Abzocke an der Kathedrale in Palma
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Hallo,
da wir schon den ganzen Vormittag mit dem Bus auf einer Rundfahrt unterwegs waren, wollten wir vor der Besichtung der Kathedrale unbedingt noch etwas trinken. Es war uns klar, dass es direkt an der Kathedrale teurer sein wird, als irgendwo anders. Wir sahen uns in der Meile die Speisekarte des Lokals mit den grünen Sesseln an und stellten fest, dass die Pizza 7,00 kostet. Daher haben wir uns ein großes Bier und ein großes Glas Mineralwasser bestellt. Wir staunten nicht schlecht als wir die Getränke serviert bekamen. Das große Bier war "eine Maß" (1 Liter!) und das große Wasser 1/2 Liter. Das Bier kostete dann 11,60! und die 1/2 Wasser 4,60.
3 junge Leute am Nebentisch haben eine Sangria bestellt. Bekommen haben sie je 1 Liter mit ca 1cm Zuckersatz am Boden. Wer kann oder will schon zu Mittag sich mit einem Liter Sangria zuschütten. Selbst die jungen Leute wollten das nicht. Möchte nicht wissen was sie dann bezahlt haben.
Als wir die Geschichte am Abend unsere Kneipenwirt erzählten, wußte er genau welches Lokal wir meinten. Er sagte uns, dass das Lokal nicht mal eine Getränkekarte hätte. Also hätte es uns auch nichts genützt wenn wir eine verlangt hätten. Ganz abgesehen davon, wer verlangt schon eine Getränkekarte wenn er ein Bier und ein Wasser trinken will.
Ich finde eine so extreme ******* muss nicht sein. Da hilft nur Boykott.Also, wenn möglich sucht Euch ein anderes Lokal teurer kann es ja nicht mehr werden!!
LG
rose24861 -
Bernat, schämen sollten sich andere dafür... Dafür kannst du wahrhaftig nichts.
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das beschwerdebuch/blatt der Restaurants ist ähnlich wie das der taxifahrer.
Durchnummerierte Seiten (so daß keine Beschwerde "entsorgt" werden kann.
Diese werden dann wohl von einer zuständigen Behörde regelmäßig kontrolliert und dann wohl Repressalien angewendet. -
rose@: ihr habt doch, bevor ihr bestellt hattet, die Speisekarte studiert. Da sind doch sicher auch die Preise der Getränke drin gestanden? Und wenn der Kellner euch statt 1/2 l Bier 1 Liter gebracht hat, hätte ich den daraufhingewiesen oder nur das bestellte Getränk bezahlt. Klar im Nachhinein ist man gescheiter!

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(Ich versuchezusammenzufassen was mir gestern abend ‘verloren’ ging)
Die HOJAS DE RECLAMACIONES sind durchnummerierte Blätter die von der Tourismusbehörde abgestempeltsind. Alle Geschäfte die eine touristische Leistung erbringen haben diese ‚Beschwerdeblätter’.
Nach dem ausfüllen einer Beschwerde hat der Betreiber des Lokals ein paar Tage Zeit das ausgefüllte ’Beschwerdeblatt’ bei der Behörde abzugeben. Die Behörde (Consellerería de Turisme) spricht daraufhin im betroffenen Geschäft vor um dessen Stellungnahme einzuholen. Je nach Ausgang der Untersuchung wird entschieden ob eine Strafe verhängt wird oder alles im Sand verläuft.
Beschwerden wie “dasEssen war nicht gut“ oder “die Bedienung war unfreundlich“ führen – logischerweise- zu nichts. Die Beschwerde sollte konkreten Inhalt haben, gerechtfertigt und – wenn möglich – belegt sein. Es ist ratsam sich die Beschwerdeblattnummeraufzuschreiben um – eventuell - Belege nachreichen zu können (Rechnung, Bilder, etc.).
Alle Betriebe wiez.Bs. Cafeterías, Bars, etc. müssen eine Auflistung ihrer Preise – von der Behörde abgestempelt – öffentlich angeschlagen haben.
Beim bestellen ist “VORSICHT DIE MUTTER DER PORZELLANKISTE“. Es ist ratsam VOR dem Verzehr abzuklären ob ’Sachen’ wie Brot, Oliven, etc. extra berechnet werden (und zu welchem Preis), bzw. bei der Bestellung KLARE Aussagen zu machen (“ein Bier“ überlässt es dem Kellner ein 2 dl Glas oder einen ’Eimer’ zu servieren), denn Beschwerden im Nachhinein die eventuell auf ein Missverständnis zurückzuführen sind bringen den Betroffenen nicht weiter.
LEIDER ist es unangenehm im Urlaub auf solche Sachen achten zu müssen, aber Vorkommnisse wie hier geschildert passieren halt, und nicht nur auf Mallorca (in einem Restaurant in Andalusien wurden die Gäste VOR der Bestellung des Essen gefragt ob es denn “ein kleiner Aperitiv“ sein dürfte, und auf Bejahung kamen dann prompt “Langustenhäppchen“ die teurer waren als das Essen selbst). -
Im vorliegenden Fall verstehe ich allerdings den Grund der Beschwerde nicht.
Wenn ich ein großes Bier bestelle und das Lokal nun mal auch Litereinheiten anbietet, dann
geht das doch auf meine Kappe. Daraus lernen würde ich allerdings beim nächsten mal zu sagen "0,5 Liter" oder "Wie groß ist ein großes Bier"?Das man billige Pizza mit teureren Getränken bezahlt ist auch nichts unübliches.
Euren Ärger und die Warnung verstehe ich allerdings - da wäre ich auch verärgert.
Nur fürs Beschwerdebuch.....was soll der Fehler sein.....
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Bernat wrote:
Alle Betriebe wiez.Bs. Cafeterías, Bars, etc. müssen eine Auflistung ihrer Preise – von der Behörde abgestempelt – öffentlich angeschlagen haben.Ist das wirklich vorgeschrieben? Also wir halten es für uns sowieso grundsätzlich, dass wenn ich nicht vorher selber nachlesen kann, es nichts wird mit unserem Verbleiben.
Wir haben bei unseren Ausflügen auch schon oftmals die Cala Marcal angefahren. Dort ist rechtsseitig (wenn man auf das Wasser schaut) ein kleines Lokal mit einer Terrasse. Toller Blick auf die Bucht, wir würden gerne mal abends ein Bierchen dort trinken.
Aber der hält es schon seit Jahren so, mit Preisen ist da nichts zu sehen.
Dann eben nicht. Was mich wundert, wenn der Wirt es eigentlich aushängen muss, wie kann er dann jahrelang mit dieser Vorgehensweise durchkommen? Interessieren die meisten Urlauber sich nicht für Preise? -
ichmagreisen wrote:
Ist das wirklich vorgeschrieben?
So ist das. Es gibt jedoch verschiedene Typen von Lokalen (Bars, Cafeterias, Restaurants, etc.) die in verschiedene Klassen eingeteilt sind und auch verschieden beschildert sind (sein müssen). zum Beispiel mit Tassen oder Gabeln. Je nach Einstufung dürfen diese Lokale komplette Gericht servieren (oder NICHT), bzw. NUR Snacks oder Getränke. Danach richtet sich auch die vorgeschriebene Einrichtung (Küche, Kühl- bzw. Tiefkühlmöglichkeiten, etc.) und die Qualifikation des Personals (wer Speisen 'manipuliert' MUSS den Titel "MANIPULADOR DE ALIMENTOS" haben). Je nach Grösse des Lokals sind die Auflagen unterschiedlich (Notausgänge, Toiletten, etc.).Die Kompetenzen (und dementsprechenden Kontrollen) der Behörden sind zwischen der Stadt (Gemeinde) und dem Landestourismusministerium aufgeteilt. Die Kontrolle(n) mögen zu wünschen übrig lassen (z. Bs. wenn jemand Speisen serviert die er theoretisch gar nicht servieren dürfte), und funktionieren normalerweise hauptsächlich dann wenn eine Beschwerde oder Anzeige vorliegt.
Bei 'Strandbuden' die nur im Sommer aufmachen ist das wieder anders, denn die unterstehen teilweise einer Konzession der Küstenbehörde.
Auf dem Papier ist alles gut geregelt, die Praxis sieht manchmal 'unwesentlich' anders aus.
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Hallo!
Tut mir Leid!
Es dürfte doch aber bekannt sein das die Preise zum Beispiel am Markusplatz in Venedig oder ähnlich Orten horrende sind!
Also zu erst I M M E R nach dem Preis oder der Speisekarte fragen und erst D A N N bestellen!PS: Die haben mit 100% Sicherheit eine Speisekarte, alleine um mit den Behörden keinen Ärger zu bekommen!
Im Zweivel behaupten die leider nur sie hätte Eure Frage nach der Speisekarte nicht verstanden.
Wenn Ihr ohne zu bestellen geht glaubt Ihr gar nicht wie schnell auf einmal eine Speisekarte auftaucht. -
2007 ist uns etwas ganz ähnliches passiert, es dürfte auch derselbe Laden gewesen sein.
Es lag eine Speisekarte aus, bei der die Preise ganz zivil waren. Leider ließenb wir uns auch ein wneig von dem Kellner zuqutschen, so dass wir uns dann schließlich setzten. Eine Getränkekarte war uns nicht aufgefallen, aber wir wussten eh, was wir wollten, zumal der clevere Kellner sofort (!) nach den Getränkewünschen fragte. Wer fragt denn da noch nach der Karte?
Als dann die Rechnung kam, war die Überraschung groß: Ich glaube, mein Bier hatte 10 EUR gekostet, das Wasser meiner Frau so um die 5 EUR. Natürlich waren wir geschockt, trotzdem bezahlten wir, weil wir dachten "Selber schuld, warum haben wir nicht nach der Getränkekarte gefragt". Ein paar Stunden später konnten wir auch drüber lachen.
Aber ******* ist das schon, und ich finde die Tips von Bernat absolut legitim.
Die Leute hier, die hier mit klugen Ratschlägen kommen, sollten sich damit lieber zurückhalten.
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Das ist leider nicht nur auf Mallorca so (wobei es mir da noch nicht passiert ist). Auch in Venedig und in Rom und allen anderen hochfrequentierten Touristenzielen. Wir sind auch schon mal reingefallen (ich denke, das tut jeder mal). Seitdem gehen wir nur noch in Lokale, bei denen eben auch die Getränke ausgeschrieben stehen. In der Zwischenzeit merke ich es auf den ersten Blick, wenn nur die Essenspreise, nicht aber die Getränke angeboten werden, dass das ******* ist. Aber: Jeder macht mal einen Fehler, später lacht man darüber ... und hat Lehrgeld bezahlt.
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Ich haben meine eigenen 'Hausregel': da wo man vor der Tür bzw. auf dem Bürgersteig (per Aufreisser) krampfhaft versucht einen ins Lokal zu locken gehe ich prinzipiell NICHT rein (egal en welchem Land).
... und wenn diese Lokal an einer Flaniermeile liegt an der ALLE Lokale einen 'Locker' vor der Tür haben, mache ich eine Kehre und suche mir einen anderen Sattdteil aus.
(Anekdotisch: wenn mir das in Spanien passiert - und ich kann mein deutsches Aussehen nicht vermeiden - und ich den 'Lockern auf perfektem spanisch antworte, nehmen die schnellstens Abstand vom 'locken', was für mich einem 'Zugeben' der ******* gleichkommt).
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Glaube an dem Laden sind wir vorbei gegangen nach unserem Besuch in der Kathedrale. Wollten uns noch die Stadt ein bisschen ansehen. Sind zum Glück dran vorbei gegangen und haben irgendwann bei dem Laden mit dem großen M was getrunken. Glück gehabt.
Dafür fanden wir aber den Eintritt für die Kathedrale mit 4€/Pers. eine absolute Frechheit. Für was? Was wird dort geboten bzw. die meisten Leute haben die Kathedrale nach spätestens 5 Minuten wieder verlasssen. Das war für uns pers. ******* pur. Da hab ich noch mehr Beispiele, aber das gehört ja jetzt nicht hier her.
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Wir waren Sonntag Vormittag zur Messe in der Kathedrale. Die Messe ist gratis. Aber nicht nur deshalb sondern weil uns das als Katholiken interessiert hat. War schön und als die Messebesucher die Kathedrale verlassen haben blieb uns auch noch ein bißchen Zeit zum Fotografieren.
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melli43 wrote:
Dafür fanden wir aber den Eintritt für die Kathedrale mit 4€/Pers. eine absolute Frechheit. Für was?
z. B. für die Erhaltung derselbigen.
Man muß ja schließlich nicht reingehen oder es so handhaben wie brujera es in ihrem Beitrag geschildert hat. Gewußt wie.
