Als Lehrer will ich natürlich auch meinen Senf dazugeben. Und da muss ich erst einmal doc verteidigen, dessen Rechtschreibung ich eigentlich ganz gut finde. Auch wenn ich ihm das mit der Faulheit nicht so ganz abnehme, sondern auch eine Fehlervermeidungsstrategie unterstelle
. Aber lieber so, als permanent falsch großgeschriebene Worte über sich ergehen lassen zu müssen.
Ok - so weit, dass ich jetzt Noten verteile, möchte ich dann doch nicht gehen.
In der Tat liest sich aber eine permanente Kleinschreibung schon schwerer, wobei ich das hier nicht ganz so eng sehen würde. Man schreibt ja keine Romane (außer ich jetzt vielleicht gerade). Kurze, prägnante Sätze und vernünftige Absätze finde ich jedenfalls hilfreicher als Groß- und Kleinschreibung.
Und nun zum ß. Da muss ich jetzt doch etwas gehässig werden. Was ist an dieser Regel so schwierig? Es gibt viele Änderungen, die mich auch unsicherer gemacht haben. Aber die Unterscheidung zwischen ss und ß ist genauso leicht zu verstehen wie die Unterscheidung zwischen das und dass, einer der beliebtesten Fehler hier. Und den kann man nicht einmal auf die Rechtschreibreform zurückführen. 




