Michl, grundsätzlich gebe ich Dir natürlich recht...und mir ist durchaus bewußt, das ich mit dieser Aussgae stark polarisiere...
...aaaaaaber:
Du kennst schon die Hintergründe dieser Schüsse????
Zur "Aufklärung":
Eine Horde von rd. 100 Hooligans hat einen(!) israelischen Fan durch die Strassen gehetzt und dieser (farbige) Polizist hat sich schützend vor ihn gestellt und wurde trotz Einsatz von Pfefferspray an den Kopf und in den Bauch getreten (von neutralen "Zuschauern", die nicht den Mut hatten einzugreifen mittlerweile bestätigt) - anschließend hat er in Notwehr geschossen.
Mitleid mit den Eltern? Ja...denn sie haben (auch wenn pädagogisch hochgradig versagt!) ihr wertvollstes "Gut" verloren.
Mitleid mit dem getöteten bzw. verletzten Hooligan? Nein, das ist Abschaum - und die hätten auch verletzt oder gar getötet...und wären dann ggfs. auch noch an einen milden Richter und ein Resozialisierungsprogramm geraten...so a la Rechtssprechung "es war ja nur ein jüdischer Fan und farbiger Polizist" - leider keine Seltenheit in der französischen Justiz (Ansätze zu ähnlichen Urteilen finden sich bedauerlicherweise immer häufiger auch in anderen Ländern und anderen Zusammenhängen).
Ich habe aber auch geschrieben, das man dringend soziale Hintergründe beleuchten und ändern muß - das Ganze ändert aber nichts an einer verabscheuungswürdigen Tat.
Und die Ausrede, "die wollten doch nur zum Fussball" zieht hier nicht - Fussball ist denen mal sowas von egal; denen geht es nur um Randale und das Verletzen anderer Menschen und Gegenstände.
Übrigens hätte ich es begrüßt, wenn der Schjeidsrichter das Spiel gar nicht erst angepfiffen hätte. Schon beim Einmarsch der Mannschaften wurden die israelischen Spieler mit Leuchtkugeln und -Raketen beschossen und von einem Chor aus mehreren tausend Stimmen "Judenschweine" "Le Pen" etc. begrüßt.
Zur weiteren Info:
In einigen Ländern mit Todesstrafe werden übrigens den Hinterbliebenen Kosten berechnet!