Jambo,
kann dem nur zustimmen - deine Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Wer in der tourismusnahen Branche arbeitet bekommt - je nach Tätigkeit und Kontakt zu den Touristen - auch Trinkgeld, mal mehr, mal weniger. Es gibt einige Hotels, die bei bestimmten Jobs, wo die Leute viel mit Touristen selber zu tun bzw. direkten Kontakt haben, bereits einen bestimmten "Trinkgeldfaktor" miteinkalkulieren und deswegen das Grundgehalt niedriger ansetzen.
Manche haben nur in der sogenannten Hochsaison einen Job, manche Hotels schließen in der Nebensaison, Safarifahrer haben auch Leerzeiten - für diese Zeiten bilden sich manche, aber eben auch nicht alle - Rücklagen.
Ich weiß nicht, inwieweit du als Tourist auch mal in kleinen Dukas gewesen bist oder mal in Märkten, wo die normalen Einheimischen selber einkaufen. Man bekommt einen kleinen Eindruck, was Grundnahrungsmittel für diese kosten.
Kleine Zimmer - kommt auf die Lage und die Ausstattung an. Sollte dein/e Bekannte/r bereits ein Zimmer haben, dann kannst du ja mal nachfragen.
Wie hat mal jemand zu uns gesagt: "Wir sind hier in Afrika, wir sind froh über alles, was wir bekommen".
Über die Jahre bekommt man auch mit, dass es viele gibt, die z.B. von Europa aus unterstützt werden, manche gewöhnen sich daran udn nutzen dieses System aus. Ich will hier nicht pauschalieren, wir haben nur über die Jahre schon so einiges mitbekommen. Letztendlich muss jeder für sich die Entscheidung treffen, was und wie er etwas macht.
Unsere Hilfe ist bei vielen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber auch steter Tropfen höhlt den Stein. Uns geht es gut, wir haben normalerweise ein Dach über dem Kopf, können zum Arzt gehen, wenn es uns nicht gut geht und Hunger ist für uns meist auch ein Fremdwort. Selbst wenn man sich mal über den Tisch ziehen lässt - was man meist erst später erfährt - was soll`s - es hilft ja alles nix mehr.
Es gibt viele, die schon mal für etwas zuviel bezahlt haben - na ja, abgehakt unter "Entwicklungshilfe".
Es gibt auch einige, die ihre Situation und unser Mitleid ausnutzen - und sich hinterher darüber sehr amüsieren, alles schon mitbekommen. Man darf da aber nix sagen, denn das will dann auch niemand hören.
Wie gesagt, man sollte nicht pauschalieren und das will ich auch nicht.
Man kann sich vorab über einige Dinge informieren - klär die aktuellen Gegebenheiten ab, wie schon geschrieben - hat dein/e Bekannte/r einen Job, wenn ja, warum nicht. Wo wohnt die Person, wie ist sie bisher über die Runden gekommen....
Viele Grüsse
Chrissy