Noch keine weisser Rauch vom Verhandlungstisch. Heute morgen werden die Verhandlungen weitergeführt.
Die Hauptpunkte sind wohl das Geld, gekoppelt mit den Arbeitsstunden. In der Vergangenheit abeiteten die Lotsen 'offiziell' 1.350 Stunden/Jahr, in der Praxis jedoch so um die 1.800. Die Differenz wurde als Überstunden zu einem horrenden Preis bezahlt was zu den enormen Jahresgehöltern führte.
Per Gesetz wurden vor ein paar Wochen dann 1.750 Stunden/Jahr festgelegt (laut Ministerium, sind das die jährlichen Arbeitsstunden der europäischen Kollegen), und ca. 80 Überstunden/Jahr. Mit anderen Worten, was früher als Überstunden galt - und als solche bezahlt wurde - wurde jetzt in die 'normalen' Arbeitsstunden integriert (aber das Grundgehalt blieb).
Die Forderung der Lotsen ist, diese 1.750 Stunden/Jahr bis 2013 wieder auf 1.350 Stunden/Jahr zu reduzieren. Das Mjnisterium meint, dass diese Reduzierung nur angesprochen werden könne wenn sie mit einer proportionellen Reduzierung des Gehalts Hand in Hand ginge. Ausserdem sei eine Reduzierung der jährlichen Arbeitsstunden nur in jenen Kontrolltürmen möglich in denen der Flugverkehr und die Arbeitsbelastung dies erlaube (La Gomera kann nicht über den gleichen Kamm geschoren werden wie Madrid oder Palma). Beide Parteien sprechen jetzt davon je nach Arbeitszentrum die Konditionen (Arbeistzeiten/Geld) anzupassen, und nicht - wie bisher - spanienweit alle Zentren gleich zu behandeln.