Achtung Türkeiurlauber ! Trickbetrug nach Urlaubsreise
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Was spricht gegen die entschiedene Ansage "Meine Damen und Herren, wir sind nicht interessiert an ihrem Angebot. Bitte genügen Sie jetzt der Höflichkeit und bringen uns umgehend nach draußen!"???
Der Spuk, den du wie eine Geiselnahme schilderst, wäre augenblicklich zuende gewesen!Was bitte hast du unterschrieben? Einen Kaufvertrag etwa? Dem würde ich dann aber schleunigst widersprechen.
Eigenartig, dass aus der Reisegruppe offenbar nur ihr derart penetrant behandelt wurdet? Oder haben andere ähnliches erlebt - jedoch mit einem anderen Ergebnis?Wie auch immer ... ich weiß, die können pushy und echt aufdringlich sein, aber niemand hält Menschen gegen ihren Willen in einem Raum fest, wenn sie klar und deutlich ihre Haltung bekunden!?
Tut mir leid, aber ich hätte mich unter gar keinen Umständen zu einer Unterschrift und einer Anzahlung zwingen lassen - da werd ich vorher ausgesprochen unangenehm!Letztlich muss man Kunden allerdings auch für reichlich naiv halten, wenn man mit "staatlicher Betrieb" argumentiert und meint, das mache irgendeinen Eindruck ...
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Ich kann das ein bisschen nachvollziehen. Es ist schon ewig her, aber ich war auch mal in so einer Veranstaltung, damals wurde es als Schmuckfabrik dargestellt, und ich dachte, naiv wie ich war, es handelte sich um eine Manufaktur, zwar schon mit Verkauf wie üblich, aber nicht nur Verkauf. Der Laden hieß, glaube ich,Tukran und befand sich direkt neben dem Hotel Sera, keine Ahnung ob es den noch gibt. Ich hatte natürlich absolut keine Kaufinteressen und saß dann mit so einem Typ auch in einem ziemlich kleinen Raum und erklärte ihm auch ständig, dass ich einem Missverständnis aufgesessen war und nichts kaufen wollte. Da kam dann auch ziemlich schnell eine Frau dazu, rein zufällig natürlich, und nach einer Weile, als ich immer noch nichts kaufen wollte, kam noch ein älterer Herr in das relativ kleine Zimmer, es wurde ziemlich voll. Da wurde ich dann sehr deutlich, sowie vonschmeling das auch ausdrückte. Ich kam dann natürlich auch ohne Schwierigkeiten raus, natürlich unter finsteren Blicken der anderen Beteiligten. Aber ich könnte mir vorstellen, dass jemand, der etwas schüchterner und unerfahren ist, das Gefühl bekommt, er werde eingesperrt. Ich glaube, ich war so ziemlich der einzige, der nicht gekauft hatte, obwohl vorher sehr viele behauptet hatten, sie wollten nichts kaufen. "Pushy" trifft den Nagel auf den Kopf. Da hilft wirklich nur ein energisches, bestimmtes Auftreten. Das ist aber schon vielleicht 15 Jahre her, oder noch länger, und es wundert mich, dass dieses "hard selling" noch so praktiziert wird, denn ich hatte den Eindruck in den letzten Jahren, dass die Händler dazu gelernt haben und nicht mehr ganz so penetrant sind.
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Ändert alles nix an der Tatsache, dass pinki dem ggf. abgeschlossenen Vertragsverhältnis schleunigst widersprechen sollte ...
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sevgili vonschmeling,
pacta suvanda kennst du auch.
Wer so blöd ist irgend etwas zu unterschreiben oder sogar am Telefon "JA" zu sagen ist dran!
Jede Woche sage ich meiner Mitarbeiterin: Nie JA sagen oder e-mails anklicken.
Ich selbst erwische ich mich. Man kann es nicht lassen. Neugier.
Aber was soll es? Die TO hat 20 EUR verloren. Basta!
Sie hätte die polis rufen sollen!
Oh man, wenn ich da gewesen wäre?
Ben türkce belirim. lol -
Ich kenne das Prinzip pacta sunt servanda und eben deswegen habe ich auf die Notwendigkeit eines Widerspruchs hingewiesen.
Was man sich draus bastelt ist Gott sei Dank nicht mein Bier ...
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Verdammten Verbrecher und Abzocker. Jedes mal das gleiche.
Allerdings muss man auch sagen:
Wer seine Ware nicht ordentlichv erzollt und wer dann noch darauf reinfällt, der verdient es eigentlich schon FAST nicht anders.Trotzdem. Strafe muss sein und dieser Abzocker gehören verfolgt.
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@Sido, hab ich so richtig verstanden? Wer auf seine nicht verzollte Ware auch noch reinfällt, kriegt Strafe muß sein! Hm,
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Sido111016 wrote:
Verdammten Verbrecher und Abzocker.
Sei mal bitte ein bisschen vorsichtig mit deiner Wortwahl und bedenke, dass zum Abzocken immer mindestens zwei gehören, einer der abgezockt und ein anderer, der sich abzocken lässt. Noch nie war es so einfach wie heute, sich auf eine Reise umfassend vorzubereiten, nicht nur hier gibt es genügend Warnungen und Hinweise, mit welchen Tricks gearbeitet wird.
Was du mit dem "Erzollen" meinst und was das mit dem Thema zu tun hat, wird wohl dein Geheimnis bleiben, es sei denn du lüftest es irgendwann
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Weil ich den letzten unzulässigen Post von heute gelöscht habe!

LG
Sokrates
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Ich wurde mit einer Masche konfrontiert, die zumindest mir neu ist. Es fing alles ganz harmlos an, ich lernte ein türkisches Pärchen kennen und wir gingen dann mal nett auswärts essen, keine Rede von Geschäften o.a.. Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir dann ganz zufällig an einem Teppichladen vorbei, dessen Inhaber ganz zufällig der Onkel des Mannes war. Stürmische Begrüßung und der Besitzer wollte mir als "Freund" seines Neffen seine schönsten Teppiche zeigen, ohne mir welche verkaufen zu wollen - natürlich. Sein Familienunternehmen, das auf die Zeiten Mehmet II zurückgehe (mindestens) verkaufe Teppiche weltweit. Er schlug mir daraufhin ein Geschäft vor, von dem ich nur profitieren würde.
Mir würden pro Jahr bis zu drei höchst wertvolle Teppiche nach Hause geliefert.
Ich würde bei Anlieferung nur 19 % des Kaufpreises zahlen - die Mehrwertsteuer -, so ungefähr 4000-8000 € pro Teppich.
Nach einem halben Jahr würden die Teppiche wieder abgeholt und ich bekäme 30 % des Kaufpreises und würde somit einen Gewinn von 11 % des Kaufpreises machen. Die Teppiche würden dann in Luxemburg versteigert, wo man sie ihm "aus den Händen reißen" werde.
Bis zu drei Teppichen pro Jahr (Eigenbedarf) sei das völlig legal.
Die ganze Sache werde natürlich in bar abgewickelt.
Um Grundsatzdiskussionen zu vermeiden, sagte ich, ich würde das überschlafen, was dem Nachfahren Mehmets natürlich überhaupt nicht passte, aber ich blieb standhaft. Zum Schluss wollte er mir als vertrauensbildende Maßnahme noch einen Läufer schenken (mit dem Abendmahl von da Vinci als Motiv, typisch islamische Arbeit also). ich müsse nur die Mehrwertsteuer bezahlen, 480 €. Selbst ich als Laie konnte sehen, dass das billigster Fabrikkitsch war. Ich lehnte höflich, aber bestimmt ab. Seitdem habe ich von allen dreien weder etwas gesehen noch gehört.Im günstigsten Falle war das der Versuch einer Geldwäsche oder eines Steuerbetruges, möglicherweise wäre ich auch auf irgend einem Perverser im Wert von 100 € sitzen geblieben.
Ist die Masche bekannt? -
Ich denke mal, dass die letzte Version - das 100€-Sitzenbleiben - die wahrscheinlichere ist!
Es ist immer wieder faszinierend, auf welche Argumente diese Leute kommen, um solch einen Beschiss glaubwürdig erscheinen zu lassen!LG
Sokrates
P.S.: Was ist der Unterschied zwischen einem Schichtarbeiter und einem Perser? Der Schichtarbeiter muss morgens früh raus und der Perser kann liegenbleiben!
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Das mit der Glaubwürdigkeit hörte schlagartig auf, als der Nachfahre von Mehmet dem Verschnupften mir versicherte, er wolle mir keinen Teppich verkaufen.

Das einzige, über das ich etwas traurig bin, ist der Umstand, dass mich das Pärchen zielgerichtet abgeschleppt hatte. Bis zum Teppichladen war es eigentlich sehr nett gewesen. Tja.
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rumsstein
Um Grundsatzdiskussionen zu vermeiden, sagte ich, ich würde das überschlafen,
Ich hatte stets vollen Erfolg mit der schlichten Begründung "Ich mag keine Teppiche"... was im Übrigen - und vor allem wenn's um mein Zuhause geht - stimmt.
Ich habe natürlich immer darauf geachtet, dass meine Antwort nicht abwertend überkam. -
Der Trick ist, dass der gute Mann mir ja zumindest vordergründig gar keinen Teppich verkaufen wollte. Ich sollte die drei nur sechs Monate zwischenlagern, wohl aus rechtlichen oder steuerrechtlichen Gründen, danach erst könne er ihn weiterverkaufen oder versteigern. Danach bekäme ich die vorgestreckten 19 % des Verkaufspreises plus zusätzliche 11 % ausbezahlt. Das wären zwischen 6000 und 12.000 € nur dafür, dass man aufgerollte Teppiche sechs Monate in eine Ecke stellt. Ich habe keine Ahnung, ob der Trick funktionieren würde oder ob das frei erfunden ist und ich nur auf den Teppichen sitzen bleiben sollte.
Natürlich lasse ich mich auf so etwas nicht ein, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das jemanden, der unerfahren und geldgierig ist, sehr reizen würde. Natürlich hat er wegen meiner geforderten Bedenkzeit ordentlich Druck gemacht, da hätte manch einer vielleicht zu tun. Es ist aber auch schwer, Ratschläge zur Verhinderung zu geben, denn das Pärchen hat in keinster Weise erkennen lassen, was es vorhatte.
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Ein bisschen sollte deine (überaus begreifliche!) Enttäuschung warnend wirken, rumsstein - beispielsweise an alle notorischen ewige Froindefinder, die mit einem Sack abgetragener Kinderklamotten glauben, ihr Karma von Ameise auf mehr als Huhn zu pimpen und ewiger Dankbarkeit der Begünstigten sicher sein zu dürfen.
Das ist keine pauschale Abwertung tatsächlich möglicher Froindschaftbegründung, allein eine Mahnung an jene gerichtet, die ggf. versucht sind im Taumel allfälliger Gastfreundschaftskultur um mehr als nur ein verflixt teures Dinner beschissen zu werden.Etwas weniger dilletantisch gestaltet könnte die von dir beschriebene Methode sicherlich gewisse Erfolgschancen haben - sehr willkommen daher dein Hinweis!
Auch wenn ich sie so noch nicht erlebt habe ist sie prinzipiell nicht ganz neu - mir werden quasi täglich enorme Einkünfte prognostiziert, sofern ich nur bereit bin ein absolut umwerfendes Starterpaket biodynamisch hochwirksamer Produktproben zu "unfassbar günstigen" €99 zu erwerben und damit mich und selbstverständlich meinen Froindeskreis ewig gewinnbringend zu beglücken.Fazit: Bescheissen ist eine interkulturelle Disziplin ...
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Da hast Du allerdings recht.Um Freundschaften zu knüpfen, egal mit welcher Nationalität, ist mir auch der längste Urlaub zu kurz. Das ist sicher Definitionsfrage, aber nach einem Urlaub habe ich bestenfalls neue Bekannte.
Sicher mahnst Du zu Recht zur Vorsicht, aber man sollte sich auch nicht gänzlich abschrecken lassen. Ich hatte schon öfter Bekanntschaft mit Türken in der Türkei gemacht und war mit ihnen auch essen, das hat auch irgendwie eine andere Qualität, weil sie sich auskennen, und diesmal war das erste Mal, dass ich enttäuscht wurde. Ich sehe es eher so, dass es überall schwarze Schafe gibt, ich lasse mich dadurch auch nicht abschrecken. Aber sicher wird das Radar bei mir noch feiner eingestellt sein, das lässt sich sicher nicht vermeiden. Eine Mahnung unterstütze ich aber voll und ganz, Hände weg von solchen Geschäften, mögen sie auch noch so verlockend klingen.
P.S.: zum Thema verflixt teures Dinner: der Mann hatte die Rechnung bezahlt - in der Türkei ist es nicht üblich, separat zu bezahlen -, und als ich draußen meinen Teil begleichen wollte, hat er abgelehnt. Da kam natürlich erst recht kein Misstrauen bei mir auf. Höchstwahrscheinlich war auch das ein Teil der Strategie.
Wenn man so will, war eigentlich ich der Gewinner: ein Essen und neue Erfahrung


