Stornierungskosten
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Hallo!
Jetzt stehe ich mal auf dem Schlauch!
Mein Freund und Ich haben im Januar eine Reise über das Internet nach Ägypten gebucht.
Mussten aber aus beruflichen Gründen stornieren. Hatten auch sofort eine Reiserücktritssversicherung abgeschlossen.Anzahlung wurde direkt geleistet, waren 116,- €.
Alltours will jetzt aber nochmals den gleichen Betrag für die Stornierung haben.
Wofür ist denn dann unsere Reiserücktrittsversicherung??
Gruß -Svenja
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hängt die Höhe der Stornogebühr vom Zeitpunkt des Rücktritts ab - je näher der Tag des Abflugs, desto höher die Stornogebühren.
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eine Reiserücktrittskostenversicherung versichert KEINE beruflichen Gründe! Jobverlust - ja (meist zumindest), aber alle anderen privaten und beruflichen Gründe nicht.
Genaues bitte nachlesen in den Bedingungen der abgeschlossenen Versicherung: dort muss stehen, welche Gründe versichert sind.
Gruß
Peter -
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Bucht erstmal um auf eine Billigreise mit Frühstück in der Sparsaison für 3 Tage (z.B. Mallorca) , dann sinken auch die Stornokosten denn die sind % vom Reisepreis....

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@Thorben-Hendrik ... sie kann ja nicht mehr umbuchen, weil sie schon innerhalb der letzten 30 Tage ist - genau das ist ja ihr Problem!
Gruß
Peter -
"Thorben-Hendrik" wrote:
Bucht erstmal um auf eine Billigreise mit Frühstück in der Sparsaison für 3 Tage (z.B. Mallorca) , dann sinken auch die Stornokosten denn die sind % vom Reisepreis....
Über diesen (leider legalen) Dreh wurde ja schon ausführlich berichtet, was aber unser guter Thorben Hendrik nicht bedacht hat in seiner schnell formulierten, pauschalisierten Aussage ist dass,
wenn die Anzahlung 116.- beträgt und dies 20% Anzahlungssumme darstellt - was bei Alltours der Fall ist -, und die Stornokosten doppelt so hoch sind, dann sind das 40%, was bedeuten würde, dass Pinkee sich nicht mehr in der 30 Tage Frist für eine mögliche Umbuchung befindet und somit diese nicht mehr erlaubt ist lt. AGB.
Dies nur als Info, bevor Pinkee auf Deinen Rat hört.i.d.S.
Chiara -
Danke, Chiara. Dank der von Thorben - Hendrik immer wieder verbreiteten Taktik räumen die ersten Veranstalter ihren Kunden in den AGB schon gar kein Recht zur Umbuchung mehr ein bzw. haben die Umbuchungsgebühren erhöht. Wundern tut es mich nicht...
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Aha welche Veranstalter haben denn geändert, mir ist keine bekannt oder ist dies geziehlte Missinformation

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Siehe z. B. 5 vor Flug.
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Das war bei denen schon immer so.....
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Auch nicht schlimm. dafür gibt es ja eine RRV........

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@emdebo... wie willst du denn Reiseverträgen nicht zustimmen?
Du sitzt im Reisebüro.
Buchst
und sagst: nein, das unterschreibe ich nicht
dann kommt der Reisevertrag auch nicht zustandegut gemeint, aber in der Praxis wohl nicht durchführbar
Und wenn ein Veranstalter Bedingungen hat, dann hat er sie auch "bei anderen Buchungswegen". Im Gegenteil, mir kommt vor, dass manche ausschließliche Internetanbieter viel drastischere Bestimmungen haben als mancher "traditioneller" Veranstalter.
Gruß
Peter -
@mosaik
Das was Du schreibst stimmt immer dann, wenn jemand bei Veranstaltern direkt oder über Reisebüros/Internetveranstalter bucht. Und dennoch bin ich der Meinung, dass die Rücktrittsgebühren eh viel zu hoch sind. Es entsteht den Veranstaltern - wage ich zu behaupten - kein Nachteil in der prozentual angeforderten Höhe, wenn ein Hotelzimmer nicht abgenommen oder ein Sitzplatz im Flugzeug rechtzeitig storniert wird. Das nachzuweisen ist natürlich sehr schwierig.
Eine Aufwandsentschädigung pauschal mit vielleicht
50 € wäre eher angemessen.Persönlich bin ich wegen benötigter Flexibilität
schon seit längerem dazu übergegangen,
Hotels nur noch direkt (Hotelportale) zu buchen.Und diese können i.d.R. bis 18:00 Uhr am Anreisetag kostenfrei storniert werden. Natürlich freue ich mich über jeden Urlaub,
den ich wahrnehmen kann, ohne stornieren zu müssen.Flüge, gebucht mit passender Kundenkarte,
sind ebenfalls kostenfrei umbuchbar. -
"Holginho" wrote:
...und der große Rest wird fast geschlossen folgen - warte mal die ITB und begleitende Kongresse ab...Mit Sicherheit nicht, in vielen Ländern (z.B. USA) werden bei Storno bis 60 Tage vorher NULL, NADA Gebühren erhoben, damit die Leute möglichst früh buchen, ohne Risiko und dann doch dabei bleiben.....und das wollen die Veranstalter in D doch auch.........also der Weg ist aus meiner Sicht klar nur ohne Gebührenabzocke gibt es in Zkunft mehr Frühbucher und die sind für den Veranstalter wichtig....
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[quote="emdebo Und dennoch bin ich der Meinung, dass die Rücktrittsgebühren eh viel zu hoch sind. Es entsteht den Veranstaltern - wage ich zu behaupten - kein Nachteil in der prozentual angeforderten Höhe, wenn ein Hotelzimmer nicht abgenommen oder ein Sitzplatz im Flugzeug rechtzeitig storniert wird. Das nachzuweisen ist natürlich sehr schwierig.
Eine Aufwandsentschädigung pauschal mit vielleicht
50 € wäre eher angemessen. [/quote]Ich habe dazu schon mehrmals sehr ausführlich erklärt. U.a.
dienen Stornogebühren auch quasi zur Abschreckung, damit nicht jedermann beim Erscheinen eines Kataloges bucht und dann mehr oder weniger kurzfristig, je nach Laune und Geldbeutel fliegt oder nicht fliegt. Schließlich ist die "Ware" nicht "lagerbar".Weiters ist die Frage, welche Stornovereinbarungen bei den einzelnen Leistungsträgern vereinbart wurden. Ich weiß, dass beispielsweise bei Flügen die Stornofristen bis zu drei oder vier Monate betragen können. Das heißt, eine April-Maschine muss u. U. Ende Dezember storniert werden, damit keine Kosten entstehen.
Bei Hotels gibt es oft Abnahmegarantien, um die gewünschten Preise zu bekommen.
Ein nicht unwesentlicher Punkt sind die tatsächlich angefallenen, so genannten Prozesskosten einer Buchung = deine angesprochene Pauschale.
Ich wage zu behaupten, aufgrund meines Einblicks in die Entstehung einer Pauschalreise, dass € 50.-- bei etlichen Produkten zu wenig wären. Das heißt bei einem Reisepreis von bis zu € 500.-- könnte es im Streitfall geschehen, dass der Veranstalter höhere nachweisliche Kosten hätte als die üblicherweise geforderten 10 %. Dann bliebe der Kläger auf beiden Kosten sitzen: Gerichts- und Stornokosten.
Denn Prozesskosten werden nicht für den Abflug X errechnet, sondern als Kosten umgelegt auf alle Buchungen pro Jahr. Im Klartext: bei einer Buchung im März könnte der Veranstalter sogar einen kalkulatorischen Verlust haben, den er durch überproportionale Deckungsbeiträge in Hochsaisonen aber wieder verdient und so unter dem Strich Gewinn schreiben kann.
Außerdem billigen Gerichte natürlich auch eine angemessene Entschädigung für entgangenen Gewinn zu.
Dass Hotels im direkten Einkauf Konditionen wie von dir angesprochen anbieten, weiß ich. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen wie Messetermine in Städten beispielsweise.
Ich denke schon, dass die Stornogebühren angemessen sind. Schon alleine aus der Überlegung, dass jeder frei ist, einen Vertrag zu unterzeichnen oder nicht. Die Umkehrung, einen Leistungsträger zu besseren Konditionen zu zwingen, regelt sowieso der Markt: Angebot und Nachfrage. Und das scheint ja noch zu stimmen...
Gruß
Peter -
Danke für die ausführliche Information und Sicht der Dinge.
Allerdings sind Zeiten angebrochen, in denen die Veranstalter sich
selbst nicht mehr so wie in der Vergangenheit festlegen
und Hotels und Sitzplätze bei den Airlines "just in time" kaufen werden.Aus dieser Überlegung heraus wird es keine/kaum feste Abnahme-
verpflichtung mehr geben. Fluggesellschaften reagieren
mit möglichst viel Einzelplatzverkauf. Urlaubshotels werden nicht
müde, in möglichst vielen Hotelportalen vertreten zu sein,
um nicht mitten in der Saison einen Zimmerleerstand
zu verzeichnen.In Verbindung mit Zahlung der Urlauber im Hotel bei Abreise dürfte das für Hoteliers deutlich lukrativer sein als Pauschalbeträge über Verträge einer gesamten Saison mit entsprechend gedrücktem Preis.
Hinzu kommt, dass der Hotelier selber die Eingaben für seine Zimmer
in Datenbanken macht und je nach Auslastung die Preise tagesgenau
ändern kann, nach oben und unten.Bei all diesen deutlichen Veränderungen im Urlaubssektor denke ich schon, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch Veranstalter
über die Anpassung der Stornogebühren (nach unten) nachdenken.PS:
Dieses Denken - Verträge, um Kunden abzuschrecken ... - ist genau der Punkt: Man muß Kunden gewinnen, überzeugen und an sich binden, um erfolgreich im schwierigen Zukunftsmarkt Urlaub zu bestehen. -
Genau so und nicht anders !
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"emdebo" wrote:
Dieses Denken - Verträge, um Kunden abzuschrecken ... - ist genau der Punkt: Man muß Kunden gewinnen, überzeugen und an sich binden, um erfolgreich im schwierigen Zukunftsmarkt Urlaub zu bestehen.Da gebe ich dir schon recht. Trotzdem weiß ich aus der Praxis, dass Kunden jedes - gratis - Schlupfloch bis zum Abwinken ausnützen (würden).
Letzlich müssten es dann die tatsächlich Reisenden mit höheren Preisen bezahlen.
Ich glaube auch, dass die Bindung von Konsumenten an ein Produkt oder Verkaufslokal schwächer geworden ist. Mögen vor 10 Jahren noch moralische Aspekte den einen oder anderen an einem Wechsel oder ständigen Wechsel gehindert haben, so gibt es diese heute nicht mehr.
Und somit würden zwar Konsumenten Arrangements mit null Stornogebühren mit Freuden buchen, aber letztlich wohl auch viele wieder stornieren.
Wie oft haben wir es bei unseren Seniorengruppen, bei denen wir nicht ganz so streng mit Buchungsbestätigungen und Anzahlungen sind, dass dann einer kommt und meint, er hätte sich nie angemeldet. Und ohne Unterschrift oder zuminest einer Anzahlung ist es aus rechtlicher Sicht sinnlos und aus der Sicht der Kundenbindung und -zufriedenheit sowieso.
Oder noch so ein praktisches Beispiel von jetzt. Bei einer kulinarischen Reise ins Friaul haben wir von zwei guten Kunden, sprich Freunden, die Zusage für insgesamt 18 Personen. Mit dieser Zahl führte ich die Reise kostendeckend ohne Gewinn durch. Da aber keiner dieser Personen unterschrieben hat, weil es bei den beiden Auftraggebern so üblich ist, kann es mir passieren, dass dann kurzfristig zwei oder mehrere Personen absagen. Bei Buskosten pro Person jenseits der hundert Euro muss ich diese Fahrt absagen. Keiner will mir die Garantie geben und ich kann nicht Beträge von 200, 300 oder 400 Euro selbst tragen, wo eh schon kein Deckungsbeitrag zu verdienen wäre.
Somit "sterben" 14 - 15 oder mehr Willige um eine schöne Fahrt.
Das wäre dann der Auswuchs von keinen Stornogebühren (obiger Fall ist sicherlich eine Ausnahme und speziell-Peter-Fall, aber einer aus der Realität!).In unserem Busbetriebsbereich verlangen wir keine Stornogebühren. Müssen aber in der Tat damit leben, dass Gruppen am Nachmittag anrufen, um die Transfers am Abend oder den Tagesausflug am nächsten Tag absagen. Jetzt, im Winter, wo wir an Wochenenden alle unsere 30 Busse im Einsatz haben, bedeutet eine Absage Freitag um 16 Uhr einen echten Verlust. Denn den Wagen hätten wir am Donnerstag noch vermietet können und steht jetzt am Samstag im Stall.
Nun sind wir aber nur ein Mittelbetrieb. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirtschaftlich auf Dauer zum Überleben wäre, im Pauschalreisesektor gar keine Stornogebühren mehr zu verlangen oder nur pauschale geringe(re) Entschädigungen.
Die eine Seite - der Konsument:
er wünscht sich klarerweise günstig, keine Verpflichtungen, Wahlmöglichkeit bis zum letzten PunktDie Frage, die wir hier zu Dritt hin und her wälzen ist, wird es Realität werden oder träumen wir hier wirtschaftlichen Unsinn??
meint
Peter -
Bei (Pauschal-)Reisen ist es heute so wie an der Tankstelle.
Eigentlich kein freier Wettbewerb, (fast) alle mit gleichen,
aus meiner Sicht kundenunfreundlichen, Bedingungen.Ob es auch anders geht, ist natürlich die große Frage.
Andererseits, als die ersten No-Frills-Airlines starteten,
hatte auch niemand an den Erfolg geglaubt ...
Schönen Tag noch