Hallo Lars,
auch wenn meine Freizeit im Moment noch extrem knapp bemessen ist (bin gerade erst aus Südamerika zurück), so will ich dir dennoch schnell auf deine Fragen antworten (sonst gerät das in Vergessenheit

Nach meiner Auffassung und langjährigen Erfahrung benötigt man im Etosha NP keine Malariaprophylaxe .. und in eurer Reisezeit schon gar nicht. Für ganz ängstliche Leute empfehle ich maximal eine Standbye-Lösung (aber das Lariam/Malerone kostet über 50 €!).
Das Wetter im Mai kann auf eurer Route durchaus noch wechselhaft sein. Im Etosha NP hat man um diese Jahreszeit durchaus schon 20 Grad und mehr .. und vor allem so gut wie keinen Regen (jedenfalls keinen anhaltenden!). Da es morgens und abends noch kühl ist, empfehle ich für die Kleidung bei einer solchen Tour immer das Zwiebelsystem (verschiedene Schichten über einander, die man nach und nach "abpellen" kann).
Bargeld solltest du dir unbedingt NUR vor Ort und aus dem EC-Geldautomaten ziehen (hier reicht unsere normale EC-Karte aus; am Automaten muss das "Maestro"-Zeichen zu finden sein). Zusätzlich würde ich zur Mitnahme einer Kreditkarte (Mastercard und/oder Visa) raten. Wenn du Bargeld ziehst (aus Kostengründen nicht mit der Kreditkarte!), dann möglichst nie mehr als das Budget für ein paar Tage (wg. Überfall- und Diebstahl-Risiko). Bitte wähle IMMER einen Automaten der von allen Seiten einsehbar ist! Die Gebühren für die Abhebung sind etwa mit denen bei uns vergleichbar.
Übrigens: wenn du bei der Zwischenlandung in Johannesburg Lageweile hast, dann kannst du auch dort schon die erste Geldmenge an einem der vielen Geldautomaten "tanken", denn in Namibia kann man überall auch mit dem südafrikanischen Rand bezahlen und der Wechselkurs ist 1:1; das Wechselgeld gibt's dann in namib $.
Als generelle Verhaltensregel gilt für das südliche Afrika grundsätzlich: bei Dunkelheit NIE allein unterwegs und "spätestens dort wo die Laternen enden, endet auch dein Weg!" Wenn du dich an diese Grundregel hälst, dann ist das Leben in Namibia nicht gefährlicher als sonst irgendwo auf der Welt.
In vielen Unterkünften im südlichen Afrika benötigt man einen Adapter für die Steckdose. Diesen kann man hier preiswert erwerben oder aber auch in vielen Geschäften vor Ort bekommen.
Ich hoffe, dass ich deine Fragen vorerst beantwortet habe und stehe für weitere jederzeit gern zur Verfügung.
Viele Grüße von der heute wenig vorweihnachtlichen Nordseeküste
Andreas