Wunderbare Welt der Spiegelreflexkamera ... oder kleine Tipps für nen Laien
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Alsoooo, nach gut vier Jahren Erfahrung mit relativ einfacher Digitalphotographie, habe ich mir diesen Monat nun eine Spiegelreflexkamera zugelegt - Und dann in der Welt eines 120 Seiten starken Handbuches und solcher Synome wie Weißabgleich, ISO-Stärken dann auch gleich meine ersten Fragezeichen gefunden. Okay, einiges kriege ich ja auch noch von meiner alten Digicam auf die Kette ... aber vieles sprengt dann doch meinen Rahmen ... Deshalb mal eine Frage an die Profis hier bei Holidaycheck:
Jemand vielleicht ein paar Tips für nen blutigen Laien, was man technisch tuen sollte oder welche Einstellungen man zu beachten hat um schöne, farbkräftige Bilder aus dem Hut zu zaubern? Oder ein paar Tips bezüglich guter Internetseiten, auf denen ich mich einschmökern könnte?
Ach ja, vielleicht am Anfang: Ich hab mich zunächst mal für eine Canon EOS 1000D entschieden ... ich wollte nicht sofort mit einem schweren Geschütz auffahren und mich dann ärgern, dass ich mit der Kamera nicht klar komme.
Grüße und danke schon mal im Voraus
Nick -
Hallo Nick,
mit Begriffen wie ISO, Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich habe ich mich schon mit einer digitalen Kompaktkamera vertraut gemacht, bei der man viel manuell einstellen konnte, somit hatte ich beim Wechsel zu einer DSLR schon ein Grundwissen.
Das habe ich mir regelrecht "erarbeitet":
Stundenlang gelesen - in Kamera-/Fotoforen und einem Buch zu meiner Kamera. Und geübt, geübt, geübt, indem ich immer wieder versucht habe, das Gelesene gleich umzusetzen.Das braucht eine gewisse Zeit - darum der wichtigste Tipp: Nie die Geduld verlieren. Die Frage nach Einstellungen für "schöne, farbenfrohe Bilder" kann ich nicht pauschal beantworten. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, von der Kamera selber, vom Objektiv und was du unter "schön" verstehst. Manche mögen z.B. möglichst knallige Farben, andere bevorzugen es natürlicher.
Ansonsten - du hast Post...

Gruß Conny
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Zu einem einigermaßen ordentlichen Objektiv noch einen S-HMC-vergüteten UV-Filter und einen HTMC-vergütet Polarisationsfilter Circular Digital...
...bringt noch etwas mehr Farbe ins Spiel.Ansonsten: Üben! Spielen! Experimentieren! Recherchieren (Google hilft)! Lesen!
Unnötige Bilder können ja wieder gelöscht werden. -
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen! Gerade wenn man noch nicht sattelfest ist, sollten die Finger von den individuellen Farbeinstellungen weg bleiben. Bei den allermeisten Kameras ist die Programmeinstellung P für die Mehrzahl der Motive ausreichend. Nur Eines ist wichtig, und das sollte man auch beachten: Der Weißabgleich für verschiedene Beleuchtungsmodi! Da bin ich auch neulich reingefallen als ich dachte normales Sonnenlicht würde auch vom automatischen Weißabgleich mit erfasst werden. Es war aber nicht so! Und siehe da, bei vorgewähltem Abgleich wurden die Farben viel klarer und brillianter. Das ist noch von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Die eine hat Sonne mit in der Automatik, die andere nicht. Es ist mitunter umständlich sich die ganzen Ausnahmen einzuprägen. Das eine geht dann nicht, wenn das und jenes eingestellt wird, und etwas anderes dann auch wieder nicht ........! Lesen, üben, lesen, üben, bis man die Kamera im Schlaf beherrscht.
Polfilter sind gut, aber sie nehmen auch 50% des Lichtes weg, schon bei Polarisationsgrad Null!
Und dass hohe Pixelzahlen auch bessere Bilder liefern, ist meistens ein frommer Wunsch und Sonderfall. Auf jeden Fall liefern sie viel mehr Bildfehler verschiedenster Art. Selbst noch bei 8 MP geht ein großer Teil durch die Kompression auf JPG bzw. JPEG verloren.
Die Empfindlichkeit aller meiner Kameras steht konsequent auf 100 ASA, in allen Situationen, trotz der tollen Werbung für Rauschfreiheit usw.Viel Spaß, Gruß
Dieter
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noki wrote:
Und dass hohe Pixelzahlen auch bessere Bilder liefern, ist meistens ein frommer Wunsch und Sonderfall. Auf jeden Fall liefern sie viel mehr Bildfehler verschiedenster Art. Selbst noch bei 8 MP geht ein großer Teil durch die Kompression auf JPG bzw. JPEG verloren.
Die Empfindlichkeit aller meiner Kameras steht konsequent auf 100 ASA, in allen Situationen, trotz der tollen Werbung für Rauschfreiheit usw.Hohe Pixelzahlen liefern in der Tat bessere Bilder - sofern die Kamera nicht über einen Mini-Sensor verfügt, wie sie bei Kompakten üblich sind - und man JPEG fein eingestellt hat. Mit JPEG fein liefert die Kamera genau die Pixel, wie sie angegeben sind. Es sei denn, man stellt ein anderes Seitenverhältnis als 3:4 ein.
Kompression? Sogar viele Kompakte bieten die Wahl bis hin zu RAW - und bei RAW wird überhaupt nicht komprimiert.
Den Bildstyle kannst Du einstellen: natürlich, neutral, Landschaft etc., findest Du im Menü. Dann kannst Du mit P, TV oder AV fotografieren. Darüber hinaus kannst Du das kamerainterne Programm hinsichtlich Schärfe, Sättigung... einstellen.
Ich habe auch eine EOS, jedoch nicht die 1000. Bei mir steht alles auf "neutral" bzw. "0" - und ich fotografiere in JPEG fein + RAW. Benötigt eine Menge Speicherplatz, aber so kann ich meine Bilder entwickeln, wie ich das möchte. Canon liefert das entsprechende Programm mit: DPP. Die endgültige Bildbearbeitung findet somit am Computer statt.
Ausprobieren, alles, auch den Weißabgleich... den Du - falls Du in RAW fotografierst - nachträglich ändern kannst. JPG/JPEG kann das nicht.
Falls Du keine Bildbearbeitung am PC machen möchtest, empfiehlt sich die entsprechende Einstellung der Kamera über Picture-Style. Oder gleich die Motiv-Programme, die man übers Einstellrad wählen kann. (Besonders anzuraten für Hobbyfotografen, die direkt ausdrucken wollen).
Sowohl bei Vollautomatik als auch bei den Motiv-Pogrammen hat man leider keine Möglichkeit, bei Weißabgleich, Belichtung oder Blende zu variieren.
Kein Problem: auslösen, Bild prüfen, ggf. erneut fotografieren. Funktioniert gut, wenn es sich um unbewegliche Motive handelt...
Pauschal lässt sich Deine Frage nicht beantworten.
Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, umzusatteln!
Und allzeit gut Licht! -
noki wrote:
Bei den allermeisten Kameras ist die Programmeinstellung P für die Mehrzahl der Motive ausreichend.
Ich stimme Dir durchaus zu, dass die Einstellung "P" i.d.R. bessere Fotos macht, als ein ungeübter Fotograf. Allerdings lernt man's nie, wenn man alles durch die Automatik erledigen lässt und sich nicht mit den Grundzügen der Fotografie beschäftigt.Meine Tipps:
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Ein gutes Buch kaufen und sich mit den Grundzügen (Weißabgleich, ISO-Zahlen, Blende, Belichtungsdauer) aber auch Wahl des Bildausschnitts, Perspektive, Motivfindung, etc. auseinandersetzen. Zweiteres ist mmg. nach wesentlich wichtiger. Was nützt ein perfekt scharfes, richtig belichtetetes Foto, wenn dem Fotografen der Blick für ein gutes Motiv fehlt, wenn die räumliche Aufteilung nicht passt, wenn den Bildern jegliche Aussagekraft fehlt.
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Fotografieren, probieren, experimentieren und nicht nur 1 x im Jahr im Urlaub schöne Fotos machen wollen. Das geht dann nämlich schief.
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Hallo!
Also ich habe mir auch gerade vor zwei Wochen meine erste DSRL gekauft - eine Canon Eos 450D!
Im Jänner machen wir eine Safari in Kenia - und jetzt überlege ich welches Objektiv ich drauf packen soll! Ich habe das normale 18-55 mm Objektiv das beim Kauf dabei war und noch ein altes analoges Teleobjektiv mit 300 mm (also ca 450 digital) - leider ohne Bildstabilisator! Wechseln möchte ich das Objektiv während der Safari wenn wir unterwegs sind auf gar keinen Fall. Ich dachte mir dass es am besten ist, wenn ich das Teleobjektiv nehme, vielleicht mit Stativ? Dazu noch meine kompakte Digitalkamera für alle Fälle!?
Und noch eine Frage zum Weißabgleich wenn ich in der Sonne fotografiere - muss ich dann immer manuell umstellen auf Tageslicht damit die Farben kräftiger werden?
Danke schon mal für Eure Antworten!
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Hallo Manni84,
hast Du schon mal http://www.holidaycheck.de/thema-Tipps+fuer+richtiges+Objektiv+fuer+Suedafrika+Rundreise+gesucht-id_87127.html gelesen?
Ich glaube nicht, dass sich Südafrika und Kenia viel nehmen. Ich kenne leider nur Namibia. Du hast leider nicht geschrieben, welche Brennweite dein 300ter unten heraus hat. Es dürfte aber ohne stetigen Tausch machbar sein. Zum stabilisieren nimm einen Bohnensack oder ein Einbein, falls die Lichtverhältnisse es notwendig machen.
Gruß
Frank -
Ich bin auf der Suche nach einer einfach zu bedienenden Bridge Kamera mit einem klappbaren Monitor und einem möglichst geringen Gewicht. Preis um die 300 Euro wäre OK. Keine Unterwasseraufnahmen nötig, auch die Video-Funktion spielt für mich keine große Rolle. Die meisten Kameras bieten eh viel mehr, als ich jemals ausnutzen werde.
Kann mir jemand ein Modell empfehlen?
Danke und LG - Irene
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Hallo Irene,
da eine Bridge keine Spiegelreflexkamera ist, wäre ein eigener Thread wohl besser gewesen...

Aber ok, zu deiner Frage:
"Echte" Bridge-Kameras (wobei es über die Definition dieses Begriffs unterschiedliche Meinungen gibt) mit Klappdisplay sind aktuell eigentlich nur die Fuji S100FS und die Panasonic FZ50. Aber die sind groß und schwer, außerdem liegen sie über deinem Budget.Oder meinst du eine Superzoom-Kamera? Hier fällt mir im Moment nur die Canon SX10 mit Klappdisplay ein, die noch in etwa deinen Preisvorstellungen entspricht. Sie soll gut sein, ist aber kaum noch erhältlich, weil es schon ein Nachfolgemodell gibt.
Bridges und Superzooms bieten viele manuelle Einstellmöglichkeiten. Wirst du die überhaupt nutzen wollen? Falls nicht, würde ich fast sagen, schau dich doch nach einer kleineren, handlicheren Kamera um, die möglichst auch im Automatikmodus schon gute Bilder macht. Allerdings schränkt auch bei diesen dein Wunsch nach einem Klappdisplay in Verbindung mit dem Preislimit die Auswahl sehr ein.
Ich habe mir auch lange eingebildet, ich bräuchte unbedingt ein Klappdisplay. Inzwischen weiß ich, dass es sehr gut auch ohne geht. Meiner Meinung nach ist ein Klappdisplay nur sinnvoll, wenn man viel bodennahe Makroaufnahmen machen möchte.
Gruß Conny
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Miss_C wrote:
Ich habe mir auch lange eingebildet, ich bräuchte unbedingt ein Klappdisplay. Inzwischen weiß ich, dass es sehr gut auch ohne geht. Meiner Meinung nach ist ein Klappdisplay nur sinnvoll, wenn man viel bodennahe Makroaufnahmen machen möchte.
Dass es "auch ohne" geht, ist schon klar. Aber ich würde niemals eine Kamera ohne Klappdisplay kaufen oder sie jemandem empfehlen. Nicht nur für "bodennahes" Fotografieren, sondern auch für Überkopfaufnahmen, unauffällige Fotos aus der Hüfte, etc. ist ein schwenkbares Display o.ä. sehr, sehr praktisch. -
Conny,
hast recht, vielleicht hätte ich besser einen neuen Thread aufmachen sollen. Danke, dass Ihr mir trotzdem Auskunft gegeben habt.Karl,
gefällt mir sehr gut! Aber, leider kein Klappdisplay.....Christian,
richtig. Mit einem klappbaren Monitor lassen sich unauffällig Bilder von Personen zum Beispiel machen, was sonst gar nicht geht. Das ist für mich der Grund, warum ich dieses gerne haben möchte. Irgendwie scheinen das aber nur die recht großen und schweren Kameras zu haben. Es gibt wohl keine leichtgewichtige Kompaktkamera, die damit ausgestattet ist?!LG - Irene
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Dann versuche ich es etwas genauer zu erklären.
Viele Displays der heutigen Kameras lassen sich so einstellen, dass sowohl Überkopfaufnahmen als auch "Aufnahmen aus der Hüfte" durchaus gut möglich sind - für Schnappschüsse erkennt man allemal noch genug.
Und dann muss man sich natürlich fragen: "Wie oft kommt es vor, dass ich unauffällig Personen fotografieren möchte? Bin ich bereit, mich dafür auf eine sehr kleine Auswahl zu beschränken oder eine Kamera zu kaufen, die mir eigentlich zu groß/schwer/teuer ist?"Versteht mich bitte nicht falsch, ich hatte genau die gleichen Gründe, warum ich immer ein Klappdisplay wollte, und kann diesen Wunsch daher sehr gut nachvollziehen.
Aber ich möchte dich nicht zu etwas überreden, was du nicht willst. Ich hab halt beides schon ausprobiert und dabei - für mich - die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem hochauflösenden, großen Display besser zurechtkomme als mit einem womöglich kleinen, schlecht auflösenden Klappdisplay.
Da es nun einmal dein Wunsch ist und du ja nach einer Bridge gefragt hast (darum bin ich davon ausgegangen, dass die Kamera auch etwas größer sein darf): Was spricht denn gegen die SX10? Doch noch zu groß?
Wenn ja, wird es wirklich eng, da fallen mir jetzt nur noch die Powershots A630/A640/A650 ein. Aber ich glaube, die kriegt man neu kaum noch. Müsstest du mal suchen. Oder dürfte es auch eine Gebrauchte sein?chriwi wrote:
Aber ich würde niemals eine Kamera ohne Klappdisplay kaufen oder sie jemandem empfehlen.
Ok, aber welche Empfehlung hättest DU denn für Irene?
Klein, leicht, einfach zu bedienen, Klappdisplay für ca. 300 Euro....Gruß Conny
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Conny, vielen Dank für Deine Ausführungen. Es gibt einfach wahnsinnig viele Kameras, die unglaublich viel bieten. Man muss sich entscheiden, was für einen persönlich wichtig ist. Ich hab mir einfach vorgenommen, bei der nächsten Kamera auf dieses klappbare Objektiv zu achten. Dass dieses offensichtlich immer etwas kleiner ist, daran hab ich gar nicht gedacht. Zur Canon SX10: Diese Kamera bietet im Grunde alles, was ich brauche, aber sie ist mir definitiv zu schwer, wenn ich sie mit auf Reisen nehme.
Viele Grüße von Irene
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Ja, es gibt wahnsinnig viele Kameras - nur halt leider wahnsinnig wenig mit Klappdisplay...
Diese Displays müssen nicht zwangsläufig kleiner sein - eine Canon G11 zum Beispiel hat ein tolles, großes, hochauflösendes, dreh- und schwenkbares Display und ist auch sonst eine sehr gute Kamera.
Aaaber: Kostet über 500 Euro, ist auch nicht wirklich klein und leicht und bietet sehr viele Einstellmöglichkeiten, die du voraussichtlich nicht nutzen wirst.Ich bin mit meinem Latein am Ende, aber vielleicht hat Chriwi einen Tipp für dich. Was er nicht empfehlen würde, wissen wir ja nun. Jetzt bin ich gespannt, was er dir rät...

Viel Glück bei der weiteren Suche, und sag Bescheid, wenn du fündig geworden bist...
LG Conny
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Miss_C wrote:
chriwi wrote:
Aber ich würde niemals eine Kamera ohne Klappdisplay kaufen oder sie jemandem empfehlen.
Ok, aber welche Empfehlung hättest DU denn für Irene?
Klein, leicht, einfach zu bedienen, Klappdisplay für ca. 300 Euro....
Mir liegt - seit ich meine Kamera gekauft habe - keine aktuelle Marktübersicht vor. Außerdem bin ich eher für groß/schwer/teuer.
Mir ging es nur darum, die Vorteile eines schwenkbaren Displays - oder wie im Fall meiner Kamera (Sony DSC-828F ) eines schwenkbaren Objektivs - zu erläutern. ICH persönlich möchte auf dieses Feature nicht mehr verzichten.Schaut euch mal die Sony DSC-HX1 an. Megazoon-Kamera mit 20fachem optischem Zoom und neigbarem Display. Kostet ca. 380 Euro und ist recht handlich. Testsieger bei Chip-Online.
Mit den Kleinen, die ins Handtäschchen passen, kann ich nix anfangen. Bei Kameras gilt halt leider immer noch der Grundsatz "size matters".
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So da bin ich wieder...
Ich habe jetzt nachgesehen welche Brennweite mein altes analoges Teleobjektiv hat:
100-300mm - das wäre dann digital ja 160-480mm so viel ich weiß! Aber ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass die Tiere bei der Safari um unser Auto herum laufen, also werde ich das
Tele schon brauchen... und für den Notfall habe ich ja noch meine kompakte Digitalkamera!lg Manuela
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Ja das passt schon zusammen, ich habe eine Canon DSRL und das Teleobjektiv ist auch von Canon! Der einzige Nachteil ist halt, dass ich auf den Bildstabilisator verzichten muss, da der bei Canon im Objektiv eingebaut ist und das analoge hat keinen. Aber ansonsten funktioniert alles...
habe auch schon einige Fotos gemacht damit