Hallo Berthold,
nein, es soll keine Diskussion über die bösen Veranstalter geben, da dieses Thema für mich seit einigen Jahren erledigt ist.
Das Problem an dieser Geschichte ist ja nicht allein die Tatsache, dass, rein rechnerisch, der Kunde ein paar Stunden zu spät in München angekommen ist, sondern auch die Art und Weise, wie das passiert ist. Hinzu kommt nach meinem Gefühl, dass es für Pauschaltouristen auch viel schwieriger ist, sich auf veränderte Situationen einzustellen, deshalb buchen sie ja auch alles aus einer Hand und wollen nur noch, dass alles so erfüllt wird, wie gebucht. Wir hatten doch schon zig -Diskussionen darüber, wie "unverschämt" es vom Veranstalter XY doch sei, den gebuchten Flug von 12:00Uhr auf 22:38Uhr zu verschieben. Oder das Theater mit den überbuchten Hotels, oder......
Ich habe zwar noch nie erlebt, dass ich irgendwo auf einer Station meiner Rundreisen angekommen wäre, und man teilt mir am Empfang mit, das gebuchte Zimmer sei jetzt leider nicht frei, mit einer einzigen Ausnahme: Als meine Reisen noch komplett durch ein Reisebüro organisiert wurden. Und dann ging das Theater los: Das Hotel hatte angeblich den Veranstalter (DerTours) darüber informiert, dass wegen einer Prominentenhochzeit mit -zig Gästen leider meine sechs Monate alte Buchung storniert werdeb müsse. DerTours hat angeblich die Info an mein Reisebüro weitergegeben, dies hat aber angeblich nichts erhalten und mich deshalb auch nicht informiert. Und seit diesem zeitpunkt gibt es für mich nur noch eines: Auf der einen Seite ich, auf der anderen Seite der Leistungserbringer! Ich bekomme alle Augenblicke ein mail von IBERIA, dass sich die Flugzeit wieder geändert hat. Sind zwar jedesmal nur max. 10minuten und was heute geändert wird, wird morgen wieder rückgängig gemacht, aber ich hab zumindest die Info.
Das war zwar jetzt eine ziemliche Abschweifung und zurück zum Thema möchte ich noch sagen, dass es nach meinem Empfinden die Reiseleiter und auch die Zuständigen bei den Veranstaltern schon oft an ein wenig Fingerspitzengefühl mangeln lassen: Gib dem Kunden im Prinzip recht, zeige Verständnis für seine Nöte, leide mit ihm, sag dass es keine bessere Lösung gegeben hat und gib ihm ein Gummibärchen, dann ist er zufrieden. Aber ihm vorrechnen, was alles gestattet gewesen wäre und dass er doch froh sein soll, dass man sich soviel Mühe für ihn macht, kommt nicht gut an.
Gruß
chepri