Urlaub auf Kinder "zuschneiden"
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Wir machen dieses Jahr Urlaub in xxxx. Was kann man da mit Kindern unternehmen?
Solche Fragen lese ich sehr oft, auch bei Städtereisen (Bangkok, Singapore, London,...). Natürlich ist selbst mir - als Kinderlosem - klar, dass man einige Dinge in den Urlaub einbaut, die besonders für Kinder interessant sind. Bei manchen entsteht für mich allerdings der Eindruck, dass die eigenen Interessen völlig zurückgestellt werden, nur um den Kindern ein besonderes Urlaubserlebnis zu bescheren.
Oder vielleicht ist das Leuchten in den Kinderaugen, wenn man den Geschmack der Kleinen trifft, wirklich durch nichts aufzuwiegen.
Wie seht ihr das? Und gerade bei Städtereisen: Wieviel Kinderprogramm soll/muss sein. Macht ihr Kompromisse oder "Geschäfte" mit euren Kindern (wir gehen nachmittags ins Aquarium, wenn Du vormittags im Museum brav bist.) und funktioniert das?! -
Es kommt natürlich immer darauf an wie alt die Kinder sind mit "Kleineren" also denen die noch nicht in die Schule gehen würde ich nicht unbedingt eine Städtereise machen. Dazu kommt das wir selber eigentlich ziemliche Museumsmuffel sind - außer bei Regenwetter.
Bei strahlendem Sonnenschein kann man sich Städte auch ohne Museum angucken, und mit nem Eis in der Hand geht das noch viel besser. Gerne nutzen wir dann auch die Möglichkeiten von Stadtrundfahrten am liebsten mit Minizug (wie z.B. in Bratislava) oder Bustouren wo man beliebig ein und aussteigen kann um sich interessante Dinge anzusehen.Und im Sommerurlaub geht es bei uns zu 90 % ans Meer - schon wegen Hautproblemen, also legten und legen wir Wert auf möglichst Sandstrand, und nach Möglichkeit auf einen Kinder- bzw. Teenager-Club. Aber den nach dem Motto : "Du kannst hingehen, musst aber nicht" - Als unser jüngster noch kleiner war ging er da immer Abends hin, am Tag konnte man ja seine Geschwister einbuddeln. Heute geht er da die ersten Tage vorbei, bis er welche in seinem Alter kennt und dann wird ohne Anis Wasserball gespielt, Bananaboot gefahren usw. Sprich in der Anlage hat er mit 13 seine Freiräume, außerhalb nicht. Muss aber dazu sagen, das er ein wirklich ganz friedlicher ist, der sich manchmal viel zu viel von anderen gefallen lässt. Da braucghe ich also keine angst zu haben das irgendwelcher Blödsinn passiert, und trotzdem drehe ich regelmäßig meine Runde um zu gucken wo er steckt
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Und wenn dann noch ein Aquapark oder ähnliches in der Nähe ist - umso besser.
In den Bergen gehts meistens mit der Seilbahn nach oben und dann wird von da aus gewandert - da müssen wir wegen Asthma etwas aufpassen.Also für uns haben wir die richtige Mischung gefunden.
Birgit
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Da meine Kinder schon längst erwachsen sind und es die Kinderclubs damals erst vereinzelt gab, war es für uns schon wichtig ein Hotel zu wählen, das als familienfreundlich ausgeschrieben war. Bedeutete es doch glückliche und zufriedene Kinder mit neuen Spielkameraden und entspannte Eltern. Unternehmungen mit ihnen waren trotzdem kein Problem,da Kinder in der Regel an allem sehr interessiert sind und wenn der Museumsbesuch ect. zu Hause klappt, funktioniert es auch im Urlaub. Wobei das ein oder andere Highlight speziell für die Kinder durchaus dabei sein darf. Städtereisen mit sehr jungen Kindern sind aber eher eine Tortour für die Kleinen und sollten ihnen meines Erachtens nicht zugemutet werden.
LG Angelika -
Generell tut man das glaube ich nicht nur für das Kind, wenn man eine Reise nach London, Bangkok oder Singapore unternimmt.
Ich denke eher, Eltern die sofort sagen, Städtereisen, Fernreisen, Erlebniss- und Sightseeing-Urlaub würden sie mit ihren Kleinen überhaupt nicht machen, dann sind das Eltern die ihre eigenen Interessen für die nächsten Jahre absolut in den Hintergrund gestellt haben.
Wir haben mit unserer Tochter schon zahlreiche Städtereisen und auch 2 Fernreisen gemacht und besichtigen viel in jedem Urlaub. Als unsere Tochter 2,5 Jahre alt war, waren wir zBsp ein paar Tage in London. Auch Barcelona, Marseille, Berlin, Sevilla, Miami hat sie schon gesehen. Wir wissen das wir etwas fürs Kind einbauen müssen oder die Unternehmungen so gestalten, das sie auch fürs Kind spannend sind. Aber wir haben keine Probleme, egal ob beim Shopping-Trip, im Museum oder bei der Sightseeing-Tour - unsere Tochter ist meist mit Freude dabei. Ich denke weil sie es so gewohnt ist - im Urlaub ist für jeden von uns was dabei, nicht nur für sie. -
Ehrlich gesagt, haben wir Städtereisen immer allein gemacht und unser Töchterlein bei Oma und Opa geparkt. Tagsüber kann es doch recht ermüdend werden für den Nachwuchs und abends möchte man ja auch noch etwas unternehemen, um das Nachtleben zu studieren. Bei unserem Sommerurlaub hingegen haben wir immer etwas ausgesucht, von dem wir sicher sein konnten, dass auch unsere Tochter sich dort wohl fühlt und ihren Spaß hat.
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Hallo,
unsere Urlaube werden immer auf die Familie zugeschnitten. Da wir Eltern voll berufstätig sind, mein Mann ist die ganze Woche nicht zu hause nur an den Wochenenden, sind unsere gemeinsamen Urlaube einfach die Zeit die wir zusammen verbringen können. Wir machen Ausflüge, sehen uns an was unser Urlaubsziel zu bieten hat und natürlich schneiden wir alles so zu, das die Kids ihren Spaß haben. Doch auch wir älteren kommen auf unsere Kosten, da wir eigentlich immer Familienclubs auswählen wo auch Kinder- und Teenyclub dabei sind haben Mami und Papi auch mal Zeit zum entspannen. Man kann beides verbinden und die Zeit miteinander ist unbezahlbar.
gruß anita -
Hallo,
es ist sicher sinnvoll den Urlaub auf die Kinder anzupassen,
wobei das Alter und Interesse ein Rolle spielt/e, unzufriedene und Kinder
die ' mosern ' können belastend sein für die Urlaubsfreude,
Strandhotel mit Kinderanschluss, da haben die Eltern auch mal Ruhe,
wobei man sie auch nicht ganz aus den Augen verlieren sollte.
Städtereisen u.a. besser ohne Kinder ! -
chriwi wrote:
Bei manchen entsteht für mich allerdings der Eindruck, dass die eigenen Interessen völlig zurückgestellt werden, nur um den Kindern ein besonderes Urlaubserlebnis zu bescheren.Ich hab den Eindruck, Kindern wird einfach nichts mehr zugetraut.
Da wird gleich z.B. von vornherein angenommen, dass ein Kind ja nur isst was es kennt, Pommes, Fischstäbchen, Chicken Nuggets, und so bietet man ihm den Ziegenkäse, das Shawarma, Falafel, Couscous oder Phad Thai gar nicht erst an, sondern geht in ein Hotel, wo das Essen wie zuhause und McDoof um die Ecke ist. Und bringt das Kind vielleicht um eine Ess-Erfahrung für's Leben.
Ab einem gewissen Alter sind Kinder leicht für einen Spleen zu begeistern, für Technik, die alten Römer, Dinosaurier, Ritter, die alten Ägypter, Afrika etc. Und dann macht es ihnen auch Spass, eine Burg, ein Museum, die Pyramiden zu besichtigen.
Wenn ein Kind gern malt, warum nicht in Barcelona in eine Picasso-Ausstellung? Und Gaudis Kunstwerke anschauen?
Wenn es Musik liebt, warum nicht in London ins Musical oder in die Oper?
Und warum soll ein Kind in Rom oder Madrid nicht wie die einheimischen Kinder abends mal bis spät ins Restaurant mitdürfen?
Stattdessen herrscht der Konsens, dass ein Kind ausschliesslich im AI-Bade-Hotel, mit Wasserrutschen und organisierter Bespassung, glücklich sein kann. Komisch.
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chriwi wrote:
Bei manchen entsteht für mich allerdings der Eindruck, dass die eigenen Interessen völlig zurückgestellt werden, nur um den Kindern ein besonderes Urlaubserlebnis zu bescheren.
Oder vielleicht ist das Leuchten in den Kinderaugen, wenn man den Geschmack der Kleinen trifft, wirklich durch nichts aufzuwiegen.Diese Frage kann nur jemand stellen, der keine Kinder hat
o.k. Gegenbeispiel : Ich liebe es, im Urlaub mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und mir alles auf eigene Faust anzusehen. Ausserdem lese ich gern und sitze in Cafès und sehe den Menschen zu. Jetzt denke dir ein ca. 3-7 jahre altes Kind dazu. Den ganzen Tag im Auto..immer wieder aussteigen, Bergauf Bergab, (in Kinderaugen langweilige Gegend ansehen).. stundenlang im Café hocken und nur umhersehen und ebenso viele Stunden still auf der Liege liegen und ein Buch lesen... Wieviel Spaß glaubst du hat man als Elternteil im Urlaub, wenn die lieben Kleinen den ganzen tag nur am Nörgeln und maulen sind ? "Mir ist soo heiß"... "hier ist es laaangweilig", "können wir nicht weiterfahren?"...bei kleineren Kindern fehlt bei solchen Trips der Mittagschlaf...vom Stress bei der langen Fahrt einmal abgesehen. Den Eltern kann es nur gutgehen, wenn es den Kindern gut geht. Das ist ein Fakt... wenn man sein eigenes Ding durchziehen will, kriegt man entweder keine Kinder oder läßt diese zu Hause. Gerade (berufstätige) Eltern haben sich einen Urlaub mehr als verdient... es wäre keine Urlaub mit dauermauligen Kindern. Im Übrigen ist es mit Kindern eigentlich immer so, dass man seine eigenen Wünsche hinten anstellt (nicht nur im Urlaub). Davon mal ganz abgesehen, ist das Leuchten in den Kinderaugen tatsächlich mit nichts aufzuwiegen... -
Hallo,
Also wir haben als unsere Kinder noch klein waren schon unsere
Urlaube eigentlich in erster Linie auf sie ausgerichtet.
Wir waren in den typischen Familienhotels,mit Miniclub usw.
Obwohl mein Mann und ich,beide absolut keine All inklusiv Urlauber sind,
und vor den Kindern nur Individual Urlaube mit Dschungel Trekking oder
Bergwandern in Peru machten.
Mit den Kindern bauten wir dann nur noch Strandburgen,sahen uns die Mini-club
Auftritte an,freuten uns mit ihnen über gewonnene Wettkämpfe usw.
Waren für uns auch immer sehr schöne Erfahrungen! Wir besuchten mit ihnen natürlich auch Sehenswürdigkeiten,Museen usw. aber stellten unsere Ansprüche schon sehr zurück.Für uns war es aber normal um die Mittagszeit auch im kühlen Zimmer ein Mittagsschläfchen zu machen ,oder abends halt früher ins Bett zu gehen.
Heute sind sie schon groß,und wir leisten uns wieder Urlaub nach unseren Interessen!
Möchten diese Urlaube mit den Kindern keinesfalls missen,haben
trotzdem mit Mietauto und Ausflügen auch mit Kindern immer interessante Besichtigungen unternommen,uns schon vorher Schlau gemacht was es alles gibt,und schon zuhause besprochen und abgestimmt.
Liebe Grüße Reni -
chriwi wrote:
... Bei manchen entsteht für mich allerdings der Eindruck, dass die eigenen Interessen völlig zurückgestellt werden, nur um den Kindern ein besonderes Urlaubserlebnis zu bescheren.
......ich habe häufig anders herum den eindruck, dass die interessen der eltern vorne an stehen und wenn man sich dann auf ein ziel geeinigt hat, verzweifelt danach gesucht wird, ob das kind da auch was mit anfangen kann.
ich kann mir schon vorstellen, dass man als eltern auch mal ausspannen will und nicht gefühlte 1 millionen mal "mama"oder "papa" hören will.
jedoch finde ich persönlich die unterbringung der kinder in kinderclubs suboptimal.
für mich bedeutet urlaub, zeit für die familie zu haben.
mal die ruhe und muße zu haben, dem kind was zu erklären und mit ihm zu reden.
gemeinsam was zu kochen oder zu essen, gemeinsam was anzsuchauen oder einfach nur gemeinsam spaß im wasser zu haben.
das geht nicht wirklich, wenn das kind den ganzen tag im kinderclub ist. -
Alexa33 wrote:
Wenn ein Kind gern malt, warum nicht in Barcelona in eine Picasso-Ausstellung? Und Gaudis Kunstwerke anschauen?Wenn es Musik liebt, warum nicht in London ins Musical oder in die Oper?
Und warum soll ein Kind in Rom oder Madrid nicht wie die einheimischen Kinder abends mal bis spät ins Restaurant mitdürfen?
Stattdessen herrscht der Konsens, dass ein Kind ausschliesslich im AI-Bade-Hotel, mit Wasserrutschen und organisierter Bespassung, glücklich sein kann. Komisch.
Wieviele Kinder hast du ? Picasso in Barcelone klingt super...und was machst du in den restlichen 13 Tagen, 23 Stunden und 45 Minuten im Urlaub in einer Großstadt ? Das Interesse (Kleckse malender) Kinder an hochgeschätzter Kunst wird spätestens nach 15 Minuten nachlassen, wetten ? Nach London ins Musical...super Idee...Abholen aus dem Kindergarten, gestresst nach Hause..Tasche packen, ab zum Flieger...Kind müde und maulig..in London ins unterdurchschnittlich gute Hotel..früh ins Bett..gemeinsam mit Kind..nächsten Tag in London vetrödelt..abends Musical..nächsten Morgen früh aufstehen Flieger zurück..endlich zu Hause..Wochenende vorbei..überhaupt nicht erholt..neue woche beginnt morgen...aber das Kind hat ein Musical in London gesehen...jipiiehh... im Urlaub länger aufbleiben und mit den Einheimischen im Restaurant.. da wäre ich tatsächlich dabei..
Ich verstehe ja dein grundsätzliches Ansinnen, aber dein Post liest sich so, als wenn alle Eltern nur deshalb AI-Urlaub mit Wasserrutschen machen, weil sie mal gehört hätten, es wäre toll. Vielleicht ziehst du ja den Gedanken in Betracht, dass die Eltern wissen, dass AI-Urlaub mit Wasserrutsche für kleine Kinder und deren Eltern besser ist, als Städte-Gewalt-Trips?
Ich nehme meine Tochter mit in die (nähere) Umgebung.. wir sehen uns an, was es zu sehen gibt (Festungen, Bootsausflug, Souks usw). Jedes Mal nach dem Urlaub frage ich: "und ? was hat dir am besten gefallen?"...Du darfst raten, wie die Antwort ist...... "der Pool!"
LG
Nadja -
Wir haben 3 inzwischen erwachsene Kinder und haben sie von klein auf mit in den Urlaub genommen. Aber einen Urlaub nicht nach den Kindern ausrichten, geht gar nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Genuss ist, mit einem 2jährigen eine mehrtägige Städtetour zu unternehmen.Das Kind hätte nichts davon.
Wenn es den Kindern zu langweilig ist, sie ihren Schlaf nicht bekommen oder sie keine Möglichkeit haben, zu spielen und dabei auch mal richtig toben und sich schmutzig machen zu dürfen, werden sie quengelig. Und mit quengeligen Kindern haben auch die Eltern nichts vom Urlaub. Wir haben viele Jahre lang Urlaub im Ferienhaus gemacht, was uns allen gut gefallen hat. Wenn die Kinder noch klein sind, wollen sie vor allem spielen. Größere Kinder können sich auch für Museen begeistern. Wer sich für Ritter und das Mittelalter interessiert, findet z. B.eine Burgenbesichtigung spannend. Die Zeit geht schneller rum als man denkt. Irgendwann ist die Zeit der Familienferien vorbei und man kann seine Urlaube wieder anders gestalten. Ich hab die Urlaube mit unseren Kindern genossen und möchte sie nicht missen. -
Hallo,
Ich glaube es kommt halt auch auf das Kind selbst an.
Unsere drei sind zum Bsp. auch im Urlaub grundverschieden.
Unsere älteste Tochter war schon als Kleiner die "individuelle",
die schon damals leidenschaftlich gerne in Museen oder zu
Ausgrabungen ging,auch Hitze kümmerte sie nur wenig.
Sie konnte stundenlang dem Museeumsführerzuhören,da war es uns
manchmal schon zuviel,auch längere Autofahrten machten ihr nichts,sie zog es jeder Klubanimation vor. Unsere mittlere war immer die Wasserratte mituns im Meer zu
schwimmen oder im Pool war für sie Urlaub! unser Sohn liebte wieder Minigolfanlage,Fußballtische,Basketballspiele,Auto oder Busfahrten waren ihm zuwieder,ebenso Stadtbesichtigungen und Hitze. Wir versuchten halt es allen
irgendwie gerecht zu machen,war nicht immer leicht,aber meistens waren alle zufrieden.
Übrigens haben sie sich bis heute nicht geändert,während unsere Große
Trekkingurlaub macht ,liegt unsere Mittlere am liebsten am Strand und relaxt...
Liebe grüße Reni -
"Nadja Tunesien" wrote:
Diese Frage kann nur jemand stellen, der keine Kinder hat...
Naja, so wie Du schreibst, könnte man meinen, dass es nur eine Lösung gibt, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Nämlich bedingungsloses Unterordnen der eigenen Interessen für die nächsten 20 Jahre.Offensichtlich gibt es jedoch verschiedene Ansätze, was auch die Meinungen in diesem Thread widerspiegelt. Ich hab letztes Jahr ein schwedisches Ehepaar mit 3 Kindern (im Alter von ca. 3, 5 und 7 Jahren) kennen gelernt, die sich auf einer halbjährigen Weltreise befanden. Und ich glaub nicht, dass die ein ganzes Jahr lang nur Wasserrutschen, Vergnügungsparks, Tiergärten und Kinderclubs besichtigen.
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Seit unser Sohn 5 ist gibt es jedes Jahr eine Radreise,mit Zelt.Erst waren es in 5 Tagen 200km,heute sind es in 12 Tagen 1000(und nun ist er auch flotter unterwegs als ich)Es gab immer kompromisse,einfach auch altersbedingt.Bei Hotels haben wir eher AI gebucht und lassen ihn,seit er 12 ist auch mal alleine im Hotel wenn er mal keine Lust auf Eltern hat.Der Sommerliche Zelturlaub am Balaton ist auch für den jetzt 14 jährigen "sein" Urlaub.Und wenn er glücklich ist bin ich es auch :-)Wir lieben alle 3 Museen,Burgen,Parks und gutes Essen...und finden einfach immer einen guten Mittelweg.
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Jedes Kind malt gerne. Aber Bilder angucken, die irgendjemand gemalt hat, boah wie langweilig. Was soll der Erstklässler, der nicht ruhig sitzen kann, bei einer Städtereise in der Oper? Das ist eher eine Strafe für Kinder und Eltern (bzw. Museumsbesucher, die ein quengelndes Kind ertragen müssen) als ein Vergnügen.
Da gibts nur zwei Möglichkeiten: Nachwuchs zu Hause lassen oder für alle interessante Alternativen aussuchen. -
Lexilexi:
ich habe häufig anders herum den eindruck, dass die interessen der eltern vorne an stehen und wenn man sich dann auf ein ziel geeinigt hat, verzweifelt danach gesucht wird, ob das kind da auch was mit anfangen kann. wrote:genauso habe ich chriwis Fragestellung verstanden! Ich habe mir kurz nach dem Eröffnungspost überlegt, gleich zu antworten. gerade habe ich mir alles durchgelesen.
Es war gut zu warten. Wir haben an uns selbst immer den Anspruch gestellt, guteEltern zu sein! Aber diesem Streben nach Perfektionismus konnt ich schon vor über 20 Jahren nur ein müdes Lächeln abringen! Vater und Mutter zu werden bedeutet nicht, auf alles verzichten zu müssen! Wenn ich mir nur im Forum anschaue, wie hilflosEltern oft fragen, dann stellen sich mir die Kammhaare auf! Das Leben ist kein "Vergnügungspark" für Puppenspieler! Ohne Foren, ohne Internet und mit viel Herzblut haben mit Sicherheit viele hier Mitschreibende ihre Sprösslinge fürs Leben tauglich gemacht! Vielleicht-oder sicher
gab es Urlaubsentscheidungen, die im 15jährigen gemeinsamen verreisen nicht allen gepasst haben, aber einen bleibenden Schaden kann ich in unserer Familie bis heute(ausser Alltagsquerelen
) nicht feststellen! Und ja-leuchtende Kinderaugen sind wirklich durch nichts zu ersetzen, aber gute Eltern sollten auch vor Tränen nicht kapitulieren! -
@ reiselady
@ gastwirt
Ich kann Euch Beiden nur zustimmen. Während der "Familien/Kinderzeit" funktioniert es nur mit Kompromissen gut. Dass das bei uns in weiten Teilen gklappt hat, hat mir mein Sohn erst letzthin bestätigt. Er hat bei seinem Hamburg-Trip noch einmal das Museum für hamburgische Geschichte besucht und fand es genauso spannend wie damals als 10jähriger. Und worüber ich mich besonders freue, ist, dass wir unseren Kindern die Freude am reisen mit auf den Weg gegeben haben.
Übrigens; heute fühle ich mich manchmal gestört durch Eltern, welche ihren kleinen Nachwuchsunbedingt in die Oper oder ins Konzert mitnehmen müssen, weil sie glauben, ihnen Kultur und Kunst einflössen zu müssen. Dass die Kleinen unruhig und quengelig dabei sind verstehe ich. Alles zu seiner (richtigen) Zeit wäre schön.
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Ich denke nicht, daß es dabei vielen um "Kultur einflößen" geht, sondern: das Kind fliegt umsonst/billig, das Kleinkind/Kind schläft umsonst im Hotelzimmer der Eltern. Da wird es eben mitgenommen, wenn Mama und Papa ein Musical sehen wollen/ein Konzert besuchen möchten. Sicher gibts da auch Sonderangebote für Kleinkinder/Kinder bzw. fürs Kind braucht nicht gezahlt werden... Aber dann: "Was machen wir denn die übrige Zeit mit dem Kind?"