@Floh30 - danke für den Tipp, vielleicht kommen wir nochmal in eine Notlage ohne RV-Park.
Liebe Grüße und Danke an die netten Einträge. Ich freue mich, wenn Euch der Bericht gefällt. Besondere Grüße an TripleXxX, mit der ich schon auf Mallorca beim Usertreffen war. 
Weiter gehts:
Am Samstag kamen wir – wie schon geschrieben – gegen Mittag in der amerikanischen Hauptstadt an. Ich hatte bereits vorher im Internet einen Campingplatz ausgesucht, der nicht zu weit vom Zentrum entfernt liegt (Cherryhill RV-Park). Wir konnten bereits um 12 Uhr unseren RV parken und die Kinder testeten sofort den Pool, während wir Wasser und Strom anschlossen und duschten. Kurz vor 14 Uhr fuhren wir mit einem Linienbus zur Metro, von dort weitere 35 Minuten bis in die City von Washington. Wir hatten übers Internet eine Gratis-Führung durch das ca. 200 Jahre alten Capitol gebucht, den Sitz des Senats und Repräsentantenhauses. Da die Fahrt länger als vermutet dauerte, kamen wir dementsprechend gehetzt dort an und konnten den großartigen Anblick der riesigen Kuppel zunächst gar nicht richtig genießen. Gemäß Hinweis auf den Tickets sollte man 45 Minuten vor dem Termin zum Sicherheitscheck erscheinen. Da wir allerdings um 15 Uhr eine der letzten Führungen des Tages gebucht hatten, mussten wir kaum anstehen, so dass alles noch klappte. Ärgerlich war nur, dass wir unsere noch ungeöffneten Wasserflaschen im Müll versenken mussten, da das Mitbringen von Flüssigkeiten jeder Art verboten war. Das Sonnenmittel ließen die Eingangskontrolleure – nach Geruchsprüfung - gerade noch so durchgehen. Im Inneren sahen wir zunächst einen Film über die Geschichte des Capitols, wobei die Demokratie und das Wahlsystem der USA entsprechend patriotisch gelobt wurden. Dann wurden wir in einer Gruppe von ca. 20 Personen in den riesigen Raum unter der 88 Meter hohen Kuppel gebracht, wo uns die Wandgemälde erklärt wurden. Da mehrere Gruppen gleichzeitig durchgeschleust wurden war es dementsprechend laut und turbulent. Durch weitere Hallen kamen wir schließlich in die Statuary Hall mit den lebensgroßen Standbildern verdienter Amerikaner. Wie wir erfuhren, darf jeder Bundesstaat 2 Statuen ins Kapitol entsenden und auch nach Bedarf austauschen. Florida war beispielsweise mit dem Erfinder der Klimaanlage vertreten, außerdem sahen wir einige Präsidenten vergangener Zeit. Die Kinder fanden alles eher langweilig. Nach der Führung blieb endlich Zeit, eine befreundete Familie aus Stuttgart zu begrüßen, mit der wir uns hier verabredet hatten. Sie waren wie wir gerade auf einer Rundreise. Wir beschlossen, als nächstes das Weiße Haus von außen zu besichtigen und gingen zurück zur Metro-Station Capital South. Fünf Stationen nördlich, am Metro Center, stiegen wir wieder aus und schlenderten am Schatzamt vorbei, dessen Bild man von den 5-Dollar-Scheinen kennt, zum Sitz des amerikanischen Präsidenten. Ob Familie Obama derzeit da ist konnten wir nicht feststellen, zumindest wehte aber die Fahne am Dach. Jeder Tourist versuchte am Zaun ein optimales Bild vom White House - mit oder ohne die übergewichtige Gattin im Vordergrund - machen zu können. Nach zehn Minuten hatten wir genug von dem Trubel und gingen wieder zurück auf der E-Street. In Harrys Familiy Restaurant in der 12th-Street bekamen wir noch einen schönen Tisch für acht Personen im Freien am Straßenrand und gönnten uns ein gutes New-York-Strip-Steak und Yuenglin-Beer (Krug zu 4 Dollar). Wir verbrachten einen vergnügten Abend, verabschiedeten uns gegen 21 Uhr von unseren Freunden und fuhren mit der Metro zur Station Greenbelt im Norden der Stadt, von dort dann mit einem extrem langsam schleichenden Taxifahrer zurück zum RV-Park, wo wir müde und zufrieden in unsere Betten fielen.
Nach einigen Fotos gingen wir zum Ostende der Brooklyn-Bridge und überquerten das berühmte Bauwerk zu Fuß. Immer wieder blieben wir stehen, machten Fotos und bewunderten die Skyline von New York. Dabei mussten wir sehr aufpassen, denn die Radfahrer auf der Brücke haben offenbar die Touristen aus aller Welt zum Abschuss freigegeben und rasen mit ziemlicher Geschwindigkeit vorbei. Wir waren von der Größe der Stadt beeindruckt, das Empire State Building war nur in der Ferne zu sehen. Sehr schön sahen wir den Pier 17 und die vielen Bankgebäude der Umgebung. Nach etwa 45 Minuten hatten wir die Brücke gemütlich überquert und schlenderten am Rathaus vorbei zum Financial District. Am Ground Zero sahen wir die riesige Baustelle des neuen WTC, daneben gingen wir noch kurz zur St.Pauls Chappel. Viel Zeit hatten wir heute nicht, aber wir kommen ja in 2 Wochen wieder hierher und werden dann alles genauer besichtigen. Für heute beendeten wir den Kurzbesuch in Manhattan und fuhren mit der Subway Linie E zurück nach Jamaica, einem Stadtteil am Flughafen JFK. Hier aßen wir einen Hotdog, denn inzwischen knurrte uns schon wieder der Magen. Unser Taxifahrer holte uns wie vereinbart an der Archer Ave. ab. Nach einem kurzen Stopp am Hotel, wo wir unsere Koffer abholten, brachte er uns zur Vermietstation von Cruise America in Roslyn, Northern Blvd. Wir hatten schon vor einigen Monaten eine Wohnmobil der Größe C25 gemietet. Diesen Typ hatten wir schon im letzten Jahr in Südwest-USA gefahren und wir waren mit dem Platzangebot für vier Personen sehr zufrieden. Nach den kurzen Vertragsformalitäten zeigte uns einer der Mitarbeiter von Cruise America den RV (= Recreation Vehicle), dann ging es kurz nach 15 Uhr auch schon los auf den Highway. Unser RV hatte erst 13.500 Meilen auf dem Tacho und war noch relativ neu. Leider standen wir nach wenigen Meilen schon in einem Riesenstau im Norden von N.Y.. Für die Fahrt durch die Bronx auf dem Highway brauchten wir fast 2 Stunden, so dass unser Zeitplan etwas durcheinander geriet. Gegen 18 Uhr zogen dunkle Gewitterwolken auf und wir fuhren bei Starkregen Richtung Süden. Da wir leider keinen Campingplatz fanden blieben wir nach dem Einkauf der ersten Lebensmittel einfach auf dem großen Parkplatz eines Einkaufscenters in Newark bei Philadelphia stehen. Inzwischen waren wir schon 164 Meilen gefahren und es war 20 Uhr. Julia war inzwischen eingeschlafen, die Zeitumstellung machte sich noch bemerkbar. Auch Tobias hatte keinen Hunger und war nur noch müde, so dass beide gleich einschliefen. Sabine und ich gingen noch ins Restaurant Applebee am Einkaufszentrum und a0en kleine Steaks mit Kartoffeln. Hier stand er dann auch endlich vor mir: der erste Pitcher mit kühlem Bier! Ein Genuss nach dem langen, anstrengenden Tag.







bist Du auch da, Du armer Bayern-Fan? 

HAPPY BIRTHDAY