Es liegt mit Sicherheit nicht an dir als Einzelperson, dass es so viele Menschen gibt die gerade mal für die Hälfte deiner Regelleistung 40 Stunden arbeiten gehen müssen, während du in Reiseforen fachsimpelst
Aber meiner Meinung nach spielt die Einstellung vieler Arbeitsloser eine große und wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung unseres Staates/Politik.
Wie ich kurz erwähnt habe, arbeite ich tagtäglich für und mit AlgII-Empfängern und würde ein ****** tun und alle über einen Kamm scheren. Aber selbst ehemalige AlgII-Empfänger, welche befristet durch die ARGE angestellt wurden, waren zutiefst erschrocken wie schamlos, hemmungslos und rotzfrech diese Sozialleistung doch immer wieder ausgenutzt wird.
Ich fand die Ansätze und den Sinn dieser HartzIV-Reform richtig gut, aber leider wird durch die Denkweisen von den Empfänger vieles zu Nichte gemacht.
Wie oft höre ich: „Was ich soll nen 1-Euro-Job machen….für das Geld stehe ich frühs nicht auf!“. Das ist nur ein Beispiel, was leider keine Seltenheit ist wie viele Außenstehende immer denken. Du selbst sagtest ja das das Arbeitsangebot im 150km entfernten Ort an der polnischen Grenze nicht passte….warum nicht? Nur wegen der Entfernung? Ich möchte dir jetzt nicht sagen wie weit viele meiner Kollegen täglich fahren um „euer“ AlgII pünktlich auszuzahlen^^. :?
Du schreibst das es dich ank…. Das hier viele großspurig ihre Meinung niederschreiben, ohne jemals in dieser Situation gewesen zu sein. Ich war zwar wirklich noch nie in dieser Situation, aber ich habe mit Sicherheit jeden Tag mehr mit dieser Materie zu tun als du. Und ich bekomme hier Feedback von solchen und solchen AlgII-Empfängern und kann mir da denke ich ein besseres Bild machen als du. Da du wohl leider nur deine eigene, frustriende Sitaution siehst (das ist menschlich, tut jeder) und gar keine Augen für andere Probleme oder Leid hast.
Es könnte mich durchaus auch ank….., denn auch du warst noch nicht in der Situation der „anderen Seite“, die Seite die das „Jammern“ der armen AlgII-Empfänger tagtäglich hört und sich da rein versetzt. Aber es k…. mich nicht an, denn ich denke das wir alle alt genug sind um über unseren Tellerrand hinweg zuschauen und nicht nur das verstehen und nachvollziehen können, was wir selbst erlebt haben.
Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch, denn ich weiß durchaus das ein Leben am Existenzminimum kein Zuckerschlecken ist, doch ich bleib dabei: Wenn man sich am Existenzminimum noch Urlaub leisten kann/will, dann ist das Minimum noch nicht Minimum genug.
Und nun noch eine kurze Frage: Mich würde es echt interessieren wie du noch vor ein paar Jahren, als du noch in Arbeit warst, von Menschen in dieser, deiner jetzigen, Situation gesprochen hast!?
LG PüLo
edit: Sorry für das leichte Abschweifen, aber das bringen solche Themen leider mit sich 