Tourismus in der Krise...?
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Die Traube in Tonbach und Bareiss sind immer voll = oberes Preissegment eben !
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und wohl in keinem Bereich habe ich als Kunde eben eine so riesige Auswahl, wie als Reisender:
Zwischen dem 5* Hotel bis zur Selbstverpflegung auf dem Campingplatz bietet mir die grosse Touristikwelt ein RIESIGES Angebot, entsprechend sind eben auch die Varianten und Möglichkeiten zum Sparen!
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Eben und da haben wir es wieder, Eine normale Familie wird auch kaum im Luxushotel für Urlaub einchecken.

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ich denke, bei den Spitzenhotels in Baiersbronn handelt es sich um relativ kleine Hotels mit einer grosser Anzahl treuer und finanziell gut abgesicherten Kunden. Das Wegbleiben des "neuen" russischen Geldadels wird man dort wohl weniger merken, als eben z.B. im Grand Hotel Dolder in Zürich. Aber Tatsache ist doch, dass eben auch der Luxusmarkt am Einbrechen ist, resp. das auch dieser keine absolut "krisenresistente" Branche darstellt.
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ich bin mir sicher, dass man auch mit Schauinslang weite/teure Reisen buchen kann. Die Frage ist für mich ab welcher Grenze beginnt das Billig- Mittelpreisegment. Das kann man vielleicht statistisch belegen und dann am Jahresende abrechnen. Ob dann tatsächlich so viel wegbricht oder sich nur nach oben oder unten bewegt werden wir erst im 4. Quartal sagen können. Ich halte von so frühen Jahresprognosen nichts.
Bekannte von uns wollten kurzfristig mit nach Mexiko. Ergebnis am 30.4. kein Platz mehr frei, nächste Möglichkeit ab FRA am 5.4. ! Ist es noch das mittlere Preissegment ? Eine Familie im Sommer in der Türkei, wird wahrscheinlich auch nicht weniger zahlen als wir...viele Grüße
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interessant wäre ja hier zu wissen: Werden weniger Menschen verreisen? oder verreisen in etwa gleich viele, aber eben viele davon zu günstigeren Konditionen (tiefere Kategorie, kürzerer Aufenthalt etc.)
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@Großer Zwerg
So klein sind die Häuser nicht. Das ist aber auch egal. In dem Berecih sind auch die Margen der Hotels größer, so dass eine leicht gesunkene Auslastung nicht so drastisch wie gerade im mittleren Segment auswirkt.@toro
Es kann auch sein dass einfach die Flugkapazitäten verringert wurden. -
Wenn ich ein Unternehmen (hier Reiseveranstalter/Fluggesellschaften/Hotels) erfolgreich weiter führen will, muß ich rechtzeitig planen. Somit ist also eine Prognose oder Einschätzung zwingend erforderlich um gegenzusteuern.
Wie will ich sonst auch morgen noch Gewinne erzielen und am Markt bestehen.
Die Frage ist natürlich immer, ist meine Einschätzung und die Prognose richtig und welche Maßnahmen muß ich entwickeln.Insofern glaube ich an die ca. 15% Minus - leider. Aber ich stelle mich eben darauf ein. Wenn es nur 10% Minus werden, umso besser. Aber in dieser Grössenordnung wird es sich leider bewegen. Es gibt bereits genug Signale dafür.
Gruß
Hans
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@UteEberhard
Ich glaube bei den 15 % fehlen einfach die Frühbucher. Klar ist es für die Veranstalter nicht einfach, nur finde ich persönlich eine Einschätzung zu geben fällt sehr schwer. Zieht die Wirtschaft innerhalb von 6 Monaten an, spricht die gleiche Branche die vorher so gejammert hat vom Boom. Vielleicht ist das auch eine Chance, für die Veranstalter, Reisebüros mehr auf die Wünsche der Kunden eingehen und nicht nur den Profit und Massentourismus sehen. Man muss doch nicht nur über den Preis verkaufen. Jeder normale Mensch weiss doch, dass eine Flugreise nach XYZ für 199 € nicht gut sein kann, nicht für den Veranstalter und nicht für den Kunden. Zum Selbstkostenpreis sollte auch niemand seine Reisen anbieten. Wenn dann der Umsatz sinkt und der Gewinn gleich bleibt/steigt und die Kosten sinken, dann müssen die Veranstalter auch zufrieden sein.viele Grüße
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"Jeder normale Mensch weiß doch, dass eine Flugreise für 199,- € nicht gut sein kann".
Nein leider wissen das einige nicht. Aber natürlich sollte das jeder wissen.
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hab ich bereits im anderen Finanzkrisentread gepostet:
Laut einer Meldung der Welt vom 24.03.09 rechnet der Luftfahrtverband IATA mit einem Horrorjahr, d.h. mit Verlusten in Höhe von ca. 4,7 Milliarden Dollarn.
Zitat:
Durch die Wirtschaftskrise werde der Frachtverkehr in diese Jahr voraussichtlich um 13 Prozent einbrechen, erklärte der Verband. Im Passagierverkehr erwartet die Organisation einen Rückgang von 5,7 Prozent. Der Umsatz der Airlines werde durch „die tiefe Rezession“ insgesamt um zwölf Prozent auf 467 Milliarden Dollar sinken. Dies sei ein nie dagewesener Rückgang, erklärte die Organisation. Selbst im Jahr der Terroranschlägen vom 11. September 2001 habe das Minus niedriger gelegen.
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Vieleicht auch eine Chanche für die Touristik und alle daran Beteiligten
Wenn ein Umdenken der Verbraucher stattfinden würde
in Bezug auf Quantität zu Qualität d.h. lieber nur einmal im Jahr in Urlaub fahren aber dann in hoher Qualität ( Dann kann ich auch mal zurecht über für mich nicht passende Zustände maulen und demzufolge auch eine Beschwerde an den Reiseveranstalter loswerden ) als 2 mal und öfter aber schön billig ( wohlgemerkt billig und nicht günstig = Unterschied ) und dafür in Kauf nehmen auch als Billigtourist gesehen und behandelt zu werden. Möglicherweise aber auch nur möglicherweise wäre das auch für einige Hotelbetreiber ein Anlass die Qualität zu steigern und dann könnte auch zurecht ein besserer Preis gefordert werden was sich natürlich auch auf die Löhne der vor Ort arbeitenden Leute auswirken sollte.
Das wiederum würde sich auf die Zufriedenheit des jeweiligen Personals auswirken die sich wiederum im Verhalten der Angestellten widerspiegeln könnte.
Also könnt sich mehr Qualitätsanspruch - und Denken durchaus auch positiv auf die Wirtschaft auswirken - mittelfristig.Insgesamt muß ich hier UteEberhard recht geben.

freundliche Grüße
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sollten die Passagierzahlen wirklich "nur" um 5,7 % sinken, wäre es noch im normalen Rahmen einer Rezession, man sollte noch sehen wie viele Leute auf das Auto oder die Bahn umsteigen. Es fallen nicht die kompletten 5,7 % an Urlauber aus. Frachtverkehr macht hier den Löwenanteil aus. Dieser sollte aber uns und die Veranstalter hier nicht interessieren.

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@toro12: ist mir auch klar, das der Löwenanteil auf den Frachtbereich fällt. Die genaueren Zahlen lassen sich aus dem Artikel nicht herauslesen, aber ich wollte ihn jetzt nicht zusammenstreichen. Aber trotzdem sind 5,7% doch eine ganze Menge. Vor allem muss man ja dann auch die Einbusen der Läden und Geschäfte an den Flughäfen dazurechnen, sowie die Flughafentransportdienste etc. Ist doch ein ziemlicher Rattenschwanz, der da dranhängt.
Bin mir auch ziemlich sicher, das das wahre Ausmass der Tourismusbranche erst in der Saison 2010 zu spüren sein wird. Aktuell sind zwar schon einige Leute von Kurzarbeit etc. betroffen, haben aber wegen den Frühbucherrabatten schon letztes Jahr gebucht. Diese werden meiner Meinung nach dank weniger Geld erstmal ausbleiben.
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Bei dem Rückgang von 5,7% handelt es sich um den Rückgang der Passagierzahlen. Also die Anzahl der Passagiere. Das sagt aber nicht aus, welche Umsätze und Deckungsbeiträge diese Pax erwirtschaftet hätten.
Mal sehr pauschaliert und vereinfacht dargestellt, es ist schon ein Unterschied ob ich Business Passagiere auf der Langstrecke verliere (= hoher Ticketpreis = hoher Umsatz = guter Deckungsbeitrag) oder Pauschaltouris auf der Rennstecke Düsseldorf-Antalya.

Ein "Stück-Minus" von 5,7% kann werthaltig schon 10% bedeuten.

Gruß
Hans
Wenn ich kein Geld übrig habe um zu verreisen habe gehe ich auch nicht in ein führendes Hotel sondern in die Jugendherberge, wobei die ja sowieso jedes Jahr zunehmende Gästezahlen verbuchen