Also,
schön, daß meine Anfrage jetzt einige Resonanz hervorruft, wenn auch durchaus kritische.
Ich bzw. wir haben uns länger überlegt, ob und wie wir den Brief an den VERANSTALTER formulieren sollen.
Ich habe in meinem ursprünglichen Beitrag deutlich zu machen versucht, daß wir mit dem HOTEL unter den genannten Umständen sehr zufrieden waren. Die Angestellten haben geackert wie die Wilden, um uns während dem Hurrican zu schützen und zu versorgen und danach möglichst schnell einen "50% Hotelbetrieb" wieder herzustellen, was wir sehr bewundert haben und auch in spontanen Geld-Sammlungen von uns und vielen anderen Gästen honoriert wurde.
Vielleicht sollte ich hinzufügen, daß wir schon bei der überstürzten Abreise dort beschlossen haben, erneut in das Hotel zu fahren, u.a. um die Angestellten "zu unterstützen" und weil es im Normalbetrieb einfach klasse war.
Das Problem an der Geschichte war eben die Unfähigkeit des Veranstalters, einerseits vorzusorgen (durch rechtzeitige Abreise oder Evakuierung in eine Stadt im Landesinneren) bzw. danach überhaupt irgendwelche Informationen zu erteilen (trotz gegenteiliger Ankündigung kam über 2 Tage gar nix) und dann auf einmal innerhalb von 10 Stunden (über Nacht) abreisen zu MÜSSEN, grade, als das Hotel wieder gut am laufen war. Dabei wurden wir unter Druck gesetzt mit der Aussage, wer nicht mitfliege, muß etwas unterschreiben, daß er den Veranstalter von allen Verpflichtungen freispreche, selbst den Rückflug organisiere etc.
Daß es auch noch unsere Flitterwochen (und damit unserer teuerster Urlaub bisher) waren, ist zusätzlich ärgerlich für uns.
Daher unsere Überlegung, zwei Briefe zu schreiben, einen an die Zentrale der Hotelkette mit audrücklichen Danksagungen für die professionelle Betreuung in einer Ausnahmesituation - und einen weiteren an den Veranstalter mit einer Forderung.
Denn nicht nur wir wussten, daß wir uns am Ende der Hurrican-Saison befinden, sondern natürlich auch der Veranstalter. Außerdem war Wilma 3-4 Tage vor dem Auftreffen auf Land bekannt und der Kurs ungeführ vorherbestimmt (siehe National Hurricane Center-Seite)
Wenn dann am Ende davon ein Teilbetrag herauskommt, ok.
Wie dieser dann verwendet wird (Spende oder nicht), sollte bitte jedem selbst überlassen werden. Wir wollen ihn eben wieder in den "Wiederholungsurlaub" investieren.
Den erwähnten "Teufelskreis" kann ich nur in Teilen nachvollziehen, da alle Reiseveranstalter gegen solche Naturkatastrophen versichert sind (und es sich zudem auch um eine europäische Hotelkette handelt, so daß hier ebenfalls von einem guten Versicherungsschutz auszugehen ist)
Im übrigen finde ich die "Forderungen" aus meiner Situation heraus bei weitem "angebrachter" und nachvollziehbarer, als in der Vielzahl der anderen Beispiele in diesem Forum, oder bin ich da zu voreingenommen ?
Bin gespannt auf Reaktionen 