TUI Mein Schiff
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Hallo,
also ich als Reisebüro finde die Ganze Geschichte nur peinlich. Ein Pseudo Namenswettbewerb und dann so etwas. Ich fahre mit der "mein Schiff".
Hört sich schon furchtbar an!
Ich würde jetzt schon Wetten abschließen, daß das ganze Ding wieder innerhalb kurzer Zeit vom Markt verschwinden wird. Ich jedenfalls würde auf diesem hässlichen Kahn mit dem noch hässlicherem Design, nicht einmal meinen Fuß setzen, wenn es umsonst wäre!

Hätte ich blind gebucht würde ich sofort und unverzüglich stornieren! Völlig egal, was es mich kosten würde.
Der TUI Premium Kunde auf einem Schiff, dessen Namen in keinem ausländischen Hafen verstanden wird. Dazu einen Haufen bescheuerte Schriftzüge auf dem Rumpf und eine Farbgebung, die das ohnehin optisch nicht gerade ansprechende Ding (Schiff nenne ich so etwas eigentlich nicht) noch viel negativer erscheinen läßt.
Ich kann nur hoffen, daß kein Kunde mit dem Ding fahren Will, damit ich nicht noch gute Miene zum bösen Spiel machen muß! Nach meiner Meinung wieder eine erneute Glanzleistung der TUI Marketing Abteilung. Aber zu ihrem Glück werden die Damen und Herren sicher nicht nach Leistung bezahlt......
Gruß
Berthold
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Sicher gehört die ehemalige Galaxy mit den 2000 Plätzen heutzutage nur noch zu den mittelgrossen Einheiten. Aber dass hier der Kampf um die Liegen ausbleiben würde, wage ich zu bezweifeln und zwar aus folgenden Gründen:
Schon als Celebrity Galaxy war das Platz pro Passagier Verhältnis nicht besonders komfortabel. Aber da es mehrheitlich für längere Kreuzfahrten unterwegs war, war auch das Durchschnittsalter der Passagiere relativ hoch. Dazu kam, dass die Amerikaner, welche ja mehrheitlich auf dem Schiff weilten, den morgendlichen Kampf um Liegestühle nicht kennen, bzw nicht praktizieren.
Der Umbau während knapp 3 Monaten zu "Mein Schiff" wird die Platzverhältnisse nicht verbessern. Die zusätzlichen Balkone auf 2 Decks sind nicht schlecht, aber sonst kann wohl in den Kabinen gar nicht viel verändert werden - neue Teppiche oder Vorhänge machen ja noch kein neues Schiff. Speziell wird aber hier sein, dass es eben vorallem (nur?) Gäste aus dem deutschsprachigen Raum beherbergen wird. Diesen Gästen aus Oesterreich, Deutschland und der Schweiz ist schlange stehen und sich einordnen nicht in die Wiege gelegt worden und das reservieren von Liegen am frühen Morgen liegt wohl bei allen Menschen aus diesen Ländern in den Genen...

Von Vorschreibern wurde das Thema Hängematten beschrieben. Dazu soviel: Wie soll auf einem Balkon mit 3,5qm eine Hängematte montiert werden? Die Ausschreibung der Schiffseinrichtungen und deren Einzigartigkeit ist meiner Meinung nach schon recht übertrieben. Da wird etwas suggeriert, dass kaum eingehalten werden kann. Lassen wir uns überraschen auf die ersten Kommentare, welche das Schiff ehrlich und korrekt beurteilen werden.
Gruss Markus
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Guten Morgen Markus,
da hast du allerdings recht. Wie's denn nach dem Umbau mit dem Platz aussieht, bleibt abzuwarten, allerdings tendieren die Reedereien/Werften bei Umbauten ja eher dazu, die Kabinenanzahl noch leicht zu erhöhen (wobei es nach den Infos, die ich zur Galaxy/ mein Schiff habe, hier nicht danach aussieht). Und eine Schönheit sind die meisten neueren Kreuzfahrtschiffe äußerlich ohnehin nicht mehr (man denke nur an die Princess Schiffe mit dem "Überrollbügel" oder die "Wohnblöcke" von MSC).
Wie auch immer, mein Schiff wird die "Mein Schiff" ohnehin nicht. Was die Marktchancen angeht, mal sehen... auch wenn ich jetzt vielleicht wieder die eine oder andere Bemerkung dafür kassiere, so finde ich persönlich den "Herdentrieb" vieler Deutscher ziemlich ausgeprägt: wir fahren alle Golf, telefonieren nur mit Nokia und auf Kreuzfahrt gehen wir eben mit Aida.
Gruß,
soedergren
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lieber Golf spielen als Golf fahren

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Und was sagt Berthold, wenn in seinem Reisebüro ein Gast "Mein Schiff" buchen möchte ?
2 Wochen, 2 Personen, gute Kabine = 6.000,- €
Berthold sagt dann den buchungswilligen TUI Premium Kunden:
"Dieses Schiff ist ein hässlicher Kahn mit einem hässlichen Design und schon der Name hört sich furchtbar an. Ein Schiff nenne ich so etwas nicht eigentlich nicht.
Nein, diese Buchung mache ich nicht und auf meine Provision von 480,- € verzichte ich gerne, weil das Schiff und der Name ja so hässlich ist."Als reisewilliger TUI Premium Gast würde ich fragen, ob das Reisebüro auch nachvollziehbare Argumente hat, die gegen das Schiff sprechen. Wie z.B.
- Ausstattung und Grundfläche der Kabinen
- Qualität im Bereich F+B
- Ambiente der Bars+Restaurants
- Außenflächen
- Grösse+Qualität der Pools
- Event+Entertainment Angebote
- Route/Routenverlauf
- Service
- Personalqualität
Sollten diese Positionen insgesamt gut beurteilt werden, kann ich mit dem Namen und dem äusserlichen Erscheinungsbild des Schiffes gut leben.
Wenn Berthold dann auch mit dem Verzicht auf seine Provision leben kann, bucht der TUI Premium Gast eben bei einem Wettbewerber. Der Marktführer (nicht im Segment Kreuzfahrten) in der Reisebranche, wird mit dieser Ausnahme leben können.
Ansonsten "Mein Schiff", auch wenn es polarisiert, ein Zwischenziel ist erreicht.
Man spricht (nicht nur hier) darüber.Gruß
Hans
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Ich will ja kein Prophet sein ADEgi, aber in diesen lausigen Zeiten sollte man über JEDES Schiff froh sein, das jemand bucht. Einen Anstoß an der Marketingstrategie kann ich nicht finden. Schon mein Urgroßvater stellte bei Verlassen des Hauses
einen suchenden Blick in die Runde: MEIN Hut, MEIN Stock, MEIN EK 1!
Der Name ist Begriff und man wird damit Zugang zu den Kunden finden. -
Hallo,
ich stelle nicht die Kundenmeinung in Frage. Derjenige, der ein solches Schiff bucht, muß das selbst wissen. Das ding hat er ja schon vorher gesehen. Da ich aber ohnehin nur wenig Kreuzfahrtenkunden habe, stellt sich dieses Problem wohl kaum. Und ein zweites Schiff ist ja anscheinend ohnehin nie vorgesehen, denn wie sollte es denn heißen?

Vielleicht "mein neues Schiff"
oder "mein zweites Schiff" 
Also alleine dafür, daß selbst bei einem noch so überwältigenden Erfolg des Konzepts, hierfür keine sinnvolle Lösung vorhanden ist, gehört der Marketing Abteilung "Eines zwischen die Hörner"!
Aber mal im Ernst. Der Kunde bekommt das, was er möchte, denn sonst dürfte ich vieles nicht verkaufen. Er wird einfach beraten, aber freiwillig werde ich dieses schwimmende Etwas definitiv nicht anbieten. Vermutlich wird aber sowieso keiner danach fragen. Erstens, weil ich nicht viele Kunden in diesem Segment habe und zweitens, weil es nach meiner Meinung ohnehin kein Erfolg wird.
Klar hätte ich auch nachvollziehbare Argumente. Die gibt es immer und für definitiv jedes Schiff. Wie der Kunde diese aber gewichtet, muß er selbst entscheiden. Denn ich sehe meine Aufgabe im Zweifelsfall nicht darin Ihm ein bestimmtes Schiff zu verkaufen, sondern darin ihm bei der Entscheidung zu helfen und nicht mit Dingen zu beeinflussen, die er gar nicht für wichtig erachtet.
Der Kunde wählt anhand der verschiedenen Argumente seinen Urlaub und wenn er maine persönliche Meinung dazu hören will, dann bekommt er diese auch. Vielleicht etwas netter verpackt, als hier, aber garantiert ehrlich.
@soedergren
Richtig, es wird in der letzten Zeit sehr viel hässliches gebaut. Hier werden einfach die Fuktionalität und die Kosten in den Vordergrund gestellt. Denn je quadratischer und praktischer ein solches Ungetüm aussieht um so lohnenswerter ist es für den Eigentümer und um so nützlicher ist es für den Kunden. Daß dabei aber die gesamte Ästhetik verloren geht, mag die einen nicht kümmern und den anderen ist es ohnehin egal, weil sie so etwas nie buchen würden. Die nehmen lieber einige Unzulänglichkeiten in Kauf, wenn sie dafür statt einem seelenlosen Kahn ein schickes und schnittiges Passagierschiff buchen können.Gruß
Berthold
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ADEgi wrote:
Daß dabei aber die gesamte Ästhetik verloren geht, mag die einen nicht kümmern und den anderen ist es ohnehin egal, weil sie so etwas nie buchen würden. Die nehmen lieber einige Unzulänglichkeiten in Kauf, wenn sie dafür statt einem seelenlosen Kahn ein schickes und schnittiges Passagierschiff buchen könnenYep, auf seelenlose Massentransporter kann ich gern verzichten, weiss aber auch, dass die Reedereien zumindest zur Zeit mit den Riesenschiffen besser wirtschaften können (wie das aussehen wird, wenn der Cruise Boom vorbei ist, bleibt abzuwarten).
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Na ja Berthold,
wenn der Kunde Deine Meinung hört (erster+zweiter Beitrag), dann ist diese Meinung sehr emotional geprägt. Auch in deinem zweiten Beitrag führst die rational keine Argumte gegen "Mein Schiff" auf.
Zum Verständnis. Auch ich kann mich mit manchen Neubauten ("Mein Schiff" ist kein Neubau !) hinsichtlich der Gestaltung und Ästhetik nicht anfreunden. Und auch für mich ist z.B. die Freedom of the Seas eher ein riesiger schwimmender Container mit Fenstern. So jedenfalls mein Eindruck als ich sie erlebt habe.
Aber es geht hier nicht um Schönheit, sondern um den wirtschaftlichen Erfolg, für einen zukünftigen (Kreuzfahrt) "Massenmarkt".Die Schiffe haben sich verändert und werden sich noch verändern - warum ?
Weil das Publikum sich verändert hat und die neuen Zielgruppen nicht mehr die "Kreuzfahrt-Klassiker" der Vergangenheit sind. Hier werden neue Märkte für neue Zielgruppen geschaffen. Sicherlich oftmals auch Glanz und Gloria auf dem gehobenen ALDI und Lidl Niveau.Aber genau diese Zielgruppe hat "Mein Schiff" nicht. "24 Stunden Entertainment, Animation bis Mitternacht, Kletterwände, Eislauflächen und vieles mehr ist eher bei einigen anderen Schiffen die Botschaft, nicht auf dem neuen TUI Schiff.
Warten wir es ab, aber unterstellen wir nicht schon jetzt einen Misserfolg ohne dafür Argumente zu haben. Und der zukünftige Name eines weiteren TUI Schiffes entscheidet nicht alleine über Erfolg oder Misserfolg. Vielmehr werden es die Leistungskomponenten sein und die hoffentlich bessere Alternative zu anderen Wettbewerbern.
Gruß
Hans
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Hallo Hans,
bezüglich der Zielgruppe hast Du definitiv recht. Doch stellt sich die Frage, ob die Zielgruppe für dieses Schiff, das Design auch akzeptiert. Und hier tippe ich einmal ganz stark auf "nein"! Es ist zwar Spekulation und natürlich kann ich mich irren.
Eine andere Geschichte sind noch die Reisebüros, die ja in der Regel auf jeden Kreuzfahrtanbieter besser zu sprechen sind, als auf die TUI. Auch hier wird sich die Geschäftspolitik sicher rächen und das Ding komplett im Eigenvertrieb voll zu bekommen wird schwer werden. Denn jedes freie Büro wird in aller Regel viel lieber die Produkte von Costa, MSC, Aida und wie sie alle heißen verkaufen, als das TUI Schiff. Vor allem gilt das auch noch zusätzlich für viele gebundene Büros. Auch da sieht es bei einigen nicht anders aus.
TUI im Logo, aber möglichst wenig TUI verkaufen. Auch das gibt es schon! Definitiv weiß ich das aus mehreren absolut zuverlässigen Quellen.
Somit fällt es mir schwer hier an einen Erfolg zu glauben. Aber das wird ja die Zeit zeigen. Ich bin mal gespannt wie lange es dauert, bis das Ding über Berge und Meer und Aldi, Tchibo, oder wen auch immer verramscht wird.
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold,
da brauchst du nicht lange warten. Ein Anbieter (Vermittler, daher darf er hier nicht genannt werden) bietet "Mein Schiff" bereits auf einer 1/1 Seite in der ADAC Zeitung an.
Und - ist doch ok. Sicherlich kennst du nicht die Umsatzzahlen die "ALDI+CO" mit bestimmten Produkten erzielen. Viele kenne ich auch nicht, aber doch einige wenige. Und die wenigen die ich kenne, sind schon beachtlich.
Und wenn REWE die Queen Mary 2 (Info von Gastwirt) vermarktet, dann frage mal warum. Antwort: Vorzügliche Reichweite der Werbung, sehr günstiger 1000 er Kontaktpreis und passend in der Zielgruppe.
Insofern wird "Mein Schiff" sicherlich auch irgendwann ergänzend über diese Werbeplattform vermarktet.
Berthold, die Zeiten haben sich geändert und werden sich weiter ändern. Daher sind auch neue und alternative Vertriebswege erforderlich.
Wer sich nicht ändert, wird verändert.
Noch eine persönliche Bemerkung zu deinen Beiträgen hier. Ich denke dein Problem ist nicht "Mein Schiff", sondern sind immer wieder Produkte der World of TUI.
Aber der Marktführer TUI mit einem Marktanteil von fast 30%, mit 4,6 Milliarden Euro Umsatz und fast 13 Millionen Reisegästen pro Jahr kann in dieser Größenordnung nicht nur Freunde und Befürworter haben. Aber Opposition setzt zusätzliche Kräfte frei.
Gruß
Hans
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Hallo,
wird leider nicht gehen, weil "unser Schiff" Namensrechte sind, die jemandem Anderem gehören. Und das weiß ich zufällig aus einer sehr guten Quelle!

@Hans
Es geht nicht um geänderte Zeiten und die Tatsache, daß solche Reisen auch über die Discounter verkauft werden. Mein Kommentar war auf den Preis bezogen, der dann vermutlich unter den Reiseangeboten stehen wird.Denn mit den Discount Angeboten habe ich nur selten ein Problem. Denn die meisten Preise, von den Top Knüllern vielleicht einmal abgesehen, können die Reisebüros sowieso besser. Denn irgendwie müssen sich die wenigen wirklichen Schnäppchen ja finanzieren.
Gruß
Berthold
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Hallo Markus,
ich wünsche dem TUI Konzept "Mein Schiff" wirklich viel Erfolg. Aber "eins" wünsche ich denen nicht, dass drei solche Kritiker wie Markus+Berthold+Hans dieses Schiff kritisch beurteilen. Ich glaube wir würden den Kahn (Ausdruck von Berthold) schon auseinandernehmen.

Habt ihr die TUI Bandenwerbung in der Münchner Allianz Arena gesehen ?
Beschriftung auf der Bande: "TUI Mein Schiff - besser als jeder Kahn".
Dieser Spruch hat nicht nur bei Fußballfreunden für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
Das "mithalten" mit dem Preis ist richtig. Aber die Vermarktung über Discounter hat natürlich andere Bewegründe:
- Breite Wirkung, breite Ansprache
- Günstiger 1000 er Kontaktpreis
- Leser, ALDI/Lidl/Plus/Netto Kunden wird suggeriert, das muß sehr günstig sein, weil es hier immer sehr günstig ist.
Ob das immer stimmt ist nicht die Frage, die Mehrzahl der Konsumenten glaubt aber, dass es so ist. So kann man bei den Discountern inzwischen fast alles vermarkten. Der Verbraucher glaubt nahezu immer, "das muß billig sein".
Demnächst werden die Baumärkte auch Reisen verkaufen. Da wo die Frequenz ist, wird der Umsatz gemacht.
So nun ist gleich Ende hier. Der rheinische Karneval wartet. Das Narrenschiff
läuft gleich aus. Eine "jute Zick" wünscht Hans. -
Hallo Hans,
die Frage ist halt einfach, wie ich ein Premium Produkt vermarkte. Wenn ich das über Baumärkte und was auch immer für Läden tue, frage ich mich halt, ob ich da speziell das gewünschte Publikum anlocke. Wenn nun die Quellen Mary zu einem sehr günstigen Preis über die R... angeboten wird, dann zieht das ein Publikum an, das nicht unbedingt zu den Stammgästen passen muß. Diese können dadurch vielleicht abwandern.
Ein kleines Beispiel aus der Praxis gefällig: Die neue Europa.
Ich kenne einen Kunden, der das alte und das neue Schiff gefahren ist. Er war jahrelanger Stammgast auf der alten Europa. Er findet das neue Schiff von den Leistungen her ebenfalls glänzend und würde das Konzept und die Leistungen allem anderen voziehen. Doch sagt er, daß durch die vielen Balkonkabinen das gesamte Bordleben am A... ist. Zumindest auf diesem Schiff sitzen alle nur noch auf ihren Balkonen. Die Konsequenz ist, daß er zur Deutschland gewechselt hat, die er von den Leistungen für etwas schlechter hält, bei der aber das Bordleben stimmt.Das heißt also, daß bei Kunden die viel Geld ausgeben wollen, oftmals auch Kleinigkeiten entscheidend sind, ob sie dies tun, oder nicht. Und hier kann die Optik wirklich ein ganz entscheidender Faktor sein.
Außerdem sieht es doch so aus, daß ein Schiff (gleiches gilt auch für ein Hotel), das optisch völlig scheiße aussieht trotzdem eine Tolle Leistung bieten kann.
Mein Problem und eventuell auch das Anderer, ist aber, daß ich in meinem Urlaub nicht die ganze Zeit denken möchte, daß das ja toll wäre, wenn blos nicht mein Hotel/Schiff so schlecht aussehen würde. Denn gerade beim Thema Schiff ist die Optik nicht unwichtig, da man es ständig um sich hat und auch ständig von außen sieht (sehen muß).
Gruß
Berthold
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ADEgi wrote:
Hallo Hans,die Frage ist halt einfach, wie ich ein Premium Produkt vermarkte. Wenn ich das über Baumärkte und was auch immer für Läden tue, frage ich mich halt, ob ich da speziell das gewünschte Publikum anlocke. Wenn nun die Quellen Mary zu einem sehr günstigen Preis über die R... angeboten wird, dann zieht das ein Publikum an, das nicht unbedingt zu den Stammgästen passen muß. Diese können dadurch vielleicht abwandern.
Gruß
BertholdHallo Berthold, wie du bin ich auch kein Fan von Malereien auf Schiffen und auch der Name "Mein Schiff" ist für mich furchtbar! Es wird aber genug Fans für dieses Schiff geben, da bin ich mir 100% sicher!!!!!
Aber eine Frage zu deinem Bericht! Sollte ich es falsch verstanden haben, bitte berichtigen!!
Soll das bedeuten, dass wenn ich kein Dr. - Mag.- Prof.- Anwalt- Arzt - ein von sowieso usw. bin, sondern vielleicht nur ein kleiner Angestellter oder Arbeiter, der vielleicht auch mal bei Aldi(Hofer) oder auch im Baumarkt (persönlich würde ich es nicht) buche, dass diese Personen auf den Deutschland-Europa-Queen Schiffen nicht passen: what: zwei Klassengesellschaft

Denn dann muss ich schon sagen, was Stammgäste denken und tun, nur weil die zigtausende Euro für eine Reise bezahlen und ich mal ein Schnäppchen Buche, ist mir schnurz egal!!!!
Ein Passagier der die beste und teuerste Suite bucht ist in den Augen von Neptun nichts mehr oder weniger wert als ein Passagier, der die günstigste Innenkabine gebucht hat, egal ob auf der Deutschland, Europa, RCI, HAL, Queen´s, Costa usw....
Einzig das benehmen sollte stimmen!!!
Klar ist auch das es auf der Deutschland formeller zugeht als auf MSC, NCL und Co, aber jeder zahlende Passagier ist gleich gut zu behandeln egal wo er bucht wenn er weiß wie er sich zu benehmen hat!!!Sind wir doch alle froh das Geschmäcker verschieden sein, sonst würden wir doch alle im gleichen Boot (Schiff) sitzen und uns wirklich um die Liegen & Buffet
schlagen 
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Hallo,
auch mir ist das Egal. Die Frage wird aber sein, wenn es wirklich zu solchen Konstellationen kommt, wie dann die Stammgäste reagieren werden und ob der Veranstalter vielleicht besser beraten wäre auf das eine, oder andere preisagressive Angebot zu verzichten um seine Klientel auch wirklich zu behalten.
Ich finde es zwar auch furchtbar. Ist aber halt Realität. Der Chef möchte halt nicht immer unbedingt auf dem gleichen Schiff sein, wie seine Angestellten. Ich weiß sogar von welchen, die in der Firma noch nicht einmal einen Aufzug teilen!!!!!
Gibt es alles!
Gruß
Berthold
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Zitat entfernt. Beiträge auf die man direkt antwortet, müssen nicht zitiert werden, da die Übersicht stark darunter leidet. Danke
Hallo Berthold,
Bleibt aber nur die Frage ob sich Veranstalter und Reederein das heute noch leisten können

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Was Berthold leider nicht berücksichtigt ist die Veränderung in der Struktur des Publikums bei ALDI, Lidel + Co. Ebenso in den Baumärkten. Die Kundenstruktur in diesen Vertriebsformen hat sich verändert. Hier kauft nicht mehr alleine die Unterschicht (schlimmes Wort). Dort sind auch Zielgruppen vorhanden, die z.B. Kreuzfahrten buchen (vielleicht zum ersten Mal).
Insofern können hier inzwischen auch höherwertige Produkte verkauft werden. @cruiserfan hat das klar erkannt.
Lieber Berthold, noch ein Satz zu "älteren, klassischen Stammkunden". Genau die werden immer mehr das Problem sein - warum ? Sie sterben weg. Klingt hart, ist aber so. Insofern muß ich neue Zielgruppen ansprechen, Menschen für Kreuzfahrten begeistern, die bisher noch kein Schiff betreten haben. Und wo und wie erreiche ich diese Menschen. Natürlich nicht über die bisherige Kommunikation, sondern über andere, neue Vertriebswege. Und gehe dorthin wo ich diese Menschen schnell und effektiv erreiche.
Neue Schiffe mit neuen Auftritten, anderen Angeboten werden immer mehr gebaut. Die angebotenen Kapazitäten steigen weiter. In Folge muß ich auch immer mehr neue ("Ersttäter") gewinnen. Mit den Klassikern (Beispiel Berthold, Wechsler von MS Europa zur Deilmann Deutschland) erziele ich keine ausgebuchten Schiffe mehr.
Kommunikation, Marketing und Vertrieb lieber Berthold, ist viel mehr als die Aussengestaltung und der Name eines Schiffes. Deine Einzelbeispiele ("Aufzug", "Schiffswechsler") sind vielleicht nett zu lesen, spiegeln aber nicht die Realität. Die Menschen in diesem Markt verhalten sich mehrheitlich anders. Und nur mit der Mehrheit generiere ich Umsätze.
Aber man kann es auch sehr vereinfacht auf eine Formel bringen:
Neue Schiffe = neues, verändertes Publikum erforderlich = neue, alternative Vertriebswege.
Gruß
Hans