weiter entwickeln und mehr Profit machen ?! Wir fahren ja auch nicht mehr im Käfer rum, obwohl der uns in eine romantische Stimmung versetzt.
                        "Zeitreisen" werden halt immer weniger möglich sein - besonders dorthin, wo wir dann auch noch moderne Annehmlichkeiten erwarten. Wo wir heute so etwas noch finden, wird es morgen oder übermorgen auch anders aussehen.

                        Gruß,
                        Rudy

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                        • AlikaA Offline
                          AlikaA Offline
                          Alika
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          maximax wrote:
                          Es geht mir im wesentlichen um das "Urlaubsfeeling". ... die Menschen sind einfacher gekleidet, im Straßenverkehr konnte man noch das eine oder andere abenteuerlich umgebaute Vehikel beobachten

                          Hallo,
                          noch ein Nachtrag: das, was Du als "Urlaubsfeeling" bezeichnest, ist die Armut der Menschen- na toll.

                          Wenn der Weg schön ist, lass' uns nicht fragen, wohin er führt!

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • maximaxM Offline
                            maximaxM Offline
                            maximax
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Ja klar, Rudy, Du siehst das völlig richtig. Die Einheimischen empfinden den gestiegenen Lebensstandard als wohltuend, nehmen dabei eine Anpassung an mitteleuropäische Verhältnisse auf vielen Gebieten gerne in Kauf. Für die Urlauber fällt aber mit der fehlenden Unterscheidung ein gutes Stück Urlaubsgefühl weg. Das hat wirklich nichts damit zu tuen, daß man den Einheimischen ihren besseren Standard nicht gönnt. Aber mit dem verbesserten Standard haben sich nach unserem Eindruck auch die Verhaltensweisen der Menschen geändert, und das nicht im positiven Sinne.

                            Während unserer Teneriffa-Jahre hatten wir uns mit einer Gastwirtsfamilie im Westen der Insel angefreundet. Der Sohnemann in einfachstem outfit machte die Bedienung im Lokal, eine der Töchter stand mit einem Kittelchen bekleidet hinter der Theke. Vor der Theke ein buntes Völkchen, normale Touris, Aussteigertypen, Einheimische. Abends spielte die Tochter auf der Timbel, und ein älterer Brite mit Rauschebart unterhielt die Anwesenden mit Liedern zur Laute. Als wir nach Jahren mal wieder dorthin kamen, war die ganze urige Atmosphäre weg. Man hatte das Lokal umgebaut und auf Touristenabspeisung getrimmt. Pedro empfing uns, weil er uns nicht mehr erkannte, Englisch parlierend und in edelstes Kellneroutfit gekleidet. Seine ganze Art erinnerte an nichts mehr von früher. Wir haben es dann vorgezogen, nach dem "Anstandsessen" schnell zu verduften und sind nie mehr hingefahren.

                            Nein, Zeitreisen werden immer weniger möglich sein. Aber so lange man noch Ziele mit dem passenden Urlaubsfeeling findet, sollte man sie wahrnehmen.

                            Suaviter in modo, fortiter in re.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • sealordS Offline
                              sealordS Offline
                              sealord
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Nicht alleine die Bausünden sind schuld an der Misere der Kanaren.
                              Auch das Verhalten der Einheimischen gegenüber ihrer Gäste lässt sehr zu wünschen übrig.
                              Diese sind gleichgültig und fast schon unfreundlich. Geht doch mal in einen Supermarkt und fragt nach irgendetwas, an der Kasse oder eine sonstige Angestellte? Man erhält eine pampige Antwort ohne Inhalt. Ich kann dies beurteilen, denn ich war die letzten Jahre mehrmals als Langzeiturlauber dort. Auch vielen anderen Gäste ging es ebenso. Selbst die deutschen, zwischenzeitlich "Einheimischen" bestätigen dies.
                              Als ich einmal wegen eines extrem hohen Preises für ein Produkt nur die Anmerkung darüber machte und sagte, dass sie sich damit doch den eigenen Ast abschneiden würden, erklärte mir der Verkäufer: "das macht doch gar nichts, haben wir doch sowieso zu viele Touristen". Und das, obwohl der Tourismus im letzten Jahr dort um mehr als 20% einbrach. Welch eine Überschätzung und Überheblichkeit.
                              Die Städte und die Hotels sind in den 70er Jahren (Lido de Jesolo 1958) stehen geblieben.
                              Gibt es auf den Kanaren noch eine Bodega mit spanischer life-Musik????
                              Nein.
                              Man findet fast ausschliesslich nur noch englische, irische und schottische Pups mit mehreren Fernseher und ganztätig und die gesamte Nacht mit lautem Fußballgetöse.

                              Leider.

                              Sealord

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • fioF Offline
                                fioF Offline
                                fio
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Na so schlimm ist´s nun auch wieder nicht. Und gerade das Verhalten der Einheimischen gegenüber ihren Gästen ist mehr als positiv. Dass es auch Ausnahmen gibt, bestreitet keiner. In der Regel sind sie dann aber gerechtfertigt. Vor allem, wenn Touris, bekleidet nur mit Badehose, Bademütze und Schlappen in Geschäften meckern, dass dies und das falsch sei, es keine deutschen Produkte gäbe, die Bananen noch nicht reif sind oder die fünf Minuten Warterei an der Kasse unmöglich ist.
                                Und wer als mehrmaliger Langzeiturlauber hier und heute die rein rhetorische Frage stellt, wo denn die Bodegas sind, gar die canarische Musik, ist sicherlich noch nie dort gewesen, wo die Canarios leben. Nämlich auf dem Land bzw. im Inselinnern oder in Las Palmas, Telde, usw. Aber garantiert nicht in den Tourizonen. Hier unterscheiden sich die Kanarischen Inseln in keinster Weise von anderen Urlaubsgebieten.
                                fio

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                Antworten Zitieren
                                • maximaxM Offline
                                  maximaxM Offline
                                  maximax
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Ich finde, sealord hat das tendenziell schon richtig beschrieben. Man muß allerdings wissen, daß die ganzen Touristen von den Einheimischen nie geliebt, sondern immer schon eher als notwendiges Übel geduldet wurden. Uns haben mehrere Tinerfenos gesagt, sinngemäß...Auf diese ganzen Engländer,
                                  Skandinavier und Deutschen würden wir mit Kußhand verzichten, aber wir brauchen sie hier auf den Inseln als Geldbringer...Die Arbeitslosigkeit auf den Inseln ist eh schon exorbitant hoch, ohne Touristen träte eine mittlere Katastrophe ein!

                                  Obschon wir sehr kontaktfreudig sind, ist es uns in den ganzen Jahren nie gelungen, eine haltbare Freundschaft mit Einheimischen aufzubauen. Es war immer eine unsichtbare Mauer vorhanden. Es gibt offenbar ein Ur-Mißtrauen gegenüber den "Eroberern" aus Mittel-Europa.

                                  Das trägt sicher dazu bei, daß das Verhalten in Geschäften, Restaurants etc. hinsichtlich Freundlichkeit gegenüber den Touristen sehr zu wünschen übrig läßt. Wir haben festgestellt, daß auch in den untouristischen kleinen Orten, wo früher ein Schwätzchen an der Kasse möglich war, inzwischen kalte Sprachlosigkeit eingezogen ist. Es gibt keinen Unterschied mehr, ob ich zu Hause in einem mir unbekannten Edeka oder REWE einkaufe oder auf La Palma etc.

                                  Suaviter in modo, fortiter in re.

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                                    gabriel
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                                    #17

                                    Warum sollen die Spanier uns lieben? Der durchschnittliche Deutsche verhält sich im Urlaub nicht besonders liebenswert. Warum sollen die Einheimischen so treu-doof sein und sich uns Urlauber unterwerfen? Die haben sich eben auch emanzipiert die letzten 20 Jahre. Wie sollen die uns Touristen auch sonst ertragen? Es ist doch kein dritte Welt Land!
                                    Ich bin auch regelmäßig auf den Kanaren und finde es herrlich, dass man sich dort so frei bewegen kann. Ich nehme mir einen Mietwagen und wohne in kleinen Appartmentanlagen oder in einer Finca. Mit den Einheimischen hatte ich zwecks Unfreundlichkeit oder Ignoranz noch nie Probleme, ganz im Gegenteil. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mehr die durchschnittlichen Lokale aufsuche und
                                    das "gehobene" Lokal gerne meide. Nur so kannst du die authentischen Kanaren noch erleben.

                                    Letztes Jahr war ich auch auf La Palma und war einfach nur begeistert. Ich hatte drei verschiedene Unterkünfte, die ersten beiden klein und ländlich. Gespeist wurde in wunderbaren, urigen Lokalen. Die Bedienungen dort waren so, wie du es wahrscheinlich gewollt hättest. Ziemlich unperfekt, aber die hatten untereinander den größten Spaß, was natürlich auch auf die Gäste übersprang. Das letzte Hotel sollte als Highlight, zwecks Wellnessbereich, das Teneguia Princess mit 700 Zimmer sein. Als ich da ankam bekam ich einen Kulturschock! Nörgelnde Touristen waren gerade im Gespräch versunken und machten sich gegenseitig heiß, weil der Pool nicht die richtige Temperatur hätte. Mich wollten die auch noch gleich mitreinziehen. Nein danke - ich war schon zu relaxed von meinen vorhergehenden Urlaubstagen. Was ich eigentlich damit sagen will, irgendwie bekommt jeder das, was er verdient. Vor der Heimreise wollten wir uns noch ein paar Bananen in einer Markthalle kaufen, der Verkauf begann aber erst in einer halben Stunde, teilte uns eine Verkäuferin mit und reichte uns mit einem großzügigen Lächeln eine ganze Staude und meinte, die wolle sie uns schenken. Es gibt sie also durchaus, die liebenswerten Einheimischen und ich habe noch nie einen getroffen, von dem ich mich schlecht behandelt gefühlt hätte. Wie war das nochmal: Wie man in den Wald hinein ruft, .....

                                    Hotel aus diesem Beitrag
                                    Zum Hotel
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                                      #18

                                      @ Gabriel
                                      Volle Zustimmung.
                                      fio

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                                        fio
                                        schrieb am zuletzt editiert von
                                        #19

                                        maximax wrote:
                                        Obschon wir sehr kontaktfreudig sind, ist es uns in den ganzen Jahren nie gelungen, eine haltbare Freundschaft mit Einheimischen aufzubauen. Es war immer eine unsichtbare Mauer vorhanden. Es gibt offenbar ein Ur-Mißtrauen gegenüber den "Eroberern" aus Mittel-Europa.

                                        Das ist bei uns umgekehrt. "Haltbare" Freundschaften mit Canarios haben wir auf GC mehr als mit deutschen Residenten. Gut, wir sprechen die Sprache vor allem aber sind wir auch mit der Mentalität dieser Leute vertraut. Und da hapert es bei sehr vielen unserer Landsleute. Ein "Urmisstrauen" gegenüber uns haben wir noch nie feststellen können.

                                        maximax wrote:
                                        Das trägt sicher dazu bei, daß das Verhalten in Geschäften, Restaurants etc. hinsichtlich Freundlichkeit gegenüber den Touristen sehr zu wünschen übrig läßt.

                                        Kann ich auch nicht bestätigen. Natürlich gibts immer Ausnahmen. Und es gibt sicherlich auch canarische Angestellte, die (mal) keine Freundlichkeit kennen. Dies aber zu pauschalieren?

                                        maximax wrote:
                                        Wir haben festgestellt, daß auch in den untouristischen kleinen Orten, wo früher ein Schwätzchen an der Kasse möglich war, inzwischen kalte Sprachlosigkeit eingezogen ist. .......

                                        Das versteh ich am allerwenigsten. Ob nun in den "ultramarinos" oder "ferreterias". Egal in welchem Geschäft wir einkaufen. Freundlichkeit, meist Herzlichkeit pur, die ihresgleichen sucht.
                                        Und das auf Gran Canaria. Dass es heute auf La Palma oder Gomera anders aussieht, wage ich zu bezweifeln.
                                        fio

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                                          schrieb am zuletzt editiert von
                                          #20

                                          fio, Gabriel,

                                          Eure Meinung akzeptiere ich natürlich. Vielleicht fehlen Euch aber die Vergleichsmöglichkeiten zu früher, das heißt zu den 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Es hat sich seitdem schon eine Menge verändert dort, und wie wir finden, ausschließlich negativ. Sorry für Euch Kanarenfreunde!

                                          Suaviter in modo, fortiter in re.

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