@ bribri
"Warum fliegen wir alle nach ÄG.:, um zu schnorcheln oder tauchen, Sonne und Wasser zu genießen"
Wenn du mal 100 % Touristen differenzierst, wirst du darunter geschätzte 80 % finden, denen das Meer zu salzig und von zu vielen Tieren bewohnt ist. Die gehen nur in den Pool, deren primäres Urlaubsinteresse besteht aus Sonne, Liege, AI für wenig Geld. 15 % gehen mal schnorcheln, die meisten davon können ein fast totes Riff kaum von einem halbwegs intakten Riff unterscheiden. Taucher sind geschätzt nur noch 5 % (im früheren Taucherparadies Malediven übrigens auch auf vielen Inseln).
"Aufklärung sollte meiner Meihnung nach erstmal im eigenen Land stattfinden.
Wir hatten Schnorchelausflüge mit dem Boot und mußten mit ansehen wie die Crew den Anker aufs Riff schleudert oder der Kapitän Korallen abbrach um es jemanden zu schenken."
Bei so etwas hilft nur die Brachialmethode: Vorgang fotografisch dokumentieren, Text dazu schreiben (incl. Bootsname und Veranstalter), Zeugen benennen und alles an die HEPCA und die CDWS schicken. Es besteht ein Überangebot derartiger Ausflugsboote - wer sich so verhält, verliert Lizenz und Job. Diese Sprache versteht ein Ägypter! Solange das nicht passiert, sehen die Einheimischen die Riffe ebenso als Verbrauchsgut für den schnellen Euro wie viele Tauchschulen.
"Auch das keine Stege über bereits zerstörte Korallendächer gebaut werden ist mir unverständlich"
Das versteht wirklich niemand! In Dahab beispielsweise ist es sogar verboten, auf das Riffdach einen schmalen Weg aus Betonplatten zu legen.
Bei Tauchern und anspruchsvolleren Schnorchlern ist seit Jahren festzustellen, dass sie auf Riffzerstörungen reagieren: Hurghada ist weitgehend plattgetaucht, in Safaga zeigen sich ähnliche Tendenzen, also zieht die Karawane weiter nach Süden.